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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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05.10.2018 4.057
 
-Chapter Twelve-


Ergophobia I


Sakura starrte Kakashi-sensei an und flehte ihn still an seine Meinung zu ändern, doch sein Lächeln war so unveränderlich wie die Sommersonne die auf sie herab schien. Naruto schaute verwirrt zwischen ihnen hin und her während Sasuke-kun unwohl von einem Fuß auf den anderen trat. Doch ihr Blick verharrte bei Kakashi-sensei. "Ich habe dir erzählt das selbst die meisten Jonin ungern Feuer benutzen", erklärte er locker, "Doch die Uchiha haben traditionell immer eine Ausnahme davon gebildet. Sasukes Katon ist für sein Alter schon sehr fortgeschritten und es wäre eine Schande ihn darum bitten zu müssen es aufzugeben, oder was denkst du?"

Sakura zitterte und hielt sich mit beiden Händen an ihren Oberarmen fest um es in den Griff zu bekommen. "...was für eine Übung?", presste sie heraus.

"Sakura-chan? Kakashi-sensei? Was zur Hölle ist hier los?", verlangte Naruto zu wissen. Doch er wurde ignoriert.

Ihre Angst erreichte ihren Höhepunkt als Kakashi-sensei sehr vertraute Handzeichen formte, langsam genug für sie um ihnen einfach zu folgen. An seiner Seite materialisierten sich drei grimmige, höhnisch grinsende Shinobi und ihre Kehle zog sich zu und obwohl sie wusste das es nur eine Illusion war griff sie automatisch in ihre Waffentasche. Sasuke war schneller. Seine Hände flogen so schnell durch eine Reihe Handzeichen das sie kaum erkennen konnte welche es waren und als er sie zu dem finalen Tigerzeichen zusammen schlug wusste sie genau was kommen würde.

Er atmete tief ein, seine Augen dunkel und konzentriert und als er ausatmete kam mit der Luft eine enorme, sich windende Miniatursonne hervor die vorwärts raste und unabwendbar die Gegner treffen würde. Sie erkannte das Katon: Gōkakyū no Jutsu. Sie erkannte auch das die Gegner schnell waren und der Technik hätten ausweichen können da der Weg der Flammen voraussehbar war und sie sich nicht schneller vorwärts bewegten als ein gut geworfenes Kunai.

Doch sie wichen nicht aus.

Ein Teil von ihr wusste das es nur ein Genjutsu war, nicht einmal ein besonders subtiles, doch ihre Erinnerungen brachten den Geruch mit sich, die Geräusche und sie konnte nur in stillem Horror dabei zusehen wie sie brannten. Der Sasuke-kun in der Illusion war lange nicht so davon betroffen wie sie es war.

Sie schrie als jemand ihre Arme hart genug packte um blaue Flecke zu hinterlassen und sich Fingernägel in ihre Haut bohrten. "Hör auf, Kakashi-sensei!", forderte Sasuke, auch wenn die Stärke seines Griffs die Illusion bereits gebrochen hatte. "Was auch immer du ihr zeigst, stopp es!"

Kakashi-senseis Stimme war ruhig als er antwortete auch wenn er geschrien haben könnte und es hätte für sie keinen Unterschied gemacht. Sakura hatte sich von Sasuke-kun losgerissen und war in die Hocke gesunken, Hände am Kopf und in dem verzweifelten Versuch gefangen die Bilder von sich zu schieben die sich in ihre Erinnerungen gebrannt hatten. Sie sah noch immer das triumphierende Grinsen des Sasuke-kun in der Illusion , etwas so familiäres aus dutzenden von Taijutsukämpfen in der Akademie und doch so seltsam und anders wenn es mit der Szene zusammen gebracht wurde die das Genjutsu ihr gezeigt hatte.

"Ich mache das nicht aus Grausamkeit. Es wird ein Punkt in eurer Karriere kommen in der sie sich mit deinen Ninjutsu abfinden muss. Besser hier und jetzt ohne die Gefahr echter Gegner die ihre Ablenkung nutzen könnten als später. Auch wenn ich Vertrauen in Sakuras Fähigkeit habe im Kampf durch ihre Angst hindurch zu kämpfen."

