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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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Dieses Kapitel
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16.02.2019 3.064
 
-Kapitel Zwanzig-

Allodoxaphobia


Kakashi hielt die Stille aufrecht bis Naruto unruhig auf seinem Stuhl hin und her zu rutschen begann während Sasuke versuchte eine Maske der Wachsamkeit aufrecht zu erhalten die nicht verriet wie müde er tatsächlich war.

„Ne, ne, Kakashi-sensei, kann ich –„

Er unterbrach Naruto: „Nein.“

„Aber ich --“

„Nein, Naruto. Teuchi's Geschäft wird nicht in sich zusammenbrechen wenn du zur Feier des Tages keinen Ramen bekommst. Warum erzählst du mir stattdessen nicht eine Geschichte“, regte er in dem leichten, spöttischen und so beunruhigend ruhigen Tonfall an, der ihn seit dem Tod seines Vaters begleitete und noch nie im Stich gelassen hatte. Unerschütterlich, sagte er ohne unberührbar zu meinen. Zu einem großen Teil war das die Wahrheit – er hatte zur selben Zeit aufgehört seine Gefühle in Menschen zu investieren als auch sein Glaube daran gestorben war das Helden unfehlbar waren.

Leider war dieses Team hier eine Ausnahme von der Regel. Er schuldete es Minato und er hatte es Sarutobi versprochen. Außerdem hatten die Ninken einen Narren an Sakura gefressen.

Nur darüber nachzudenken ließ ihn müde werden.

„...eine Geschichte, Sensei?“, fragte Naruto verwirrt.

Selbst Sasuke warf ihm einen ungläubigen Blick zu.

„Ja, eine Geschichte. Außer wenn es tatsächlich Blut geregnet hat während ich nicht hingeschaut habe und Sakura in einen spontanen Guss geraten ist. Wenn eben das passiert ist, dann fühlt euch frei still zu bleiben. Und ja, Naruto, das ist Sarkasmus. Ich bin nicht gewillt auf euren schriftlichen Bericht zu warten – ihr zwei werdet mir jetzt und hier erzählen was im Wald passiert ist.“

Naruto und Sasuke warfen sich einen fragenden Blick zu und es war wenig überraschend das es sein blonder Schützling war der es übernahm die Geschichte zu erzählen. Sasuke unterbrach ihn nur, wenn Naruto zu weit abschweifte. Oder wenn er nicht anwesend gewesen war und er war für einen großen Teil der Dinge nicht anwesend gewesen die es für Kakashi schwer machten seinen Gesichtsausdruck neutral zu halten – als sie zu dem Punkt kamen an dem Naruto wieder dazu gekommen war hörte er auf es zu versuchen.

„Naruto“, unterbrach er den blonden Jungen während er jede Silbe seines Namen einzeln betonte. „Was hat dich zu dem Schluss gebracht das es eine gute Idee ist gegen einen Gegner anzutreten der dir ganz klar weit überlegen ist?“

„Selbst wenn Sasuke ihm die Schriftrolle gegeben hätte, hätte er uns sowieso nicht gehen lassen“, protestierte Naruto lautstark.

„Ich habe nicht nach der Schriftrolle gefragt, Naruto. Sasuke hätte die Schriftrolle auch verbrennen oder wegwerfen können, das ist mir egal – ich will wissen warum du geglaubt hast das es überhaupt eine akzeptable Möglichkeit war zu bleiben und zu kämpfen.“

Naruto sah ihn an wie ein getretener Welpe. Ein Gesichtsausdruck der klar machte das er nicht verstand wofür ihn Kakashi zurecht wies, doch er war nicht in der Stimmung die Gefühle des Jungen zu schonen. „Wir konnten nicht – wir konnten nicht einfach so wegrennen! Ich bin kein Angsthase“, murmelte Naruto betrogen. „Und wer weiß, ob wir das überhaupt geschafft hätten.“

