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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
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19.05.2019 2.478
 
Kill your heroes

Kapitel Siebenundzwanzig

Alethephobia I


Die harte, unnachgiebige Kante von Kakashi-senseis Bücherschrank grub sich in ihren Rücken als sie sich fest in die Ecke presste, doch Sakura ignorierte es. Sie ignorierte Uhei der zwischen ihren herangezogenen Knien dicht an ihre Brust gedrückt war. Ihre Stirn ruhte auf seinen Schulter, ein warmes, ruhiges Wesen in ihren Armen.

Sie ignorierte sie alle, weil sie nicht ignorieren konnte was Gozen-san ihr erzählt hatte.

Es gab nichts Schlimmeres als etwas Schreckliches über jemanden den man liebte zu erfahren und keinen Anderen Weg zu finden um die Zweifel zu zerstreuen als es schlichtweg zu leugnen.

Aber jetzt, nachdem sie jemand mit der Nase darauf gestoßen hatte konnte sie nicht leugnen das es merkwürdig war. Ein ganzer Clan war massakriert worden, doch es war so still und leise in die Geschichte des Dorfes übergegangen das Sakura es fast vergessen hatte. Als sie darüber nachdachte brannte ihr Gesicht bei dem Gedanken an einige sehr dumme Kommentare die sie gegenüber Sasuke abgegeben hatte nachdem sie zu Team Sieben zusammengekommen waren. Es war passiert als sie sehr jung war, jung genug das ihre Erinnerung an das Ereignis auf die Unruhe der Erwachsenen und einer langen Abwesenheit von Sasuke in der Akademie beschränkt war.

Das war vor der Zeit gewesen als ihre Welt sich um Sasuke gedreht hatte, damals war Ino die Achse gewesen auf der sich ihr soziales Leben drehte. Sie hatte dem ganzen keine große Aufmerksamkeit geschenkt, nicht mehr als die Tage an denen Shino krank war weil sich sein Körper an die neuen Kolonien zu gewöhnen versuchte.

Tatsächlich hatte sie, bevor sie zu Kakashi-sensei gekommen war, Stunden in der Bibliothek vor einen Mikrofilm verbracht und die Ausgaben der Konoha Daily nachgelesen. Rund eine Woche lang war das Massaker die Schlagzeile der Zeitung gewesen bevor es einfach aus dem sozialen Bewusstsein des Dorfes gerutscht war und immer weiter hinten in der Zeitung erwähnt wurde bevor es gänzlich verschwand. Sie hatte die missgelaunten Blicke der Bibliothekarin ignoriert als sie eine der Schriftrollen begutachtet hatte die eine Ausgabe der Zeitung umfasste die genau ein Jahr danach erschienen war, aber es war nicht einmal erwähnt worden.

Fast als wäre es nie passiert.

Uchiha Itachi, flüsterte sie sich selbst gedanklich zu. Sie hatte den Namen aufgegriffen als Gozen-san von ihm gesprochen hatte doch sie wurde das Gefühl nicht los das er jemand war den sie kennen müsste. Ein Name den sie schon einmal gehört hatte. Bis zu den Zeitungen hatte sie nicht realisiert das er Sasukes älterer Bruder war, doch als sie seinen Namen gelesen hatte kamen die Erinnerungen an die Momente hoch in denen sie den Namen in der Akademie gehörte hatte. Bis zu dem Moment an dem in der Akademie niemand mehr von ihm sprach und sie hatte sich nicht gefragt warum das so war.

Der Tod eines Clans, fast gänzlich aus der Erinnerung der Massen getilgt.

Sakura zitterte und fragte sich still was noch so alles aus der Geschichte verschwunden war die sie kannte.

Die Frage war nicht, ob sie Gozen-san glaubte.

Das Massaker war passiert. Das war ein unleugbarer Fakt.

Uchiha Itachi wurde offiziell als Täter benannt. Das war, was die Zeitung sagte.

Die Menschen hätten es nicht so einfach hingenommen wenn sie die Uchiha besser hätten leiden können, wenn Gozen-san alleine mit ihrer Abneigung gewesen wäre. Das war was logische Schlussfolgerungen ihr sagten.

Die Frage war, ob sie zurück zu Gozen-san gehen wollte oder nicht, um zu hören was die Fuchsfrau noch zu sagen hatte. Zu leben, jeden Tag, mit den Erinnerungen die sie mit nach Hause nehmen würde. Andere Dinge über ihr Dorf und dessen Helden die sie nicht hören wollte. Über Menschen bei denen sie verzweifelt daran glauben wollten das sie von Grund auf gut waren. Nein, keine guten Menschen, sondern unfehlbare Menschen. Ihr Glaube an diese Tatsache war dank Kakashi-sensei bereits wackelig. Der immer kam, aber zu spät. Immer zu spät.

