EINDDGWS

von matthew
OneshotRomanze / P18 Slash
07.06.2018
07.06.2018
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Ich habe diesen Oneshot schon vor vier Jahren geschrieben, aber jedesmal gedacht er wäre zu hardcore für das allgemeine Verständnis. Letztendlich bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich ihn den schwulen Fans zuliebe jetzt hochladen werde.
Ich denke bzw. hoffe, dass unsere Boys nichts dagegen haben hier sexualisiert und miteinander verkuppelt zu werden.
(Sorry, ihr habt es darauf angelegt :) Falls ihr euch selbst googelt und darüber stolpert: Ich (/wir)liebe(/n) euch und stehen immer hinter euch. Danke für alles und seht dashier als Kompliment.)

Kleine Anmerkung noch zum Titel - nein, der ist kein Tippfehler, sondern ein abgekürztes Zitat von Farid "Es ist nur der, der gefickt wird schwul." So kann man ja hier keine Fanfic nennen XD
Ps. Ich warne deutlich vor Slash 18!


***


Der Plan war an der Idee für mein neues Album zu arbeiten.
Zuerst mietete ich die Penthouse Suite. Dann zog ich ein und merkte, dass es verdammt langweilig hier war ohne meinen besten Freund. Nach ein/zwei Abenden Party saß ich alleine auf der Couch und schrieb Messages mit Farid.
„Bock vorbei zu kommen?“, tippte ich und er schrieb „Klar, Bruder.“
Da wusste ich noch nicht, dass aus meinem Album unser Album werden würde…

Nun ist es fast ein halbes Jahr her, doch ich erinnere mich an jede Kleinigkeit.
An die Farbe des Himmels. Ein tiefes, unergründliches Dunkelblau, wie man es nur im Hochsommer sah. Seichte Beats am Pool, der von Unterwasserlichtern beleuchtet und von Fackeln umrandet war. Mit Champagnergläsern stießen wir auf unser Leben an. Farid trug ein Lächeln im Gesicht. Ein Leuchten in den Augen, das mein Herz erwärmte.  
Neben uns jeweils eine heiße Frau im Bikini, nur zu unserem Vergnügen bestimmt. Morgen würden wir vielleicht sogar vier bestellen. Was interessierte uns Geld. Im Grunde könnten wir bei unserem Kontostand den Rapperjob an den Nagel hängen…

Nachdem wir angestoßen hatten, forderten unsere blond-/brünetten Schönheiten ihre Aufmerksamkeit. Meine verwickelte mich in einen Kuss, ich zog ihr Oberteil aus, schlug die Augen leise auf und beobachtete Farid, wie er seine Lady mit geschlossenen Augen küsste und ihr die Haare von der Brust strich. So sanft sah er aus, wie seine starke Hand sich um ihren Nacken legte. Ich schloss die Augen und behielt das Bild vor Augen. Gleich würde sie die Badeshorts von seinen Hüften streifen und ihm geben, was einem Mann wie ihm gebührte.
Ich fühlte Hitze in mir aufsteigen, führte die Frau zwischen meine Beine, um sie drauf hinzuweisen wie es weiter ging. Sie gehorchte und ich stützte die Hände auf den erhitzen Steinboden der Terrasse. Wieder warf ich einen Blick in Farids Richtung und traf auf seine dunkelbraunen Augen. Er lachte mich an, seine Lippe schnellte nach oben, um dann von einem lustvollen Zucken unterbrochen zu werden. Ich lachte zurück, lehnte den Kopf in den Nacken und stöhnte tief.
Wie selbstzufrieden und mächtig wir uns vorkamen. Nichts genossen wir mehr als unsere gemeinsamen Sexnächte.
