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Kill Your Heroes

GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Itachi Uchiha Kakashi Hatake Sakura Haruno
08.06.2018
03.11.2019
29
93.365
12
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Dieses Kapitel
1 Review
 
22.09.2018 3.277
 
-Kapitel Elf-

Scopophobia II



Sakura war inmitten eines Traumes in dem sie langsam von einem unnachgiebigen, gesichtslosen Gegner erstickt wurde als ein Teil ihres Verstandes registrierte das der Druck auf ihrer Brust sehr real war. Das alarmierte sie genug um sie aufzuwecken und träge in das graue Licht zu blinzeln das eine baldige Dämmerung versprach.

Sie musste nicht lange nach dem suchen was sie aufgeweckt hatte. Pakkun saß auf ihrer Brust und starrte sie erwartungsvoll an. Ein seltsames Geräusch, irgendwo zwischen Überraschung und einem verzweifelten Stöhnen, entwich ihr. 'Geck' kam phonetisch wohl noch am ehesten heran.

"Sei nicht so, Sakura", meinte er. "Besonders weil du zu diesem Anblick aufwachen darfst."

Dieses Mal war es ein ausgewachsenes Stöhnen das ihr entwich und Pakkun musste von ihr herunter springen als sie sich auf den Bauch drehte um ihr Gesicht ins Kissen zu drücken. Die Schärfe des Albtraums verschwand schnell. Anders als manch andere Albträume die sie hatte würde sie seine Details wahrscheinlich schon vergessen haben wenn sie es ins Badezimmer geschafft hatte.

Sie streckte sich solange bis auch die letzte Müdigkeit von ihr abgefallen war und warf schließlich ihre Decke auf Pakkun als sie aufstand. Allerdings stolperte sie dabei beinahe über Guruko der mit dem Schwanz wedelte als er sie sah.

"Wie seit ihr hier überhaupt reingekommen?", fragte sie in den Raum hinein. Sie hatte erwartet das ihr gestrige Auszeit einmalig war, also war sie nicht wirklich überrascht, doch sie hatte gedacht das Kakashi-sensei sie zumindest vorwarnen würde.

"Wir sind auch Ninja, weißt du?", antwortete Urushi. "Wenn etwas getan werden muss finden wir einen Weg."

Shiba kicherte. "Wie uns die Tür vom Boss aufmachen zu lassen."

Akina seufzte lautstark. "Manche Mysterien sollten lieber unerklärt bleiben", meinte er zu Shiba.

Shiba konterte ohne zu zögern damit das Hatake Kakashi zu manipulieren ein Trick war für den man Lob verdient hatte. Sakura überließ sie ihrem leisen Zanken und begann ihre mittlerweile stark verkürzte Morgenroutine. Sie hatte nach zwei endlosen Tagen unter Kakashi-senseis "Gassi gehen"-Training festgestellt das es sinnlos war viel Mühe darauf zu verwenden sich das erste Mal anzuziehen, weil eh alles was sie trug nach ein paar Stunden dreckig und verschwitzt sein würde. Auch wenn sie dem Unausweichlichen erst nach knapp zwei Wochen nachgegeben hatte.

Doch jetzt wusch sie sich das Gesicht, putzte ihre Zähne, band ihr Haar in einen strengen Pferdeschwanz zurück und machte sich auf den Weg zwischen den Hunden hindurch quer durch ihr Zimmer um Kleidung raus zu suchen ohne auch nur einen Gedanken an Lipgloss oder daran ihren Nagellack aufzufrischen zu verschwenden. Sie hatte nicht gedacht das es einmal eine Zeit geben würde in der sie dankbar dafür sein würde Sasuke-kun nicht zu sehen, doch sie würde einen großen Teil ihres Gehalts dafür opfern das er sie niemals zu Gesicht bekam nachdem die Ninken mit ihr fertig waren.

