Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
25.05.2019
28
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- Kapitel Fünfzehn -

Ligyrophobia I

Sakura befreite Naruto aus seiner unbequemen Positionen nachdem sie sich die Bisswunden an Sasuke-kuns näher angesehen hatte nur um festzustellen, dass die eigentliche Wunde weniger Besorgnis erregend war als die dunklen Male die sich darunter gebildet hatten. Sie war sich fast sicher, dass es sich dabei um nichts anders als ein Fuin handeln konnte. Oder zumindest war das ihre beste Idee. Fuinjutsu waren in der Akademie kein Thema gewesen und das wenige was sie darüber gelesen hatte war so komplex gewesen das sie nur eins mit Sicherheit wusste: Sie konnte nichts gegen das Mal ausrichten. Das einzig Positive an dem Mal war, dass es Sasuke wahrscheinlich nicht umbringen würde. Immerhin schien ihr Gegner ihn lebend haben zu wollen.

Wenn sie ein wenig rauer als nötig mit Naruto umsprang als sie ihn losmachte lag das daran, dass sie halb davon überzeugt war das all das hier allein seine Schuld war. Auch wenn Sakura sehr gut wusste, dass eine erfolgreiche Flucht ab dem Zeitpunkt unwahrscheinlich gewesen war als ihr Gegner entschieden hatte Sasuke-kun als seine Beute zu sehen. Trotzdem war sie wütend genug auf ihn als das sie keinen Anflug von Schuld für die raue Behandlung empfand.

Sie setzte ihn auf dem Ast ab auf dem sie Sasuke-kun zurückgelassen hatte und dachte grimmig darüber nach was ihre besten Chancen waren hier lebend wieder herauszukommen. Sie musste dringend aus dem Wald heraus. Sakura war es dabei egal, ob sie dadurch durch die Prüfung fallen würden. Ihr war es egal, dass die Jungs unglaublich wütend auf sie sein würden. Immerhin hätten sie dann die Möglichkeit die Prüfung in sechs Monaten zu wiederholen. Immerhin würden sie dann überleben.

Das war was sie tun wollte. Wenn sich keiner der Proktoren einmischte um ihr heraus zu helfen oder ein kleines Wunder passierte war es für sie alleine fast unmöglich dem Wald zu entkommen ohne auf die Otonin zu treffen. Der Wald erstreckte sich über eine riesige Fläche, ja, aber jemand wie er würde ihr nicht versprechen das sie auf sein Team treffen würden ohne einen Weg zu haben sicherzugehen das eben dies auch geschah.

Nicht, wenn sie sich absolut sicher war das der Mann den sie getroffen hatte niemand Geringeres als Orochimaru gewesen war. Denn wie viele Shinobi auf der Welt konnten so mühelos gigantische Schlangen beschwören? Einerseits wollte sie unbedingt wissen warum er ausgerechnet an Sasuke-kun interessiert war, andererseits wunderte sie sich das er Naruto und sie am Leben gelassen hatte obwohl er offensichtlich keine Verwendung für sie hatte nur um Sasuke-kun mitzunehmen nachdem sie aus dem Weg geschafft waren.

Doch die Gründe dafür, warum sie noch am Leben waren zählten momentan nur wenig wenn sie doch genug Mühe hatte eben auch Leben zu bleiben. Wenn sie es einmal in Sicherheit geschafft hatte würde sie noch genug Zeit dazu haben sich den Kopf zu zerbrechen.

Was sie jetzt tun musste war sich an einen Ort zurückzuziehen den sie alleine verteidigen konnte ohne Gefahr zu laufen überwältigt zu werden. Dann würde sie darauf warten das Naruto wieder zu sich kam. Ihre Chancen würden noch immer schlecht sein, aber sie wären besser als momentan. Sie hatte an ihm kein Blut entdecken können das nicht von den Stellen kam an dem sie ihn berührt hatte und seine Temperatur und Hautfarbe waren besser als Sasuke-kuns. Also ließ sie ihn nach dem Versuch mögliche Genjutsu zu lösen die sie nicht spüren konnte in Ruhe.

Sakura war mächtig stolz auf sich selber das sie ihre Genjutsu-Theorie nicht geprüft hatte indem sie ihm in die Seite trat.

Das erinnerte sie daran das sie noch immer ihre eigene Wund verarzten musste, was sie aber nicht viel Zeit kostete. Sie wischte sie einfach nur mit einem antiseptischen Tuch ab und drückte eine Bandage auf die Wunde. Weil sie nicht zusammengezuckt war, war die Wunde ein ziemlich glatter Einstich und der Schmerz war – im Verhältnis zum Wellenreich – nur halb so schlimm. Wenn ihre Arme schmerzten weil sie sich mit allem was sie hatte in der Schlange festgeklammert hatte konnte das ignoriert werden.

