Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
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- Kapitel Sechzehn -

Ligyrophobia II


Sakura schlug zu sobald sie den Geist vor sich sehen konnte den ihr Jutsu schuf und der Griff ihres Kunai schlug mit einem lauten Knacken nur kurz hinter Dosu's Schläfe ein.

Er sackte sofort in sich zusammen als sie auf der Stelle herumwirbelte um sich Zaku zuzuwenden, doch Kins Hand packte sie an der Schulter und sie bereute die wenigen Sekunden die sie darauf verschwendet hatte darüber nachzudenken welche Seite ihres Kunais sie nutzen sollte um Dosu niederzustrecken bitterlich.

Der Windstoß traf sie wie eine solide Wand und sie war sich nicht komplett sicher ob sie sich das Ächzen ihrer Rippen eingebildet hatte oder nicht, doch sie rutsche gute zehn Meter nach hinten obwohl sie sich mit den Fingern in den weichen Boden krallte und sich mit Chakra am Fleck zu halten versuchte.

Um sich so einfach aus ihrem Jutsu befreien zu können musste Kin entweder eine Genjutsu Spezialistin oder lächerlich überqualifiziert für einen Genin sein. Wahrscheinlich ist sie beides, dachte sich Sakura als sie dem nächsten Angriff auswich, sodass der Wind ihr lediglich die Haare zerzauste. Außerdem hat einer von ihnen eine Waffe die ich fühlen, aber nicht sehen kann.

Ihr Körper zitterte vor Angst und Frustration, aber sie zwang sich dazu ihre Atmung zu verlangsamen. Sie ging nicht ausgeruht in diesen Kampf, und musste es nicht unnötig schlimmer machen als es eh schon für sie war.

Nicht wenn sie alleine zwei Gegnern gegenüberstand die eindeutig Untergebene von Orochimaru waren. Wenn sie Zaku alleine begegnet wäre, wäre sie sich sicherer das sie es schaffen würde die Grenzen seiner Fähigkeiten auszureizen ohne kritisch verwundet zu werden, doch da war noch Kin die sie nicht vergessen durfte. Als sie eine weitere Attacke vermied – dieses Mal gespickt mit Kunai – fand sie sich mit einer Schulter voller Senbon wieder. Sie gönnte sich einen winzigen Moment um Orochimaru, die Proktoren und Naruto zu verfluchen.

Dann hatte sie nicht einmal mehr dafür Zeit.

Sie kamen beide auf sie zu und während es ihnen den Raum gab sie nach Herzenslust zu verspotten brauchte es jede Erinnerung an die Lektionen die Kakashi-sensei und die Ninken so schmerzhaft in ihren Geist und ihre Muskeln eingebrannt hatten um sie vor lebensgefährlichen Verletzungen zu bewahren. Die Senbon brannten und zerrten bei jeder Bewegung an ihr, doch sie schaffte es wenigstens einige von denen heraus zu ziehen die am schlimmsten schmerzten. Die Restlichen würden sich durch die Bewegung mit der Zeit von alleine lösen.

"Gott, das ist nervig", knurrte Kin als Sakura sich gerade so eben aus einem Schwarm Senbon heraus wand. Einer von ihnen flog so eng an ihr vorbei das sie hätte schwören können das sie ihn an ihren Wimpern gespürt hatte und sie musste sich durch eine erdrückende Welle an Panik aus fast mein AUGE! hindurch kämpfen um nicht auf der Stelle festzufrieren. "Was bringt das wenn du nicht mal schreist? Wir sind für Sasuke hier, nicht um unsere Zeit mit dir zu verschwenden."

Brauche etwas um das Feld zu verändern. Wenn es so bleibt werde ich einen Fehler machen und dann war's das, dachte sie mit zusammengebissenen Zähnen. Ich muss nur -

Das Geräusch von klingelnden Glöckchen ließ sie aufschrecken und lenkte ihre volle Aufmerksamkeit auf den Rand der Lichtung als sie aus der Schusslinie und weit hinter die Grenze eines Senbon Angriff sprang.

"Was, läufst du einfach weg?", lockte Zaku. "Mann, ich wusste das Konoha-Nin pathetisch sind, aber das ist einfach traurig. Du kannst dich um sie kümmern, Kin. Ich schau mal ob ich unsere Beute finde. Sie würde ihre Teamkameraden nie im Stich lassen. Er muss hier also irgendwo sein." Er sah zu dem Punkt herüber an dem die Jungs ohnmächtig verborgen lagen. "Wenn Dosu nicht bald aufwacht wird den ganzen Spaß verpassen."

