Verbotene Liebe, verbotener Kuss

von nicixlein
GeschichteAllgemein / P12
OC (Own Character) Philipp Burger
07.06.2018
26.06.2018
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Immer lächeln…Das ist es was ich von meinen Eltern – Christian und Sara seit meiner Kindheit beigebracht bekommen habe. Immer lächeln – egal was die Leute vor einem sagen oder von einem möchten. Immer zu lächeln ist verdammt schwer, wenn man mit einer lange Abendrobe und hohen High Heels vor ca. 40 Menschen mit Kameras steht und man vor lautem Blitzlicht die eigene Hand nicht mehr sieht. Jedes Jahr im Frühjahr ist es dasselbe. Meine Eltern schleifen meinen Bruder und mich zu der Wohltätigkeitsveranstaltung unsere Großeltern und wir müssen so tun als gäbe es für uns nichts Schöneres auf der Welt. Und das nun schon seit fast 21 Jahren.

Endlich geben uns die Security Männer ein Zeichen, dass mein Bruder Fynn und ich ins Festzelt gehen können. „Endlich aus diesen blöden Schuhe raus.“ Rufe ich meinem Bruder zu als die Zeltplane hinter uns runterfällt. „Ach man Sunny, so schlimm ist das jetzt auch nicht", sagt er lachend und nimmt meine freie Hand und heckt mich bei ihm ein. Wie jedes Jahr haben unsere Großeltern sehr groß Aufgefahren. Aber was hatte ich erwartet? Meine Großmutter – die ich liebe voll Nana nenne – ist eine renommierte Chirurgin, die sich vom Skalpell verabschiedet hat und nun Professorin ist. Mein groß gewachsener Großvater ist ein wirklich guter Rechtsanwalt.

„Na habt ihr Nana und Elliot schon gesehen?“ Unsere Mutter – Gerten schlank und in einem goldfarbenen langen Abendkleid gehüllt steht hinter uns. „Nein, bis jetzt noch nicht. Aber es schaut so aus also würde das Event gleich beginnen.“, ich schaue mich suchend um.
„Wo ist Dad?“.
„Er unterhält sich noch mit einem alten Bekannten, der gleich leider schon wieder gehen muss.“ Ich schaute zu den beiden Männern auf die meine Mutter zeigte. Mein Vater, groß gewachsen und in einem teuren Smoking, stand einem anderen Mann gegenüber. Irgendwie hatte ich sofort das Gefühl, dass er hier nicht hin passte. Und das lag nicht nur an seinem nicht wirklich gut sitzenden Anzug.
Sein komplettes Erscheinungsbild passte einfach nicht zu der glatten Gesellschaft, die auf diesem Event vertreten war. Die Ärmel von seinem Sakko waren etwas hoch gekrempelt – dadurch kamen Tattoos auf seinen Armen zum Vorschein.
An seiner Anzughose hing eine Silberne Kette. So etwas hatte ich schon bei meinem Bruder gesehen…als er 4 war und meine Mutter sein Portemonnaie an ihm fest machen musste. Ich schaute mir den Mann genauer an. Er hatte eine normale Statur – nicht zu groß aber auch nicht zu klein. Er war nicht dick aber er hatte auch keine großen Muskeln. Als ich gerade bei seinem Gesicht angekommen war, schauten er und mein Vater plötzlich in unsere Richtung.
Nein! In meine Richtung, denn als ich mich umschaute waren meine Mutter und mein Bruder einfach weg. Ich drehte mich wieder zu meinem Vater und hob die Hand um ihm zu winken. Er nickte mir zu und schaute noch mal zu dem Mann, der ihm gegenüber standen. Die beiden verabschiedeten sich, so wie ich es nur von meinem Bruder und seinen Freunden kenne. Die beiden gaben sich die Hand und mit der anderen Hand “umarmten“ sich beide und klopften leicht auf den Rücken des jeweils anderen.
Ich hatte noch nie gesehen, dass mein Vater sich so von jemanden verabschiedete. Eigentlich gab er den Leuten, die er mochte nur die Hand - den anderen sagte er nur Tschüss und ging. Irgendwie war ich fasziniert davon und schaut deshalb immer noch in die Richtung der beiden als mein Vater sich auf den Weg zu mit machte und der andere Mann zum Ausgang des Zeltes ging.

„Wer war das?“, fragte ich meinen Vater sobald er bei mir war. Er gab mir einen kleinen Kuss auf mein Haar und legte den Arm leicht um mich und führte uns zu unserem Platz. „Nur ein alter Bekannter, der momentan hier zu Besuch ist.“ Wie ein Gespräch und eine Verabschiedung unter Bekannten kam mir das nicht vor, aber ich konnte das meinem Vater nicht mehr sagen, denn die Show fing an. Wie jedes Jahr kamen einige Spenden für die Organisation meiner Großeltern zusammen. Und wie jedes Jahr blieb ich nur bis die Show vorbei war. Den großen Tanz musste und wollte ich nicht miterleben. Ich wurde bis jetzt nur einmal zum Tanzen aufgefordert und das war der beste Freund von meinem Bruder, weil Fynn ihn regelrecht dazu gezwungen hatte. Also verabschiedete ich mich von alle und ging zu Ausgang vom Zelt.

Gerade als ich Tyler - unserem Fahrer – zu lächelte fing mein Handy an zu klingeln. Ich holte es aus meiner kleinen Tasche und schaute auf das Display. Meine beste Freundin Maddie rief an. „DU MUSST MIT MIR AUF EIN KONZERT GEHEN!“ rief sie als ich gerade Hallo sagen wollte. Ich stieg in den Audi von meiner Familie ein und seufzte leicht. Maddie und ich hatte nicht immer denselben Musik Geschmack.
„Auf welches Konzert denn?“ Ich hörte sie leicht kichern.
„Ich weiß du wirst mich dafür hassen aber kein andere will mit mir dahin gehen und du machst ja jeden scheiß mit.“ Wo sie Recht hat, hat sie recht. Und gerade für Maddie machte ich alles mit. „Auf welches Konzert soll ich mitkommen, Maddie?“ „Frei.Wild ist gerade in Hamburg und morgen Abend ist das Konzert! Bitte komm mit…ich habe die Karten schon gekauft. Es war gar nicht so einfach. Das Konzert war schon restlos ausverkauft, weil die Jungs eine Pause einlegen möchten und das jetzt das vorletzte Konzert ist und ic-„
Ich seufzte laut, sie sollte mitbekommen wie blöd ich diese Musik Richtung – deutsch Rock- fand. „Aber nur weil du es bist!“, sagte ich. Wir redeten noch den Rest der Fahrt.
Als ich in meinem Bett lag hatte ich eigentlich vor mir ein paar Lieder diese Band anzuhören aber als ich gerade mein Handy in die Hand genommen hatte fielen meine Augen zu.
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