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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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01.05.2019 3.261
 
Kill Your Heroes

Kapitel Sechsundzwanzig

Hypnophobia


Sakura sah in den folgenden Tagen nicht viel von den Jungs, auch wenn sie genug von Kakashi-sensei und den Ninken sah. Nur ihre früh morgendlichen Trainingseinheiten gingen für den Moment so weiter wie vor der Invasion – momentan hatten sie einfach nicht genug freie Zeit um als Team zu trainieren. Sie konnte nur annehmen das Sasuke und Naruto genau wie sie weiter alleine trainierten, weil sie genau wie alle anderen Genin und die meisten Chunin dazu verpflichtet worden waren bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Ab dem Tag nach der Beerdigung des Dritten wandte Konoha für eine volle Woche alle Ressourcen auf um das Dorf wieder aufzubauen, auch die Menschlichen.

Kein Kampf dieses Ausmaßes hatte je selber hinter sich aufgeräumt. Die gewaltigen vertrauten Geister die zu Gegen gewesen waren und einige der beeindruckenderen Ninjutsu hatte einen Großteil der Infrastruktur zerstört. Fast vierzig Prozent des Dorfes hatte keinen Strom mehr und gut zwanzig Prozent kein fließendes Wasser. Hunderte Zivilisten waren aus den Bunker gekommen nur um ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage zerstört vorzufinden. Es waren diese Häuser und Läden denen die jüngeren Shinobi zugeteilt waren – die Jounin kümmerten sich um die Körper, zogen sie aus dem Fluss bevor sie das Trinkwasser kontaminieren konnten und verbrannten die gefallenen Oto-Nin bevor sie zu einem Herd für Krankheiten und Ungeziefer werden konnten.

Kurzum, es war ein Desaster. Um den Wiederaufbau zu finanzieren wurden alle Jounin und Chunin die nicht dringend im Dorf benötigt wurden ausgesandt sobald sie die tief erschütterten Abgesandten nach Hause eskortiert hatten um Geld für das Dorf zu verdienen. Die meisten Diplomaten waren bis zur Beerdigung des Dritten geblieben, sowohl aus Respekt als auch aus dem Verständnis heraus das es sicherer für sie war zu warten bis die Ninja das Dorf durchkämmt und sichergestellt hatten das sie auf dem Weg nach Hause keine bösen Überraschungen erwarteten.

Sakura hatte das Meiste davon von Kakashi-sensei gehört als er sie darüber informiert hatte, dass sie unter einem Handwerker arbeiten würde das ein bestimmtes Gebiet von Schutt befreien sollte. Die Kombination aus ihrer durch Chakra verstärkten Kraft, einem exzellenten Verständnis theoretischer Mathematik und ihrer Fähigkeit vertikal an Wänden hinauf zu laufen würden ihr eine Karriere in der Baubranche sichern wenn sie irgendwann einmal das Leben als Kunoichi satt haben sollte, hatte ihr Kakashi-sensei trocken erklärt bevor er verschwunden war. Sie hatte keine Ahnung zu was man Naruto oder Sasuke eingeteilt hatte, doch sie war sich ziemlich sicher das Kakashi-sensei es geschafft hatte jegliche Form von harter, körperlicher Arbeit zu vermeiden.

Für sie bedeutete es hauptsächlich Material von einem Ort zum anderen zu tragen und den echten Schreinern bei ihren Arbeiten auszuhelfen. Der Großteil ihrer Crew war älter als Sakura, einige von ihnen sogar Chunin. Sie schüchterten sie am ersten Tag an dem sie an der von Kakashi-sensei genannten Adresse aufschlug etwas ein, doch bis auf ein oder zwei von ihnen die es nicht lassen konnten sie mit Zwischenrufen zu stören waren sie alle durchweg nett.