Ich behielt Farids Gesichtsausdruck im Kopf, während die Dame sich schneller auf und ab bewegte. Sein Keuchen, nur wenige Meter entfernt von mir, drang in mein Ohr. Seine Stimme, die sich langsam dazwischen mischte... In dem Moment als ich meinen Orgasmus erlebte, schnappte ich die kleine grob an den Haaren und verbiss mir seinen Namen, der auf meinen Lippen lag. Ihr Aufschrei entging mir… erst als sich mein Atem beruhigte und ich ihre zerzauste Frisur sah, sagte ich leise „Sorry…“, beschäftigt mit anderen Dingen.

Farid war in den Pool gesprungen, ich bemerkte es, als er mich nass spritzte.
„Hey Toni, schwing deinen Arsch hier rein…“
Schon packte er mich am Arm und ich platschte ins Wasser, sodass ich keine Möglichkeit hatte zu grübeln. Ich schlang die Arme um seinen nackten Körper, hielt ihn fest und tauchte unter. Er wehrte sich mit aller Kraft, schwer gegen ihn anzukommen, bald resignierte ich. Lachend zog er mich aus dem Wasser. Wir kugelten uns im feuchten Gras. Ich blieb neben ihm liegen. Über uns die Sterne. Ich hörte uns gleichzeitig prusten. Mein Oberkörper vibrierte. Wassertropfen rollten seine Stirn entlang, als er den Kopf in meine Richtung drehte. Wir sahen uns an. Er mich. Ich ihn. Seine fast schwarzen, doch so gütigen Augen, die so viele Menschen mit Hass betrachteten, doch niemals mich...
Plötzlich legte er die Hand auf meine. Mein Herz schlug schneller und ich fragte mich was er sich wohl dabei dachte. Er trug wieder dieses Lächeln auf den Lippen, diese Freude in den Augen.
Da wusste ich, dass es Glück  und Dankbarkeit sein musste. Weil wir uns gefunden hatten und so gute Freunde geworden waren. Wir teilten alles. Selbst die Frauen. Ich erwiderte das Gefühl.
Es gab niemand wichtigeren für mich. Niemanden, den ich vermisste, wenn er nicht da war. Doch ohne ihn konnte ich keinen Tag sein. Ich drückte seine Hand und hielt sie eine Weile. Das musste wahre Freundschaft sein, dachte ich… und hätte ewig neben ihm liegen können.
Dann mischte sich eine weibliche Stimme ein und fragte „Wollt ihr nicht reinkommen? Es wird kühl.“

Ich schrak aus meiner Gedankenwelt. Die beiden hatte ich fast vergessen.
Mein Freund setzte sich auf und wickelte sich ein Handtuch um die Hüfte. Ein wenig missmutig ging er voraus. Ich folgte ihm nach drinnen, wo unsere kleine Party in die zweite Runde ging.
Wir erzählten ein Bisschen, betranken uns weiter und fickten auf dem roten Wildledersofa.
Als ich sah wie Farid in die Brünette eindrang, brauchte ich nur wenige Minuten um erneut steif zu werden. Er kontrollierte sie völlig, wie ein Löwe seine Beute. Schweißperlen tropften entlang seiner zitternden Bauchmuskeln. Ich konnte meine Aufmerksamkeit nicht von ihm abwenden.
Betrunken und hemmungslos nahm ich das Mädchen bis sie schrie wie eine Schwangere, die in den Wehen lag. Wie eine leere Hülle benutzte ich ihren Körper, während mein Geist woanders schwebte…

Ich merkte kaum wie mein Kopf auf Farids Schulter fiel, die einen halben Meter von mir entfernt am Rücken des Sofas lehnte. Mein Höhepunkt ergriff mich so heftig, dass ich nicht mehr realisierte was ich tat. Als mein Gesicht zu seinem Arm rutschte, küsste ich erregt seinen Bizeps. Spürte wie er sich daraufhin anspannte. Seine Hand, die sich um meinen Hinterkopf legte, während die Braunhaarige ihn ritt wie einen Zuchtbullen. Meine Zunge berührte heiß und unbändig Farids Haut, samtig weich und glatt. Wohl duftend nach Parfum und Aftershave, das vom Wasser des Pools nicht abgewaschen worden war. Ohne zu zögern schien er zu genießen, zog sich nicht zurück, sondern kraulte meinen Nacken, als sei ich sein treuer Hund.
