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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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09.03.2019 3.345
 
Kill Your Heroes

Kapitel Einundzwanzig

Counterphobia


Sakura verließ die Krankenstation zusammen mit Kakashi-sensei, auch wenn der riesige, dunkle Bluterguss über ihren Schulterblättern bei jeder Bewegung schmerzte. Sie zog den Schmerz noch immer dem beunruhigenden Gefühl vor, dass jeden Moment jemand in ihrer Zimmertür stehen könnte und den fensterlosen, sterilen Raum zu ihrem Grab machen würde. Temari, auch wenn Kakashi-sensei ihr versichert hatte das sie ihr nichts tun würde. Temaris Teamkamerad mit den seelenlosen Augen und all dem schrecklichen Sand.

Orochimaru.

Der Gedanke daran ließ sie etwas näher neben Kakashi-sensei laufen während ihr Blick nervös über die Menschen huschte die ihnen auf den Fluren entgegen kamen.

Er könnte jeder von ihnen sein, murmelte der paranoide Teil ihres Gehirn während der rationale Teil ihr versicherte das sie die Mühe nicht wert war. Sie versuchte der rationalen Stimme zu glauben, doch sie war noch immer geprägt von der unerwarteten Wendung der Dinge im Wald des Todes.

Nichts in ihrer Karriere schien so zu laufen wie es sollte, wieso sollte das hier eine Ausnahme sein?

„Sakura, wenn ich plötzlich stehen bleibe muss ich dich von meinem Ellenbogen abkratzen“, erklärte Kakashi-sensei trocken. „Ich wollte dich nicht befragen wie ich es mit den Jungs gemacht habe, aber ich höre dir zu wenn du mir etwas erzählen möchtest.“

Sie kaute auf ihrer Lippe herum und warf einen letzten, nervösen Blick auf den Eingang als sie den Turm verließen – der noch sehr viel beunruhigender wirkte wenn man die medizinischen Einrichtungen bedachte – bevor sie hastig erzählte was sie im Wald erlebt hatte auch wen ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern war. Die Jounin hielten einen Korridor vom Turm bis zur Außengrenze des Waldes frei von Raubtieren, was ihren Weg hinaus sehr viel einfacher machte als er hinein gewesen war und es gab nichts das sie von ihrer Geschichte ablenken konnte.

Kakashi-sensei blieb still bis sie fertig war, was ihr gut passte, denn nachdem sie einmal angefangen hatte zu reden konnte sie nicht mehr aufhören bis alles gesagt war. Sie musste sich mehrfach mit den Händen über die Augen wischen, doch es war nicht nur ihre Angst, sondern auch Wut, Frustration und Enttäuschung die sich vermischten. Nicht nur Orochimaru, sondern auch Naruto und Sasuke und all die anderen Dinge – obwohl sie versucht hatte ihre Bitterkeit herunter zu schlucken fühlte es sich so gut an es endlich laut sagen zu können.

Ihre Atmung ging etwas angestrengter als sie fertig war, doch sie hatte nicht einmal ihre Stimme gehoben und auch wenn Tränen im Spiel gewesen waren hatte sie nicht richtig geweint auch wenn es für sie gewesen war wie die Sachen noch einmal zu durchleben. Ihre exzellentes Gedächtnis, dass normalerweise so nützlich war machte besonders die Erlebnisse im Maul der Schlange zu einem Horror den sie kaum vergessen konnte. Ihr Gedächtnis versorgte sie mit dem Geruch, den Geräusch und den Gefühlen die sie durchlebt hatte.

Doch sie hatte geschafft das alles zu überstehen, hatte den Turm erreicht und Temari überlebt bis sie es zu einem klaren Ende hatte bringen können.

