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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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21 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
09.02.2019 2.618
 
- Kapitel Achtzehn -

Testophobia II


Die Zeit in der sie aufgeben hätte können verflog beinahe ohne das sie es mitbekam während sie über Sasukes Motiv dafür sie aufzuhalten nachdachte. "Also gut, ihr Maden. Ab mit euch", zerschnitt Ankos Stimme die Stille und die Erkenntnis das es jetzt zu spät war schwappte über sie wie eiskaltes Wasser.

Sie wollte auf sich aufmerksam machen, doch die Erwartungen die sie erdrückten waren fast so stark wie der Griff ihres Teamkameraden. Es erwarteten sie Schande und Scham wo es vorher noch ein taktischer Rückzug hätte werden können. Ihr alter Stolz der von Erschöpfung und Schmerzen zertrampelt worden war, war präsent genug als das sie nicht die Energie aufbringen wollte einen von Narutos berühmten Stunts zu drehen und von Anko zu verlangen das man sie gehen ließ sodass sie ein Nickerchen machen konnte und die Jungs ohne sie weiter machen könnten.

Sie wusste nicht ob er wirklich mutig oder einfach nur blind war, doch egal was es war, sie war es nicht. Außerdem gäbe es bald eine sehr viel bessere Chance. Es war nicht schwer einen Kampf zu verlieren.

Trotzdem riss sie ihre Hand frei und ging die Treppen hinauf auf den Punkt zu an dem sie vorhin Kakashi-sensei entdeckt hatte. Sakura war bedacht darauf nicht zu Orochimaru hinüber zu sehen auch wenn sie das paranoide Gefühl nicht los wurde beobachtet zu werden Nur Paranoia, erzählte sie sich selbst. Wenn sie in seine Richtung sehen würde wäre es Sasuke, den er anstarren würde. Sie war einfach nur nervös.

Kakashi-sensei musterte sie mit einer hochgezogenen Augenbraue, reagierte aber sonst nicht weiter. Sie wusste nicht warum sie etwas anderes erwartet hatte – er hatte reichlich Zeit gehabt ihren blutverschmierten Anblick zu bemerken. Naruto und sein Bedürfnis nach Aufmerksamkeit lenkten schnell von ihr ab und Sakura lauschte grimmig den Regeln die Anko aufstellte. Sie ähnelten ihrem Geschmack nach ein wenig zu sehr denen des Waldes.

Keiner beschwert sich wenn er stirbt.

Wenn sie sich noch mehr verkrampft hätte, hätten ihre Knochen an einigen Stellen sicher geknackt. Sakura ließ ihre Arme, die sie vor der Brust verschränkt gehabt hatte, locker fallen. Sie rückte näher an Kakashi-sensei heran und ignorierte den Proktor, der den ersten Kampf ankündigte. Tenten – die Kunoichi aus Rock Lee's Team – und Yoroi Akado. Sie musste da nicht zusehen. Sie hatte keine Absicht an der dritten Runde teilzunehmen und sie hatte im Wald schon genug Kämpfe miterlebt.

Als sie Kakashi-senseis Aufmerksamkeit gewonnen hatte fragte sie ihn leise wo die Toiletten wären und er nickte in Richtung einer der Türen. "Geh nach links wenn du an der Abzweigung bist. Und verlass die Etage nicht."

Sein Tonfall war ernst und Sakura nickte, es als die Warnung akzeptierend die es war. Man baute nicht einfach so einen Turm in einen tödlichen Wald weil man den Ausblick mochte; man tat es weil welchem Zweck auch immer der Turm diente wenn nicht gerade Prüfungen abzuhalten waren, man brauchte die Abschreckung die der Wald und die darin lebenden Tiere garantierten.

Die meisten Zuschauer, ihre Blicke auf den Kampf fixiert, bemerkten nicht einmal das sie aus der Tür verschwand. Sie scherte sich nicht groß um diejenigen die es taten.

Sie fand die Toiletten genau da wo Kakashi-sensei gesagt hatte das sie sein würden und nachdem sie angekommen war verbrachte sie lange Minuten am Waschbecken in dem Versuch Blut und Schlamm von ihrer Haut zu schrubben. Sakura spürte ihre Wut wie einen kleinen, harten Knoten in ihrer Brust als sie dem Wasser dabei zusah wie es so schmutzig den Abfluss hinunter verschwand wie sie sich fühlte. Das Wasser war erschreckend kalt gegen ihr warmes Gesicht und als sie ihre Weste hochzog um sich das anzusehen was sich anfühlte wie ein zweiter Herzschlag zuckte sie zusammen als sie an der Ecke der Bandage zog. Besser, entschied sie kurzerhand, schlafende Hunde ruhen zu lassen wenn man keine Möglichkeit hat sie wieder zu betäuben. Es gab nichts was sie für ihr Haar tun konnte: Das Blut hatte es steif werden lassen und zu Strähnen zusammengeklebt die ihr vom Kopf ab standen egal wie sehr sie versuchte sie zu glätten. Ihre Kleider waren endgültig versaut – sie würde sie entweder verbrennen müssen oder sehr viel Zeit darin investieren sie wieder halbwegs tragbar zu bekommen.