Sakura rührte das Kompliment kein bisschen, weil sie nicht viel bewundernswertes darin sehen konnte nicht sterben zu wollen und zur Sekunde auch einfach nicht in der Lage war richtig aufzunehmen was er gesagt hatte.

"Sakura..."

Sie zuckte vor Sasuke-kuns ausgestreckter Hand zurück und versuchte tief ein und aus zu atmen. "Gut", sagte sie schließlich zittrig. "Mir gehts gut." Zu Lächeln brachte sie nicht fertig, doch sie wiederholte ihr Mantra noch einmal. "Mir gehts gut."

Sasuke-kun sah sie verdrossen an, doch sie dachte nicht das er ihr widersprechen würde. "Nein", sagte er zu ihrer Überraschung. "Dir geht es nicht gut. Und ich denke nicht das was Kakashi getan hat geholfen hat. Was war der Sinn dahinter?", verlangte er von Kakashi-sensei zu wissen.

"Der Punkt ist das die Frage ist wie gut ihr zwei zusammenarbeiten könnt nachdem ihr gesehen habt wie die Situation ist? Wie sehr vertraut ihr einander? Mit dir und Naruto ist es so: Ihr habt gekämpft und gestritten, aber ihr könnt immer noch gut zusammenarbeiten. Sind du und Sakura auch dazu in der Lage?"

Sasuke-kun sah aus als wollte er mit einem harschen Konter antworten, doch er sah zu Sakura herüber und verkniff es sich. "Was willst du von uns?", fragte er stattdessen grimmig.

"Sakura, du bist Rechtshänderin und Sasuke favorisiert seine linke Hand wenn man ihm die Wahl gibt, also machen wir es so. Haltet euch an den Händen."

"...was?", fragte Sasuke-kun scharf, "Warum sollten wir?"

"Macht schon", drängte Kakashi-sensei.

Sasuke-kuns aufgesetztes Seufzen war ein Zeichen dessen das er es aufgegeben hatte mit ihrem Sensei darüber zu diskutieren, aber Sakura empfand keinerlei vorfreudige Aufregung als er ihre Hand ergriff. Seine Hände waren trocken und warm, ihre schwitzig. Sie fand es peinlich, aber es war vor allem unangenehm weil ein Teil von ihr erkannte das sie es eigentlich hätte genießen müssen ihrem Schwarm so nahe zu sein während der Rest ihres Körpers instinktiv das Weite zu suchen versuchte. Waren ihre Gefühle für ihn wirklich so schwach als das sie weichen würden wenn man sie mit dem Bild von ihm wie er Menschen in Flammen setzte konfrontierte?

Sie hatte gewusst das er eine Feuernatur hatte. Sie hatte von den Ninjutsu der Uchiha gehört, hatte sie in Aktion gesehen. Doch sie hatte nicht verstanden was das bedeutete.

Also hatte das Flattern ihres Herzens als Kakashi-sensei ihre Handgelenke mit einem dunklen Stück Stoff zusammenband nichts mit Nervenkitzel zu tun und alles mit dem erdrückenden Gefühl gefangen zu sein.

"Die Übung ist simpel. Oder sie sollte es sein wenn ihr alleine arbeiten würdet oder eure Bewegungen gut koordinieren könntet. Wir haben einen Teil davon schon geübt, Sakura. Ich gebe euch Beiden ein Ziel vor. Ihr Zwei werdet zusammenarbeiten müssen um dorthin zu kommen ohne zu 'sterben'. Wenn ich euch mit denen hier treffe", er ging zu dem Pfahl an den er einst Naruto gebunden hatte und warf sich einen Sack über die Schulter, "seit ihr tot und kommt hierher zurück um es nochmal zu versuchen. Sterbt fünf Mal und ihr fallt durch die Übung."

"Was sind die?", fragte Sasuke-kun vorsichtig.