Kakashis Stimme war hart und scharf wie seine Kunai als er nach einer kurzen Pause wieder sprach. „Naruto, es gibt eine feine Grenze zwischen einem Helden und dem Idioten der dafür sorgt das alle abgeschlachtet werden weil er den Unterschied zwischen einem Kampf der es wert ist gekämpft zu werden und einem der vorüber ist bevor er angefangen hat nicht erkennt. Und du hast sie überschritten. Es gibt gute Gründe verlorene Kämpfe zu kämpfen aber du hattest keinen davon. Du hast nicht die letzte Verteidigungslinie gehalten, du hast kein nobles Opfer für die Sache gebracht und du hast niemanden beschützt. Ehrlich gesagt habe ich keine Idee was du getan hast. War es eine Sache der Ehre? Hier war deine beste Chance dich zu beweisen und du konntest nicht widerstehen Sasuke entgegen zu treten und klar zu machen das du mutig genug warst zu kämpfen als er es nicht war? Erkläre es mir. Dann kann ich dir sagen das du es nie wieder tun sollst. Diejenigen die ihre Teamkameraden im Stich lassen sind Müll, Naruto, aber jemand der seine Teamkameraden dazu zwingt sich dazwischen zu entscheiden ob man ihn im Stich lässt oder einen Kampf kämpft den man nicht gewinnen kann? Das ist schlimmer. Ich möchte das du darüber nachdenkst wie du dich gefühlt hättest wenn Sakura gestorben wäre oder Sasuke, nur weil du dachtest das du mit jemandem mithalten könntest den du als massive Gefahr hättest erkennen sollen.“

Eine Vielzahl von Emotionen huschten über Narutos ausdrucksstarke Züge – Unglaube, Wut, Schuld – und seine Augen sahen verdächtig glänzend aus als er auf seine geballten Fäuste herabstarrte. Kakashi fühlte sich nicht im geringsten schuldig. Dank der regenerativen Fähigkeiten des Kyubi war es unmöglich das Schmerz dem Jungen beibringen würde vorsichtig zu sein – es war einfach furchtlos zu sein wenn selbst gebrochene Knochen an einem Tag heilten – aber es war wahrscheinlich das er, wenn er jetzt nicht den Kopf gerade gerückt bekam für immer annehmen würde das seine Teamkameraden genauso unverwüstlich waren wie er selbst. Kakashi wusste wohin das führen würde. Courage hatte seinen Platz, aber er wusste genau was ein übergroßes Ego ein Team kosten konnte.

Es war ein Zeichen dafür wie ernst er seine Ansprache nahm, dass Sasuke Naruto nicht angrinste und stattdessen starr auf die Reling von Sakuras Krankenbett starrte.

Er überlegte was er zu ihm sagen konnte was nicht bereits gesagt worden war, doch wenn Sasuke nicht schon begriffen hatte das Orochimaru keine guten Neuigkeiten bedeutete würde es mehr brauchen um seine Meinung zu ändern. Doch wenn er das Problem mit Orochimaru nicht ansprechen konnte, konnte er wenigstens das andere Thema ansprechen.

„Also, Sasuke“, und er stellte zufrieden fest das der Genin sichtbar zusammenzuckte, „gibt es einen Grund dafür das du Sakura nicht hast aufgeben lassen?“

Sasuke wich seinem Blick aus und murmelte seine Antwort.

„Was war das?“

„Weil ich dachte, dass sie es schaffen könnte“, wiederholte Sasuke. In seinen Worten schwang eine Verwirrung mit die wahrscheinlich davon her rührte das es ihm peinlich war eben das einzugestehen. Zumindest wenn die Röte an seinen Ohren ein Indikator für seine Gefühle war. „Und ich wollte nicht alleine mit Naruto weitermachen.“

„Du wusstest das sie verletzt war?“

Sasuke zögerte, dann: „Ich dachte nicht das es so schlimm war. Sie hat nichts gesagt. Als wir in der Akademie waren haben sich Sakura und Ino immer sofort beschwert wenn ihnen etwas wehgetan hat.“

„Und du dachtest nicht das sie seitdem erwachsener geworden sein könnte?“, fragte Kakashi trocken.

Sasuke runzelte die Stirn und sah auf seine Füße. „Nicht so sehr“, grummelte er. „Sie hat immer versucht meine Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie hätte etwas sagen sollen.“

Kakashi erinnerte sich vage daran, dass die selbe Person, die ihm einmal erzählt hatte das die Phase in der Mädchen begonnen sich für Jungs zu interessieren ihm auch erklärt hatte das es die gleiche Zeit war in der sie begonnen Geheimnisse zu hüten und während sie über die Jungs hinweg kommen würden, würden die Geheimnisse bleiben.

Er begann ihm zu glauben.

„Ich gebe dir einen sehr guten Rat was Frauen angeht, Sasuke. Was sie laut sagen entspricht ungefähr dreißig Prozent von dem was es zu sagen gäbe. Ich finde es gut das du in Sakuras Fähigkeiten vertraust, aber du solltest ihrer Einschätzung ein wenig mehr vertrauen. Besonders wenn es um ihren eigenen Körper geht.“

Naruto starrte Sasuke an. „Warte, du hast sie aufgehalten als sie aufgeben wollte? Als die gruselige Lady ihre gebt-jetzt-auf-Rede gehalten hat?“

„Und wenn?“, konterte Sasuke.