Doch wenn sie nicht zurückging, zumindest argumentiert so ein Teil von ihr, wäre es wie eine Spinne in einer Box zu fangen und sie ganz hinten in den Schrank zu stellen. Ein Teil von ihr würde sich fühlen als wäre die Spinne entkommen und würde ihre Rache planen. Besser sie sauber zu töten und es hinter sich zu haben. Besser es zu wissen als es zu leugnen.

Es war leicht daran zu glauben, doch kein Teil von ihr wollte das tun, nicht mehr als erneut einen Kampf aufzunehmen von dem sie wusste das sie ihm nicht gewachsen war. Sich einfach einzurollen und zurückzuziehen rief noch immer einige der Schmerzen der letzten Male hervor. Doch sie würde genau das tun, dachte sie als sie sich in die tränennasse Weste von Uhei eingrub.

Sie würde.

[Kill Your Heroes]


Sie hatte mit Uhei im Arm geweint bis sie eingeschlafen war und war erst viele, viele Stunden später in einem Haufen aus Ninken wieder aufgewacht. Das und eine Dusche in der sie sich beinahe wund geschrubbt hatte gaben ihr genug Mut um den Weg zu Großmutter Albtraum anzutreten. Sie klopfte dieses Mal nicht an die Tür, weil Gozen-san ihr an ihrem dritten Tag erlaubt hatte hereinzukommen ohne auf Erlaubnis zu warten.

Die alte Frau backte Kekse als sie die Tür öffnete; das ganze Haus roch nach warmer Schokolade und Sakura war übel als sie Gozen-san in die Augen sah. „Das war nicht die schlimmste Geschichte, oder?“, fragte sie leise.

Da war keine Wärme in Gozen Reijis Augen als sie auf Sakuras Frage antwortete: „Die schlimmsten Geschichten sie nicht die, die wir erzählt bekommen sondern die, die wir in unseren Herzen spüren. Für mich ist die schlimmste Geschichte...“, sie pausierte nachdenklich und Sakuras Hand rutschte hinauf um sich an ihren Oberarm zu klammern als sie realisierte was es bedeutete das Gozen-san so lange darüber nachdenken musste welche Geschichte die Schlimmste war. „Die schlimmste Geschichte“, erklärte Gozen-san schließlich, „ist die eines selbstsüchtigen Mannes für den viele Töchter und Söhne sterben mussten nur weil er einen eigenen Sohn seines Blutes haben wollte. Er wusste genau, dass das Siegel unter solchem Stress brechen könnte, doch er tat es trotzdem, weil er so stark und stolz und clever war das er dachte es wäre sein Risiko. Aber am Ende war es das nicht. So viele tot, nur weil ein Mann nicht vernünftig genug war zu adoptieren und ein Kind des Herzens, statt eines des Blutes aufzuziehen. Und er ist dafür gestorben, doch dachte auch nur einer das er bekommen hat was er verdient hat?“

Sakura war so still das sie sich nicht sicher war ob sie noch atmete, doch Gozen-sans Blick war weit in die Vergangenheit gerichtet. „Nein“, meinte sie sanft, ihre Stimme schärfer als Sakuras Messer. „Nein. Sie haben seinen Namen und das was er getan hat sauber gewaschen. Einen Helden aus ihm gemacht“, fauchte sie. „Und das ist der Grund warum es die schlimmste Geschichte ist.“

„Wer war es?“, hauchte Sakura.

„Das“, sagte Gozen-san, „ist geheim.“

Sakura blinzelte sie verdutzt an.

„Sieh mich nicht so an, Kind“, meinte sie. „Ich bin eine wütende, bittere, alte Frau, aber ich werde bis zum Ende ein guter Shinobi sein. Und das bedeutet das Befehle aufgeführt werden. Das Wetter ist schön, also fang bitte damit an die Futons zu lüften.“

[Kill Your Heroes]


Sakura hatte einen ausgewachsenen, gelben Skorpion in einem Einmachglas dessen Deckel mit Wachspapier und einem Gummiband versiegelt war in einer Hand, die andere angeschwollen und nicht annähernd taub genug unter Lagen aus Eis, Waschlappen und Tape als Naruto zurück in ihr Leben trat.