Dann hatte sie nervös zu Kakashi-sensei aufgesehen, welcher sie mit gerunzelter Stirn ansah. Seine Augenbrauen hoben sich als er ihren Blick bemerkte und er lächelte grimmig. „Lass uns einfach sagen das du das nächste Mal wenn du die Prüfung ablegst nicht soweit gehen musst einen S-Klasse Nukenin zu beeindrucken.“

„Beeindrucken?“

„Ich habe Sasukes kleines Geschenk versiegelt und kurz darauf kam Orochimaru zu mir. Er schien nicht allzu besorgt darüber zu sein, was ein bisschen beunruhigend war, aber er hatte nur Gutes über dich zu erzählen.“

Sakura war zuerst unsicher über die Bedeutung seiner Worte, weil Kakashi-sensei Lektionen fürs Leben dadurch lehrte das er Genin schrecklichen Genjutsu aussetzte, aber dann realisierte sie das er es ernst meinte. Eine Gänsehaut überzog ihren Körper bei der Erkenntnis darüber was es bedeutete so von Orochimaru wahrgenommen zu werden. Von ihm bemerkt zu werden stand weit oben auf der Liste von Dingen die sie definitiv nicht wollte, weil es in starken Gegensatz zu ihrem erklärten Lebensziel stand den nächsten Tag zu überleben.

Sie krallte sich in ihren Unterarm und biss die Zähne zusammen um das Zittern zu unterdrücken das ihren Körper schüttelte. „Das ist wirklich schlecht, Kakashi-sensei.“

„Da hast du Recht. Doch es klang nicht danach als hätte er Interesse daran dich zu rekrutieren wenn dir das hilft. Wir sollten allerdings auf Sasuke aufpassen.“

Der zweifelnde Blick tauchte wieder auf als sie aus dem Augenwinkel zu Kakashi-sensei hinüber sah. „Keine Sorge“, beruhigte er sie. „Ich bitte dich nicht darum dich im Kampf gegen Orochimaru zu stellen. Stell nur sicher das Sasuke wegrennt.“

„...wie? Er hört nur auf Naruto“, murmelte sie.

„Genjutsu, wenn du musst“, war Kakashi-sensei Antwort auf ihre Frage. „Du kannst dir sicher sein, dass alles was du ihm zeigst tausend Mal besser ist als das was Orochimaru mit ihm vorhat.“

Sakura dachte darüber nach worauf er damit anspielen könnte das ihr Genjutsu angenehmer für Sasuke sein könnte und sie fühlte sich wenig bestärkt von seiner Erlaubnis ihr Genjutsu gegen einen Teamkameraden einzusetzen.

Doch sie beruhigte sich damit das zumindest für den nächsten Monat die Verantwortung bei Kakashi-sensei lag und jemand anderes auf Naruto aufpassen würde. Vielleicht würde sie danach, wenn ihre Wut verflogen war und Naruto nur noch irritierend war wieder zu Sasuke aufschauen können ohne das Echo seines Lachens zu hören als er Zakus Arme gebrochen hatte.

­[Kill Your Heroes]


Die Ninken hatte ihr nach dem morgendlichen Lauf mit ihnen zumindest erlaubt nach Hause zu gehen und zu duschen bevor es Zeit wurde sich mit ihrem neuen Sensei zu treffen. Sie wollte einen guten Eindruck machen und das bedeutete möglichst frei von Schlamm und Hundesabber aufzutauchen. Die Hundehaare zu entfernen war ein hoffnungsloses Unterfangen und so hatte sie sich damit abgefunden das ihre Kleidung unterhalb ihrer Taille sie magnetisch anzuziehen schien.

Sie hatte nur noch Bull und Pakkun bei sich – letzterer auf dem Kopf des größeren Hundes sitzend während Bull ein Maul voll Schriftrollen trug.

„Anweisung für deine Ernährung und dein Training“, erklärte Pakkun als er ihren Blick bemerkte.

„Kakashi-sensei hat meinem Mentor nicht selber gesagt was er von ihm oder ihr möchte?“

„So was macht der Boss nicht“, sagte Pakkun. „So wie wir es jetzt machen haben die keine Chance mit ihm darüber zu diskutieren wenn sie es nicht mögen. Zumindest nicht persönlich.“

„Kakashi-sensei: Der Weg mit möglichst wenig Auffand sein Ziel zu erreichen“, bemerkte Sakura trocken, was Pakkun kichern ließ.

