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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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16.02.2019 2.332
 
-Kapitel Neunzehn-

Testophobia III


Im selben Moment in dem die Hand des Proktor sich senkte griff Sakura nach ihren Messern und Temari öffnete den Mund. Doch noch bevor sie das erste Wort herausgebracht hatte sprintete ihr Sakura bereits entgegen. Die Augen ihrer Gegnerin wurden größer als sie die Geschwindigkeit registrierte, doch Sakuras Messer berührten nie ihre Haut. In der Zeit in der sie die wenigen Meter zwischen ihnen überbrückt hatte, hatte es die andere Kunoichi geschafft das klobige Stück Metall zwischen sie zu bringen das sie auf dem Rücken getragen hatte. Es war breit genug als das es ihren Oberkörper beschützte und Sakura knurrte frustriert, denn die vertraute Reihenfolge von Kehle, Wirbelsäule, Lungen, Leber, Halsschlagader, Schlüsselbeinschlagader, Nieren, Herz mochte wie eine Art to-do Liste erscheinen die für Zabuza wie eine Einkaufsliste war, doch wenn ihr erster Schlag nicht traf wo es wirklich weh tat würde sie wirklich für ihren Sieg arbeiten müssen.

Und sie war einfach so verdammt müde.

Ein seltsam schriller Schrei entfloh ihr als sie sich vorwärts warf während ihre Hände sich kurz berührten und sie flüchtig in drei einzelne Versionen ihrer selbst zerbrach. Temaris Gesicht verzog sich zu einer gewaltigen, herausfordernden Grimasse als sie ihren Fächer öffnete und ihn parallel zum Boden auf Hüfthöhe schwang. Tobende Winde verlängerten die Reichweite von geschärften Stahlrippen und dieses unsichtbare Messer zerschnitt alle sichtbaren Klone, nur die echte Sakura nicht – verborgen unter Genjutsu – als sie unter dem Wind hindurch tauchte und es schaffte Temari aus dem Gleichgewicht zu bringen als ihr Fuß deren Knöchel traf.

Sakura verfluchte sich selbst, weil sie darauf gezielt hatte beide Füße zu treffen. Doch Zement war nicht dazu geeignet darauf zu rutschen und sie hatte nicht genug Schwung aufbauen können um ihr Ziel zu erreichen. Die entblößte Haut zwischen ihren Stiefeln und ihren Shorts brannte, die Wunde in ihrer Seite schrie, doch sie ignorierte all das als sie versuchte durch Temaris Abwehr hindurch zu kommen.

Sich selbst vom Boden hoch drückend dachte sie, dass sie jeden Gegenangriff ausnutzen könnte, doch anders als erwartet verwandelte Temari ihr Stolpern in einen Rückzug.

Vorsichtiger als ihr Teamkamerad, registrierte Sakura, mehr darauf angewiesen eine gewisse Distanz zu halten. Verlässt sich auf Windninjutsu, statt auf Taijutsu.

Sakura konnte nicht wissen, dass eben das nicht daran lag das Temaris Taijutsu mangelhaft waren, sondern das sie einfach vorsichtig war. Sie war kein Dummkopf – sie hatte gesehen wie Sakura auf sie zu geprescht war, hatte gesehen wie schnell sie ihre Messer gezogen hatte und war zum richtigen Schluss gekommen. Das hier war kein Gegner den sie nah an sich heran lassen wollte.

Also schickte sie einen weiteren Sturm in Sakuras Richtung und jene stellte sich vor, dass es sich in etwa so anfühlen musste gegen einen Orkan anzukämpfen. Kleine Stücke Dreck und Trümmer schlugen gegen ihre Haut, rissen Wunden und nur ihr Wille und Chakra hielten sie aufrecht. Ihre Augen tränten und zu atmen brannte, doch sie zog nur ihr Kinn ein, steckte ein Messer weg und zog sich ihrem Shemagh über die Nase wo sie ihn mit Chakra hielt statt Zeit darauf zu verschwenden ihn neu zu binden.

Dann war ihr Messer wieder in ihrer Hand und sie näherten sich ihrer Gegnerin in immer kleiner werdenden Kreisen – langsam und anstrengend, aber unaufhaltsam. Es war fast so schlimm wie kopfüber unter der Brücke zu kämpfen, denn auch hier gab es keinen Moment in dem es für sie sicher war beide Füße vom Boden zu heben, was sich als mehr als nur unangenehm herausstellte als Temaris nächster Angriff voller Shuriken war die durch die Luft sirrten wie verärgerte Hornissen.