Sakura trug Kleidung von der sie dachte das sie die Tour überleben könnte was auf ein Oberteil mit dreiviertel langen Ärmeln und eine graue Stoffhose herauslief die in ihren neuen Stiefeln steckte.

Das Rudel erhob sich mit ihr, gähnend, sich streckend und lauthals beschwerend, doch all ihr Schwänze wedelten vorfreudig als sie Sakura nach draußen und zu einem bewaldeten Übungsgelände scheuchten. Naja, abgesehen von Pakkun der so tat als hätte sie seine Ehre zutiefst verletzt. Auch wenn er sich dazu bewegen ließ ihr mitzuteilen das Kakashi-sensei sie später am Morgen am Krankenhaus treffen würde und sie deshalb früher würden aufhören müssen. Sein Versprechen, dass das Training dafür extra anstrengend werden würde hinterließ bei Sakura eine böse Vorahnung.

Und sie behielt recht.

Am Ende des Morgens hatte Pakkun wieder beste Laune doch Sakura fühlte sich als hätte man sie durch die Mangel gedreht. Sie war während eines Sprints hart von Bull gerammt worden, was eigentlich in Ordnung gewesen wäre. Doch Shiba war neben ihr gelaufen und so war sie über ihn gestolpert und am Ende hatte Sakura sich bis zu den Schultern in einem schlammigen, mit Mücken befallenen Teich wiedergefunden. Also war einer ihrer Arme zur Sekunde bis zum Ellbogen mit Schlamm verschmiert und ihr Oberteil stank nach Eu du abgestandenes Teichwasser.

Sie hatte sich gesorgt das sie Shiba weh getan hatte doch abgesehen davon das er sie nicht ansehen konnte ohne zu kichern schien es ihm gut zu gehen.

Andererseits juckte die Narbe auf ihrer Brust. Sie dachte das es größtenteils psychologisch war, sie hatte mehrfach nachgesehen ob nicht doch ein Tier im Schlamm verborgen gewesen war – so langsam glaubte sie das sie diesen speziellen Teich mit voller Absicht passiert hatten – doch das hielt sie nicht davon ab sich dazu zwingen zu müssen dem Drang zu kratzen nicht nachzugeben. Als sie es nicht länger aushielt zog sie den Kragen ihres Oberteils herunter und kratzte die Region über ihrem Schlüsselbein mit ihrem kleinen Finger.

Die Narbe war sehr viel größer als die in ihrem Gesicht, rauer und roter, auch wenn sie jetzt nur noch am Ende des Trainings und wenn es regnen würde juckte. Trotzdem drehte sie noch immer ihren Kopf weg um sie nicht ansehen zu müssen.

Das war ihre einzige Entschuldigung dafür das sie die Gruppe nicht kommen sah und selbst wenn sie die Shinobi hätte kommen sehen fühlten sich ihre Muskeln an wie überkochte Nudeln und hätten einen Fluchtversuch zwecklos gemacht.

So wie es nun einmal mal war zuckte sie zusammen als eine vertraute Stimme rief: "Sakura, bist das du?"

Sakura trug ihren Shemagh nicht weil er noch immer so neu war das eine Schande gewesen wäre ihn so dreckig werden zu lassen, doch mit einem Mal fühlte sie sich sehr nackt ohne ihn als sie hastig ihren Kragen richtete. Doch wenn man sich ansah das Ino mit offenem Mund vor ihr stand was es zu spät für mehr als eine hastige Schadensbegrenzung. Als ihr Blick von Ino abglitt entdeckte sie Shikamaru der sie mit hochgezogenen Augenbrauen musterte, doch sie konnte seine Miene nicht näher deuten. Asuma-sensei schien ehrlich überrascht. Sie verspürte eine flüchtige Dankbarkeit darüber das Choji es für wichtiger erachtete seine Chips aufzuessen als sie anzustarren, denn er schien eher verwirrt von der Reaktion seiner Teamkameraden zu sein als alles andere. Realisierend das ihre Hand noch immer in ihre Schulter verkrampft war ließ sie sie fallen.