„Hey, hey, Sakura-chan!“, rief er ihr von hinten zu als sie gerade dabei war ihr Problem der Krankenschwester am Empfang zu beschreiben.


Sie wandte sich ihm zu und fand ihren Teamkameraden wie er ihr vom Eingang her zuwinkte, dicht gefolgt von einer blonden Frau. Als Naruto auf sie zulief, folgt die Frau ihm.

„Sakura-chan! Du wird nicht glauben was ich --“, dann hatte er sich wieder im Griff und sah sie mit zusammengezogenen Brauen an. „Warte, bist du okay? Oder nur hier um Sasuke zu besuchen?“

Sakura starrte ihn blank an. „Sasuke ist hier?“

Jetzt starrte er sie an. „Du wusstest nicht...?“

„Was ist in dem Glas da?“, fragte die Frau, welche von einer schlankeren, dunkelhaarigen Frau begleitet wurde die sie vorher nicht bemerkt hatte, als sie auf sie zukamen.

Sakura sah auf das Glas mit dem aggressiven Skorpion herunter der immer noch versuchte durch das Glas hindurch ihre Hand zu erwischen. „Eine praktische Lektion“, murmelte sie, „darüber sich von Erfahrung fehlleiten zu lassen.“ Als die Frau eine Braue hob, wurde Sakura rot. „Ein Skorpion hat mir in die Hand gestochen während ich die Wäsche aufgehangen habe, ma'am.“

Jetzt waren beide Brauen oben, weil Konoha keine einheimischen Skorpionarten hatte, doch dann rief die Krankenschwester Sakuras Aufmerksamkeit zurück zu ihrer pochenden Hand.

Das war das erste Mal, dass Sakura Senju Tsunade traf, das dritte Mitglied der Sannin. Konohas legendäre Drei, die zwar nicht offiziell als Verräter bezeichnet wurden, doch alle von ihnen hatten das Dorf verlassen. Das war Gozen-sans erste Bemerkung als Sakura ihr die Neuigkeiten überbrachte das Tsunade zurück gekehrt war um Godaime zu werden nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen worden war und Gozen-san ihren Skorpion zurückbrachte.

Natürlich war Sakura an diesem Punkt davon überzeugt das die einzigen Menschen die Gozen-san respektierte solche waren die wie sie die Karriere als Anbu überlebt hatten. Solche Menschen waren sehr, sehr selten und die meisten von ihnen lebten in ihrer direkten Nachbarschaft. Einige von ihnen hatte Sakura getroffen während das, was Genma-sensei als ein oder zwei D-Rank Missionen beabsichtigt hatte ihr Leben übernahm. Doch während Sakura dem Raunen lauschte das durch das Dorf ging und Gesprächen zuhörte während sie Erledigungen machte stellte sie fest das nicht nur Gozen-san verärgert darüber war das Tsunade ihre Fähigkeiten als Heilern dem Dorf vorenthalten hatte. Viele der Gespräche drehten sich darum wie viele wohl hätten gerettet werden können wenn sie nach der Invasion da gewesen wäre.

Sakura hatte widersprüchliche Gefühle über das was sie hörte, las und sah, doch was sie mehr betraf als der neue Hogake war das erste offizielle Treffen von Team Sieben nach der Invasion, das es bisher noch nicht gegeben hatte. Sasuke war noch nicht aus dem Krankenhaus entlassen worden, auch wenn sie ihn heute besuchen würde.

Es fühlte sich in einer Weise an wie ihr erstes Treffen als die nur Genin-Kandidaten gewesen waren. Es lag nicht nur daran das jetzt mehr toten Männer und Narben zwischen ihr und den Jungs lagen, auch wenn das ein Teil davon war. Die Zeit die sie damit zugebracht hatte nicht zurück zu zucken wenn eine Horde Krabbeltiere auf sie nieder regnete hatte Sasuke im Krankenhaus verbracht. Weswegen genau wollte ihr jedoch keiner sagen.

Während sie Gozen-san zugehört hatte als sie erklärte das Insekten grundsätzlich effektiv in Genjutsu waren weil die meisten Menschen bereitwillig daran glaubten das sie echt waren und sie in Massen verstörend waren und fantastischere Illusionen das Gehirn dazu einluden zu erkennen das es gefangen war, war Naruto zu irgendeinem Abenteuer mit dem Kröten-Sannin aufgebrochen. Selbst Kakashi-sensei. Während sie beim abwaschen Teller zerbrochen und Adern aufgeschlitzt hatte nur um zu lernen das die Ängste die bei den Menschen ansprachen, die am schwersten abzuschütteln waren, jene waren die tief in der Realität verankert waren, hatte er Medic-Nin gehabt die regelmäßig zu ihm gekommen waren um sicherzustellen das seine Infusion richtig funktionierte.