„Das passt ganz gut.“

„Also, wer ist mein Sensei?“, hakte sie nach.

„Ich petze nicht, Kind. Außerdem sind wir fast da.“

'Fast da' war ein kleines Restaurant in dem Kakashi-sensei sie einmal dazu gebracht hatte ihn einzuladen. Die Erinnerung daran ließ sie die Stirn runzeln als sie durch die Tür trat und von der Bedienung begrüßt wurde. Durchscheinende Paneele trennten die einzelnen Sitzgruppen voneinander was dem Restaurant einen Hauch von Privatsphäre verlieh, doch es machte es schwer nach Personen Ausschau zu halten die sie kannte.

Glücklicherweise schien Bull zu wissen wo sie hin mussten und das Restaurant – wie die meisten Orte die auf Ninja ausgerichtet waren – schien entspannt mit Ninja-Tieren umzugehen.

Ihr Ziel stellte sich als Sitzecke in der hintere Ecke zwischen Türen heraus. Der Paranoia-Platz, wie er scherzhaft genannt wurde auch wenn unter dem Humor die unausgesprochene Regel lag das dieser Platz dem ersten Jounin gehörte der zu einem Platz geführt wurde.

Kakashi-sensei war anscheinend der Meinung das ein guter Blick auf den Ausgang überbewertet wurde. Seine Voraussetzungen waren gutes Licht und schneller Service, was sie meistens an der Bar oder in der Nähe der Küche sitzen ließ.

Der Jounin in der Sitzecke war damit beschäftigt mit der Kellnerin zu flirten als sie auf ihn zukamen also warteten sie bis die Kellnerin gegangen war bis Sakura sich verbeugte und vorstellte.

Für einen Moment musterte sie der Jounin still, das Senbon in seinem Mund auf und ab wippend. Sein Gesicht verzog sich für einen kurzen Moment bevor es sich wieder glättete und sie sah einem hämischen Lächeln entgegen das ehrlicher wirkte als Kakashi-senseis Standardausdruck. „Genma Shiranui“, stellte er sich vor. „Kakashi hat ein paar Gefallen und gewonnene Wetten eingefordert und ich bin für die Zeit der Prüfung eh als Verstärkung im Dorf. Also hier bin ich. Setz dich?“

Er zeigte auf die Bank ihm gegenüber und Sakura setzte sich nervös hin.

„Ich habe einen Blick auf deine Akte geworfen und weiß bereits alles über deine Leistung in den Prüfungen – perfekte Punktzahl im ersten Abschnitt, geschlagen in der zweiten Runde obwohl du dich auf eine fiese Art gerächt hast. Aber ich weiß nicht was Kakashi wollte das ich dir beibringe.“

Das war Bulls Stichwort die Schriftrollen auf den Tisch fallen zu lassen und nachdem er angeekelt auf die besabberten Rollen gestarrt hatte öffnete Genma-sensei sie. Seine Augenbrauen schossen hoch als er den Inhalt las, was nach Sakuras Erfahrungen nicht gutes Bedeuten konnte. Aber es war Kakashi-sensei. Sie hatte nichts anderes erwartet.

Um genau zu sein würde sie die zweifache Menge seiner üblichen Folter dankend akzeptieren wenn sie Chance bestand das sie noch einmal auf Orochimaru treffen könnte.

„Scheiße“, betonte Genma-sensei. „Er hat dir eine Liste an Material aufgestellt das du lesen sollst die so lang ist wie mein Arm. Für manches von dem Kram musst du ein Jounin sein nur um es aus den Archiven holen zu dürfen. Schwerpunkte auf Chakratheorie, Manipulation, Genjutsu und genug Anatomietexte als das man dich danach in Mizu als Hunter-Nin klassifizieren würde. Was physisches Training angeht wirst du wohl morgens weiter mit seinen Hunden arbeiten um Ausdauer aufzubauen, was gut ist weil ich ein Morgenmuffel bin. An deiner Technik mit den Messern arbeiten, okay. Er will deine Grenzen mit Projektilwaffen steigern, meint deine Genauigkeit ist nicht hoch genug wenn du unter hohem Druck arbeitest. Wieder ziemlich okay. Was überhaupt nicht okay ist und so typisch seine Art von verrückt ist, ist das er er will das du in einem Monat ein vollwertiges Shunshin lernst.“

„Ist Shunshin so ungewöhnlich?“, fragte Sakura zurückhaltend.