Sakura fiel in eine Art Routine der davon auf die Sprünge geholfen wurde das sie erneut nachts nicht gut schlief und dafür sorgte das sie sich abends hundemüde nach Hause schleppte. Sie reinigte ihre Messer, stellte ein Inventar ihrer Waffen auf, schrubbte an den Flecken herum die nie aus ihrem Shemagh herausgehen würden. Irgendwann würde sie einschlafen – normalerweise erst nach dem sie nachgegeben hatte und in einen Raum gewandert war der keine Fenster hatte die sich zu einem Balkon hin öffneten. Sie mochte die Dusche irgendwie – es gab keine Fenster in dem Raum und mit genug Kissen, dem Gast Futon und einer Decke fühlte es sich an wie die Kissenforts die ihr Vater ihr als Kind immer gebaut hatte. Nachdem sie die Tür gesichert hatte war es wirklich gemütlich. Sie wusste, dass was sie tat nicht unbedingt gesund war, doch es war was es war und es war ihre Routine.

Bis zu dem Morgen an dem die Ninken nicht kamen.

Amüsiert verstaute Sakura ihren Gast Futon und faltete ihre Decke sauber zusammen. Als sie sich angezogen hatte und das Rudel noch immer nicht aufgetaucht war, war sie gleichermaßen besorgt wie davon überzeugt das Kakashi-sensei auf eine Mission gegangen war ohne ihr etwas zu sagen und die Ninken mitgenommen hatte. Nachdem sie gefrühstückt hatte war sie anderer Meinung, denn so unverantwortlich und irritierend Kakashi-sensei seien konnte, wenn er wegging ließ er ihr die Ninken immer da. Es hatte nicht einen Morgen seit dem Wellenreich gegeben der anders war.

Sakura war wahrscheinlich die einzige aus ihrem Team die Kakashi-senseis Adresse kannte, auch wenn es Pakkun und nicht Kakashi gewesen war von dem Sakura sie erhalten hatte. Sie war vorher noch nie dort gewesen, doch Dringlichkeit und Sorge waren Entschuldigung genug.

Sakura schaffte es schließlich zu dem Apartmentkomplex, auch wenn sie sich vorher zweimal verlaufen hatte und bei einem älteren Herren an einem Takoyaki Stand nachfragen musste wie sie zu ihrem Ziel kam. Sakura lebte in einer Nachbarschaft die aus hübschen Einfamilienhäusern bestand in die häufig kleine Läden wie Bäckereien und Ähnliches integriert waren. Kakashi-sensei lebte in einem Apartmenthaus, das hatte sie gewusst weil Pakkun es ihr erzählt hatte. Sie hatte nur nicht ganz das erwartet was sie vorfand. Sauber, in gutem Zustand trotz des offensichtlichen Alters des Gebäudes und wenn man den Abstand zwischen den Türen betrachtete mit sehr kleinen Wohnungen. Die ganze Nachbarschaft war in diesem Stil gebaut, sauber aber verlebt, die Straßen enger als sie gewöhnt war.

Natürlich war sie sich nachdem sie es gesehen hatte nicht mehr sicher was sie eigentlich erwartet hatte. So weit wie sie es hatte beobachten können war alles was Kakashi-sensei wirklich brauchte ein trockener Ort um seine schmutzigen Bücher aufzubewahren. Er hatte nicht einmal seine Uniform an seine Vorlieben angepasst und sie hatte ihn noch nie mit etwas anderem als dem Standard Ninja Kit gesehen. Wenn die Ninken nicht wären hätte sie fast glauben können was die Gerüchte besagten und das er tatsächlich jede Nacht bei einer anderen Frau verbrachte. Oder, und das passte ihrer Meinung eher, Platz auf dem Sofa von Anderen einnahm. Vielleicht hatte er langjährig leidende Freunde mit Gästezimmern.

Sakura starrte die Balkone an während sie versuchte den Sinn hinter der Nummerierung zu erkennen als sie das Schlagen einer Tür im vierten Stock hörte. Sie sah automatisch in die Richtung aus der das Geräusch gekommen war, doch sie war überrascht die Person zu erkennen die auf dem Balkon hin und her tigerte. „Genma-sensei?“, rief sie zu ihm herauf.