Kin zuckte in einer 'ist sein Problem, nicht meins' Art und Weise mit den Schultern während sich in ihren Händen eine weitere Ladung Senbon in Stellung brachte. Sakura hatte zwei Kunai in den Händen als sie nach vorne Schoss, sich unter den Senbon hindurch duckte und versuchte an Kin heran zu kommen.

Sie sah den Schatten winken.

Sie hatte nur den Bruchteil einer Sekunde um zu entscheiden und sie fühlte wie der Senbon tief eindrang. Es brannte als er Haut durchstach und Muskeln zerriss. Sie bereute es kurz und biss dann die Zähne zusammen nur um sich vorwärts zu werden. Als sie sich vorwärts warf hörte sie die vorher noch stillen Glöckchen läuten und machte sich auf den nächsten Angriff gefasst.

Erst als ihr Stolpern mehr als ein einfacher ungelenker Schritt wurde den sie nicht mehr fangen konnte und eher den Symptomen eines Schlaganfalls ähnelte, eine schreckliche Unfähigkeit den eigenen Körper zu bewegen, bekam sie eine Idee von Kins tatsächlichen Fähigkeiten. Sie konnte ihre Augen nicht dazu bekommen sich scharf zu stellen, sie sah doppelt, dreifach, mehr und es war schwierig überhaupt aufrecht stehen zu bleiben.

Sakura fiel beinahe hin, fing sich ungeschickt mit einer Hand als ihr Magen rebellierte. Erbrochenes ergoss sich auf den Boden und über ihre Hand. Kins Lachen schien sie zu verfolgen als sie wie betrunken von ihr wegzukommen versuchte, dabei schwankte und stolperte doch sich vorwärts schob weil sie keine Wahl hatte. Es fühlte sich an wie ein schlimmer Fiebertraum, was bedeutete das sie die Welt bei der Geschwindigkeit in der sie sich bewegte in einer Serie aus sich überlappenden Bildern sah. Doch sie blieb dabei und zwang sich stolpernd weiter.

Bis zu dem Punkt an dem sie sich von ihrem Stolpern nicht mehr erholen konnte. Sie ging über einer aus dem Boden hervorragenden Wurzel mit einem Schrei zu Boden. Ein weiterer Schrei entfloh ihr als Kins stumpfe Nägel sich in ihre Kopfhaut bohrten und Spuren auf ihr hinterließen. Sie hatte sie kurz hinter ihrem Zopf gepackt. "Unter all dem Blut ist dein Haar weicher als meins", murmelte Kin angewidert. "Du musst so stolz darauf sein", knurrte sie und riss an ihren Haaren. Sakura beugte sich vor als wolle sie sich ihr entziehen und Kin nutzte die Bewegung um ihr Stirn mit Gewalt in den Boden zu drücken.

Ihre Hände, verdeckt von ihrem Körper, formten das Handzeichen für Konzentration.

Genjutsu, kai. Sakura legte alles in den Versuch ihren Chakrafluss gewaltsam zu unterbrechen. Der Schwindel und die Übelkeit verschwanden sofort und was übrig blieb war Kin die nicht mehr tat als all die Tyrannen in der Akademie die sie jahrelang verspottet hatten. Sie muss niemanden gehabt haben der ihr an den Haaren gezogen hat, dachte sie bitter. Tut weniger weh wenn man an allem zieht.

Sie setzte sich auf auch wenn Kin versuchte ihren Kopf wieder herunter zu drücken und erkannte das trotz oder gerade wegen Kins Bemühungen ihre Taktik funktioniert hatte.

Sakuras Hand schloss sich fest um Kins Handgelenk und sie riss sich frei während ihre freie Hand mit einem Kunai den Stolperdraht im Gras durchtrennte.

Der Draht über ihrem Kopf – kaum von Spinnenweben zu unterscheiden als er in der Brise tanzte – spannte sich auf einmal so straff das man pizzicato auf ihm hätte spielen können. An dem Punkt an dem Kin stand straff genug um ihr die Kehle durchzuschneiden wenn sie langsamer gewesen wäre und es nicht geschafft hätte ein Kunai zwischen sich und den Draht zu bringen.

Die dunkelhaarige Kunoichi fluchte laut bei dem Versuch ihr Kunai gegen die Spannung ruhig zu halten während es unangenehm gegen ihren Hals drückte und Sakura verfluchte im Stillen gut geölte Reflexe auch wenn es sie nicht davon abhielt ihren Körper in einen Tritt zu werfen der den Griff von Kins Kunai traf und es direkt in weiches Fleisch trieb.