Es war wirklich schade, dass sie so teuer gewesen waren, weil sie die Verbrennen-Option wirklich vorgezogen hätte.

Wenn ich diesen Kampf überlebe, dachte Sakura als sie an der verfärbten Weste zupfte, werde ich meiner Mutter für all die Jahre danken in der sie meine Wäsche gemacht hat.

Als sie nichts mehr fand das man richten oder säubern konnte und sie nur noch Wasser verschwendete atmete sie tief ein, richtete sich auf und machte sich auf den Weg zurück in die Arena, wobei sie beinahe mit jemandem zusammenstieß als sie die Tür aufstieß. Glücklicherweise war ihr beinahe-Opfer flink genug und tänzelte in einer Art zurück um der Tür zu entgehen die fast verspielt wirkte. "Ah", lachte er als er ihr Gesicht erkannte. "Onee-san. Du hast es also nach allem doch zur Party geschafft."

Sakura biss sich auf die Lippe um keinen scharfen Kommentar über seine Definition von Partys zu machen. "Danke nochmal für deine Hilfe", sagte sie stattdessen, weil er der Junge aus dem Wald war. Es kam ein wenig angestrengt aus ihr heraus, weil sie erschöpft und blutig war und er diese kleinen sternenförmigen Accessoires trug, seine Ärmel zu lang waren und er aussah als würde er direkt aus einer Akademievorlesung kommen die ihm besonders lustig vorgekommen war.

Er zuckte mit den Schultern. "Ich habe die Situation nur genutzt. Gehst du zurück um dir die Kämpfe anzusehen?"

Sakura nickte.

"Stört es dich wenn ich mitkomme? Der Jounin der den Papierkram für mein Team erledigt hat den Ausblick empfohlen. Anscheinend gibt es erstaunlich viele Formalitäten um Körper zu bergen", meinte er locker. "Auch wenn sie jetzt mehr Stücke sind, wenn ich daran denke was der Sandmann zurückgelassen hat." Da war wieder dieser harte, ernüchterte Blick der sich so sehr mit der Leichtigkeit in seiner Stimme biss. "Dumm von ihnen, weißt du, so was zu probieren während ich die Gegend erkundet habe. Aber ich bin gerade so zum Höhepunkt der Show zurück gewesen. Ein bisschen blutiger als deine, Nee-san. Das erinnert mich, hast du mein Geschenk benutzt?"

Sakura hatte den kleinen Behälter beinahe vergessen nachdem sie ihn ohne groß darüber nachzudenken eingesteckt hatte als sie sich um Sasuke hatte kümmern müssen. Sie fischte ihn aus ihrer Tasche und war erleichtert das er weder zerbrochen noch ausgelaufen war, die bernsteinfarbene Flüssigkeit darin noch immer sicher. "Ich weiß nicht mal was es ist", gestand sie. "Oder deinen Namen", ergänzte sie.

"Umehara Fu. Deiner, Onee-san?"

"Haruno Sakura."

Er grinste. "Schau an, es gibt also so was wie glückliche Zufälle. Was ich dir gegeben habe - es ist Gift. Schwarze Mamba. Manchmal stolpert man über Dinge von denen man denkt das sie zu einer bestimmten Person passen und es gibt so viele unterschiedliche Arten des Tötens in unserer Welt, also dachte ich das ich dir etwas gebe was zu deinem Stil passt. Deine Attacken sind sauber. Du spielst nicht mit deiner Beute und du verletzt niemanden nur um ihn bluten zu sehen. Also dachte ich, passt das zu dir." Fu zog sein eigenes Messer und lachte als Sakura sich versteifte. "Keine Angst, Nee-san. Schau her." Das tat sie, denn seine Messer waren aus der Nähe genauso grausam und seltsam wie in dem Moment indem sie ihren ersten Blick auf sie geworfen hatte. Lang, breit und mit nach hinten gebogenen Zacken an der Klinge waren sie eher dazu gemacht zu zerreißen als zu schlitzen.