Sakura hatte den Bruchteil einer Sekunde um sich zu entscheiden ob sie stehen bleiben und sich aussuchen sollte welche Treffer sie einsteckte oder sich zurückziehen und verteidigen sollte.

Sakura entschied sich ihre Position zu halten, verdrehte ihre Körper um ihr Profil zu minimieren und schlug einige der Shuriken aus der Luft. Der Rest fügte ihr nur oberflächliche Wunden zu, die aufgrund der Geschwindigkeit und Schärfe der Waffen kaum schmerzten. Sakura sprang vorwärts sobald der Wind abgeklungen war und prallte gegen Temaris Fächer den sie genutzt hatte um die Attacke abzublocken.

Sakura schluckte einige Flüche herunter als ihr Kampf zu einer Art von blitzschnellem Tanz wurde. Ein guter Schlag mit dem Fächer würde ausreichen um die Klingen ihrer Messer für immer zu ruinieren. Ein guter Schlag mit ihren Messern würde ausreichen um diesen Kampf für Temari zu beenden.

Sie stemmte sich gegen den Fächer und ein Treffer riss ihr eins der Messer aus der Hand das zur Seite trudelte. Sakura schrie, ballte ihr freie Hand zur Faust und schlug mit aller Kraft gegen die stählerne Barriere. Das Metall knarzte protestierend und gab nach, doch ihre Hand brannte von den dutzenden kleinen Brüchen einer Boxer-Fraktur. Temari war ihr Unglaube über die Aktion der jüngeren Kunoichi anzusehen, doch sie hielt ihre Verteidigung oben als Sakura versuchte ihren Vorteil auszunutzen. In ihrer Entschlossenheit trotz der Schmerzen weiterzumachen übersah Sakura ihre eigene Verteidigung und steckte einen scharfen Tritt in den Magen ein, der sie zurück stolpern ließ und ihr keine Möglichkeit gab sich wieder zu fangen bevor der nächste Windstoß sie traf. Er riss eine lange Wunde auf ihrem Arm, doch mittlerweile hatte Sakura andere Standards was Schmerzen anging als früher.

Also steckte sie nur ihre Messer ein und verschränkte ihre Finger in ein immer vertrauter werdendes Set an Fingerzeichen und spürte kurz darauf das pulsieren des Chakras als die Technik der Höllendarstellung sich tief im Geist ihrer Gegnerin verankerte. Als Temaris Blick den Geist fand – eine Frau – fanden sich Sakuras Hände in dem zweiten Genjutsu das sie unsichtbar machte, denn auch sie war ein Objekt in der Umgebung. Ihre Hand schwebte unruhig über Fu's Geschenk bevor sie die kleine Dose öffnete und vorsichtig ein wenig des flüssigen Todes auf den verfärbten Stahl ihres verbliebenen Messers tropfen ließ.

Es dauerte nur kurz, das Behältnis wieder verschlossen und weg gesteckt bis sie los sprintete und sich dabei haarscharf dem Platz näherte an dem sie zu schnell war um sehen zu können wohin sie rannte.

Vielleicht hatte sie zu sehr in die Wirkung des Magen: Narakumi no Jutsu vertraut. Kakashi-sensei hatte sie gewarnt das es Menschen gab die auf ein Genjutsu das Angst und Horror verursachte sehr unterschiedlich zu dem reagierten was man erwartete. Aber es lagen tote Männer zwischen seiner Warnung und diesem Kampf. Männer die eingefroren waren und genau die eine Sekunde gezögert hatten. Temari jedoch spürte ihren unsichtbaren Sprint und sah sie direkt an, ihre Augen nass von Tränen und brennender Wut.

Sakuras einziger zufriedener Gedanke als das Metall des Fächer in ihrem Schädel einschlug war, dass sie es geschafft hatte ihr Handgelenk rechtzeitig soweit zu drehen das sie eine breiten Schnitt auf Temaris Arm geöffnet hatte als ihre Gegnerin den Fächer zu einem zweiten Schlag hob.

Wenn ich sterbe, dachte sie während ihre Sicht sich trübte, nehme ich sie mit.