„Für dein erstes Jahr aus der Akademie? Wenn du eine Art Genie wärst wäre es das vielleicht nicht, aber so scheint es als wäre es ein bisschen viel für dich.“

„Sakura kann die grundlegende Bewegung bereits“, erwiderte Pakkun. „Sie muss nur daran arbeiten ihre Chakramanipulation zu verfeinern sodass sie auch schnelle Bewegungen sehen kann ohne ihre Nerven dabei zu rösten.“

„Wirklich?“, fragte Genma-sensei skeptisch. „Weil das nicht in der...“, seine Stimme wurde leiser als er den Kopf schüttelte. „Sorry, Sakura“, seufzte er. „Ich hätte es besser wissen müssen als zu glauben das Kakashi in deiner Akte ehrlich war. Er ist ein geheimnistuerischer Bastard was seine eigenen Fähigkeiten angeht also gibt es keinen Grund zu erwarten das er anders ist wenn es um eure Akten geht. Auch wenn er etwas genauer bei deinen Teamkameraden ist, aber das liegt daran das ihm bei den Jungs mehr Leute über die Schulter schauen.“ Seine Lippen zogen sich hoch als hätte er gerade einen Witz gemacht, doch Sakura konnte seinem Humor nicht folgen.

„Ich weiß nicht wann er erwartet das du schläfst, aber wir werden unser bestes tun. Doch zuerst mal Frühstück.“

Mit Genma-sensei zu arbeiten stellte sich als ganz andere Erfahrung heraus als mit Kakashi-sensei zu trainieren. Sein Humor war nicht so scharf, nicht so fies und er lächelte häufiger was es eher wie die Lektionen in der Akademie wirken ließ und weniger wie Kakashi-senseis Vorbereitung-aufs-echte-Leben-wenn-du-es-überlebst Stil der zur Norm geworden war. Doch Genma war sehr, sehr gut in dem was er tat. Zumindest im bewaffneten und unbewaffneten Nahkampf auch wenn er bereitwillig gestand das er bei Genjutsu nur dazu zu gebrauchen war sie zu brechen.

Das war okay für sie. Er hatte nicht gelogen als er ihr von Kakashi-senseis Bücherliste erzählt hatte. Viele von den Büchern die sie las musste sie mit Notizbuch und Wörterbuch in Angriff nehmen auch wenn sie meist eher kurze Aufsätze als vollwertige Bücher waren. Doch das war ein Bereich in dem Sakura volles Selbstbewusstsein hatte und sie genoss die Herausforderung für ihren Geist mehr als sie körperliches Training genoss. Ihr Motto für letzteres war 'Mehr Leid heute für weniger Morgen', doch sie war gierig was das Wissen anging. Selbst wenn das Wissen aus endlosen Diagrammen von Augen und Chakrafluss bestand und all den Arten wie sie sich permanent selbst blenden könnte wenn sie das Shunshin nicht unter Kontrolle hielt.

Sie waren etwas in der Mitte des Monats angekommen als Genma-sensei während einer ihrer Trainingsstunden gerufen wurde und Sakura wusste das etwas schief gelaufen war als sie Notiz fand die ihr nächstes Training absagte. Anders als Kakashi-sensei nahm Genma-sensei seine Verantwortung ihr gegenüber trotz all seines Humors sehr ernst. Es war seltsam beunruhigend gewesen ihren Sensei am Trainingsfeld warten zu sehen.

Weil sie keine Nachricht erhalten hatte die das Gegenteil erklärte schlug sie pünktlich an ihrem Trainingsfeld auf und fand einen erstaunlich ernüchterten Genma-sensei vor. Doch er war nicht allein. „Hey, Sakura“, begrüßte er sie.