"Und wer sonst sollte ich sein, Pig?", schnappte Sakura defensiv.

Sie fühlte sich sofort schuldig als Ino aufschäumte, doch es war ihr zu peinlich gesehen worden zu sein. Es waren nicht nur die Narben, auch wenn die schon schlimm genug waren. Sie war dreckig und stank und ihre Zukunft war voller Morgen an denen sie von Hunden gejagt wurde und Missionen bei denen sie selbst oder jemand anderes dem Tod begegnen würden.

Und Ino...

Ino war eine natürliche Schönheit. Sie war die Yamanaka in einem Team das auf ihre Talente zugeschnitten war und das sie niemals nutzlos im Kampf zurücklassen würde.

Unfair, dachte Sakura bevor das Schuldgefühl zurück kam. Was auch immer sie waren, sie und Ino, sie waren den Großteil ihrer Leben beste Freundinnen gewesen und was sie im Wellenreich erlebt hatte wünschte sie niemandem.

Ihre Hand griff wieder nach ihrem Oberarm und sie war so in Gedanken versunken das sie nicht sofort bemerkte das Ino sie besorgt ansah. Sie stand deutlich näher an Sakura dran als vorher, wahrscheinlich weil sie ihr hatte ordentlich die Meinung sagen wollen. Sie war schon immer so gewesen.

"Sakura", sagte Ino langsam, "diese Narben...."

Da war die Frage gegen die sich versucht hatte zu wappnen seit sie Inos Stimme erkannt hatte. Sie zuckte dennoch zusammen.

Wenn es nur sie zwei gewesen wären hätte sie vielleicht ehrlicher geantwortet, doch selbst wenn Shikamaru und Choji seit klein auf Inos beste Freunde waren kannte Sakura sie nur als Klassenkameraden. Asuma-sensei war ein Fremder. Also zuckte sie mit den Schultern und zeigte ihre beste, aber zittrige tapfere Miene. "Sorry", meinte sie, "ich hab noch was zu tun."
Und mit dieser miesen Ausrede rannte sie davon.


[Kill Your Heroes]


Sakura war nach Hause geflohen, hatte geduscht und sich deutlich umsichtiger angezogen als sie es zu ihrem morgendlichen Training getan hatte und trotzdem war sie noch immer zwanzig Minuten früher da als Kakashi-sensei. Normalerweise war auf ihn zu warten nicht aktiv nervig da es ihr Zeit gab mit Sasuke-kun zu reden, aber dieses Mal stand sie wegen dem anstehenden Termin eh schon unter Spannung.

Naja, theoretisch waren sie noch nicht zu spät, aber Sakura war schon immer der Typ gewesen der etwas zu früh zu Treffen kam, sodass sie niemals aussah als wäre sie die letztem Meter gerannt und weil sie die Art von Schülerin und Tochter war der elterliche Zustimmung sehr wichtig war. Krankenhauspersonal unnötig von seiner Arbeit abzuhalten registrierte bei ihr als eine sehr schlechte Idee, doch Kakashi-sensei tauchte erst in letzter Minute auf um die nötigen Formulare auszufüllen. All das tat er mit einer Ruhe wegen der sie ihn am liebsten angeschrien hätte. Doch sie waren in der Öffentlichkeit und er war ihr Lehrer, also sagte sie nichts. Es half das die Krankenschwestern ihn mit einer wissenden, amüsierten Toleranz ertrugen.

Doch als sie den Gang heruntergeführt wurden war all ihre Irritation wie weg gewaschen und durch nervöse Vorfreude ersetzt. Sie wrang ihre Hände als sie auf dem Untersuchungstisch darauf wartete das es losging, doch glücklicherweise musste sie nicht lange warten.

Die Frau die den Raum betrat war durchschnittlich groß, hübsch genug in einer klassischen Art und Weise mit langem blonden Haar das in einem tiefen Zopf zurückgebunden war und ihr Lächeln ließ sie sich sofort entspannen.