[Kill Your Heroes]


Kakashi zuckte innerlich bei dem Geräusch zusammen den der Fächer erzeugte als er mit dem Schädel seiner Schülerin zusammentraf und er konnte nur hoffen das der zweite Hieb auf ihren Rücken keine Wirbel gebrochen hatte. Die blonde Kunoichi knurrte das Mädchen an bevor sie zwei Schritte zurück trat und den Proktor erwartungsvoll ansah.

Er beendete den Kampf und die Medics sammelten sich um Sakura während Kakashi von seinem Platz an der Wand den weg hinunter in die Arena antrat um sicherzugehen das seine Schülerin noch immer seine Schülerin sein würde wenn sie den Fängen der Medic-Nin entkommen war.

Einer der Medics sah zu ihm hoch als er sich näherte. „Was genau bringst du deinen Schülern bei, Hatake?“, verlangte er zu wissen.

Kakashi hatte sich all die Gesichter des medizinischen Personals im Dorf eingeprägt – wenn auch nicht ihre Namen – um ihnen besser aus dem Weg gehen zu können, also war er nicht überrascht den Sanitäter zu erkennen. Doch er war überrascht den Gesichtsausdruck zu erkennen den er trug, welcher normalerweise nur auftauchte wenn Kakashi etwas besonders dummes auf einer Anbu-Mission getan hatte.

„Ich habe keine Idee was du meinst“, antwortete er trocken.

„Ich meine, dass das Mädchen auf gutem Wege zu einer schönen, starken Sepsis ist und ich keine Idee habe was du dir dabei gedacht hast sie überhaupt antreten zu lassen. Aber ich denke das es dich freuen wird zu hören das ihr abgesehen von der grausamen Wunde in ihrer Seite die dafür verantwortlich ist, einem gerissenen Trommelfell, einigen starken Frakturen in ihrer Hand, Prellungen auf ihren Schulterblättern und einer Gehirnerschütterung nichts fehlt.“

„...das ist erleichternd“, murmelte Kakashi nach einer längeren Pause während ihm durch den Kopf schoss wie Sasuke Sakuras Hand gegriffen hatte. Er unterdrückte ein Seufzen und fragte sich ernüchtert ob sein Team auch solche ein Sack Flöhe für Minato gewesen war. Auf keinen Fall, entschied er als er den Medics dabei zusah wie sie Sakura auf eine Trage luden.

„Wird es Sakura-chan gut gehen?“, fragte Naruto unruhig als er auf den Balkon zurück kam.

Kakashis Blick wanderte zu Sasuke, der aufmerksam zuhörte und versuchte es zu verbergen indem er in die Arena hinunter sah. „Wenn ich nicht völlig falsch liege“, meinte er locker und berücksichtigte dabei ihre Position inmitten fremder Ninja, „wird sie sehr wütend sein, aber sich sonst völlig erholen.“

Naruto runzelte die Stirn. „Du meinst weil sie den Kampf verloren hat? Ich meine, dass war, naja --“

Kakashi hob eine Hand um alles weitere von Narutos Seite zu stoppen egal wie er über den Kampf dachte. „Wir werden später darüber reden“, erklärte er den Jungen. „Jetzt konzentriert ihr euch erst mal auf eure Kämpfe.“

Im nächsten Kampf konnte man beobachten wie Ino die gesprächige Ader Zakus schamlos dazu auszunutzen um Kontrolle über seinen Körper zu erlangen als er sie an den Haaren gepackt hielt. Der Geist eines Yamanaka mochte sich langsam bewegen und nur geradeaus, doch auf so kurze Distanz? Es war eine Sache von Sekunden ihn unter Kontrolle zu bringen.

Sasukes kämpfte als nächstes gegen Inuzuka Kiba, was ihm normalerweise keine Sorgen bereitet hätte. Außer das schreckliches Chakra aus dem Mal sickerte und sich über seine Haut verteilte und das war nun wirklich nicht normal. Noch war es Sasukes widerwillige Zustimmung dazu es zu versiegeln.

Sein Leben bewies Hatake Kakashi an dem Tag wieder einmal was es doch für eine tragische Farce war als niemand andere als Orochimaru aus den Schatten auf ihn zukam und reden wollte.