Als sie die Wunde versorgt hatte packte sie den Müll zurück in ihre Tasche und überlegte wie sie die Logistik angehen konnte.

Sie hatte alleine zwei Jungs zu transportieren und war sich sehr sicher das beide schwerer waren als sie selbst. Sie hatte Tazuna getragen, der wahrscheinlich in etwa soviel wog wie Sasuke und Naruto zusammen, aber das war nur ein kurzes Stück gewesen. Selbst wenn sie das Gewicht stemmen könnte müsste sie noch zwei Personen ausbalancieren.

Sakura massierte sich die Schläfen und schmierte dabei wahrscheinlich nur noch mehr Blut in ihr Gesicht als sie über das Problem nachdachte. Es war unter normalen Umständen unmöglich für ein Mädchen ihrer Statur so ein Gewicht zu tragen.

Aber, das erkannte sie als sie auf das Schlachtfeld herunter sah, es war nicht so als würden die normalen Regeln hier etwas bedeuten. Ich kann aus dem Stand über sechs Meter weit springen. Es ist nicht so als wüsste ich nicht wie ich meine Muskeln und Gelenke mit Chakra verstärken kann. Es sollte mich nichts davon abhalten das dauerhaft zu tun. Das ist die ganze Theorie hinterm Shunshin no Jutsu. Kakashi-sensei meinte ich wäre dafür noch nicht bereit, aber auch wenn das Tempo nützlich wäre brauche ich nur ein bisschen mehr Kraft.

Das glaubte sie, konnte sie schaffen.

Ihr anderes Problem betreffend fand sie eine Lösung indem sie die Ärmel von Narutos Jacke abtrennte da er der einzige von ihnen war der ein bisschen Stoff entbehren konnte. Sie hatte Ninjadraht in ihrer Tasche, aber keine Art von Seil. Sie band die resultierenden Streifen in drei unterschiedlichen Längen zusammen.

Sakura kreuze Narutos Arme vor seiner Brust und benutzte die kurzen Streifen um seine Unterarme zusammen zu binden. Die entstandene Schlaufe zog sie sich über den Kopf, sodass Naruto ihr über den Rücken hing. Sie zog seine Knie nach vorne um ihn in eine Art Huckepack Position zu bringen bevor sie ihn mit einem weiteren Streifen festband. Das längste Stück Stoff fädelte sie zwischen ihnen hindurch, über ihre eigenen Schultern und unter ihren Armen hindurch bevor sie es hinter ihrem Rücken verknotete. Als sie fertig war schmerzten ihre Schultern, doch Naruto war so sicher vertäut wie es irgendwie möglich war.

Sie war vorsichtig genug gewesen ihren Versuch nah genug an Sasuke-kun zu starten als das sie sich nur noch hatte hinknien müssen um dann einmal mit Narutos Gewicht auf ihrem Rücken aufzustehen als sie Sasuke-kun sehr viel vorsichtiger aufhob als sie es mit ihrem blonden Teamkameraden getan hatte. Als er still in ihren Armen lag überkam sie ein kurzer Anflug von Eifersucht. Sie wollte das Sasuke-kun sie Hime-Style trug und die Verantwortung dafür übernahm sie alle lebend aus dem Wald hinaus zu bringen.

Es gab nur ein gutes an der ganzen Situation, dachte sie als sie vorsichtig aufstand. Sasuke-kuns Gewicht balancierte Narutos aus sodass sie sich keine Sorgen darüber machen musste sich zu weit nach vorne oder hinten zu lehnen und sie waren nicht so schwer wie sie befürchtet hatte auch wenn sie praktisch fühlen konnte wie es an ihren Chakrareserven zehrte.

Wenn sie in der Akademie jemals einen Vortrag darüber gehalten hatte wie man von einem riesigen Baum hinunter kam während man seine bewusstlosen Teamkameraden trug hatte Sakura ihn verpasst. Auch wenn ein solcher Vortrag ihr gerade sehr praktisch vorkam. Doch sie hatte in endlosen Vorträgen über gut zu verteidigende Positionen gesessen und auch wenn ihre praktischen Examen nicht in einem Wald abgehalten worden waren der so war wie dieser hier hatte sie eine gute Idee wonach sie Ausschau halten musste.

Nach fast vierzig Minuten in denen sie auf den Turm zugelaufen war an dem garantiert Erwachsene sein würden während die Grenzen des Waldes eher spärlicher patrouilliert sein würden, fand sie wonach sie gesucht hatte.

