Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
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- Kapitel Dreizehn -

Ergophobia II


Sakura hatte gesehen wie Fleisch kochte und unter Feuer wie Wachs zerfloss. Sie hatte sich nicht vorstellen können – nicht einmal in den wilden Träumen die auf ihren ersten Kampf gefolgt waren – das man Haut einfach so abziehen konnte wie die Pelle einer Orange. Es war seltsam faszinierend, so wie es die meisten grauenhaften Dinge waren und sie konnte nicht wegsehen auch wenn sie sich bewusst war das es eine sehr schlechte Idee war zu bleiben und zu starren. Sakura wusste mit absoluter Sicherheit das diese Szene sie für die nächsten Jahre in ihren Albträumen heimsuchen würde.

Es hatte mit Wind begonnen.

Sie fing so langsam an zu glauben das es zu dem Punkt in ihrem Leben kommen würde an dem sie keiner Brise mehr trauen würde die stark genug war eine Staubwolke oder ein paar Blätter aufzuwirbeln ohne das sie aussagekräftige Beweise dafür hatte das der ganze Wald davon betroffen war. Doch da das hier ein Ereignis gewesen war, das stark genug war um eine Schneise in das Gras zu schlagen und kleine Steine in ihre Richtung zu schießen war sie sich schnell sicher gewesen das es mit voller Absicht verursacht worden war.

Bei dem ersten starken Windstoß hatte sie sofort Schutz gesucht. Sie hatte Sasuke-kun bemerkt der auf dem Bauch in einem Busch lag und hatte das scharfe Brennen der Steine gespürt die sie getroffen hatten bevor sie es geschafft hatte hinter einer der riesigen Wurzeln der Bäume zu verschwinden die den ganzen Wald bevölkerten. Bevor sie den Wald des Todes betreten hatten war sie der Meinung gewesen das es sich dabei um einen bewaldeten Berg handelte. Sie hatte keine Ahnung gehabt das die leichte Erhebung die sie in der Ferne hatte sehen können kein Hügel war, sondern aus den Wurzeln und Ästen von Bäumen bestand auf denen man ganze Akademiedrills hätte abhalten können.

Also war es weniger so das sie sich hinter einer Wurzel im eigentlichen Sinne versteckt hatte und mehr das sie hinter eine gewaltige hölzerne Wand gehechtet war auf der eine dicke Schicht Moos wuchs. Erst als sie den Wind abklingen hörte wagte sie es über die Barriere zu blicken, darauf bedacht nah an der Wurzel zu bleiben und ihr Profil zu minimieren. Wo sie noch wenige Momente zuvor gestanden hatten sah es aus als wäre eine scharfe Klinge durch die Vegetation gezogen worden und sie war heilfroh das sie es geschafft hatte sich vorher in Sicherheit zu bringen.

Doch selbst von ihrem Punkt oben an der Wurzel konnte sie Naruto nicht entdecken. Sie hatte nicht gedacht das der Wind so stark gewesen war das er ihn hätte weg pusten können, doch der Wald war sehr dicht, was es unheimlich schwierig machte darin zu navigieren, Es war möglich das er noch ganz nah bei ihr und Sasuke-kun war und ihre Sicht auf ihn einfach durch etwas blockiert war. Wenn es etwas gab das sie an ihm zu respektieren gelernt hatte war es seine Ausdauer. Er hatte unglaubliches Glück wenn es darauf ankam und sie musste jetzt einfach darauf vertrauen das ihn sein Glück davor bewahrt hatte sich ernsthaft zu verletzen.

Sakura dachte für einen Moment das ihre Annahme sich bestätigt hatte als Naruto aus dem sich setzenden Staub auftauchte, doch sie blieb wo sie war. Sie lernten Henge bereits in der Akademie und dafür gab es gute Gründe. Nicht nur weil es ein sehr nützliches Jutsu war, sondern auch weil es selbst von sehr starken Ninja schwer aufzudecken war und sie hatte Naruto in dem Chaos das dem Angriff folgte vollkommen aus den Augen verloren. Sie glaubte das es Naruto war, doch sie glaubte auch das eine Verschwendung von Chakra war ein solch eindrucksvolles Ninjutsu zu verwenden ohne wenigstens zu versuchen mindestens eine Figur vom Spielfeld zu entfernen. Ob sie nun für ihre Eignung als Chunin getestet wurden oder nicht, niemand in diesem Wald sollte so viel Chakra haben als das er damit verschwenderisch umgehen konnte.