„Genma-sensei.“

Genma-senseis Senbon hüpfte in seinem Mundwinkel als er sie betrachtete und schließlich seufzte. „Okay, ich habe die Bücher unter meinem Namen ausgeliehen und sie dich benutzen lassen also kann ich mir denke ich sicher sein das du vorsichtig sein wirst. Es gab letzte Nacht einen Zwischenfall. Hayate – er ist der Proktor aus der zweiten Runde der die Kämpfe moderiert hat – ist tot. Und ich bin als Proktor für die dritte Runde eingesetzt worden, was bedeutet das ich extra Schichten leisten muss. Ergo, weniger Zeit für dich. Aber Raido hat zugestimmt dir etwas seiner Zeit zu leihen und uns auszuhelfen. Er wird dich mit den Messern trainieren.“ Er grinste. „Es ist so ziemlich das einzige in dem er besser ist als ich also geben wir ihm die Chance anzugeben wenn es dazu kommt.“

Der andere Mann – Raido – rollte mit den Augen. Er war einer der wenigen Jounin die Sakura mit Narben im Gesicht gesehen hatte und auch wenn die Wunde an sich gut verheilt war hatte er dickes Narbengewebe auf der Nase und den Wangen. Abgesehen davon hatte er diese typisch ernste Art von vielen Jounin an sich: Er trug sein Haar kurz und hatte keine Modifikationen an seiner Uniform vorgenommen.

„Danke das ihr mich unterrichtet“, erklärte Sakura höflich.

Raido nickte. „Von dem was Genma mir erzählt hast scheint es leicht zu sein mit dir zu arbeiten. Meine Spezialität ist Kenjutsu, also kann ich dir eine gute Basis dafür geben wie man eine Klinge gegen jemanden mit mehr Reichweite einsetzt. Ich hatte nicht viel Zeit mich vorzubereiten also hatte ich keine Zeit meine Missionen um die Stunden mit dir herum zu planen. Du wirst ab und an einen Nachmittag für dich allein haben – ich würde dir empfehlen sie mit D-Rank Missionen zu füllen statt mehr zu trainieren. Ich habe deinen Plan gesehen. Du willst dich nicht überanstrengen und mehr Missionen in deinem Resümee zu haben wird dir in der Zukunft gut tun.“

Sakura nahm sich seinen Rat und seine Lektionen zu Herzen. Sie war nicht genau so angetan von ihm wie sie es von Genma-sensei war, denn er war nüchtern und professionell wie die Gastdozenten an der Akademie auch wenn er interessierter daran war das sie verstand was er ihr vermitteln wollte. Irgendwie machte ihr das nur noch mehr bewusst das sie seine Zeit in Anspruch nahm auch wenn er etwas Besseres damit anfangen könnte und so arbeitete sie noch härter um ihn nicht zu enttäuschen.

Er ließ sie dafür schuften. Er hatte gesagt das seine Spezialität Kenjutsu wären, was sich als wahr herausstellte, doch er hatte nicht gesagt das sein Name am ehesten mit dem eines Assassinen in Verbindung gebracht wurde. In seinem Stil gab es wenig das sie als 'Schwertkampf' betitelt hätte, denn er war sauber, nicht im geringsten auffällig und gradlinig. Sie verbrachte den Großteil ihrer Übungen damit mit einem einzigen Schlag 'getötet' zu werden während Raido-sensei ihr nach und nach die Schwächen in ihrer Verteidigung aufzeigte. Danach würde er genauso ruhig und geduldig damit beginnen ihr zu erklären was sie falsch gemacht hatte und was sie stattdessen tun musste.

Es war fast wieder wie in der Akademie zu sein, abgesehen davon das sie jetzt die persönliche Aufmerksamkeit ihrer Sensei erhielt die ein Lehrerliebling wie Sakura sich immer gewünscht hatte. Es war fast als würde ein Shinobi sein wieder Spaß machen und half ihre Paranoia zu beruhigen auch wenn jede Nacht sie daran erinnerte warum sie so hart trainierte. Der neuste Albtraum war nicht besser geworden, aber genau wie sie es schon bei jenen aus dem Wellenreich festgestellt hatte wurde sie besser darin sie zu kontrollieren.