Kin hatte es geschafft sich ein wenig weg zu drehen und obwohl Sakura ihren Arm herab gezogen hatte war der Winkel so schlecht das Kin ihren Kopf aus Reflex zurück reißen konnte. Statt des weichen Dreiecks zwischen Hals und Kiefer traf die Spitze der Waffe ihren Kieferknochen und schabte an ihm entlang.

Doch sie blutete stark und ließ das Kunai fallen um sich an den Hals zu fassen während ihre Hand in ihre Tasche tauchte.

Sobald ihr Fuß wieder Bodenkontakt hatte hakte sie sich hinter Kins Knie und zog fest genug um ihre Gegner zu Boden zu werfen. Sakura zog eines ihrer Messer und sprang, zielte auf die Leber und schaffte es die Klinge vielleicht zwei Zentimeter in ihren Bauch zu treiben bevor Kin ihr einen schweren Schlag auf das Ohr versetzte der ihren Kopf zur Seite schnellen und sie von dem anderen Mädchen taumeln ließ.

Sie schaffte es wieder auf die Füße zu kommen bevor Kin die Situation für sich nutzen konnte doch sie musste sich stark beherrschen nicht nach ihrem Ohr zu greifen wie Kin nach ihrem Hals gegriffen hatte.

Es war nicht schwer wegen den Schmerzen, die schon schlimm genug waren, sondern wegen dem leisen, fiependen Geräusch das alles war, was sie auf der Seite hören konnte. Sie versuchte sich nicht davon aus der Fassung bringen zu lassen – weder körperlich noch emotional – aber es wäre so, so einfach jetzt davon zu rennen. Es tut weh, tut weh. Ihr Ohr pochte, die Senbon brannten und ihre Muskeln schmerzten schrecklich.

Sie griff fester zu als Kin eine handvoll Senbon zog und sie ihr vors Gesicht hielt während sie Sakura durch sie hindurch anstarrte. "Du wirst für all das bezahlen", versprach sie.

Sakura versteifte sich, doch bevor einer von ihnen einen Schritt auf den anderen zu machen konnte unterbrach sie eine Stimme die von einem Ort hinter Kin gekommen sein musste. "Nur damit du's weißt: Ich nehm mir das hier", unterbrach eine fröhliche Stimme und Kin wirbelte halb herum nur um einen Ninja zu entdecken der nicht mehr als zwei Meter hinter ihr stand. 'Das' war eine Schriftrolle, die er locker zwischen seinen Händen hin und her warf.

Sie hätte den Ninja in fast allen anderen Szenarien als süß bezeichnet, mit weichen Gesichtszügen die ihn immer Jahre jünger aussehen lassen würden als er tatsächlich war. Sein Haar viel ihm in einem geordneten Chaos ins Gesicht, der Pony mit zwei Spangen zur Seite gepinnt an denen kleine gelbe Sterne befestigt waren und die Sakura gefallen hätten als sie etwa acht war. Sein Haar war von einem seltsamen Braunton in den sich ein wenig Violett gemischt hatte, seine Augen waren gelb.

Seine Kleidung verstärkte den kindlichen Eindruck der von seiner Art zu Sprechen nicht gerade verbessert wurde, denn seine Ärmel waren so lang das sie seine Hände beinahe vollständig bedecken. "Ich hab sie dem Typen da drüben abgenommen", meinte er locker als er mit der Schriftrolle auf Dosu zeigte. "Er braucht sie ja nicht mehr. Nur das du dich später nicht wunderst wo sie abgeblieben ist."

"Du --", fauchte Kin und schoss vorwärts. Doch er zog ein langes Messer aus einer horizontalen Scheide an seinem Rücken und steckte die Schriftrolle ein. Er wich dem Schlag aus und traf Kin mit dem Messer in einem langen Zug am Arm als sie sich ein wenig zu weit nach vorne warf. Der Schnitt war nicht besonders tief, doch Kins Augen wurden groß und dann schrie sie.