Es konnte auch ein Idiot gewesen sein der angeben wollte, doch sie sah keinen Grund nicht Sasuke-kun vorgehen zu lassen um Naruto zu konfrontieren. Wenn sie gedacht hätte das sie unbemerkt um Naruto hätte herumschleichen können hätte sie es versucht, doch sie hatte kein großes Vertrauen in ihre Fähigkeiten.

Das lag nicht zu einem kleinen Teil an den Ninken die in ihr entweder einen Komplex verursachen würden oder sie zum besten Ninja werden lassen würde der seine Kindheit damit zugebracht hatte von Hunden gejagt zu werden.

Also blieb Sakura angespannt dort hocken wo sie war während Sasuke-kun eine Herausforderung aussprach.

Sie war überrascht wie schnell Sasuke-kun zu dem Entschluss kam das dieser Naruto nicht der Echte war und ein Kunai nach ihm war. Es war die Art in der er auswich die es für sie entschied, nicht sein Wissen um das Passwort.

Die Phrase war nicht lang und reimte sich beinahe und sie hatten in der Akademie viel Zeit darauf verwandt ihr Gedächtnis zu schulen. Oder zumindest hatten sie das in den Kunoichi Klassen getan, also dachte sie das Naruto sich vielleicht endlich dazu durchgerungen hatte etwas ordentlich zu lernen. Wie sollte er auch sonst komplexe und vertrauliche Nachrichten überbringen können die so geheim waren das man sie nicht aufschreiben konnte? Oder sich schwierige Richtungsangaben merken ohne eine verurteilende Karte mit sich führen zu müssen? Sie dachte kurz daran das es ihm recht geschehen würde nachdem er die erste Aufgabe durch den Mut der Dummen bestanden hatte.

Offensichtlich teilte Sasuke ihre Meinung nicht und das war gut so.

"Du bist clever", sprach Nicht-Naruto schleppend. "Warum fragt du deine Freundin nicht ob sie sich zu uns gesellt? Ich frage mich ob du sie auch beschuldigen würdest. Bist du von Schwachköpfen umgeben oder ist dieser hier ein besonderer Fall?"

"Komm raus, Sakura", kommandierte Sasuke-kun.

Sakura tat was er ihr sagte und stellte sich nah neben Sasuke der das Passwort von ihr verlangte ohne sie auch nur anzusehen und natürlich sagte sie es mühelos auf.

"Und das ist nicht verdächtig?", fragte der Fremde der Narutos Gesicht trug.

"Nein. Es wäre verdächtig wenn Sakura das Passwort nicht Wort für Wort aufsagen könnte. Naruto ist ein zu großer Idiot um das hinzubekommen", erwiderte Sasuke-kun ohne seine Abneigung gegenüber dem Fremden und Naruto zu verbergen. "In seinem Fall war das Passwort eher eine Falle für alle die gelauscht haben. Und du bist darauf hereingefallen."

Sakura wollte sich von seinem arroganten Geplänkel in die gleiche Stimmung versetzen lassen die sie immer gehabt hatten wenn sie in der Akademie um Punkte gekämpft hatten – und die sie sehr genossen hatte – doch die dunkle, bedrückende Stimmung des Waldes und die schiere Aggression die der fremde Shinobi ausstrahlte hielten sie wach. Genau wie der Gedanke daran das nur Dreierteams zugelassen waren, einer von ihnen verschwunden war und sie keine Ahnung hatten wo die Teamkameraden ihres Gegners waren. Sakura wollte sich nicht als Opfer eines Überraschungsangriffs wiederfinden, egal ob ihre Gegner auf Punkte oder Blut aus waren. All ihre bisherigen Kämpfe hatte sie gewonnen weil sie eins gegen eins gekämpft hatte. Das einmal das sie sich mehr zugetraut hatte, auf Gatos Yacht, wäre sie beinahe gestorben.