"Dieses Mal Gummibälle in roter Kreide", erklärte Kakashi-sensei fröhlich. "Keine Sorge. Sie hinterlassen hässliche blaue Flecke, aber sie werden euch wahrscheinlich nichts brechen. Regeln – naja, ich brauche euch nicht zu sagen das Ninjutsu verboten sind. Keine Waffen. Das Ziel ist es auszuweichen und nicht zu reflektieren. Irgendwelche Fragen? Nein? Dann ist euer Ziel die nordöstliche Grenze des Geländes an dem eine umgefallene Ulme liegt an die ich ein pinkes und ein blaues Band gebunden habe. Wenn ihr beide Bänder habt seit ihr in Sicherheit."

In der Theorie war es nicht viel anders als die Übungen die sie im Wellenreich hatte hinter sich bringen müssen.

In der Praxis war es ein völlig anderes Biest.

Sakura hatte mehrere Wochen Übung darin mehreren Verfolgern zu entkommen, die Punkte vorauszuahnen an denen Kakashi-sensei sie mit Wurfgeschossen angreifen würde und in vollem Sprint auf Kurs zu bleiben. Ihre Ausdauer und die Fähigkeit auszuweichen waren besser als je zuvor. Und Sasuke-kun war, naja, Sasuke-kun. Es hätte einfach sein sollen.

Das war es nicht.

Sie 'starben' zweimal kurz hintereinander und nie war es wirklich seine noch ihre Schuld, doch einfach auch deswegen weil sie nicht wirklich miteinander klar kamen. Als sie versucht hatten sich daran zu gewöhnen nebeneinander zu laufen – obwohl sie etwa gleichgroß waren und Schrittlänge kein Problem war hatte Sakura instinktiv versucht das Tempo zu erreichen von dem sie wusste das sie es halten konnte während Sasuke versucht hatte sie in einen etwas schnelleren Lauf zu drängen – und dann weil sie versuchten hatten in unterschiedliche Richtungen auszuweichen was darin resultiert war das sie ins stolpern gekommen waren.

So wie es nun einmal war fühlte sich ihre Schulter ein wenig steif an. "Das funktioniert so nicht", murmelte Sasuke-kun als er sie in die Deckung eines massiven Baumes zog. "Wir müssen...rufen oder irgendwas tun wenn einer von uns Kakashi bemerkt."

Sakura war die Unsicherheit die Sasuke-kun ausstrahlte nicht gewohnt, doch sie nickte ohne ihn wirklich anzusehen. Sie wusste das sie ihm damit nicht wirklich half, hielt sie doch mehr Abstand zwischen ihnen als sie es normalerweise tun würde doch jedes Mal wenn sie sich näher kamen glaubte sie Rauch zu riechen. Ob der Geruch nun echt war oder ein Produkt ihrer Fantasie hatte dabei keine Bedeutung. Es machte die Übung nur noch schwieriger.

Also überließ sie Sasuke-kun die Führung, doch auch wenn er es jetzt ernst nahm und sein Sharingan aktiviert hatte während Sakura ihre Erfahrungen mit Kakashi-sensei ausnutzte um ihm nützlich zu sein – er versuchte schließlich nicht wirklich sie zu töten, also machte er seine Position in einer Art und Weise deutlich die einem auffallen konnte wenn man nach ihm suchte – doch auch wenn sie weiter gekommen als je zuvor traf einer der Bälle Sasuke-kun mitten in die Brust.

"Ich bin nicht taub, wisst ihr", rief Kakashi-sensei trocken aus den Bäumen herunter.

Sasuke hatte ihn verärgert angestarrt bevor sie zurück zum Start gegangen waren.

Wenn sie diese Übung vor dem Wellenreich hätte machen müssen wäre sie schon längst am Ende ihrer Kräfte angekommen gewesen. Die Strecke die sie laufen sollten war nicht zu unterschätzen und wenn man zusammenrechnete wie oft sie es schon versucht hatten waren sie insgesamt sicher schon einmal bis zur Außengrenze des Übungsgeländes gelaufen. Aber jetzt hatte sie erst die Grenze zum Unwohlsein überschritten und war bereit für den nächsten Versuch. Sie hatte endlich einen Blick auf Sasuke-kun erhaschen können und las in seinem Gesicht eindeutig die Frustration bevor sie zu ihren Händen hinab sah.

Was wenn...?

Sie brachte sich dazu näher an Sasuke-kun heranzurücken, welcher die Nähe sofort bemerkte und sie fragend ansah.