Als es vorbei war begriff ich nicht was geschehen war. Die Wanduhr zeigte halb Vier. Früh am Morgen, doch für uns noch später Abend.
Für die Ladies wurde es Zeit zu gehen. Sie hatten meinen merkwürdigen Aussetzer mitgekriegt und scherzten „Klar, ihr wollt jetzt allein sein.“
„Verpiss dich, Schlampe.“, zischte ich ihr nach und ließ mich aufs Sofa fallen.

„Alter… ich weiß auch nicht was eben in mich gefahren ist. Ich hab nichts mehr mitgekriegt und dich anscheinend für die Alte gehalten. Sorry, Farid.“, versuchte ich zu erklären.
„Weiß gar nicht wovon du redest, Bruder.“, meinte er und winkte ab. Ich seufzte erleichtert. Dann hatte ich es wohl überbewertet. Wir vergaßen die Sache, schauten noch etwas TV und fielen schließlich hundemüde ins Bett.




Am nächsten Abend luden wir wie geplant vier Frauen ein, eine hübscher als die andere. Die billigsten und besten Nutten, die Düsseldorf zu bieten hatte: Groupies. Warum waren wir nicht schon früher drauf gekommen?!
Wir tranken Champagner, führten Gespräche, die bald aufs Ficken hinausliefen und eigentlich unterschied sich das Spektakel insgesamt wenig vom Vortag. Umso bedenklicher, dass sich bei mir nicht die gleiche gute Stimmung einstellte. Dabei hatte mir der bisherige Tag ganz gut gefallen.
Farid und ich waren zuhause geblieben und anstatt essen zu gehen hatten wir etwas zusammen gekocht. Dabei kam ein ansehnliches Mal heraus, denn Boss und Banger konnten in Wahrheit – auch wenn uns das niemand zutraute –  ziemlich gut kochen. Abgesehen davon hatten wir eine Menge Spaß dabei und Raum für jede Menge geschmackloser Witze und Gelächter.
Als der Abend dämmerte verbrachten wir Stunden im Bad. Aus irgendeinem Grund wollten wir heute besonders gut aussehen. Vielleicht ahnten wir, dass die Frauen dieses Mal schöner sein würden…
Doch nun stand ich in der Küche, starrte mit verschränkten Armen  auf die Cocktailbar und fragte mich was eigentlich los war mit mir. Während sich die anderen im Wohnzimmer amüsierten, lehnte ich hier und grübelte. Gerade in diesem Moment stieß Farid dazu.
„Hey, da bist du ja. Was machst du denn so lange? Die Ladies warten schon.“
Ich tat als wäre ich bereits am Cocktailmixen und nahm wahllos zwei Flaschen Alkohol zur Hand.
„Konnte mich nicht entscheiden.“, redete ich mich raus und ließ Wodka in ein kelchförmiges Glas fließen. Keine Ahnung woran er bemerkte, dass ich log, vielleicht an meiner Mimik. Wir kannten uns einfach zu gut, um Geheimnisse voreinander zu verbergen…
„Ist alles okay bei dir?“, fragte er und sah mich besorgt an. „Wir könnten die Party auch Abblasen und ins Kino gehen oder so…?“
„Nein!“, rief ich aus. Ich wollte auch kein Spielverderber sein. „Ich hab schon Bock. Es ist nur…“ Ich stellte den Wodka auf die Theke und seufzte. „Keine Ahnung, Mann. Vielleicht werde ich alt…“
„Sollen wir ne Line ziehen…?“, fragte er und zog eine Augenbraue hoch. Ich musste grinsen. Wahrscheinlich würde das die Stimmung heben.  Also willigte ich ein, mixte die Cocktails zu Ende und kehrte mit Farid zu den Mädels zurück.