Narutos Brauen zogen sich zusammen. „Ich glaube auch nicht das Sakura hätte aufgeben sollen, aber es ist irgendwie seltsam das es dich überhaupt kümmert.“

„Sie ist meine Teamkameradin“, entgegnete Sasuke defensiv.

„Ich bin dein Teamkamerad.“

„Du bist ein Idiot.“

„Hört auf euch zu zanken“, mischte sich Kakashi ein.

Erstaunlicherweise trafen seine Worte nicht auf taube Ohren und die Jungs beugten sich ihm mit unwilligen Minen, doch beide schienen es nicht auf sich nehmen zu wollen zu rebellieren.

Naruto rieb sich unruhig den Hinterkopf bevor er fragte: „Hey, Kakashi-sensei?“

„Ja?“

„Hat Sakura-chan, ich mein, wollte sie, du weißt schon, Temari vergiften?“

„Wie vergiftet man jemanden aus Versehen?“, murmelte Sasuke scharf.

Lass manche Leute in die Nähe einer Küche und du findest es heraus, dachte Kakashi bei sich doch sprach es nicht aus. Er wollte nicht die Stimmung des Gesprächs zerstören, nicht wenn Naruto es ernst nahm. Kakashi dachte darüber nach das Gift herunter zu spielen, doch entschied sich dagegen. Genug war genug. Das hier war wie Sakura und Feuer – wenn sie sich nicht an die Idee gewöhnten, dass das einzige Mädchen des Teams ihnen gleichgestellt war könnte es sie ihm Kampf im schlimmsten Fall ihr Leben kosten.

Sie mochten physisch stärker sein, doch Sakura holte langsam auf und sie würden ihr immer überlegen sein wenn es um rohes Chakra ging, doch sie hatte auf der Brücke eine sehr andere Lektion gelernt als die Jungs und das versetzte sie an einen Ort der emotional und von der Entwicklung her so sehr von dem der Jungs abwich das es erst schwer zu greifen gewesen war.

Der Gedanke daran ließ Reue aufkommen, doch sie war nicht von der frischen, einschneidenden Art sondern jene alte Reue die alles vergiftete. Nur eine weitere Person die er nicht hatte beschützen können. Es gab in seinem Geist für diese Menschen einen privaten kleinen Gedenkstein den er besuchen konnte selbst wenn der echte zu weit von ihm entfernt war.

„Naruto, was denkst du von Sakuras Kampf?“

Naruto zögerte, was Kakashi zeigte das der Junge die Veränderungen in Sakuras Verhalten nicht komplett übersehen hatte. Er selbst hatte in dem Moment in dem er ihren Gesichtsausdruck gesehen hatte genau gewusst was die andere Kunoichi erwartete und wenn man berücksichtige was der Teamkamerad der Kunoichi getan hatte wusste er nicht ob er nicht selbst genauso reagiert hätte.

„Uhm, naja, es war...aggressiver als Sakura normalerweise ist“, erklärte Naruto. „Ich meine der Proktor war nur so 'Beginnt!' und Sakura nur so swoosh und sie hatte diese Messer in der Hand – wo hat sie die überhaupt her? - und sie, um, sie hat irgendwie gruselig ausgesehen. Fast als hätte sie Temari töten wollen“, stotterte er zögerlich.

„Da gibt es kein 'fast als ob'. Wenn keine Medics in der Nähe gewesen wären, wäre Temari gestorben“, sagte Kakashi ruhig und ignorierte dabei getrost die Frage nach den Messern.

Er konnte dabei zusehen wie Naruto damit rang das jemand wie seine 'Sakura-chan' jemand sein könnte der solch eine Entscheidung traf. Sasukes Gesichtsausdruck war schwerer zu lesen. „...vielleicht wusste sie nicht wie schlimm das Gift ist?“, murmelte Naruto hoffnungsvoll. „Sie war diejenige die gesagt hat das es nur ein Test ist. Sakura-chan würde niemanden für so was töten.“

„Nicht für einen Test, aber wenn der Teamkamerad von jemandem einen Menschen am helllichten Tage abschlachtet und dein Gegner nicht mit der Wimper zuckt könnte das ein guter Hinweis darauf sein das sie dein Wertesystem nicht teilt. Und Sakura war genauso wenig bereit für einen Test zu sterben.“

„Sie hätte aufgeben können“, bemerkte Sasuke.