"Es ist nur eine Idee, aber", murmelte sie leise, "was wenn wir Druck benutzen?"

"Hn?"

"Was wenn wir unsere Finger ineinander verschränken? Das würde fünf Druckpunkte ergeben. Was wenn wir jedem Punkt eine Richtung zuweisen? Zum Beispiel vorwärts für den Zeigefinger, zurück für den kleinen Finger, links für den Mittelfinger, recht für den Ringfinger und runter für den Daumen?"

Sasuke-kun war für eine so lange Zeit still das sie zu denken begann das er ihre Idee für dumm hielt und es bevorzugen würde wenn sie überhaupt nicht Händchen halten mussten. "Das könnte funktionieren", flüsterte er schließlich. "Üben wir auf dem Rückweg?", er verschränkte seine Hand mit ihrer.

Ihr Herz schienen für einen Moment auszusetzen und es lag nicht nur daran das der Junge den sie mochte ihre Hand in einer Weise hielt die viel persönlicher war als der passive Griff den sie zuvor gehabt hatten. Es lag auch daran, dass Sasuke Uchiha, einer der besten Shinobi ihrer Abschlussklasse, ihrem Plan zugestimmt hatte.

Und weil der Geruch nicht ihrer Vorstellungskraft entsprungen war. Sasuke-kun roch leicht nach Rauch.

Doch sie schob es bei Seite und konzentrierte sich darauf mit Sasuke-kun zusammen zu arbeiten, weil es peinlich gewesen wäre wenn sie die Richtungen verwechselt hätte nachdem sie den Vorschlag selber gemacht hatte.

Dieses Mal liefen sie in einer fast perfekten Einheit los als Kakashi-sensei das Signal gab. Sasuke-kun schien ein wenig überrascht zu sein als sie ihre Geschwindigkeit mittels Chakra an seine anpasste. Doch sie waren bereits bei ihrem vorletzten Versuch und ihr Drucksystem funktionierte. Sie beide waren hypersensitiv für ihre Umgebung und die Signale die der andere sandte. Es war nicht hübsch anzusehen, aber es funktionierte.

Es brachte sie zu der Ulme und sie schafften es das blaue Band zu greifen, doch Sakura wusste nur zu gut über Angriffe in letzter Sekunde Bescheid. Der Moment in dem Sasuke-kuns Blick ihren traf, strahlend vor Triumph und schwarz wie die Nacht, wusste sie was passieren würde.

"Nein--!"

Er hatte das Band schon losgerissen und entblößte dadurch die Papierbombe darunter die vorher nicht zu sehen gewesen war. Sie aktivierte sich und löste zahlreiche Fallen aus die so gut verborgen gewesen waren das er sie mit seinem Sharingan nicht entdeckt hatte. Ohne es hatte er nicht die Reaktionszeit um dem auszuweichen was jetzt auf ihn zukam.

Doch Sakura hatte sich bewegt noch bevor sie ihre abgehackte Warnung ausgestoßen hatte. Sie ignorierte geflissentlich das sein Gesichtsausdruck ein Spiegelbild dessen war was Kakashi-sensei ihr in dem Genjutsu gezeigt hatte. Eines Tages mochte es die Realität werden und dann würde sie damit klar kommen müssen, würde entscheiden müssen ob sie erschrocken über die Tat selbst sein würde oder darüber das sie so etwas auch getan hatte oder über eine grausamen Mix aus Beidem der sich als verbliebenes Trauma in ihr festgekrallt hatte. Aber heute war nicht dieser Tag. Heute war Sasuke-kun ihr Teamkamerad.

Ihre zusammengebunden Hände machten es schwierig sich zu bewegen und so sprang sie einfach vorwärts, griff mit ihren freien Hand um Sasuke-kuns Oberkörper und warf sich mit all ihrem Wissen über Chakramanipulation so schnell nach vorne das die Welt nur noch aus verschwommenen Farben bestand. Ein schwarzer Fleck den sie sehen konnte war mit Sicherheit Kakashi-sensei, doch sie hatte sich in einem Bogen nach oben katapultiert in dem sie sich nicht würde wehren können bis sie wieder gelandet war.