Große Äste die aus den Baumkronen hinab gestürzt waren und sich auf dem Weg nach unten verfangen hatten ohne eine Garantie das sie auch dort bleiben würden. Sie wurden aus gutem Grund unter ihren Leuten auch "Witwenmacher" genannt. Manchmal kamen ganze Baumkronen hinunter die in gewaltigen Stürmen fortgerissen wurden. Ein anderes Mal konnten es ganze Bäume sein deren Stamme verdreht oder gebrochen war, die sich aber weigerten zu fallen.

Mit den riesigen Bäumen im Wald des Todes hatten selbst normale Äste die Dicke von Baumstämmen und als Sakuras Blick an einem gewaltigen Ast hängen blieb der nur von wenigen kleiner davon abgehalten wurde hinab zu stürzen überkam sie ein Moment der Inspiration.

Es war eine sichere Todesfalle.

Es war genau das, was Sakura jetzt gerade brauchte.

Sie behielt den Ast genau im Auge als sie darunter zu stehen kam und zuckte jedes Mal zusammen wenn der Wind ihn ächzen ließ, doch sie hatte keine Zeit für Angst. An einem der Bäumen direkt darunter hing ein dichter Moosteppich den sie vorsichtig in einem Stück abzog. Ein Kunai war keine Schaufel, aber es musste ausreichen weil sie nichts besser hatte.

Das Glück schien einmal auf ihrer Seite zu sein denn als sie noch nicht tief gegraben hatte brach die Wand aus Erde vor ihr ein und offenbarte eine Höhle in der ein Tier gelebt haben musste. Der Eingang war auf der anderen Seite der Baumwurzeln, weswegen sie ihn nicht bemerkt hatte. Der Bau schien verlassen, es führten keine frischen Spuren hinein oder hinaus und sie fühlte sich sicher genug um die Jungs darin abzulegen sobald sie den Eingang auf ihrer Seite genug verbreitert hatte. Sie versiegelte ihn wieder mit dem Moos und versuchte es so natürlich wie möglich aussehen zu lassen. Sakura hoffte inständig das keiner von den Beiden aufwachen würde nur um bei dem Gedanken lebendig begraben worden zu sein in Panik zu verfallen, aber sie hatte keine Zeit für so was.

Sie kletterte als nächstes hinauf in die Bäume wo sie Sasuke-kuns Ninjadraht dazu benutzte eine Falle zu konstruieren von der sie nicht gedacht hatte das man sie in dieser Größenordnung je bauen könnte. Als sie fertig war belegte sie das Konstrukt mit dem Magen: Kokoni Arazu nu Jutsu sodass die Falle für jeden der den Bäumen keine große Aufmerksamkeit schenkte oder in-sensitiv für Genjutsu war nur nach einem normalen Ast aussah.

Das meiste ihres zugegebenermaßen dürftigen Wissens über Fallen verließ sich auf Setzlinge mit denen sie Kunai verschießen konnte, aber diese Bäume waren so riesig und stabil das nicht viel Licht und Wasser für Dickicht blieb. In dieser Art von Umgebung oder generell in jeder Umgebung lag der Grund dafür das Doton Nutzer als die Fallenmeister der Ninjawelt gesehen wurden. Sie hatte nicht genug Zeit um per Hand Fallgruben zu graben, also strich sie die Idee von ihrer Liste. Verworfen wurden auch komplexe Fallen mit Siegeln oder Schwarzpulver weil sie nicht viel bei sich hatte mit dem sie arbeiten konnte.

Ein Minenfeld fiel raus. Sie war sich nicht sicher ob sie die Ergebnisse einer solchen Aktion verkraftet hätte. Schrapnell schlugen hässliche Wunden die selbst in Fotos ausreichten das ihr übel wurde und jetzt nachdem sie gesehen hatte was Feuer anrichten konnte war sie nicht verängstigt genug um ohne guten Grund so etwas zu tun.

In der Hitze des Moments, um ihr Leben zu retten, würde sie alles tun, doch gerade war sie weit davon entfernt und eher darauf hinaus jemanden kampfunfähig zu machen statt ihn zu töten. Was würde sie tun wenn ihr Gegner den ersten Angriff überlebten? Würde sie beenden können was sie begonnen hatte? Und wenn die Antwort darauf ja war, wie sehr würde sie mit Albträumen dafür bezahlen müssen?

Sie nahm sich nicht allzu viel Zeit darüber nachzudenken was sein könnte. Nur eben genug für ein stechendes Gefühl der Reue darüber wie begrenzt ihre Ausrüstung war. Sie hatte bereits vier Kunai in der ersten Schlange verloren und sie konnte die Vorräte der Jungs nicht komplett leeren, also musste an den Stellen die sich nicht gut einsehen konnte ein cleveres System aus Draht herhalten das als Stolperfallen dienen würde. Ansonsten beschränkte sie sich auf kleine Fallen die eher darauf ausgerichtet waren sie darauf aufmerksam zu machen das sich jemand näherte.