Also ließ sie Sasuke-kun reden.

"Ich bin beeindruckt. Du hast deine Deckung nicht einen Moment fallen lassen, nicht wahr?", meinte der Fremde während das Bild von Naruto flackerte und dann erlosch.

Sakura war zuallererst überrascht darüber wie hässlich die Frau war die ihn ersetzte. Ihre Haut war schal, ihre Augen hatten dunkle Ringe und ihre Lippen waren so dünn das sie praktisch inexistent waren. Sie hatte nicht einmal versucht etwas davon mit Makeup zu kaschieren. Doch schlimmer war was sie anhatte. Sakura hätte nicht gedacht das es auf diesem Planeten eine Frau geben würde die ihre bereits nicht existierende Taille mit einem dicken Seil betonen würde das in eine seltsame Schleife gebunden war. Kombiniert mit der unvorteilhaften Kleidung hätte sie ohne die feminine Sprachweise eher gedacht das es sich um einen Mann als um eine Frau handelte und um einen unmodischen noch dazu.

Zivilistinnen konnten damit davon kommen mit ihrem Äußeren zu machen was sie wollten, doch Kunoichi wurden schon weit vor der Pubertät darauf gedrillt das Beste aus sich selbst herauszuholen. Das war einer der Kurse bei dem sie sich sicher war das die Jungs kein Äquivalent dafür hatten. Sie konnte sich nicht vorstellen wie Sasuke-kun in einer Vorlesung saß oder eine praktische Übung durchführte die dafür ausgerichtet war Maskulinität zu produzieren so wie sie es gelernt hatte. Es war fast wie ein Schauspiel gewesen mit Requisiten und Kostümen und Zeilen die sie zu sagen hatten um zu lernen was eine gefügige Hausfrau von einer Hure unterschied und alle kleinen Feinheiten dazwischen.

Auch wenn es natürlich keine Regel gab die es einem Mann verbot so zu sprechen wie eine Frau.

Ob es ein Mann oder eine Frau war zählte wenig. Kunai töteten, egal wessen Hände sie warfen.

Die Fremde hatte weitergesprochen während sie mit dem irrelevanten Punkt ihrer Geschlechterzugehörigkeit gekämpft hatte und sie hatte den Worten zugehört auch wenn sie sich nicht hatte darauf konzentrieren können was er sagte. "Das verspricht sehr unterhaltsam zu werden." Sie zog eine Schriftrolle in einer ausschweifenden Bewegung aus ihrer Tasche und die Kusa-Nin stellte sicher das sie das Erd-Symbol darauf gut sehen konnten das zu ihrer Himmels-Rolle passte. "Ihr würdet liebend gern unsere Erd-Rolle in die Hände bekommen, nicht wahr?", provozierte sie bevor sie etwas tat das beinahe dafür sorgte das Sakura sich übergeben hätte. Sie schluckte die Rolle im Ganzen herunter.

Angeekelt fügte Sakura zumindest geringfügig Körpermanipulation zu der Liste der Fähigkeiten der Kunoichi hinzu.

So seltsam es auch war wünschte Sakura sich das sie aufhören würden das hier herauszuzögern. Es war nicht wie die Situation mit den Suna-Nin. Hier würde es nicht mit einer Entschuldigung getan sein und alle könnten ihrer Wege gehen. Diese Situation legte ihre Nerven blank, machte sie so nervös das es darüber hinaus gehen würde ihre Sinne zu schärfen und sie stattdessen ungeschickt machen würde. Einst war sie gut in dieser Art psychologischer Kriegsführung gewesen. Nicht so gut wie Ino, doch das war niemand. Es war mittlerweile nur noch eine schwache, weit zurückliegende Erinnerung.

Doch sie hatte nicht den Mut als Erstes zuzuschlagen, also blieb sie still und war dazu gewillt Sasuke-kuns Führung zu folgen. Wenn man seinem Gesichtsausdruck Glauben schenken durfte war er genauso gespannt darauf das der Kampf endlich beginnen würde auch wenn ihre Gründe vermutlich sehr unterschiedlich waren.

Das war der Moment in dem alles schief ging.