Das Koks schlug sofort ein und es stellte sich heraus, dass auch die anderen bereits eine Nase bekommen hatten. Meine Laune explodierte wie ein Feuerwerkskörper. Wir tanzten zum Beat der voll aufgedrehten Stereoanlage, verspritzten Champagner. Ich hielt zwei Ladies im Arm, die ihre Bodys an mir rieben. Die Drogen allein brachten meine Muskeln, meinen Schwanz zum Anschwellen... Als ich mich wieder aufs Sofa fallen ließ, zeichnete sich dieser Zustand durch meine Jeans ab. Meine Sicht wechselte von verschwommen zu High Definition. Eine der Girls begann mich zu küssen, die andere meinen Schritt zu massieren. Ich schaltete ab, ließ mich verwöhnen, verlangte nach Befriedigung. Ihre schmalen Finger tasteten in meinen Boxershorts, ich knöpfte die Jeans auf, damit sie Platz hatte, zu tun was ich verlangte. Sie kratzte mich mit ihren Fingernägeln, ich fuhr zusammen. Missmut stieg in mir auf, doch ich wusste nicht warum. Irgendetwas fehlte. Wie ging es eigentlich Farid…?
Ich öffnete die Augen und begegnete seinem Gesicht. Wie immer befand er sich nicht weit weg von mir, schaute mich an, während die Schlampe neben ihm ihre Hand unter sein T-Shirt schob. Ich weiß nicht wieso, doch ich griff nach seiner Hand. Es musste das Pulver sein, das mir völlig den Verstand vernebelte. Ohne zu Überlegen schlug ich die spitzen Finger der Frau weg und platzierte Farids Hand dort, wo ihre gewesen war. Seine Pupillen weiteten sich, wurden groß, schwarz und unergründlich. Das leichte Lächeln, das seine Lippe umspielte, wich einem ungewohnt ernsten Ausdruck. Ich wartete ab was er tun würde. Wären wir nicht so verdammt high gewesen hätte dieser Moment wahrscheinlich unsere Freundschaft zerstört. Ich sah uns bereits kämpfen, Tische und Stühle brechen, Blut, Ärger, Streit… Trennung. Bereute den Trip. Bereute was auch immer mich verleitet hatte. Doch das schlimmste war die brennende Hitze seiner Hand, dort wo sie lag und mich vergehen ließ, in dem sie nichts tat. Keine Sekunde brach der Blickkontakt zwischen uns. Selbst nicht, als sich seine Finger plötzlich bewegten, sich sanft und großflächig um die Länge meines Penis‘ legten, sodass mir der Atem stockte. Die Bitches bemerkten bisher nicht was lief, sie lutschten an meinem Hals und seiner Brust. Unterbewusst befeuchtete er seine Lippen, als sein Daumen über meine Eichel glitt, die ihn mit Sperma benetzte. Meine Augen klammerten sich in seine, nun wissend worauf sich meine Erregung richtete. Es war als würde er genau das gleiche empfinden.
Plötzlich lösten sich die Chicks für uns in Luft auf. Meine Hand tastete benommen nach dem Reißverschluss seiner Hose uns ich sah Begierde in seinen Augen. Eine der Mädels wollte sich einmischen, denn sie erkannte nun, was vor sich ging, doch Farid wies sie mit grober Bewegung  von sich.
„Hör mal zu, die Party ist hier zu Ende, kleines.“, raunte er. Das Mädchen starrte ihn verwundert an und traute ihren Ohren nicht.
„Aber wir sind doch gerade erst – “, stammelte sie.
„Ey, du hörst doch was er sagt.“, wiederholte ich in bosshaftem Ton. „Die Party ist zu Ende. Pack deine Quarktörtchen wieder ein und nimm die anderen Weiber auch gleich mit.“
Die Frauen blickten sich verdutzt an und tuschelten im Gang. Sie hatten sich mehr von dem Abend erhofft und murmelten beleidigt „Sind die jetzt schwul oder was…?“
Das Wort brachte mich zum Kochen. Unter schwul verstand ich etwas anderes. Unmännliche, wehleidige Waschlappen. Tunten wie Lars (Laas Unltd). Ich wollte diesen Ausdruck nicht in Verbindung mit mir und schon gar nicht mit Farid hören. Beinahe wäre ich aufgesprungen, um sie eines Besseren zu belehren, doch Farid hielt mich zurück.