Doch zuerst hatte sie eine Audienz bei ihrem neuen Hokage. Sie verlagerte unruhig ihr Gewicht während Kakashi-sensei sich die Zeit damit vertrieb sein Buch zu lesen während sie warteten, was sie gleichzeitig nervig und beruhigend vertraut fand. Sie war überrascht Shikamaru und Asuma zu sehen als sie aus dem Büro kamen. Shikamaru sah durch und durch unzufrieden aus als er mit der Chunin Weste unter seinem Arm an ihr vorbei lief.

Sein Stirnrunzeln verschwand kurz als er an ihr vorbeiging und sie grüßte.

Sie schaffte es im Gegenzug ein Lächeln aufzusetzen, doch dann schälte sich Kakashi-sensei von der Wand und sie folgte ihm in das Büro. Sie erkannte die schlanke, dunkelhaarige Frau als Shizune, Tsunade-samas Schülerin, doch was sie amüsierte war das kleine Schweinchen das kam um an ihrem Fuß zu schnüffeln. Die Blondine winkte sie ungeduldig zu sich bis sie knapp einen Meter vor ihrem Tisch standen.

„Also, Kakashi“, meinte sie, „es scheint als hättest du einen ganzen Haufen erstaunlicher Schüler.“ Haselnussbraune Augen fixierten sich auf Sakura die verzweifelt versuchte ruhig zu bleiben. „Haruno Sakura?“

„Ja, ma'am?“, zwang sie heraus und es war nur der Zeit mit Gozen-san geschuldet das ihr Stimme ruhig blieb. Wenn ihre Stimme etwas höher war als normalerweise lag das daran das der Teil ihres Gehirn des für immer in der Akademie leben würde das Büro des Hokage mit einem nicht kleinen Teil Staunen betrachtete.

„Trotz der Unterbrechung der Prüfungen wurden zwei Genin deines Jahrgangs aufgrund ihrer Leistungen heute befördert“, informierte Tsunade sie und legte ihr Kinn auf verschränkten Fingern ab. „Du hingegen wurdest in den Kämpfen am Ende des zweiten Teils eliminiert.“

„Ja, ma'am“, antwortete Sakura während sie die Erinnerung an diesen Kampf herunterschluckte,

„Normalerweise würde das ein Ende für dich bedeuten. Allerdings habe ich eine Empfehlung für deine Beförderung von einem Jounin erhalten.“

Sakuras Augen huschten automatisch zu Kakashi-sensei, der jedoch nur eine Braue gehoben hatte. „Eine Feldbeförderung?“, fragte er Tsunade-sama. Sakura konnte die Komplexität seines Tonfalls nicht ganz entschlüsseln.

„Ja“, erwiderte sie. „Der Jounin war nicht der einzige der zu mir gekommen ist. Eine handvoll Chunin kam zu mir und bestand darauf das es mehr als peinlich für sie wäre einen Genin mit einem Chunin zu verwechseln. Danach habe ich mir ihre Akte gezogen.“ Ihre braunen Augen wurden schmal. „Ich war überrascht von dem was ich gelesen. Es ist eine Akte die in eine andere Zeit gehört, doch es ist was es ist. Momentan hast du die meisten getöteten Gegner in deinem Jahrgang verzeichnet, aber das reicht nicht aus um ein Chunin zu werden.“

Sie hob ihren Kopf während sich ihre Lippen zu einer schmalen, unglücklichen Linie verzogen. „Persönlich bin ich kein Fan von Feldbeförderungen. Wir haben sie nur in Kriegszeiten auf regulärer Basis gesehen und das ist etwas das ich weit zurücklassen möchte. Doch ich kann die Bedürfnisse des Dorfes nicht ignorieren. Wir werden eine Menge von unseren Shinobi fordern müssen um unsere militärische Stärke wieder aufzubauen und das für Monate, wahrscheinlich sogar Jahre. Ich würde dir gerne zumindest noch ein Jahr praktische Erfahrung geben, doch das ist leider nicht möglich. Ich werde dich für deine vergangenen Opfer belohnen indem ich dich darum bitte Morgen weitere zu bringen. Ab heute, Haruno Sakura, bist du ein Chunin von Konohagakure. Herzlich Glückwunsch.“

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.net
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