Als ihre Füße auf dem Boden aufkamen ohne das einer von ihnen von einem der Bälle getroffen worden war verstand sie das es das gewesen war was Kakashi-sensei gewollt hatte. Sie hatten nicht gewonnen. Es war ihnen nur erlaubt worden den Test zu bestehen.

Sie griff trotzdem nach dem zweiten Band und sprang mitsamt Sasuke-kun außer Reichweite der Fallen die sie damit aktivierte. Vielleicht würde sie eines unwahrscheinlichen Tages gut genug sein um in einem direkten Kampf gegen Kakashi-sensei zu gewinnen. Doch heute reichte es ihr wenn sie seine Zustimmung in dem hatte was sie tat.

Zumindest falls Sasuke-kun je wieder mit ihr reden würde nachdem sie ihn gewaltsam aus dem Weg gezerrt hatte.

[Kill Your Heroes]


Sakura hatte ein Publikum als sie vor dem Spiegel stand und das erste Mal ihr komplettes neues Outfit betrachtete. Sie hatte guten Fortschritt darin gemacht ihre Stiefel einzulaufen, doch sie hatte sie wie neu aufpoliert um eine Idee davon zu bekommen wie sie aussehen könnte. Ihr Rock war kürzer und bestand aus deutlicher weniger Stoff als ihr Kleid gehabt hatte. Er hatte einen blass violetten Farbton der die Stoffquadrate aussehen ließ wie Blütenblätter. Ihre Kleider waren zu ärmellosen Westen gekürzt worden und sie trug ihren Shemagh, von dem sie nun endlich wusste wie man ihn richtig band.

Ihr Haar war in einen losen, tiefen Pferdeschwanz zusammengebunden und ihr Stirnband trug sie wie gewohnt auf dem Kopf.

Und, wie Hasekura-san versprochen hatte, saßen ihren Messer angenehm eng an der Außenseite ihrer Oberschenkel zusammen mit den eingebauten Aufbewahrungsmöglichkeiten für Kunai und Shuriken. Er hatte ein leichtes Futter eingearbeitet, dass das Tragen über längere Zeit angenehmer machen sollte und da es ein volles Holster war hatte er ihr erklärt das es einfacher sein würde Extras wie Taschen an ihrem Gürtel zu befestigen. Es ließ sie sich wie einen richtigen Erwachsenen fühlen.

Normalerweise wäre das etwas Gutes gewesen. Doch in diesem Moment und unter diesen Umständen war sie sich nicht sicher ob sie ein Erwachsener sein wollte. Morgen lief die Frist zur Registrierung bei den Chunin-Auswahlprüfungen ab. Was bedeutete das heute Kakashi-senseis letzte Chance war den Jungs beizubringen das sie die Prüfung ablegen würden falls er entschieden hatte das sie bereit waren.

Sie streckte ihre Finger nach ihrem Spiegelbild aus, doch zog sie zurück bevor sie Abdrücke auf dem Spiegel hinterlassen würde. "Also, was denkt ihr?", fragte sie ihr Publikum als sie sich ihnen zuwandte.

Schwänze wedelten in einer Art stummen Applauses, doch da Gurukos Augen geschlossen waren wusste sie nicht wie ernst gemeint das Kompliment war. Eine plötzliche Nostalgie über ihre Freundschaft mit Ino traf sie. Das erste Mal das sie Qipao Kleid getragen hatte, hatte Ino auf ihrem Bett gesessen und ihr applaudiert.

Sie mochte die Ninken, auch wenn es vielleicht etwas seltsam war wenn man bedachte was sie unter ihnen täglich erleiden musste, doch es war einfach nicht das selbe.

Also nahm sie die Komplimente mit einem Seufzen so gut wie es ging an und verließ zusammen mit dem Rudel das Haus. Die Hunde wanderten nach kurzer Zeit in eine andere Richtung um was auch immer zu tun das sie für den Tag vorhatten und Sakura tat das Gleiche. Ohne eine Verabredung dazu sich mit Team Sieben zu treffen und mit einem klaffenden Loch in ihrem sozialen Umfeld das ihre Rivalität mit Ino hinterlassen hatte driftete sie einfach ab. Sie bummelte eine Weile an Schaufenstern vorbei, doch alleine zu shoppen war nicht besonders toll und es war zu früh um zu essen also war sie irgendwie froh als sie eine vertraute Stimme hörte.