Sie hatte gedacht das sie wusste wie sich Tötungsabsicht anfühlte. Sie hatte gedacht das es nicht schlimmer sein könnte als es bei Zabuza gewesen war.

Sie hatte sich geirrt.

Sakura war nur von den Ausläufern von Zabuzas Tötungsabsicht getroffen worden und all die Male in denen Kakashi-sensei Furcht in ihren Geist getrieben hatte war es wie eine Nadel gewesen die sie pikste, doch das hier war ein Keil der mit einem Vorschlaghammer in ihr Gehirn getrieben wurde. Es zerschlug ihren Widerstand, entblößte all ihre Schwächen, ihre Unsicherheiten und zerriss sie mit einer sehr lebhaften, schrecklichen Vision ihres eigenen Todes. Die ganze Welt schien in blutrote Farbtöne aus Schmerz getaucht zu sein.

Sie hatte nicht realisiert das sie auf die Knie gesunken war, doch sie fand sich kniend und zitternd wieder. Es war wieder wie in ihren ersten Albträumen in denen ihre Angst so groß gewesen war das sie von ihr gelähmt worden war. Sie konnte sich nicht bewegen, nicht schreien. Nur da sitzen und zittern, ihre Atmung schnell und keuchend in der Art in der es dazu führen würde das sie ohnmächtig werden würde.

Es war Sasukes gequältes Würgen das sie in die Realität zurückholte.

Sie war in ihren Albträumen immer alleine. Immer. Oder so alleine wie es ein furchteinflößender Verfolger oder ein schrecklicher Tod halt zuließen.

Doch der lähmende Terror war nicht das Einzige was ihr gefolgt war als sie aufgewacht war. Mehr als das traf sie der Fluchtinstinkt. Sie würde laufen und laufen und laufen bis das Morgengrauen den Schrecken brach und selbst dann würde sie dem Drang nicht entkommen können. Wenn ihr Gegner auch nur einen Schritt vorwärts gemacht oder ein Kunai gezogen hätte wäre sie gerannt. Los gerannt ohne einen einzigen Gedanken an Sasuke-kun oder Naruto oder überhaupt irgendetwas zu verschwenden. So überwältigend war die Angst.

Doch als sie zusah wie Sasuke-kun darum kämpfte sich aus seiner instabilen, halb hockenden Position aufzurichten kam sie zu dem Entschluss das sie nicht fliehen konnte, nicht hier und jetzt. Weil sie diesen Ausdruck schon einmal gesehen hatte, seine wilden, verzweifelten Augen die nicht auf ihren Gegner gerichtet waren sondern versuchten sie zu fixieren. Über die erdrückende Panik vor ihrem eigenen Tod hinweg traf etwas ihr Herz. Sasuke-kun...

Was sie gewusst hatte war das Sasuke in seinem ewigen Streben nach Perfektion für sich selbst eine unerwartete Schwäche erschaffen hatte. Er hatte sich selbst darauf konditioniert nie wegzulaufen und weil die Angst zu groß war um gegen sie anzugehen konnte er nicht anders als zu bleiben und zu zittern.

Sie war schon einmal an diesem Punkt gewesen.

Es war kein angenehmer Ort, es war kein schöner, es war nicht wo sie leben wollte, aber sie war in ihren Träumen bereits dutzende Tode gestorben. Im Feuer, im Wasser, in Schmerz der länger angehalten hatte als der rasche Tod nachdem sie ein Kunai zwischen die Augen bekommen hatte.

Ihr wurde etwas schwindelig von ihrer schnellen Atmung, doch sie verlangsamte sie nicht. Sie wusste das sie dringend einen Plan brauchte. Mehr als nur anzugreifen oder blind davonzurennen. Doch ihre Intelligenz ließ sie im Stich, schachmatt gesetzt durch eine Wand aus Können. Nicht wenn ihr Gegner ihre Fähigkeiten nutzen konnte ohne irgendwelche Zeichen das es sie Vorbereitung dafür brauchte oder auch nur im geringsten Anstrengend war. Wer auch immer, was auch immer diese Kusa-Nin war, sie war keine Chunin-Kandidatin.