Trotz ihrer anfänglichen Angst rückte sie näher. "Wofür sind die Rillen?", fragte sie. Sie zogen sich vom Griff bis zur Spitze der gezackten Klinge, fast als ob...

Fast wie die Fangzähne einer Schlange.

"Darin fließt das Gift", erklärte er und bestätigte damit ihre Vermutungen. "Gifte müssen in den Blutkreislauf kommen um effektiv zu sein – mal davon ausgegangen das man keine offenen Wunden hat kann man das Zeug trinken ohne das einem etwas passiert. Aber es verliert einiges an Wirkung wenn man es auf eine Klinge schmiert. Also fließt es in den Leitungen die in die Klinge eingraviert und mit durchsichtigem Polymer versiegelt sind. Ich würde dir das genaue System erklären, aber das ist ein Geheimnis", neckte er. "Ich nenne sie 'Gegenseitigkeit'. Haben deine einen Namen?"

Sakura schüttelte langsam den Kopf und ihre Hand kam auf dem Griff des beschädigten Messers zum liegen. "Nein. Sie sind...sie sind nur Werkzeuge. Wie die Messer mit denen man Büsche oder Reis schneidet, nur....stattdessen für Menschen."

Fu summte nachdenklich. "Kalt", meinte er, "sehr kalt. Sie fühlen sich sicher ungeliebt."

Sakura hatte keine Absicht den Messern die sie einem toten Mann abgenommen hatte einen Namen zu geben. "Das Gift, dass du benutzt hast – was war das?"

Er grinste breit und sah dabei wieder so unendlich jung aus. "Das Geheimnis hinter dem Namen meiner Messer. Das Gift, das ich dir gegeben habe ist extrem tödlich, aber fast schmerzlos. Ein Neurotoxin, Kardiotoxin. Hauptsächlich kribbeln am Anfang deine Finger und dann schreitet die Lähmung fort bis es das Herz erreicht. Nützlich, aber wo bleibt da der Spaß? Was ich benutze ist nicht tödlich, verursacht aber extreme Schmerzen. Schmerz für Schmerz. Ich gebe zu das die Quelle nicht sehr glamourös ist – der Steinfisch sieht nicht nach viel aus, aber auf einen zu treten ist ein Fehler den man nur einmal macht außer man ist zu dumm zum leben. Und das ist alles was ich heute für dich habe, Onee-san."

Fu steckte sein Messer in einer flüssigen Bewegung weg und trat dann um Sakura herum um sie vor sich her in Richtung der Arena zu scheuchen. Sakura protestierte, brachte ihn dadurch aber nicht davon ab. Stattdessen leuchteten seine Augen voller Schelm als sie auf den Balkon heraustraten gerade um mitzubekommen wie Rock Lee bewies das seine Taijutsu durchaus gegen die Körpermanipulation angehen konnten die Misumi nutzte. Es zählte kaum das der in lila gekleidete Genin so flexibel war als hätte er keine Knochen; Lee's schiere Geschwindigkeit vermittelte den Eindruck als würde eine Wespe eine Raupe töten.

Sakura beobachtete das Geschehen staunend auch wenn sich etwas Neid hinein mischte, denn da war eine weiche Geschmeidigkeit und Grazie in seinen Bewegungen mit der sie nicht einmal dann konkurrieren konnte wenn sie nicht bereits fünf Tage um ihr Leben gekämpft hatte, konnte sie damit leben. Perfekte Balance, exzellente Kontrolle und klare Erfahrung hinter jedem Schlag. Ein Teil von ihr wunderte sich wie es aussah wenn sie kämpfte wenn man bedachte das ein Großteil ihres Trainings daraus bestand vor den Ninken zu fliehen und Kakashi-senseis Projektil des Tages auszuweichen.

Sie sah einmal hinüber zu den Jungs und fand, dass sich der Knoten in ihrer Brust zuzog. Narutos Verhalten hätte sie alle bei der Begegnung mit Orochimaru das Leben kosten können. Sasuke würde ihre Entscheidung aufzugeben nicht respektieren.

In diesem Moment empfand Sakura nichts als Abneigung für ihr Team.

Also wandte sie sich ab und nutzte die Gelegenheit um auf die Ergebnisse der letzten Kämpfte zu schauen. Tenten hatte ihren Kampf gewonnen und Shikamaru hatte danach über Kin gesiegt. Dann wurde der nächste Kampf ausgerufen, der sich als Definition für den Begriff 'Groll' entpuppte. Es war von Anfang an klar, trotz des finalen Aufbäumens auf Hinatas Seite, wer der Sieger dieses Kampfes sein würde. Sakura erstickte fast an ihrer Wut als Naruto sie immer weiter in Richtung eines Herzinfarkts anfeuerte. Neji's meisterhafte Anwendung des gemeinsamen Kampfstils war nichts das man mit etwas wie Narutos sag-niemals-nie Philosophie überwinden könnte.