Sie arbeitete noch immer an ihren Fähigkeiten wenn es darum ging Lippen zu lesen, doch die Form eines Fluchs auf seinen Lippen war einfach zu erkennen. Genma-sensei schwang sich leichtfüßig über die Reling und landete unweit von ihr auf dem Boden.

„Was ist mit Kakashi-sensei passiert?“, verlangte sie zu wissen.

Genma-sensei fuhr sich mit der Hand durch die Haare. „Alle seine Schüler haben einfach fantastisches Timing“, grummelte er bevor er tief seufzte. „Kakashi war in einen Zwischenfall verwickelt. Einen klassifizierten Zwischenfall“, ergänzte er als er Sakuras Gesichtsausdruck sah. „Er ist verletzt und für eine Weile außer Gefecht, das ist alles. Sie warten...auf einen Spezialisten“, erklärte er nach einer signifikanten Pause.

„Oh“, war Sakuras weiche, leise Antwort. Denn auch wenn sie Kakashi-sensei schon erschöpft gesehen hatte war er selbst nach dem Kampf mit Zabuza nie wirklich verletzt gewesen. „Aber er wird wieder?“, fragte sie hoffnungsvoll.

„Das werden wir sehen“, war Genma-sensei wenig aufmunternder Kommentar. „Es könnte eine Weile dauern, Sakura. Verdammt“, seufzte er. „Du wirst in ein paar Tagen mit den Aufräumarbeiten fertig sein. Und ich habe bereits eine Liste mit Aufgaben bekommen an der ich ersticken werde. Aber ich werde versuchen dir zu helfen – zumindest ein paar D-Rank Missionen oder etwas in der Art. Gib mir bis Übermorgen, okay?“

Sakura konnte nur still nicken bevor sie hoch zu Kakashi-senseis Apartment sah. „Kann ich ihn sehen?“, fragte sie leise.

Genma-senseis Hand kam auf ihrem Kopf zum liegen, doch statt ihre Haare zu zerzausen stricht er ihr nur sacht darüber. „Sicher, Prinzessin“, meinte er sanft, „du darfst sogar das Staub wischen übernehmen.“

[Kill Your Heroes]


Genma-sensei hielt sein Wort, auch wenn seine Worte als er zu ihrem nächsten Auftrag brachte wenig aufmunternd waren. „Sei einfach...höflich“, meinte er leise, seine Hand auf ihrer Schulter. Sakura sah zu ihm auf, dann zu dem Haus auf das sie zugingen. Es sah bildhübsch aus, fast wie gemalt: Ein kleines, niedliches Haus im Schatten von Obstbäumen. Es lag außerhalb des Walls der das Dorf umgab und gehörte zu einer der kleinen Siedlungen die entstanden waren als die Population Konohas nicht länger innerhalb des ursprünglichen Dorfes Platz fand. Die einzigen Geräusche hier draußen waren das Rascheln von Gras, der Gesang der Vögel und das Summen von Bienen.

Sie warf ihm einen weiteren Blick. „Es sind normalerweise Chunin die hier her kommen um Besorgungen für die Bewohner zu machen“, erklärte er leise. „Man könnte sagen das hier ist eine Art betreutes Wohnen.“

„Besorgungen sind normalerweise eine Sache für Genin“, merkte Sakura an, ihre eigene Stimme nur ein Flüstern.

„Ja, naja“, meinte Genma während er die Veranda und den einzelnen Schaukelstuhl darauf anstarrte, „die Genin haben sie Großmutter Albtraum getauft.“

Das war genau die Phrase die ihrem Kopf widerhallte als Sakura sachte an die Tür klopfte. „Ma'am?“, rief sie, „Ich bin Haruno Sakura. Der Genin der geschickt wurde um ihnen heute zur Hand zu gehen.“

Sakura hört weiche Schritte nur kurz bevor sich die Tür öffnete. Mit einer Vorstellung als „obasan no akumu“ hatte sie sich auf alles eingestellt. Was sie bekam war eine Frau die nicht größer war als Sakura selbst, leicht nach Talkumpuder und Lavendel roch und deren Lachfalten tief waren.