"Ich bin Honda Kotone und ich werde heute deine Medic-Nin sein, Sakura-chan", sagte sie als sie den Raum betrat. "Du kannst mich gerne beim Vornamen nennen, das macht mir nichts aus. Ich habe gehört das du auf deiner letzten Mission ein bisschen zu viel Aufregung hattest. Nach dem was ich hier sehe", sie schielte auf das Klemmbrett das sie mitgebracht hatte, "ist es für dich wahrscheinlich angenehmer wenn dein Sensei vor der Tür wartet. Außer du möchtest das er bleibt?"

Sakura schüttelte den Kopf und Kakashi-sensei winkte ihr noch eben zu bevor er aus dem Raum verschwand, das Buch in der Hand. Wahrscheinlich würde er glücklicher werden wenn er einfach draußen sitzen und lesen konnte während er wartete.

Sie schaute zurück zu der Medic-Nin, welche die geschlossene Tür mit dem gleichen amüsierten Ausdruck betrachtete den auch die Krankenschwestern gezeigt hatten. "Dieser Mann", meinte sie schließlich und schüttelte nur den Kopf als sie sich zurück zu Sakura drehte. "Gut, wollen wir mal einen Blick drauf werfen?"

Selbst mit der klinischen Professionalität mit der sie arbeitete und der Tatsache das sie eine Frau war, war es trotzdem irgendwie unangenehm vor einer Fremden ihr Oberteil auszuziehen. Es wäre in einem öffentlichen Bad etwas anderes gewesen, doch es war tatsächlich sehr peinlich angestarrt zu werden während man seine Kleidung auszog. Selbst wenn die Augen des Gegenübers klar auf die Narbe fixiert waren.

Die Frau machte ein nachdenkliches Geräusch als sie näher kam und legte das Klemmbrett aus der Hand als ihre Hände vor grünem Chakra zu glühen begannen. Das unbekannte Jutsu lenkte Sakura effektiv von ihrer peinlichen Berührung ab. Sie hatten in der Akademie gelernt das es selten war das Chakra sich außerhalb von elementaren Ninjutsu körperlich verfestigte.
Als sie ihr Interesse erkannte begann die Medic-Nin zu erklären: "Das hier ist die Basis aller medizinischen Ninjutsu. Du kannst es als Diagnosetool nutzen wie ich es gerade tue oder damit heilen."

Sakura versuchte still zu sitzen während Kotone-sensei ihre Hand über die Narbe gleiten ließ. Sie murmelte leise vor sich hin bevor sie sagte: "Dein Arzt hat keine schlechte Arbeit gemacht wenn man bedenkt das er wahrscheinlich kaum Erfahrung mit solchen Verletzungen hatte. Ein paar Sitzungen und du bist so gut wie neu." Sakura war überrascht als Kotone-senseis Hand über die Narbe in ihrem Mundwinkel fuhr. "Das gilt auch für die hier."

Sakura blinzelte bevor es aus ihr herausbrach: "Kakashi-sensei hat gesagt, dass das Dorf nicht dafür zahlen wird die Narbe in meinem Gesicht zu behandeln."