Der Versuch den Schlaf zu meiden den sie so dringend brauchte ließ ihre Albträume nur in ihre wachen Stunden schleichen und ließ sie ungenau werden, sodass sie allerhand Tricks lernte um einzuschlafen und wieder einzuschlafen wenn sie von einem ihrer Albträume geweckt wurde. Sie war vorsichtig darum bemüht sich nicht komplett auszupowern bevor sie zu Bett ging, denn das ließ die Träume lebhafter werden und manchmal betrachtete sie diese Momente in denen sie panisch in der Dunkelheit aufwachte mit Humor – sie hatte noch nie so viel Übung darin gehabt ihre Atmung zu kontrollieren und ihren Herzschlag zu senken.

Sie hörte über den ganzen Monat nichts von Kakashi-sensei oder den Jungs und sie hatte nicht genug Zeit dafür ihre Wut auf sie zu schüren. Sie verflüchtigte sich mit der Zeit auch wenn ihre Gefühle nie wieder ganz an den Punkt zurückkehrten an dem sie gewesen waren. Naruto war einfach nur irritierend und gefährlich und während Sasuke hübsch war konnte sie nicht anders als sich über seine Grausamkeit zu wundern. Wie viel davon Orochimaru gewesen war und wie viel er selbst.

Sakura traf andere andere Personen die sie kannte. Ino, die einen hässlichen, langsam heilenden Bluterguss im Gesicht hatte der noch aus ihrem Kampf mit Zaku stammte. Doch sie prahlte nicht mit ihrem Sieg. Sie war gekommen um vorsichtig die Idee anzusprechen das sie ihre Freundschaft wieder aufnehmen könnten. „Ich habe auf dich hinunter gesehen als du in der Arena warst und ich habe die selbe Fremde gesehen die ich schon mal getroffen habe – als ich die Narbe das erste Mal gesehen habe, weißt du – und ich habe mich....ich hab mich gefühlt als würde ich dich verlieren. Und das mochte ich nicht“, gestand sie gerade heraus. Das war so sehr Ino gewesen das Sakura sich in die Zeit in der Akademie zurückversetzt gefühlt hatte in der sie ihre Pausenbrote miteinander geteilt hatten. „Also konnte ich meinen Kampf nicht verlieren, egal was dieser Freak getan hat. Ich muss dir dafür danken, Sakura.“

Ino fragte sie nicht danach wie sie die Narbe bekommen hatte und Sakura war nicht bereit es ihr zu erzählen. Zu viel von ihrer Nähe war verloren gegangen und Sakura war sich zu bewusst das Ino noch keine Erfahrung gemacht hatte die an das Wellenreich herankam, dass sie noch nicht diese eine Mission gehabt hatte die sie an den Rand dessen bringe würde was sie als andere Person wiederkommen lassen würde.

Eines Tages, vielleicht, würden sie wieder beste Freunde sein. Bis dahin war sie damit zufrieden Ino ihr Outfit und ihren Shemagh bewerten zu lassen.

Es war das erste Mal seit langer Zeit das sie ein Gespräch hatte das sich nur peripher damit beschäftigt wie fähig sie war jemanden zu töten.

Ihr anderer Besucher war alarmierender und weniger gesprächig. Gaara – Temaris Teamkamerad. Nicht ein einziges Wort war zwischen ihnen gefallen, doch sie hatte den Eindruck das es für Gaara eine ganze Unterhaltung gewesen sein könnte. Sie hatte keine Ahnung was sie davon halten sollte – seine fehlenden Augenbrauen machten es noch schwieriger ihn zu lesen als seine stumpfen Augen allein.

Dann kam der Monat zu seinem Ende und es war für sie wieder Zeit ein Teil von Team Sieben zu sein.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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