Doch nichts zu tun bedeute ihren sicheren Tod und zwischen vorwärts zu preschen oder sich zurück zu ziehen würde sie den Rückzug wählen. Die Wahl zu treffen reichte aber nicht aus, doch außer Sasuke-kun kam zügig zu Sinnen würde sie es einfach tun müssen. Sie glaubte nicht daran das sie Sasuke-kun tragen konnte und trotzdem noch schnell genug rennen konnte um zu entkommen, nicht ohne das ihre Gegner von etwas anderem beschäftigt wurde und sie bezweifelte das ihre Genjutsu groß Erfolg haben würden.

Sie wurde aus ihrer verzweifelten, fruchtlosen Planung heraus gerissen als Sasuke-kun versuchte ein Kunai aus seiner Tasche zu ziehen und sich aufzurichten. Sie hatte ihn noch nie so hart für etwas so Kleines kämpfen sehen.

"Sehr gut", lobte ihn die Frau. "Was passiert jetzt?"

Sakura sah zu als ihre Gegnerin zwei Kunai aus ihren Taschen zog und sie bedrohlich vor ihnen baumeln ließ. "Keine Sorge. Ich werde es schnell beenden. Aber das brauche ich dir nicht zu erzählen, nicht wahr? Du hast es mit deinen eigenen Augen gesehen. Aber ich muss sagen...wie enttäuschend."

Sakura sah zu wie ihre Gegnerin ihren Arm zurücknahm. Sah Sasuke-kun der noch immer fest im Griff seiner Angst war.

All ihr halb geformten Pläne, so schmerzhaft durchdacht unter dem Druck ihrer Panik lösten sich in Luft auf.

Ihre Hand schoss zu ihrer Kunaitasche und sie warf das Geschoss noch bevor ihre Beine sie von dem Punkt an dem sie gesessen hatte zur Seite trugen, sich ihre Schulter hart unter Sasuke-kuns Rippen einhakte sodass ihm ein schmerzverzerrtes "Uff!" entwich, doch ihre Finger krallten sich in die Rückseite seines Shirts und sie schaffte es sich soweit aufzurichten das sie sich vorwärts in einen Sprint werfen konnte.

"Also ist die Beute doch nicht so harmlos wie sie scheint", rief ihre Gegnerin ihr nach, nachdem das Geräusch von Metall auf Metall ihr mitgeteilt hatte das sie ihr Kunai abgewehrt hatte.

Sie hielt nicht an um zu antworten, sondern rannte mit allem was sie hatte. Sie nutzte ihr Chakra und die seltsamen, verworrenen Baumwurzeln um große Sätze nach vorne zu machen. Ihr ganzer Körper war angespannt in voller Erwartung das ihr ein Kunai folgen würde, doch nichts kam. Es war kein Glück, dachte sie als sie einen Moment hatte um an etwas anderes als Winkel, Wurfgeschwindigkeit und oh Gott, was tue ich wenn – zu denken, aber es war Teil des gleichen Grundes aus dem Shinobi aufhörten zu reden bevor sie angriffen.

Was auch immer sie von ihnen wollte, sie wollte es wenn sie einander direkt gegenüber standen.

Sie zog sich nicht zu weit zurück, in Gedanken bei Naruto der irgendwo in der Nähe sein musste und die Kunoichi ihm etwas angetan haben musste. Der andere Grund war das sie ihrer Gegnerin nicht mit Sasuke-kun auf dem Rücken davonlaufen konnte.

Sakura hatte erwartet das er sie verärgert von sich schob sobald sie ihn abgesetzt hatte. Hatte erwartet das er sich dieses gewisse Extra an Grimmigkeit zulegen würde das er immer dann an sich hatte wenn er zu überspielen versuchte das ihm etwas peinlich war, doch er rutschte nur zu Boden, seine Augen noch immer weit aufgerissen und der Ausdruck in ihnen zu wild um auch nur vorzutäuschen das er sich im Griff hatte. Er war mobiler als vorher, der Schmerz ihrer Schulter in seinen Rippen hatte gereicht den Griff des Genjutsu zu lockern, doch er war noch nicht daraus befreit.