Das ruhige Lächeln verließ ihn nicht für einen winzigen Moment als Kin vor ihm zurückwich. Ihr Atem kam in schnellen, unregelmäßigen Zügen wie kleine unterdrückte Schreie. Ihre Schritte waren unsicher und sie war sehr schnell sehr bleich geworden, die ersten Schweißperlen bildeten sich schon auf ihrer Stirn. Sakura erhaschte ihren ersten guten Blick auf das Messer und stellte fest das es größer und grausamer aussah als sie erst gedacht hatte. Doch was ihr am meisten ins Auge sprang waren die Vertiefungen die sich über die ganze Länge der Klinge zogen. Die Klinge schien von einem dekorativen Muster bedeckt zu sein, doch sie konnte nicht erkennen was es war und sie würde nicht riskieren nur dafür näher an ihn heran zu gehen.

"Kin, was zur Hölle --", verlangte Zaku zu wissen als er von seinem Posten heruntersprang von dem aus er die Umgebung beobachtet hatte. Doch er stoppte sich selbst als er bemerkte das noch jemand in den Kampf eingetreten war.

"Hol -- unsere -- Schriftrolle", keuchte Kin. "Dein -- Zug", dann zog sie sich zurück nur um beinahe gegen einen der Bäume am Rand der Lichtung zu kollabieren als sie sich übergab.

Zaku fixierte den Störenfried vor sich. "Aus welchem Dorf kommst du? Solltest du nicht bei deinem Team sein statt dich in fremde Kämpfe einzumischen?"

Der Fremde zuckte mit den Schultern. "Ist das Dorf von Bedeutung? In diesem Wald hat man keine Freunde. Und mein Team, naja", ein seltsamer Ausdruck hielt in seinem sichtbaren Auge Einzug der seine Fröhlichkeit kurz überlagerte. "Der Sandmann hat uns gefunden und sie alle mitgenommen, also möchte ich jemandem wirklich, wirklich wehtun. Und als ich auf euch getroffen bin die versuchen eine Beute zur Strecke zu bringen die zu groß für sie ist konnte ich nicht widerstehen. Das ist okay, oder Onee-san?", fragte er, die Frage an Sakura gerichtet. Das er sie in dem selben Tonfall fragte indem ein Kind nach einem Keks fragen würde war verstörend, aber sie nickte zustimmend. Besser ein fragwürdiger Verbündeter als ein weiterer Gegner.

Zaku nahm die Herausforderung an, denn dieses Mal war der Windstoß aus seinen Händen viel, viel stärker und schlug eine Schneise in die Umgebung. Sakura sprang zur Seite, doch der Fremde bewegt sich nicht vom Fleck. Doch bevor die Klinge aus Wind ihn treffen konnte hatte er sein Messer weg gesteckt, seine Hände flogen durch Fingerzeichen und er machte eine scharfe Geste mit dem Mund ähnlich dem Bellen eines Hundes.

Sie konnte es mit ihren Augen nicht sehen, doch der Beweis – Staub und Gras aufgewirbelt von einer Kollision zweier Windstöße – legten ein Futon-Jutsu nahe.

Zaku verzog das Gesicht, doch es war Bewegung von Dosu's vorher noch stiller Seite die ihr Sorgen bereitete. Der Fremde folgte ihrem Blick. "Keine Vorzüge, Nee-san. Einer ist so gut wie der andere", meinte er mit einem lockeren Salut während er stoisch auf den bandagierten Otonin zuging. Sie versuchte diese seltsame, brüchige Härte in seinen Augen aus ihrem Kopf zu bekommen bevor Zaku sie erreicht hatte.

Sie fragte sich ernüchtert ob die Tunnel in seinen Händen weniger Chakra verbrauchten als eine normale Naturmanipulation und wie tief genau eigentlich seine Taschen waren, weil er ihr jede Möglichkeit verbaute sich ihm zu nähern und keine Zeichen der Erschöpfung zeigte die sie empfand. Aber wenn sie nicht an ihn herankam hatte sie keine Möglichkeit den Kampf zu beenden und konnte nur verzweifelt darum kämpfen das Unentschieden aufrecht zu halten.

Er war aus den Bäumen gekommen und endlich hatte Sakura eine Idee.

Sie hatte Explosionssiegel in ihrer Tasche und eine starke Abneigung dagegen sie zu benutzen, aber der Gedanke lag ihr schwer im Magen da sie, wenn sie härter, schneller und entschlossener zugeschlagen hätte einen weiteren Toten auf dem Gewissen hätte. Allerdings hätte sie dann auch eine Angst weniger die sie antrieb. Sie stellte fest, dass das die Linie war die sie bereit war zu überschreiten wenn es bedeutete das sie überleben würde. Ob das gut oder schlecht war wusste sie nicht, doch sie wusste das der einzige Gedanke den sie hatte keiner war der von Reue geprägt war sondern ein Fokus auf pass auf deine linke Seite auf, nicht deine Rechte.