Ihre Finger krallten sich in die Reling, die ein metallisches Krächzen des Protests verlauten ließ das Fu zu ihr herüber schauen ließ. Sie entspannte ihren Griff, entspannte ihren Kiefer und tat so als hätte ihre immer intuitiver werdende Nutzung von Chakra keine fingerförmigen Dellen in einem Stahlrohr hinterlassen.

Doch seine Neugierde richtete sich auf etwas anderes als zwei neue Namen auf der Tafel aufleuchteten. Dosu sah nicht länger so desorientiert aus, auch wenn jeder Gesichtsausdruck hinter den Bandagen verborgen blieb. Doch sein Gegner war der Rotschopf aus Suna der es ihr bei ihrer kurzen Begegnung kalt der Rücken hatte runter laufen lassen.

Es half nicht das Fu scharf die Luft einsog und murmelte: "Auftritt Sandmann."

Was als nächstes kam war etwas das für immer in ihr Gedächtnis eingebrannt sein würde, denn wenn es ein Ungleichgewicht in Sachen Fähigkeiten zwischen Neji und Hinata gegeben hatte war die Distanz zwischen Gaara und Dosu unmöglich zu messen. Dosu war kein unfähiger Ninja, gab sie ungehalten zu als er nach vorne preschte. Er war zuversichtlich das seine Ninjutsu etwas ausrichten konnten, doch Gaara – Gaara war ein Monster. Er bewegte sich nicht einmal, schien nicht zu atmen und kaum zu blinken. Er stand nur da während sein Sand die Schallwellen dämpfte und dann schoss der ganze Sand vorwärts wie eine gewaltige Hand und zerquetschte Dosu. Es gab einen kurzen, kurzen Schrei und dann sickerte Blut durch den Sand, die Menge so still das man es fast hören konnte wie es auf den Boden tropfte.

Gaara reagierte nicht. Er...er ließ den Klumpen verdrehten Fleisches und gebrochener Knochen nur auf den Boden fallen wo er mit einem nassen Geräusch aufschlug und ging zurück auf die Tribüne zu seinem Team als wäre all das nichts weiter als noch eine Aufgabe in der Akademie. Als hätte er nicht gerade jemanden abgeschlachtet ohne auch nur die Hand zu heben.

Doch was es wirklich schlimm machte, war das seine Teamkameraden und sein Jounin-sensei keinen Funken an Überraschung zeigten auch wenn sie dachte das es Ekel sein könnte der die Lippen der Kunoichi in eine Grimasse verzog. Aber nicht als hätte sie gerade etwas absolut grausames gesehen, sondern mehr wie eine Hausfrau die von ihrem schmutzigen Boden angewidert war.

Was es schlimmer machte war das es Sakuras Name war der als nächstes auf der Tafel auftauchte. Ihr Gegner war niemand anderes als die Kunoichi aus Sunagakure, die so ruhig auf das Ding hinab geschaut hatte das vor einer Minute noch ein Mensch gewesen war.

Sie mussten warten bis der Boden gereinigt war und selbst als man die Arena als betretbar erklärte war noch immer eine dünne Schicht aus blutigem Sand dort den man würde abwaschen müssen. Ein Teil ihres Gehirns wunderte sich, ob sie dafür Abflüsse im Boden hatten falls genau so etwas passierte.

Der Rest ihres Gehirns war damit beschäftigt zu begreifen was es bedeuten würde gegen diese Kunoichi zu verlieren.

Der Sand knirschte unter ihren Schuhen als sie zur Mitte der Arena ging. Temari – das war ihr Name – besaß nicht die weiche, glänzende Schönheit der Kunoichi von Konohagakure. Sie war hart, scharfkantig und so stachelig wie die Natur in Suna, welche vielleicht ihre eigene Art von Schönheit hatte.

Was es Sakura sagte war, dass das hier jemand war der auch überlebt hatte und das dieser Kampf seiner würde wie jener auf der Brücke und wie der im Wald. Als Temari grinste verflogen bei Sakura alle Gedanken daran absichtlich zu verlieren. Sie wusste nicht ob sie gewinnen konnte, doch sie würde nicht so enden wie Dosu. Wenn das bedeutete das Temari sterben musste, naja, dann konnte sie damit leben.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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