„Die Bitches werden schon allein rausfinden.“, sagte er.
Dann sah er mir intensiv in die Augen und besänftigte mich. Ich betrachtete sein Gesicht, das einem Bullterrier glich. Breite Nase, schmale Augen. Gefährliche Züge mit sanftmütigem Ausdruck. Er hatte mich schon immer fasziniert. Wir näherten uns einander, spürten den Atem des anderen auf der Haut. Dann zog ich ihn an mich, er mich an sich. Eine feste Umarmung, die mich den Körper meines Freundes in all seiner Massivität empfinden ließ. Impulse von Farids Armen zuckten an meinen Venen. Wir knieten voreinander auf dem Sofa, um uns gegenseitig von unseren Boxershorts zu befreien. Meine Lippen zitterten heiß, als sein Penis  mit meinem kollidierte. Ich schob die Fingerspitzen unter Farids enges Shirt, streifte es von seinem glühenden Körper und warf auch mein eigenes zu Boden. Meine Hand legte sich um seinen Nacken und packte ihn. Er küsste mich, ich öffnete die Lippen, unsere Zungen verschlangen sich miteinander. Seine Haut war wie Seide, seine Muskeln wie Stahl. Ich sank ins Sofa, sodass er über mir lag. Reckte mich ihm entgegen, um seinen Adamsapfel mit der Zunge zu streicheln und seine Männlichkeit zu genießen. Dann schlossen sich meine Lippen um seine Brustwarzen, die auf seiner durchtrainierten Brust hervorstachen. Ich genoss den Geschmack seiner Haut, lutschte und saugte daran wie an einem Erdbeerbonbon. Farid seufzte nervös und liebte es. Er würde nicht damit rechnen, was ich als nächstes vorhatte. Nicht mal davon träumen. Doch ich wanderte weiter an seinem Körper nach unten, vorbei an seinem unglaublichen Sixpack… hin zu seinem unglaublichen Schwanz, der breit und hart auf mich wartete. Ich packte ihn am Schaft und leckte mit der Zunge über die Spitze, um zu testen, wie es sich anfühlte. Farid stöhnte einmal leise und sah in meine Richtung. Da nahm ich seine Hüfte, drehte ihn auf den Rücken und beugte mich über ihn. Mit heißen roten Wangen lernte ich jene Befriedigung zu bringen, die ich selbst so oft genossen hatte. Farids Sperma tropfte unaufhörlich in meinen Mund und vermischte sich mit meinem Speichel, sodass mein Mund immer leichter auf und ab glitt. Überraschenderweise stellte ich dabei fest, dass nicht nur er dabei Spaß hatte, sondern auch ich. Eine neue Erkenntnis für mich. Sein Schwanz entsprach in jeder Hinsicht meinen Idealvorstellungen. Und Farid regte sich mehr und mehr unter mir, stöhnte mit kehlig heißerer Stimme, sodass ich annahm, er würde bald zum Höhepunkt kommen. Anstatt mich fortfahren zu lassen, bis dies geschah, packte er nun mein Handgelenk und beförderte mich zu sich.
Sofort versanken wir in einen weiteren tiefen Kuss, getränkt von Erregung und Zuneigung. „Dir gefällt das Schwänzelutschen, hmm Toni?“, scherzte er mit schwacher Stimme.
Mir war der Kommentar unangenehm und ich fragte mich warum er es aussprechen und mich daran erinnern musste, dass das was ich tat dem entsprach, mit dem ich andere Rapper normalerweise erniedrigte.