Als die Augen der Frau über ihr Gesicht und die frische Narbe darauf glitten musste Sakura dem Drang widerstehen den Kopf einzuziehen. Natürlich sahen die Leute hin – wenn es das Gesicht von jemand anderem wäre würde sie das Gleiche tun. Doch wenn anfingen zu starren fingen Sakuras Wangen an zu brennen und sie fühlte sich zerrissen zwischen Wut auf die Anderen und auf sich selbst. Es war nichts wofür sie sich schämen müsste. Eines Tages würde sie das so oft wiederholt haben das sie selbst so fest daran glaubte wie sie einst daran geglaubt hatte das sie sicher sein würde wenn sie sich an die Regeln hielt.

Heute war nicht dieser Tag, doch dann sah die Frau weg.

Sakura kramte in ihrem Gedächtnis nach ihrem richtigen Namen, weil sie sich keinen schnelleren Weg ausmalen konnte einen schlechten Eindruck zu machen als sie Großmutter Albtraum zu nennen. Er tauchte leicht genug auf, denn sie hatte Genma-sensei danach gefragt. Ihr Name war Gozen Reiji und auch wenn Reiji ein durchaus üblicher Name war, war er auch ebenso eher ein Männername. Genma-sensei hatte sie nur angelächelt.

„Um, es freut mich sie kennenzulernen, Gozen-san“, meinte Sakura mit einer leichten Verbeugung.

Die Augenbrauen der Frau hoben sich leicht, doch sie lächelte. „Wir haben ordentlich zu tun“, erklärte sie. „Haruno-chan, nicht wahr?“

Vielleicht lag es daran das Kakashi-sensei sie trainiert hatte, doch als der Morgen voran schritt fand sie Gozen-san lediglich fordernd und wenig albtraumhaft. Sie bat darum das die Dinge so erledigt wurden wie sie es haben wollte, schnell und ohne Fehler. Sie belohnte Erfolg mit komplizierteren Anweisungen, wobei Sakura glaubte das sie einige Anweisungen absichtlich unklar machte. Wobei sie direkt wieder aufhörte irgendetwas zu glauben was diese Frau anging, da vieles wahrscheinlich von dem schrecklichen Spitznamen beeinflusst seien würde.

Das war bevor sie begann aus dem Augenwinkel Dinge zu sehen – kriechende, krabbelnde Dinge. Bevor sie dabei half Blumen umzutopfen und ihr eine Menge an Wesen über die Hände kroch die kein Recht hatte in einem solch kleinen Stück Erde zu leben, besonders weil nichts mehr dort war nachdem sie zurück gezuckt war. Und bevor die Schatten in den Handtüchern die sie faltete Beine bekamen.

Sie vermutete Genjutsu, doch selbst wenn sie ihren Chakrafluss unterbracht konnte sie den Moment indem es brach nicht spüren. Oder den Moment in dem sie im nächsten Genjutsu gefangen wurde. Doch sie hielt den Mund, tat war Gozen-san wollte und erschien pünktlich am nächsten Tag wieder auf ihrer Veranda.

Sakura wollte immer weniger hingehen, doch sie zwang sich für vier lange Tage voller so subtiler Genjutsu dazu das sie gezwungen war ihren Chakrafluss zu unterbrechen wenn sie das Haus verließ nur um sicherzugehen das ihr keine Geister bis nach Hause folgten. Sie versuchte nicht einmal mehr in ihrem Bett zu schlafen und ließ nachts die Lichter an nur um festzustellen das die dunkleren Schatten nur schlimmer waren. Also lag sie in der Dunkelheit und versprach sich, sich nicht einer alten Frau geschlagen zu geben und duschte morgens eisig kalt um die verharrenden Albträume abzuwaschen.