„Das hätte sie tun können. Wenn sie klar hätte denken können hätte sie das vielleicht auch getan, aber die Medic-Nin haben mir gesagt das ihr Fieber schon schlimm war als der Kampf angefangen hat. Es ist nicht ungewöhnlich, dass wenn es um Leben oder Tod geht eine Art Tunnelblick übernimmt der nur ein Ergebnis zulässt. Sakura würde nicht sterben, also musste Temari sterben. Und als sie das nicht tun konnte hat sie sichergestellt das niemand überleben würde.“

„Warum?“, fragte Sasuke nach einem langen, aufgeladenen Moment. „Das sieht Sakura überhaupt nicht ähnlich.“

„Es sieht Sakura ähnlich, nur nicht der Sakura die ihr aus der Akademie kennt. Die sie nicht mehr ist. Schon sei einer ganzen Weile. Ihr Zwei müsst das verstehen.“

[Kill Your Heroes]


Schmerzmittel hatten eindeutig ihre Vor- und Nachteile. Mit ihnen schmerzten die Prellungen, welche die Medic-Nin ihr gelassen hatten damit sie auf natürlichem Wege heilten nur noch halb so sehr, doch es reichte noch immer aus damit sie sich miserabel fühlte. Doch es war auszuhalten. Was schlimmer war, war das es ihr schwer fiel zu denken und sie sich fühlte als würde ihr Gehirn nur mit halber Leistung arbeiten.

Gerade schnell genug dafür. dass sie registrieren konnte das sie in Schwierigkeiten steckte; nicht schnell genug um eine Entschuldigung dafür zu finden. Doch so schlecht gelaunt und defensiv wie sie sich fühlte war sie eh nicht in der Stimmung nach Entschuldigungen zu suchen. Sie war aufgewacht als nur Kakashi-sensei im Raum war auch wenn er trocken bemerkt hatte das er Sasuke und Naruto dazu gezwungen hatte solange zu bleiben bis Naruto fast eine Reihe sehr teurer medizinischer Gerät zerstört hätte als er aus seinem Stuhl gefallen war.

Das war okay für Sakura. Sie wollte sie eh nicht hier haben. Ihre Finger krallten sich in die dünne Decke als sie versuchte ihre Wut herunter zu schlucken.

„Gift ist etwas Neues für dich“, ergänzte Kakashi-sensei in diesem leichten, irreführenden Tonfall in dem er so oft sprach. „Sie haben es geschafft sie zu retten falls du dich das fragst.“

Sakura runzelte die Stirn, zerrissen zwischen zwei starken Gefühlen die in ihr kämpften. Ein Teil von ihr war erleichtert weil der Kampf zu Ende war und niemand gestorben war. Dieser Teil fühlte sich etwas schuldig, weil es im Nachhinein klar war das Temari sie nicht hatte töten wollen. Sie hatte die Chance und hatte sie nicht genutzt obwohl sie noch in Sakuras Genjutsu gefangen gewesen war als sie den finalen Schlag ausgeführt hatte.

Der Rest von ihr hatte Angst. Wenn es mit dem Kampf zu Ende gewesen wäre, wäre das eine Sache gewesen, doch sie hatte Fu's Geschenk benutzt und Temari hatte überlebt. Jetzt bestand ein Teil ihres Gehirns darauf das Feinde am Leben zu lassen eine sehr, sehr schlechte Sache war und die Welt nicht sicher und richtig sein würde bis sie dieses Problem gerichtet hatte.

Ihre Hände zitterten auf den Laken und ihr Blutdruck schoss auf dem Monitor neben ihrem Bett in Höhe. Sie bemerkte nichts davon bis Kakashi-senseis Stimme durch die Spirale ihrer Gedanken schnitt. „Sakura. Beruhige dich.“

Ihr Blick traf seinen, ihre Augen weit und panisch, seine intensiv und beruhigend. „Kakashi-sensei“, schnappte sie durch die Enge in ihrer Brust hindurch, „was mache ich jetzt?“

„Machen? Weswegen?“

„Temari. Was, wenn sie -“

Er hob eine Hand um sie auszubremsen. „Stopp. Ich glaube ich weiß wohin das führt. Und du musst damit aufhören. Atme tief ein.“

Sie tat wie er sagte und das Zittern legte sich etwas.