Als sie fertig war blieb ihr nur noch übrig zu warten und sich Sorgen zu machen.

Das Warten zog sich hin und schien kein Ende nehmen zu wollen als sie sich dabei zu ertappen begann wie sie bei den kleinsten Geräuschen zusammenzuckte. Mit einem Mal verstand sie warum Kakashi-sensei sein scheußliches Buch überall mit hin nahm. Es war nicht die Vorbereitung die am schlimmsten war. Es war das endlose Warten bei dem ihr Geist ihr Streiche spielte.

Weil sie jetzt Zeit hatte darüber nachzudenken was sie erwartete. Zeit ihre Nerven zu verloren und darüber nachzudenken die Jungs einfach hier zu lassen. Wenn sie sich nur um sich selbst kümmern musste würde sie es wahrscheinlich bis zum Turm schaffen.

Sie würde überleben ohne den Schmerz ertragen zu müssen der unweigerlich kommen würde.

Aber, dachte sie als sie den Kopf auf die Knie legte, wenn sie jetzt rannte würde es zu Ende sein. Sie wäre der Dreck von dem Kakashi-sensei gesprochen hatte.

Zur gleichen Zeit wollte sie wirklich, wirklich nicht hier sein.

Diese zwei Emotionen bedrückten sie so sehr das sie fast froh war als jemand ihren Alarm auslöste und sie gerade rechtzeitig den Kopf heben konnte um drei Shinobi dabei zusehen zu können wie sie auf die Lichtung traten.

Sakura erkannte sie von der Anmeldung, doch die Noten auf ihren Stirnbändern hätten sie auch so verraten. Sie sagte nichts, stand nur da und wartete ab was geschah. Sie erinnerte sich daran wie Kabuto sich gegen sie geschlagen hatte, doch sie würde keinen Frontalangriff riskieren.

Sie schienen überrascht sie zu sehen. Natürlich waren sie das. Immerhin sah sie aus als wäre sie gerade aus einem Splatter Film entkommen mit dem Blut das in ihren Haaren trocknete und einzelne Strähnen wild abstehen ließ. Ihre Kleidung stank nach Schlachthaus und ihre Haut juckte wo die Masse getrocknet war.

Es war der bandagierte Ninja mit dem seltsamen Gang der sich ihr als erstes näherte.
"Mädchen, wo ist Sasuke?", fragte er grimmig.

Sakura zuckte mit den Schultern, erleichtert darüber das ein wenig Steifheit aus ihnen verschwand jetzt wo sie nicht mehr nervös auf den Kampf warten musste.

Sein einzelnes Auge verengte sich. "Ich bin nicht in der Stimmung für Spielchen, Mädchen. Hol Sasuke. Er ist der einzige Grund warum wir im Dorf sind. Oder ist zu sehr ein Feigling um sich uns zu stellen? Das ihn ein Mädchen beschützen muss?"

Das handelte ihm einen ungehaltenen Blick von der Kunoichi des Teams ein, doch Sakura musste zugeben das solch ein Spruch ihre Jungs dazu gebracht hätte aus ihrem Versteck zu stürmen wenn sie bei Bewusst sein gewesen wären.

"Sorry, dass ich enttäuschen muss", sagte Sakura knapp. "Aber es scheint als würden Orochimarus 'Geschenke' in beide Richtung gehen."

Interessiert beobachtete sie wie sich Dosu's Auge bei der Erwähnung von Orochimarus Namen zusammenzog.

"Was meinst du damit?", verlangte der Mittlere zu wissen. Dosu? Ja, etwas in der Art. Der Linke war Zaku und ihre Kunoichi hieß Kin.

"Ist das nicht egal? Vielleicht wird ja das Geräusch wie wir seine kleine Freundin hier töten ausreichen um ihn raus zu locken", spottete Zaku.

Wenn man bedachte wie er ausgesehen hatte als sie ihn versteckte hatte bezweifelte Sakura das sich etwas an der Situation geändert hätte selbst wenn er sie tagelang gefoltert hätte.

"Vielleicht redet sie ja mit uns wenn wir mit ihr durch sind?", schlug Kin vor und brachte Zaku damit zum Grinsen.

Sie war nicht überrascht als alle drei auf sie zu sprangen. Ihr Kawarimi no Jutsu war schnell, war sie sich doch sehr sicher das niemand kommen würde um ihr zu helfen und bevor sie nach oben schauen konnten um sie zu suchen hatten ihre Hände bereits die sicheren Zeichen für das Magen: Narakumi no Jutsu gefunden.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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