Doch an Tag Fünf brauchte sie nicht einmal mehr ein Handzeichen als die Schatten sich zu bewegen begannen. Es war mehr eine Art bewussten Blinzelns. Sie „blinzelte“ viel an diesem Morgen während die Genjutsu immer aggressiver und offensichtlicher wurden als es auf Mittag zuging. Als ihr Onigiri sich in eine handvoll Maden verwandelte kümmerte sie sich nicht einmal mehr darum die Illusion zu lösen . Es schmeckte trotzdem traumhaft.

Das brachte ihr ein etwas anderes Lächeln ein, eines mit schärferen Kanten. Gozen-san zog ihre Ellbogen auf den Tisch und legte ihr Kinn in ihren Händen ab. „Du bist ein Genjutsu-Typ“, observierte sie.

„Ja, ma'am“, antwortete Sakura, unsicher in welche Richtung die alte Frau das Gespräch lenken wollte.

„Ab und zu schicken sie mir Kinder wie dich. Wollen das ich sie unterrichte“, merkte sie an. „Oder zumindest nennen sie es so. Ich nenne es Diebstahl.“ Ihre Augen waren hart, ein seltsamer Haselnusston mit einem Stern aus Grün um die Iris und sie starrte Sakura direkt an. „Zu meiner Zeit hießen die Ränge keine Kunoichi willkommen. Frauen waren Mütter und Ehefrauen und wenn sie kämpften taten sie es in diesen Rollen. Um ihr Zuhause zu beschützen, ihre Kinder. Selbst das war nicht gerne gesehen. Selbst jetzt noch hört ihr ständig von den großen“, und da war eine seltsam sarkastische Betonung auf diesem Wort, „Shinobi der Vergangenheit. Ihre Siege, ihre Kriege. Wie viele Kunoichi kennst du aus der Akademie?“

„Da ist Tsunade-sama, ma'am“, erwiderte Sakura in die Stille hinein die eine Antwort verlangte.

„Die ein Medic ist“, erwiderte Gozen-san harsch. „Ich werde ihr ihre Fähigkeiten nicht absprechen – sie haben während der Kriege eine Menge Leben gerettet. Doch zu heilen – das ist die Kunst der Frauen seit wir aus den Höhlen gekommen sind. Und Tsunade-sama erscheint dir vielleicht uralt zu sein, doch ich kann mich an sie erinnern als sie noch ein Kind war. Mein Vater hat sich nie wirklich davon erholt als Erstgeborenes eine Tochter zu haben. Erst sieben Jahre nach meiner Geburt hat meine Mutter ihm den Sohn gegeben den er wollte. Und ihre Gesundheit war danach nie wieder die Gleiche.“

Sakura begann sich wie ein Insekt unter dem Mikroskop zu fühlen während Gozen-san jede ihre Reaktionen sorgsam studierte. „Ich wurde sehr wenig gelehrt“, setzte die alte Frau fort, „doch ich hatte mich dafür entschieden das nur ich Entscheidungen für mich treffen durfte – und ich wollte all das sein was sie gesagt hatten das ich niemals sein konnte. Ich wuchs zu Zeiten des Krieges auf und es gab immer genug Möglichkeiten um zu üben. Ich experimentierte, testete und perfektionierte dutzende Genjutsu. Ich war das erste weiblichen Mitglied der ANBU – sie haben meine Akte vor fünf Jahren freigegeben also ist es nicht wirklich ein Verbrechen das jetzt zuzugeben. Sie haben mich die Fuchsfrau getauft. Und ich war der verdammt nochmal beste Saboteur den sie je gesehen hatten.“

Sakura schluckte nervös. „Was ist passiert?“

Gozen-sans Blick wurde scharf. „Sie haben versucht meinem Team einen Uchiha zuzuweisen. Ich habe die Uchiha nie gemacht, selbst davor nicht. Alles wie sie angesehen haben, konnten sie sich nehmen. Eine Technik perfektioniert über eine Dekade kopiert in zehn Sekunden.“