„Temari ist aus Suna. Und Suna, unter Ninja, ist ein Synonym für Gifte. Es hilft das jedes dritte Tier und jede zweite Pflanze auf ihrem Territorium giftig ist, was sie in der Vergangenheit zu ihrem Vorteil genutzt haben und es auch in der Zukunft tun werden. Ihr Teamkamerad ist ein Puppenspieler dessen Nadeln, Klingen und selbst die seltsamsten Projektile in etwas sehr Unangenehmes getunkt wurden. Es bedeutet auch, dass es sehr unwahrscheinlich ist das sie es dir übel nehmen wird Gift gegen sie eingesetzt zu haben – es klang eher danach das sie wütend darüber war es nicht direkt bemerkt zu haben.“

Sakuras Augenbrauen zogen sich zusammen als sie zu verstehen versuchte was Kakashi-sensei ihr gerade gesagt hatte. „Wie lange hat es gedauert bis es ihr aufgefallen ist?“

„Knapp zwanzig Minuten. Gift funktioniert nicht gut mit offenen Wunden. Das ausströmende Blut bedeutet das weniger davon in den Kreislauf kommt. Und weil der Kampf sofort danach geendet hat, hat sich ihr Herzschlag verlangsamt was ihr mehr Zeit gab bevor die ersten Symptome bemerkt wurden. Draußen im Feld hätte es trotzdem funktioniert. Mit schwarzer Mamba ist es unwahrscheinlich das man mehr als sechs Stunden durchhält. Und nur eine davon bei Bewusstsein. Also, jetzt da das gesagt ist, kommen wir zu Wichtigerem: Die schwarze Mamba ist in Konoha nicht heimisch und wenn dir ein Ladenbesitzer das Gift verkauft hat ist jetzt jemand seine Lizenz los. Wo hast du das Gift her?“

„Es war ein Geschenk“, gab Sakura zu. „Von jemandem den ich im Wald getroffen habe.“

Kakashi sah sie ungläubig an. „Und du hast es benutzt?“

„Er hat mir gesagt was es war“, sagte Sakura während sie auf ihre geballten Fäuste herunter starrte. „Ich wusste was für ein Typ Gift es war. Und...was ich tue. Ich hatte nur nicht erwartet das es so lange dauert bis es wirkt.“

„Also hast du dich dafür entschieden Temari zu töten?“

„Ja“, gab Sakura leise zu. „Weil ich dachte das sie mich umbringen würde wenn ich sie nicht zuerst töten würde.“

„In Ordnung“, meinte Kakashi-sensei nach einer nervenaufreibenden Pause.

Sie sah ungläubig zu ihm auf. „Das ist alles? Einfach nur 'in Ordnung'?“

„Sakura“, erklärte er ruhig, „jeder Shinobi in dem Raum hatte bereits ein Schreiben unterzeichnet das die sehr reale Chance beschrieb das sie sterben könnten. Du hast das in Aktion gesehen als der Oto-Nin gegen Gaara gekämpft hat. Du hattest das Recht diese Entscheidung zu treffen. Aber du musst auch mit der Entscheidung leben. Solange wie du das tust werde ich dich nicht dafür verurteilen. Du bist jetzt ein Genin, was bedeutet das du frei bist deine eigenen Entscheidungen zu fällen. Und ich habe dich dafür empfohlen zum Chunin befördert zu werden. Ich bin nicht dein Vater, noch einer deiner Lehrer von der Akademie. Ich bin dein Mentor und du bis ein arbeitender Profi. Außer wenn deine Einschätzungen andere in Gefahr bringen oder Gesetze verletzen werde ich dir nicht vorschreiben ob du richtig oder falsch liegst. Jeder Shinobi muss seine eigene Linie im Sand ziehen um festzuschreiben was er tun und was er lassen wird.“

„Ich...denke das ergibt Sinn“, murmelte Sakura.

Kakashi-sensei kicherte. „Ich hoffe doch. Du bist übrigens frei zu gehen sobald du dich fit genug dafür fühlst. Naruto und Sasuke haben beide ihre Runden gewonnen -“, sie fühlte weniger als sie wahrscheinlich sollte, doch das war nichts das auch nur halbwegs Eifersucht ähnelte, „also werden wir uns nicht wie sonst zum Training treffen. Ich werde mich persönlich um Sasuke kümmern, also wird jemand anderes in der Zwischenzeit für dich und Naruto da sein.“

Er grinste, sein sichtbares Auge in den so vertrauten Halbmond verzogen der nur Böses bedeuten konnte. „Und, Sakura? Glaub nicht das dich ein paar blaue Flecke von den Spaziergängen mit den Ninken befreien.“

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.net
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