„Hey Toni, war doch nur ein Witz…“, fuhr er fort. „Wir können es noch neutralisieren.“
Seine Augen funkelten, benommen vor Erregung, Koke  und wer weiß was ihn noch alles steuerte, als er diesen Vorschlag machte.
Ein schmutziges Lächeln schlich sich auf mein Gesicht. Natürlich erwartete ich einen Blowjob. Doch Farid machte mir einen knallharten Strich durch die Rechnung.
„Baby, schaff das Gleitgel ran…“, hauchte er und biss in meine aufklappende Unterlippe. Wenn ich richtig kombinierte wollte er, dass ich…
„Ernsthaft…?“, wiederholte ich und schluckte heftig bei dem Gedanken.
„Mach schon, bevor ich’s mir anders über lege…“ Er lächelte verschwitzt und wischte sich über die glänzende Stirn. Also stand ich auf, stolperte zum Schrank mit den Sexspielzeugen, holte Gleitgel und setzte mich wieder zu Farid. Kaum war ich zurück, schlang er die Arme um mich und verführte mich. Seine großen zärtlichen Hände umfassten meinen Körper von hinten und streichelten meinen Brustkorb.
„Du hast mal getextet… ‚Es ist nur der, der gefickt wird schwul‘…“, zitierte ich ihn.
Ich wollte ihn in die Realität holen, obwohl ich selbst den Boden unter den Füßen verloren hatte. Farid runzelte missmutig die Stirn.
„Wir sind nicht schwul, Bruder…“, raunte er mit tiefer Stimme in mein Ohr. „Das hier ist wahre Liebe…“ Ich drehte den Kopf zu ihm und starrte ihn entgeistert an. Er schien es ernst zu meinen. „Was schaust du so? Du kannst mich nicht belügen.“, sagte er. „Du fühlst es doch auch…“
Das konnte er laut sagen. Diese Gefühle waren kaum zu ertragen…
Und so wie er es nun erklärte, machte plötzlich alles Sinn. Das was die Leute „schwul“ nannten traf nicht auf uns zu. Wir passten nicht in dieses Raster. Doch ich zweifelte nicht mehr daran, dass das, was ich gegenüber Farid empfand, Liebe war… Vielleicht würde nur ein Viertel der Menschheit je erfahren was es bedeutete jemanden so zu lieben, wie ich meinen besten Freund.
„Hast du je ne Bitch gefunden, die dich so mochte wie du bist? Hast du eine gefunden, mit der du durch dick und dünn gehen konntest, so wie mit deinem besten Kumpel, Toni…?“, fragte Farid und sprach damit genau das aus, was mir gerade durch den Kopf ging. „Gab es je ne Frau mit der du mehr geteilt hast als Sex…?“ Ich schüttelte den Kopf. „Es ist weil die Weiber Typen wie uns nicht verstehen… Nie verstehen werden.“, fuhr er fort. „Und wir verstehen sie nicht… Denn um eine Frau lieben zu können müsste ich denken lernen wie eine Frau. Aber ich will denken wie ein Mann.“
Er drehte meinen Kopf zu sich und küsste mich leidenschaftlich. Eine Gänsehaut wanderte über meinen Rücken.
„Du hast Recht… Du hast so unfassbar Recht, Farid…“, flüsterte ich. Er lachte leise, seine weißen, scharfen Hundezähne blitzen auf.
„Ich weiß, Toni…“, entgegnete er und sah mich mit verschwommenem Blick an. „Lass uns jetzt ficken… mein Schwanz kommt mir vor wie ne geladene Waffe.“
Wir grinsten uns an, das lockerte die Atmosphäre.  Nervosität lag in der Luft. Natürlich hatte ich Erfahrung, aber nicht mit Männern. Und schon gar nicht mit Menschen, die mir etwas bedeuteten. Normalerweise fanden solche Ficks mit anonymen Ladies statt. Ich achtete dabei nie auf meine Partnerin, sondern primär auf mich. Mein Orgasmus stand im Vordergrund. Was also sollte ich tun, damit er auch auf seine Kosten kam…?