"Wenn man bedenkt das dein Sensei Hatake Kakashi ist denke ich nicht das er absichtlich gemein zu dir sein wollte", meinte Kotone-sensei zu ihr als sie einen Stuhl an den Behandlungstisch heran zog. "Früher als es noch möglich war ihn lange genug in einem Behandlungszimmer zu halten um ihn tatsächlich verarzten zu können während er bei Bewusstsein war – und du hast keine Ahnung wie überrascht ich war das er dich tatsächlich hierher begleitet hat – war das die Regel. Tsunade-samas Medic-Nin Programm war noch ganz am Anfang also gab es nicht viele Medics und die, die es gab waren darauf abgestellt Shinobi so schnell wie möglich wieder kampffähig zu machen. Wir hatten nicht die Möglichkeit uns um kosmetische Behandlungen zu kümmern, aber heutzutage schätzt Konohagakure es sehr Shinobi in seinen Diensten zu haben die nicht aussehen als würden sie kleine Kinder zum Frühstück verspeisen. Man könnte sagen es gehört dazu wie wir unsere Shinobi nach außen hin darstellen wollen" meinte sie mit einem leisen Lachen. "Das gilt besonders für Kunoichi. Für weibliche Shinobi gibt es so etwas wie eine kosmetische Narbe nicht. Wenn du aus welchen Gründen auch immer ein Transformations Jutsu nicht nutzen kannst finden Menschen Narben an Männer sehr viel weniger verdächtig als an Frauen. Wir versuchen alle Shinobi davon zu überzeugen die zusätzlichen Termine wahrzunehmen um Narbenbildung zu reduzieren aber ab und an entscheiden einige sich dafür sie zu behalten weil sie besonders 'heldenhaft' oder 'männlich' sind und wir müssen es dabei belassen."

Sie rollte mit den Augen. "Also, kurz gesagt, ja, das Dorf wird die Behandlung übernehmen. Aber auch wenn ich ich die große Wunde heute behandeln kann und sie in ein paar Sitzungen verschwunden sein wird, wird sich ein Spezialist für Gesichtsverletzungen um die Narbe in deinem Gesicht kümmern. Die Haut im Gesicht ist besonders empfindlich was Verfärbungen angeht nachdem man sie geheilt hat und da du einen Großteil deines Lebens keine Maske tragen wirst übergeben wir solche Fälle an jemandem mit einer besonders ruhigen Hand. Und auch wenn ich dafür sorgen werde das du schnellstmöglich einen Termin bekommst wird es vor den Prüfungen wahrscheinlich nichts mehr werden. Also musst du noch eine kleine Weile damit leben, okay?"

Da Sakura sich darauf eingestellt hatte die nächsten Jahre mit der hässlichen Wunde leben zu müssen war es mehr als okay.

[Kill Your Heroes]


Ihre Narbe war schon ein wenig verblasst und fühlte sich seltsam an als sie das Krankenhaus verließ. Doch ihre Laune war um ein vielfaches besser als in den letzten Wochen als sie hinter Kakashi-sensei her zu ihrem Trainingsfeld lief. Das Problem mit Ino drohte ihre Stimmung zu zerschlagen, doch sie schob es für den Moment bei Seite.

Doch da war noch etwas anderes das sie beschäftigte und sie nutzte die Möglichkeit um Kakashi-sensei danach zu fragen während die Jungs es nicht hören konnten.

"Kakashi-sensei?"

"Aa?", fragte er ohne sie anzusehen. Sakura hätte es vielleicht peinlich sein sollen in der Öffentlichkeit mit jemandem gesehen zu werden der Pornos las – oder es wäre ihr peinlich gewesen wenn auch nur eine einzige Person sich daran gestört hätte – aber sie konnte nicht anders als neidisch auf die Fähigkeit zu sein gleichzeitig zu lesen und eine volle Straße im Zentrum von Konoha hinunter zu gehen ohne mit jemandem oder etwas zusammen zu stoßen.

"Die Chunin-Auswahlprüfungen. Werden wir daran teilnehmen?"

Sie bezweifelte es da sie das Gefühl hatte das die meisten Genin länger solche blieben als sie drei schon ein Team waren, aber Kakashi-sensei hatte ihnen auch erlaubt im Wellenreich zu bleiben nachdem er von Zabuza gewusst hatte. Was das über die Erwartungen aussagte die er an sie hatte machte Sakura Angst wenn sie zu sehr darüber nachdachte.

Kakashi-sensei summte nachdenklich vor sich hin. "Sensei denkt noch darüber nach also sag den Jungs noch nichts davon. Da ist noch etwas das wir vorher testen müssen."

"Was?"