Sie sah nicht einmal hoch und verließ sich auf ihre Erinnerung als sie einen kalkulierten Rückzug antrat. Sie versuchte alles um sich herum im Blick zu behalten, doch stellte schnell fest das sie dazu nicht in der Lage war, also tat sie was sie konnte um ihren nächsten Angriffen Bedeutung zu verleihen. Denn ein gutes Timing konnte ihr bei ihrem nächsten Angriff das Leben retten.

Kunai mit hastig auf den Griffen befestigten Siegeln wirbelten den Dreck um sie herum in die Luft und verbargen den Flug des einen Kunai das nicht mit seinen Brüdern flog. Eine zweite, heftigere Salve drängte Zaku zurück und verbarg die kleineren Explosionen über ihnen, gab ihr den Raum um auf ihn zu zurennen und ihm nicht die Möglichkeit zu lassen sich auf etwas anderes als sie zu konzentrieren. Etwas musste ihn jedoch gewarnt haben, denn in letzter Sekunde – fast schon zu spät – sah er hoch.

Es reichte um ihm das Leben zu retten, doch der massive Stamm traf immer noch seine Schulter. Mehrere Tonnen Holzen stürzten herunter und rissen seine Schulter aus dem Gelenk, brachen das Schlüsselbein und brachten ihn zu Fall.

Als der Stamm aufkam tat er es mit einem tiefen, ohrenbetäubenden Grollen und einem Aufprall der den Boden zittern ließ.

"Oh, nicht schlecht", kommentierte eine Stimme an ihrer Schulter und sie fand den Fremden dort der das Geschehen mit einer gewissen Zufriedenheit beobachtete.

Beide zuckten zusammen als die Lichtung mit einem Mal von einer erdrückenden Aura geflutet wurde auf die ein Ausbruch an violettem Chakra folgte. Sakura fror für einen Moment ein, ihr Herzschlag laut in ihren Ohren als sie erkannte woher das Chakra kam. "Sasuke-kun", murmelte sie und ihre Stimme brach an der zweiten Silbe seines Namens.

"Wer?"

"Mein Teamkamerad."

Brauen hoben sich fragend als er ihrem Blick folgte. "Dein Teamkamerad", wiederholte er trocken. "In dem Fall werde ich dich jetzt alleine lassen, Nee-san. Es hat Spaß gemacht mit dir zu spielen, aber es scheint als bräuchte dich dein Teamkamerad. Hier, Nee-san", sagte er und presste etwas Flaches in ihre Hand. "Ein Geschenk dafür, dass du dich fair wegen der Schriftrolle verhalten hast."

Sie sah nicht einmal hinunter um nachzusehen was es war. "Die Schriftrolle hat für mich keine Bedeutung", sagte sie bitter. "Du kannst unsere haben, wenn du willst. Für die Hilfe – danke."

Ein leises Lachen. "Ich glaube nicht das du sie wirklich gebraucht hast, aber die Gelegenheit war zu gut um sie auszuschlagen. Wenn ich schon nichts gegen die Suna-Nin unternehmen konnte dann immerhin gegen die arroganten Oto-Nin. Und ich brauche nur die eine Schriftrolle", meinte er. "Es ist eine Sache von Prinzipien. Wenn meine Kameraden für die Mission gestorben sind kann ich sie immerhin beenden, egal ob ich befördert werde oder nicht."

Mit dem enigmatischen Statement verschwand er und Sasuke-kun klammerte sich an den Baumstumpf wie ein Dämon frisch aus der Hölle. Seine Augen so rot mit dem Sharingan und schwarze Flecken die über seine Haut wanderten. Er bewegte sich seltsam, nicht wirklich ein stolpern aber er hatte auch keine volle Kontrolle.

Er überblickte das Schlachtfeld: Zaku noch immer auf Knien und seine Schulter umklammernd die viel tiefer saß als sie sollte, Dosu der von dem kurzen Kampf gegen den Fremden keuchte und seinen Kopf schüttelte als könne er sich kaum konzentrieren und Kin die noch immer diese wimmernden, schrecklichen Laute von sich gab als die Tränen ihr Gesicht hinunter liefen und sich die Ränder ihrer Wunde blau verfärbten.

Doch Sakura atmete genauso schwer, die Senbon noch immer in ihr steckend, die flachen Schnitte von Kunai denen sie nicht ganz ausweichen konnte bluteten leicht und ihr ganzer Körper fühlte sich an als würde er grün und blau werden.