Vielleicht weil es nicht nur ein Genjutsu ist, dachte Sakura als sie besorgt neben ihm hockte. Ihr Gegner war einfach so angsteinflößend. "Sasuke --", er schlug ihr eine Hand auf den Mund bevor sie noch etwas sagen konnte und sein Griff um das Kunai das er hielt wurde fester.

"Wir müssen hier weg", flüsterte er verzweifelt. "Wir müssen in Bewegung bleiben."

Das war was er gesagt hatte, doch er stand nicht auf um ihr den Weg zu zeigen so wie er es sonst immer getan hatte. Sie erhaschte das Flickern einer Bewegung am Rande ihres Sichtfeldes und sie fühlte wie sich ihre eigenen Augen weiteten als sie die schieren Ausmaße der Kreatur begriff die aus starren Augen zurück starrte.

Sie war im Überlebensmodus gewesen seit sie das erste Mal den Wald des Todes betreten hatten, also stellte ihr Verstand ihr ohne große Mühe alle Informationen zur Verfügung die sie brauchte. Also war da neben dem plötzlichen oh Gott, das ist eine riesige Schlange auch ein konstanter Strom an Informationen. Sie lebten in einer stark bewaldeten, von den Temperaturen konstanten Klimazone. Schlangen waren ein Fakt mit dem sie ihr ganzes Leben verbracht hatte und Sakura hatte gedacht das sie keine besondere Angst vor ihnen hatte. Doch bisher war sie auch noch keiner begegnet deren Kopf so groß war wie ihr Schlafzimmer.

Als sie sich aus Sasuke-kuns Griff duckte registrierte sie die kleinen Details: Nicht einheimisch, wenn man die Form des Kopfes beachtete, nicht giftig, wahrscheinlich eine Würgeschlange, doch das war alles wofür sie Zeit hatte bevor sie sprang und die Schlange in einem unheimlichen Tempo nach ihr schnappte. Ihre Zähne waren zusammen passende Reihen aus nach hinten gerichteten weißen Säulen die in die Dunkelheit ihrer Kehle führten, zwei Reihen unten und vier am Oberkiefer. Als dieses Maul sich um sie herum schloss war der Gedanke daran das sie richtig gelegen hatte und es eine Würgeschlange war nicht sehr tröstlich.

Doch sie hatte keine Zeit ihre Tat zu bereuen oder sich selbst dafür auf die Schulter zu klopfen. Sie hatte ein Kunai gezogen als sie vom Baum gesprungen war und nutzte es nun um sich gegen ihren Schwung in dem Fleisch zu verankern das der Übergang zwischen Maul und Speiseröhre sein musste. Sie trieb ihre Kunai tief in den Gaumen der Schlange, schwang ihre Füße aufwärts um sich mit Chakra zu verankern. Was für einen Moment funktionierte bevor die Schlange den Schmerz registrierte und sich zu winden begann. Sie war nicht mehr als ein Stein der in einer hölzernen Box herumgeschleudert wurde, außer das die Box mit Nägeln gespickt war deren spitze Enden herausschauten und der Stein empfindlich war.

Die Schlange schlug ihren Kopf gewaltsam hin und her, versuchte sie loszuwerden, doch ihre schiere Größe war ein Hindernis in dem Sinne das Sakura zu klein war um von dem mächtigen Muskeln in ihrem Maul in Richtung ihrer Kehle getrieben zu werden. Sie versuchte sich stabil an einem Ort zu halten, doch während ihre Arme und Beine sicher vor den Fängen waren war sie nicht stark genug um ihren Kern stabil zu halten. Ihr Shirt verfing sich an der Spitze eines Zahns und abgelenkt wie sie davon war verfing sich beim nächsten Schütteln mehr als nur Stoff.