„Haben sie sie gezwungen einen aufzunehmen?“

Das Lächeln wurde breiter und für einen Moment war Sakura klar warum sie die ältere Dame als Fuchsfrau betitelt hatten. „Ich habe einen Hyuga geheiratet und er ist bei mir eingezogen“, erklärte sie, jedes Wort stark geprägt von Stolz. „Der Hokage war weise genug zu sehen das ich das nicht mit mir machen lassen würde und so hat er es nicht nochmal versucht bis ich in Rente gegangen bin. Und dann kam dieser stolze, stolze Mann – Uchiha Fugaku – und entschied das es Zeit war das ich meine Techniken weitergab. Ich war eine alte Frau, mein Mann längst verstorben und ich hatte keine Kinder. Und wer war besser dafür geeignet als sein wunderbares Genie von Sohn. Nannte es meine Pflicht.“, spie sie. „Es war ein guter Tag an dem er aus meinem Haus gestürmt ist.“

„Also haben sie Uchiha Itachi nie unterrichtet?“

„Nein“, erklärte Gozen-san während ein wenig Spannung ihre Schultern verließ. „Er war ein seltsames, ruhiges Kind. Nachdem sein Vater davon gestürmt war kam er persönlich zu mir. Ich war darauf vorbereitet ihn abzulehnen, doch stattdessen entschuldigte er sich für seinen Vater. Seinen Clan zu töten war der größte Gefallen den er dem Dorf je getan hat.“

Sakura konnte für einen Moment nicht reagieren, ihr Gehirn unfähig das zu verarbeiten was Gozen-san gerade so selbstverständlich erklärt hatte als ginge es um ihre Lieblingssorte Marmelade. „Wie können sie so etwas sagen?“, schaffte es Sakura heraus zu pressen. Ihr Geist wirbelte durch alle die Nuancen die hinter diesem trockenen Satz verborgen lagen.

Sie hatte nicht realisiert das sie halb aufgestanden war bis Gozen-san ihr zu verstehen gab sich wieder zu setzen. „Setz dich hin. Du warst zu jung als das du dich daran erinnern könntest wie sie waren. Du hast nur Geschichten und zu viele Menschen haben Angst davor schlecht von den Toten zu reden. Akzeptiere es für jetzt als meine Meinung – ich habe jedes Recht darauf.“

Sakura versuchte das Übelkeit erregende Gefühl herunter zu schlucken, doch es wollte sie nicht verlassen. „Haben sie jemals jemanden etwas beigebracht?“, fragte sie als sie verzweifelt nach einer Frage suchte die sie davon abhalten würde davonzulaufen.

„Nicht offiziell. Und keine meiner Techniken in Gänze. Derjenige den man am ehesten als meinen Schüler bezeichnen könnte ist wohl Orochimaru – er war ein schlaues, neugieriges Kind.“

„Sie – sie sind -“, Sakura schüttelte den Kopf.

„Ein Monster? Oh, wahrscheinlich. Es kommt in einem jeden Leben die Zeit in der du zu alt bis für Heuchelei. Ich habe meine Jugend damit verbracht meine Feinde nächtelang mit Albträumen wach zu halten. Ich weiß was ich bin. Und ich dachte ich wüsste was du wärst. Ich dachte Hatake hat dich geschickt in einem letzten Versuch mich dazu zu bringen jemanden auszuwählen dem ich meine Fähigkeiten übergebe bevor ich sterbe. Doch wie sich herausstellt bist du nur ein Genin der nicht so einfach aufgibt wenn er sich einer gemeinen, alten Dame gegenüber sieht.“ Sie kicherte und zog ihre Hände in ihren Schoß zurück. „Ich bin dir für deine Hilfe sehr dankbar, Haruno-chan. Bis dein Sensei aufwacht würde ich dich gerne weiterhin hier haben um mir zu helfen. Wenn du Morgen wiederkommst“, sagte Gozen-san als sie vom Tisch aufstand, „gibt es eine Regel die du beachten solltest: Du nimmst nichts an. Was du glaubst über das Dorf zu wissen, seine Geschichte, seine Shinobi, gewachsen in diesem revisionistischen Patriotismus und dem Bedürfnis alles einheitlich in ein halbherziges Moralschema zu pressen – lass es an der Tür zurück.“

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.net
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