Farid musste sich noch ahnungsloser fühlen. Niemals zuvor der passive. Verhasst allein der Gedanke. Warum opferte er sich so auf? Um es mir leichter zu machen? Gewissensbisse plagten mich. Ich zögerte es hinaus zur Sache zu kommen.
„Farid… bist du dir sicher? Du musst hier jetzt nicht zum Märtyrer werden…“, meinte ich.
„Doch, muss ich…“, grinste er und legte die Hand auf meine Schulter. „Einer muss den Anfang machen.“
„Aber ich… will nicht zu viel von dir verlangen.“
„Ich bin keine Tussi, Alter. Ich kann einiges einstecken, das weißt du ja… Da wird dein Schwanz eher ne Kleinigkeit.“, grinste er. „Obwohl er beachtlich ist, Toni… wirklich der Hammer.“
Ich musste lachen. Das war typisch Farid. Er mochte keine ernsten Momente wie diesen. So etwas gab es selten zwischen uns. Sein Verhalten imponierte mir. Seine Tapferkeit.
„Selbst wenn ich dich jetzt ficken werde, Farid… wirst du niemals die ‚Frau‘ in unserer Beziehung sein…“, versicherte ich ihm.
„Soll das heißen hier wird ne Beziehung draus…?“, entgegnete er spielerisch.
„Frag mich das noch mal, wenn ich wieder klar denken kann…“, wisperte ich.
„Das werde ich schon zu verhindern wissen…“
Mit diesen Worten schnappte er die Gelflasche, die auf dem Glastisch stand. Ich zuckte zusammen, als ein kalter Klecks davon  auf meinem Schwanz verteilt wurde. Farid zögerte nicht ihn direkt zu seinem Becken zu führen.
„Warte... so geht das nicht…“, mischte ich mich ein.
„Wieso nicht…? So habe ich es immer bei den Chicks gemacht.“
„Dann hast du es konstant falsch gemacht…“, knurrte ich. „Du musst…  das alles erstmal vorbereiten.“
„Unser Toni hat schon ein paar Gay Pornos gesehen, wie es scheint…“, lachte er.
„Halt jetzt bitte die Klappe, Baby…“, flüsterte ich sanft und während ich mich über ihn beugte drückte ich einen Finger in seinen Unterleib. Das brachte ihn automatisch zum Schweigen. Er keuchte auf und ich spürte die Hitze seines Körpers mich umschließen. Farid biss sich auf die Lippen und fletschte lustvoll die Zähne. Es dauerte nicht lange, bis er bereit für mich war. Er erhob sich auf die Knie, drehte mir den Rücken zu und warf einen Blick über seine muskulöse Schulter.  Ich grinste erregt, trat hinter ihn und zog ein Kondom über. Dann legte ich die Hände um seine Hüfte und zwängte mich zwischen seine Pobacken. Er schloss konzentriert die Augen und hielt meinen linken Arm fest um die eigene Brust geschlungen. Ich  drang langsam in ihn ein, damit er sich an mich gewöhnen konnte, fühlte seinen Körper erbeben, doch er zeigte keinen Schmerz, falls er welchen spürte. Sein Stolz hielt ihn zurück. Nur seine hastigen Atemzüge verrieten ihn. Ich wollte nicht, dass er litt, ich wollte, dass er genoss, genauso wie ich. Ich wusste, dass seine männliche Anatomie ihm das erlauben würde, wenn ich mich geschickt anstellte. Also verzichtete ich erstmal auf Full Speed und suchte seinen G-Punkt, legte die Hand gleichzeitig um seinen Schwanz und küsste seinen Nacken. Als er begann leise zu stöhnen, wusste ich, dass ich mein Ziel gefunden hatte. Nun stieß ich langsam und hart dagegen, sodass er mit der Zeit die Kontrolle über sich verlor. Er bebte vor Lust, öffnete die schwarzen Augen und flüsterte „Das ist unglaublich. Ich komme gleich, Toni…“
„Ich auch…“, entgegnete ich. So erregt war ich noch nie gewesen. Dieses kamasutrische Tempo machte alles so intensiv… In wenigen Momenten sollte es passieren. Farid war als erster an der Reihe. Zum Glück. Ich hätte mir nicht verzeihen können ihn auf halber Strecke im Stich gelassen zu haben. Ich betrachtete ihn dabei wie er kam. Streichelte seine nackte, rasierte Achselhöhle entlang, als er den Arm von vorn um meinen Hinterkopf legte. Seine feuchten Lippen öffneten sich, er stöhnte lauter, seine Stimme brach. Seine Wangen glühten heiß und rot. Er war so sexy, dass ich das Bild lange nicht vergessen konnte. Sein Sperma sprudelte in meine Hand. Zum ersten Mal spürte ich fremden Samen an meinen Fingern. Ungewohnt, doch nicht gerade schlecht.