Doch als sie Naruto entdeckte wie er mit Akademieschülern Ninja spielte war sie sich nicht sicher ob das die richtige Reaktion gewesen war.

Die Vermutung das sie seine Freundin war kam unvermittelt. Sie hätte es gut sein lassen weil sie jetzt ein Genin war und Genin nicht in Kämpfe mit Akademieschülern verwickelt wurden aber als Naruto rot wurde, sich am Kopf kratzte und "Denkst du?", fragte war es einfach zu viel. Sie schlug ihm auf den Kopf.

Ein scharfer Blick zu den Kindern reichte aus um sie zu verscheuchen was nicht schlecht war bis das lauteste und anstrengendste der Kinder in jemanden hinein lief.

Dieser Jemand trug ein Stirnband dessen Symbol sie bisher nur in Lehrbüchern gesehen hatte. Er war außerdem nicht sehr begeistert davon von einem Blag umgerannt zu werden, was sie in gewisser Weise verstehen konnte. Aber nicht bis zu dem Punkt wo er Konohamaru am Kragen packte und vor sich in der Luft baumeln ließ.

Naruto hatte seine Haltung verändert und drohte über seine Gestik die ganze Situation weiter eskalieren zu lassen auch wenn er nichts weiter verlangt hatte als das der Fremde Konohamaru absetzte. Sakura aber wollte die Situation nicht noch verschlimmern, besonders weile sie eine gute Idee hatte was ein Suna-Nin in den Straßen ihres Dorfes zu suchen hatte. Vorfälle zwischen Dörfern waren schlecht, egal welche Dörfer darin verwickelt waren.

Also verbeugte sie sich stattdessen. "Es tut mir sehr leid", entschuldigte sie sich, ihre Ehrlichkeit verstärkt durch die Nervosität. Denn auch wenn die beiden Fremden wahrscheinlich Genin Kandidaten für die Prüfungen waren, waren beide Suna-Nin älter als Naruto und sie. Doch der ältere Junge wollte sich nicht einfach so abspeisen lassen.

Wärend er sie missbilligend ansah kämpfte Sakura darum ihre Hände von ihren Messern fernzuhalten und die richtigen Worte zu finden die ihn beruhigen würden. Weil es immer nur um ein vielfaches schlimmer wurde sobald Waffen ins Spiel kamen, geschweige denn echte Gewalt. Denn das würde es unendlich schwieriger machen die Situation zu deeskalieren. Zumindest war das ihre Erfahrung mit Naruto und Sasuke-kun. Sie wäre mehr als bereit gewesen die Sache mit Worten zu klären.

Doch Sasuke-kun schritt ein bevor sie etwas sagen konnte und genau wie sie gedacht hatte war der Fremde mehr als bereit Sasuke-kuns Stein mit etwas anderem zu kontern, auch wenn sie nie erfuhr mit was genau.

Als ein dritter Fremder zu den anderen stieß bezweifelte sie für einen Moment ob es wirklich ihr Glück gewesen war. Der jüngere Shinobi hatte flammend rotes Haar und kontrollierte seine Teamkameraden eindeutig durch Angst. Sie wollte nicht wissen wie es sein würde ihm in den Prüfungen zu begegnen.

Doch sie biss sich auf die Lippe und blieb still als er Sasuke-kuns Namen zu wissen verlangte und Sasuke-kun im Gegenzug den von Suna no Gaara erhielt. Sollte Naruto doch all ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie würde glücklich sein wenn diese unangenehmen, intensiven grünen Augen niemals an ihr hängen bleiben würden.

Niemand sagte einen Ton zu ihrem neuen Outfit.