Das reichte anscheinend aus um Sasuke-kun dazu zu bringen anzugreifen, denn seine Augen schweiften über die Oto-Nin wie ein Falke der sich Kaninchen als Beute aussucht. "Sie haben dir wehgetan", merkte er in einer tiefen, ruhigen Stimme an als seine Füße ihn zu dem Stumpf trugen an dem Zaku kniete während dieser versuchte auf die Füße zu kommen.

Sakura sah nicht einmal wie Sasuke-kun sich bewegte, doch auf einmal war er hinter Zaku und hatte ihn zurück auf die Knie gedrückt, sein guter Arm hinterm Rücken verdreht um ihn dort zu halten. "Ich sollte sie dir passend machen", knurrte er und drehte den Arm soweit nach hinten bis es knackte und Zaku schrie.

Das selbstzufriedene Grinsen das Sasuke-kuns Lippen nach oben zog war genau wie das in dem Genjutsu das Kakashi-sensei ihr gezeigt hatte. Sie zitterte als sie schwarzen Flammen über seine bleiche Haut zogen, zuckte zusammen als er Zakus Arm weiter verdrehte nur weil er es konnte. Sie hatte ihm zugehört wenn er über Kraft gesprochen hatte und das er ein Rächer war der alles dafür tun würde einen bestimmten Mann zu töten.

Sie wollte ihn aufhalten, wollte ihn wegziehen. Doch Sakura hatte Angst ihn anzufassen.

"Sasuke!", rief sie scharf und sein Kopf zuckte hoch bis sein Blick ihren traf. Seine Augen waren wild, doch dieses Mal nicht mit Angst. "Sasuke, hör auf. Es ist vorbei. Wir...wir haben gewonnen", rief sie, das letzte Wort bitter auf ihrer Zunge.

Sie mochte die Art nicht in der Sasuke sie musterte, doch er ließ Zaku los nur um den Ninja mit seinem Fuß am Boden zu halten als er aufstehen wollte. "Er hat dir wehgetan, Sakura.", erklärte Sasuke ihr. "Du solltest kein Mitleid für ihn haben."

Sakura hatte kein Mitleid mit ihnen gehabt, nicht bis zu diesem Moment und es war weniger Mitleid für die gegnerischen Shinobi die sie fühlte als das sie völlig verstört von dem war was Sasuke getan hatte. Er war kein Fremder den sie wahrscheinlich nie wieder sehen würde. Er war jemand von dem sie geglaubt hatte ihn zu kennen. Jemand dem sie vertraut hatte. Sie ging in winzigen Schritten vorwärts bis sie neben Zakus Kopf stand und ihn grob an seinem Kragen hochziehen konnte. Sasuke bewegte seinen Fuß und ließ sie machen während Zaku versuchte einen sicheren Stand zu finden. "Verschwinde", befahl sie Zaku knapp und mit einem Mal schien all sein gehässiges Gerede nichts mehr zu bedeuten.

Sasukes Blick machte ihr klar das er es nicht mochte das Sakura sie gehen ließ während sie damit beschäftigt war die letzten von Kins Senbon aus ihrem Oberkörper zu ziehen. Als sie sich soweit wieder unter Kontrolle hatte nahm sie ihn fest in den Arm und sperrte ihn zwischen ihren Armen ein. "Bitte", flüsterte sie, "lass sie gehen."

Sakura wusste nicht ob sie es bereuen würde jetzt gegen sie anzutreten, aber ein tief verwurzelter Instinkt sagte ihr das sie es bereuen würde solange Sasuke in diesem Zustand war. Sie hatte seine Fähigkeiten einst gefürchtet, doch es war das erste Mal das sie Angst vor Sasuke selbst hatte. Doch das hier war nicht ihr Teamkamerad, dieser Junge der über Kraft redete egal zu welchem Preis und die Markierungen auf seiner Haut ansah als wären sie eine Offenbarung.

Orochimaru hatte gesagt das Sasuke zu ihm kommen würde.

Sie hätte niemals gedacht das der Junge den sie so angebetet hatte sich so leicht überzeugen ließ, doch als die Markierungen sich zurückzogen konnte sie sich immer noch nicht dazu bringen sich in seiner Gegenwart wohl zu fühlen.

Als sie ihr Gesicht in seinem Nacken vergrub wollte sie nichts mehr als ihren Sasuke-kun zurück zu haben.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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