Nun konnte ich mich nicht mehr zügeln. Die letzten Stöße geschahen unter so viel Adrenalin, dass ich beinahe vergaß mich aus ihm rauszuziehen. Mit einem Knall schleuderte ich das Kondom von meinem Schwanz und die weiße Flüssigkeit spitzte auf Farids Rücken.
Ich keuchte wie ein Stier und fiel erschöpft auf Farids Körper nieder, der unter meinem Gewicht nach vorne sank. Wir waren völlig erledigt. Er hielt sich an der Lehne des Sofas aufrecht, mein Kopf rutschte auf seine Schulter. Dann schwiegen wir für kurze Zeit. Jeder war mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt, doch vor allem damit runterzukommen von diesem körperlich (doch vor allem emotional ) anstrengenden Erlebnis.
„Sorry, dass ich… dich angespritzt habe, Bruder.“, sagte ich zögerlich, um zu sehen, wie er sich fühlte, nun, da es vorbei war.
„Das kriegst du zurück…“, knurrte er grinsend. Nichts schien sich verändert zu haben. Zum Glück.  „Wenn du jetzt ein After-Sex Gespräch mit mir führen willst… Ich bin nicht besonders gut in sowas…“
„Aber während dem Sex labern wie ein Wasserfall…!“, lachte ich.
„Es gab ja auch Dinge zu klären…“, schmunzelte er. „Eins muss ich aber jetzt wissen, Toni. Wie viele Kerle hast du schon gefickt? Keine Lügen, nur die Wahrheit.“
Ich sah ihn verwundert an und zuckte mit den Schultern.
„Keinen bisher…“, antwortete ich wahrheitsgemäß.
„Du lügst mich doch an…!“, meinte Farid und verschränkte die Arme.
„Nein! Ehrlich nicht!“ Dann stützte ich die Hände in die Hüften und grinste lasziv. „War ich etwa so gut…? Naja, der Boss ist eben ein Naturtalent.“
Farid lächelte. „Das gefällt mir an dir. Von Bescheidenheit hast du nie was gehört.“ Ich legte den Arm um ihn und flüsterte in sein Ohr:
„Jetzt will ich nie mehr Bitches ficken, Farid… Was hast du dir nur eingebrockt.“
„Auf die Bitches bin ich nicht eifersüchtig.“, meinte er. „Aber jeden kleinen Hurensohn mit dem du fremd gehst, werde ich alle machen.“
„Das wird nicht passieren, das schwöre ich dir…“, versicherte ich ihm. „Soll ich dir was verraten? Ich stand von Anfang an auf dich. Seit der ersten Sekunde warst du mein Traummann. Ich wollte immer einen wie dich. Du bist mein Soulmate, Bruder. Was interessieren mich andere Typen.“  
„Das hast du treffend gesagt. Da kann ich eigentlich gar nichts mehr hinzufügen.“, sagte Farid. Seine Züge wurden sanft. „Außer vielleicht… Ich liebe dich, Toni…“
Dann versanken wir in einen Kuss.


***
Danke fürs Lesen! ;)
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