Sie schluckte einen Schrei herunter und versuchte den Drang zu unterdrücken sich loszureißen, schloss ihre Augen um sich vorzustellen das sie nicht gerade im Maul eines Raubtieres steckte und wartete auf den richtigen Moment. Er kam als die Schlange ihren Kopf zurück warf und etwa zwei Drittel ihres Körpers in die Luft warf, senkrecht zum Boden. Sakura ließ los und war für einem Moment in einem schrecklichen freien Fall, ihr Rücken der Kehle zugewandt und ohne eine vernünftige Möglichkeit in der Dunkelheit die Entfernung abzuschätzen, doch für einen kurzen Moment öffneten sich die Kiefer weit genug als das ein Sonnenlicht hereinschien und sie rammte ein zweites Set Kunai in das weiche Fleisch. Dieses Mal war sie weit genug hinten im Maul der Schlange als das sie sich keine Sorgen um die Fänge machen musste falls die Schlange ihren Kopf wider fallen ließ und sie nach vorne geschleudert wurde, doch sie hatte genug davon. Es war lange nicht so feucht im Maul des Biest wie sie gedacht hatte, doch es roch schrecklich und ihre Seite war warm, klebrig und pochte.

Sie stieß sich vom Gaumen ab und landete ungeschickt auf der im Moment waagerechten Fläche an der Basis ihres Kiefers, kurz hinter der Rückseite der gewaltigen Zunge. Sie hatte ihren Stand verloren und kanalisierte ihr Chakra stattdessen durch ihr Hüfte, aber sie war direkt neben ihrem Zielgebiet gelandet und das musste ausreichen. Sakura hatte versucht sich an alles zu erinnern was sie über die Anatomie von Schlangen wusste, doch alles woran sie sich erinnern konnte waren irrelevante Fakten über die Größe ihrer Organe und wie sie sich während der Verdauung vergrößerten und es würde ihr kein Stück weiter helfen wenn sie wusste das sich das Herz einer Schlange bis zu vierzig Prozent vergrößern konnte während sie eine Mahlzeit verdaute. Doch das Gehirn war von Knochen geschützt, die Wirbel durch Fleisch und die Entfernung zur Haut, also blieb die Vorderseite der Kehle übrig.

Dieses Mal nutzte sie ihre Messer, länger und besser dazu geeignet etwas aufzuschneiden als jedes Kunai. Sie schwang sie herum sodass sie Klingen geneigt waren als hätte sie selber Fangzähne und warf sich mit all ihrem Gewicht und Chakra – beide Hände fest an den Griffen – nach unten und schnitt durch das Fleisch als würde sie ein Feld umpflügen. Blut spritzte hoch, tränkte ihre Hände, ihre Vorderseite, ihr Gesicht, doch sie wiederholte nur die Bewegung und trennte das ungeschützte Fleisch unter ihrer gut geschärften Klinge auf. Sie arbeitete voller hektischer Energie und weil sie nicht länger hing verursachte das wilde Herumschlagen der Schlange in ihrem Magen lediglich das unangenehme Gefühle als wenn sie ihren Magen zehn Meter hinter sich zurückgelassen hätte.

Mit einem Mal sah sie Tageslicht und sie folgte dem Schimmer, nutzte ihr Messer und ihre freie Hand um sich einen Weg zu schlagen sodass sie aus der sich windenden Schlange gleiten konnte als wäre sie eine besonders monströse Geburt. Sie hoffte das die Zuckungen nur noch Reste der Nerventätigkeit der Schlange waren, doch selbst wenn nicht waren Tiere nicht wie Menschen. Wenn sie sich mit einer fatalen Verletzung konfrontiert sahen würden sie sich zurückziehen und fliehen.

Sakura stand unsicher und war überrascht einen Blick auf Sasuke-kun zu erhaschen. Ihr Gefühl für Zeit und Distanz war bei dem dunklen Umfeld des Mauls der Schlange beschränkt gewesen und hatte den kurzen Kampf sehr viel länger erscheinen lassen. Ihre Atmung beruhigte sich ein wenig, sie sprang hinauf auf den Ast um sich zu ihm zu gesellen und erst als sie versuchte sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen wurde ihr bewusst wie sehr sie von Blut und Fleischresten bedeckt war, ihr Messer noch immer fest in einer Hand.

Also dachte sie das Sasuke-kuns erschrockener Blick ihr galt, doch als er "Hinter dir --", herauspresste drehte sich auf dem Absatz um nur um zu sehen wie etwas aus dem Kopf der Schlange hervorbrach.

Ihr Kampf war noch lange nicht zu Ende.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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