Es war als würde man in einem Minenfeld einen Stepptanz aufführen wollen als er mit einem der berühmt berüchtigsten Ninja aus Konoha redete. Ein Ninja der anscheinend keine absolut selbstlosen Absichten gegenüber einem seiner Schüler hatte.

Er hatte gewusst das Sasuke in seinem Team zu haben bedeuten würde ihn und sein Kekkei Genkai vor jenen zu beschützen die es haben wollten; doch er hatte nicht erwartet das die erste ernsthafte Bedrohung ausgerechnet von einem der Sannin ausgehen würde.

Kakashi entspannte sich nicht als Orochimaru sich von ihm abwandte und so zeigte er äußerlich keine Reaktion als er auf halbem Weg stehen blieb und sich halb zu ihm umdrehte, diese zu intensiven gelben Augen wieder auf ihn fokussiert. „Haruno Sakura – ist sie ein Genjutsu-Typ?“

„Warum ist das wichtig?“, konterte Kakashi vorsichtig.

Ein schnelles Lächeln. „Neugierde. Man sollte nie unerwartete Schätze ignorieren nur weil sie nicht das sind wonach man gesucht hat. Ich denke es wird ein schwieriger Weg für sie werden. Immerhin hat sie so wenige Idole denen sie nacheifern kann. So viele andere Dinge die dich beschäftigen. Ich frage mich ob ihr jemand gesagt hat das die letzten zwei nennenswerten Genjutsu-Typen die das Dorf hervorgebracht hat Uchiha Itachi und ich selbst waren? Nein?“, fragte er als Kakashi still blieb. „Aller Anfang ist hässlich. Es ist nur die Frage ob es sich lohnt sie zu trainieren. Wenn du es nicht schaffst solltest du jemanden finden der es kann.“

„Du?“, fragte Kakashi angespannt.

Die Frage verursachte dieses tiefe, beunruhigende Lachen. „Nicht mich. Manche Tiere sind zu gefährlich um sie groß zu ziehen.“

Damit war er verschwunden und Kakashi wunderte sich zum wiederholten Mal was im Wald passiert war.

Er fuhr sich mit einer Hand durchs Haar und ging zurück zur Arena. Dabei begegnete ihm der fremde Ninja der bei Sakura gestanden hatte. Der Junge, die Hände verborgen von zu langen Ärmeln, versucht ohne Erfolg sein Lachen zu unterdrücken. Er sah zu Kakashi auf als er an ihm vorbeiging und zum zweiten Mal an diesem Tag begegnete er hellgelben Augen. Der Junge nahm die Hand gerade lange genug von seinem Mund um, „Onee-san hat sie gebissen“, zu sagen bevor er wieder anfing zu kichern und den Flur hinunter verschwand.

Er trat gerade rechtzeitig auf den Balkon um den Suna Jounin nach Medics rufen zu hören. Die Kunoichi welche vor nicht einmal zwanzig Minuten gegen Sakura gekämpft hatte, hatte die Fähigkeit zu sprechen verloren und versank immer tief in Ohnmacht.

Gift war die Diagnose der Medic-Nin, die sie unter dem Gemurmel der Menge aus der Arena brachten.

Was zur Hölle war im Wald passiert? Es waren diese Gedanken die ihn für den Rest der Kämpfe begleiteten und ihn mit kaum ausreichend Aufmerksamkeit zurückließen um Naruto für seinen Sieg gegen Chouji zu gratulieren und zuzusehen wie Shino die Technik des Puppenspielers aus Suna mit der simplen, praktischen Maßnahme lahm legte seine Kikaichu auf die Chakrafäden anzusetzen. Zu dem Zeitpunkt in dem der Puppenspieler von den Fingerspitzen bis zu den Schultern mit schwarzen Käfern bedeckt war gab er den Kampf auf.

Kakashi wartete ungeduldig darauf das die Zusammenstellung für die dritte Runde bekannt gegeben wurde und scheuchte seine Genin im selben Moment heraus an dem er die Aufreihung gesehen hatte um nach Sakura zu sehen. Es war Zeit das sie eine ernste Diskussion führten.

Wenn er sie dazu zwingen musste solange still an Sakuras Bett zu sitzen bis sie bereit war daran teilzunehmen dann sollte es so sein. Er war wütend genug um sie alle ein wenig leiden zu lassen.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.net
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