"Das wirst du schon sehen", war seine Antwort.

Sakura kämpfte gegen einen komplizierten Knoten aus Gefühlen an die sie bei der Möglichkeit an den Prüfungen teilzunehmen erdrückten als sie die rote Brücke erreichten die zum inoffiziellen 'auf Kakashi-sensei warten' Ort für Team Sieben geworden war. Beide Jungs sahen überrascht aus sie zu sehen.

"Eh?!", rief Naruto, "Kakashi-sensei ist fast pünktlich! Was ist passiert?"

Kakashi-sensei gestikulierte theatralisch. "Nichts was ich tue macht dich je glücklich."

"Wegen dir muss ich manchmal sehr früh aufstehen und dann kommst du viel zu spät", erwiderte Naruto mit einem mürrischen Stirnrunzeln.

"Ah, das tue ich, nicht wahr?", konterte Kakashi-sensei in einem so blanken Tonfall als wäre ihm nie eingefallen das sein Verhalten jemanden irritieren könnte.

"Und wie!", bestätige Naruto. "Ich könnte noch schlafen oder zumindest ein paar coole neue Jutsus lernen, aber neeein, du musst mich ja so früh aufstehen lassen nur damit ich mit diesem Bastard hier warten kann", meinte er und zeigte auf Sasuke-kun dessen Gesichtsausdruck sich verfinsterte.

"Idiot", murmelte Sasuke-kun so, dass es gerade noch zu hören war.

Kakashi-sensei schritt ein bevor der Streit in eine gänzlich neue Runde gehen konnte. "Maa, maa. Lasst uns mal für eine Sekunde nett zueinander sein. Das Training heute Nachmittag wird etwas anders sein als sonst."

Naruto neigte dem Kopf zur Seite. "...du redest nicht davon uns ein neues Jutsu beizubringen, oder?", fragte er skeptisch.

"Nicht wirklich, nein. Es ist mehr eine Übung für euer Teamwork."

"Müssen wir?", maulte Naruto, "es war doch alles gut."

"Ja. Auch wenn die Übung hauptsächlich für Sasuke und Sakura ist."

Sakuras Laune hellte sich bei dieser Nachricht auf und sie warf einen Blick auf Sasuke-kun um zu sehen was er davon hielt. Sein Gesichtsausdruck hatte sich nicht groß verändert, doch sie beruhigte sich damit das Naruto ihn verärgert hatte und nicht sie selbst. Als hätte er ihren Blick gespürt huschte sein Blick zu ihr und ein wenig Strenge verschwand aus seinem Gesicht.

Doch keines der anderen Mitglieder von Team Sieben musste je nach einer Erklärung fragen da Naruto diesen Markt ganz für sich hatte. "Warum die Zwei?", beschwerte er sich und klang dabei ein wenig verletzt darüber das man ihn ausgeschlossen hatte.

Sakura freute sich mehr auf eine Chance mit Sasuke-kun zusammen zu arbeiten als das sie dazu bereit war Empathie für Naruto zu empfinden besonders weil die Jungs im Wellenreich so viel Zeit zusammen verbracht hatten während sie von Hunden gejagt wurde. Bis jetzt waren sie mehr eine Zweimannzelle gewesen neben der Kakashi-sensei und Sakura her gearbeitet hatten.

Doch was Kakashi-sensei als nächstes sagte ließ alle Vorfreude versiegen.

"Weil im Herzen der Ninjutsu des Uchiha-Clans das Katon steht. Und ich bezweifle das Sasuke so nett wäre ohne es kämpfen zu lernen."

Seine Worte mochten für Naruto bestimmt gewesen sein, doch sein Blick bohrte sich in ihren.

Es war das erste Mal das sie sich wünschte das Sasuke-kun irgendwo anders war als direkt neben ihr.

AN:
All credit for the original story goes to the phenomenal Evil is a relative term on fanfiction.com
A big thank you for letting me translate your story!
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