[Kill Your Heroes]


Sakura hielt sich zurück als die Jungs Antworten von Kakashi-sensei verlangten und wenn es Abneigung war die sie verspürte als er ihre Teilnahme bestätigte versuchte sie diese gut zu verbergen. Weil sie nach allem was sie zusammen durchgemacht hatten nicht diejenige sein wollte die ihr Team aufhielt. Naruto würde sich beschweren, was sie irritierend aber ertragbar fand, doch nach ihrer Teamübung und vielleicht auch schon vorher hätte sie es nicht ertragen können Sasuke-kun zu enttäuschen der eindeutig unbedingt teilnehmen wollte.

Also schluckte sie ihre eigenen Bedenken herunter.

Wenn sie bis zum nächsten Morgen wartete um ihre Formulare auszufüllen und den Abend stattdessen damit verbrachte wie besessen ihre Ausrüstung zu überprüfen und mehrere Stunden in der Ecke ihres Zimmern zu hocken – ihre Bettdecke um ihre Schultern geschlungen während sie versuchte nicht darüber nachzudenken was morgen passieren würde – würde es nie jemand erfahren.

Als sie am nächsten Morgen aufwachte hatte sie ihre Haltung und Perspektive teils wiedergefunden. Es war nur ein Test darauf ausgerichtet zu bestimmen ob sie für eine Beförderung geeignet waren. Die Mission im Wellenreich war eine Abnormalität gewesen, etwas das sie nicht als Maßstab dafür verwenden sollte was an diesem Punkt in ihren Karrieren von ihnen erwartet wurde. Sie hatte sich selbst davon überzeugt das er viel näher an den Standards der Akademie liegen würde als alles was sie auf der Brücke erlebt hatte. Die Umstände würden kontrolliert und die Prüflinge überwacht sein, denn es machte nicht viel Sinn Genin während der Prüfung zu verlieren.

Besonders Genin die zu fremden Dörfern gehörten, wie die Suna-Nin denen sie gestern begegnet waren. Sie konnte sich vorstellen das es einen großen Aufruhr geben würde wenn es zur Regel geworden wäre das Shinobi in fremden Dörfern ums Leben kämen.

Wenn sie darüber nachdachte fielen ihr wieder die Geschichten ein die ihre Eltern ihr von ihren Prüfungen erzählt hatten als Sakura berichtet hatte das Kakashi-sensei den Glöckchentest mit ihnen gemacht hatte. Ihre Eltern waren Chunin und wenn die Prüfungen wirklich so schrecklich wären hätten ihre Eltern das zumindest beiläufig erwähnt. Die meisten Ninja im Dorf waren Chunin, auch jene die keine Position hatten in denen sie kämpfen mussten.

Also musste es etwas sein das selbst jene Shinobi schaffen konnten die hundertprozentig theoretische Aufgaben wahrnahmen.

Also war es nicht wirklich ihr Selbstbewusstsein das sie sich eine Beförderung verdienen konnte das sie aus der Tür trieb sondern ihre Überzeugung, dass sie wusste was sie erwartete. Egal was nach ihrem Abschluss passiert war, in der Akademie war sie doch immer sehr gut gewesen. Wenn sie von ihr erwarteten etwas in der Art zu tun hatte sie genug Vertrauen in ihren Fähigkeiten als das sie ihr Team nicht zurückhalten würde.

Wenn man nach den Gesichtsausdrücken der Jungs ging teilten sie ihre Einstellung.

Zuerst geschah nichts was Sakuras Ruhe gestört hätte. Selbst wenn sie so unaufmerksam gewesen war, dass sie nicht gemerkt hatte das sie nach dem Erdgeschoss noch nicht weit genug nach oben gestiegen waren um im dritten Stock angekommen sein konnten hatte sie das Genjutsu dennoch gespürt sobald sie die Etage erreicht hatten.

Die schriftliche Prüfung die folgte pushte ihr Selbstbewusstsein deutlich, weil sie die Fragen zwar herausfordernd aber nicht unmöglich fand und sie der Überzeugung war das sie alle richtig beantwortet hatte.

Auch wenn es an ihrem Stolz zehrte das Narutos dramatischer Auftritt verdeutlichte wie wenig es bedeutete das sie diese Fragen beantworten konnte war es doch nichts im Vergleich dazu was als nächstes passierte.

Der Wald des Todes an sich war schon schlimm genug.

Doch was sie dort fanden veränderte sie für immer.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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