Crazy, Mad, Insane

von JiJi-Cat
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Uta
07.06.2018
10.11.2019
7
9.157
10
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Dieses Kapitel
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07.06.2018 1.032
 
~*~*~ Anmerkung:
Dieses Kapitel haben ich nochmal überarbeitet und die liebe Innocent Psycho hat das ganze nochmal beta gelesen.  Nochmal vielen Dank für deine Unterstützung! ~*~*~

Hayho!
Da es meiner Meinung nach viel zu wenige FFs über Uta gibt will ich jetzt auch Mal meinen Senf dazu geben. Hier kommt jetzt der kurze Prolog und ich hoffe ich kann morgen dann gleich das erste fertige Kapitel hochladen. In meinem Kopf ist die Geschichte schon fertig ich muss sie nur noch niederschreiben.
Verzeiht sämtliche Rechtschreibfehler, da ich alles auf den Weg zur Arbeit und in meinen Pausen auf dem Handy tippe.

Jetzt aber viel Spaß beim Lesen und über Reviews und konstruktive Kritik freue ich mich natürlich immer.
*Kekse hinstell*


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"Geh! Ich will dich nicht mehr sehen!"
Der Schrei hallte im Treppenhaus wieder. Ihr Gegenüber hatte einen leeren, traurigen Blick auf sie gerichtet. Trotz der Auseinandersetzung verstand er seinen Fehler immer noch nicht. Er hatte sie belogen und nur dadurch, dass er sich verquatscht hatte, war dies überhaupt erst raus gekommen. Sie konnte vieles verzeihen. Man hätte auch über vieles reden können. Aber lügen gehörte zu den Dingen, die sie niemals verzeihen könnte. Ohne auch nur noch ein weiteres Wort abzuwarten, schlug sie endlich die Haustür zu.
Nur langsam realisierte ihr Kopf, was hier gerade geschehen war.
Mit zittrigen Knien sank sie langsam zu Boden und zog dabei die Knie an. Ein leises Schluchzen entwich ihrer Kehle, während ihre langen schwarzen Haare in ihr Gesicht fielen. Tränen der Wut liefen ihr über die Wangen und wollten nicht mehr versiegen. Ein guter Freund hatte ihr einmal gesagt, dass man nach dem Ende einer Beziehung nicht traurig ist, weil die Person nicht mehr da ist, sondern weil die Zukunft, die man sich ausgemalt hat und die Wünsche, die man an diese Person hatte, nun nicht mehr in Erfüllung gehen würden.
Und umso mehr sie darüber nachdachte, umso mehr kam sie zu dem Entschluss, dass das wahrscheinlich der Wahrheit entsprach.

Es verstrich einige Zeit, bis sie es schaffte, sich aufzuraffen, um endlich aufzustehen und ins Badezimmer zu gehen. Ein Blick in den Spiegel verriet ihr mehr als deutlich, wie viel sie bis eben geweint hatte. Ihre Augen waren rot und geschwollen. Rasch stellte sie kaltes Wasser an und spritzte es sich ins Gesicht, in der Hoffnung, dass die Rötung schnell wieder verschwinden würde.
"Warum habe ich mich damals überhaupt auf ihn eingelassen? Er hat mich über ein halbes Jahr hingehalten und mir immer wieder gesagt, dass er nicht wüsste, was er will und erst als es fast vorbei war, ehe es richtig angefangen hatte, hat er doch zugestimmt, dass wir es mit einer Beziehung versuchen sollten. Ich lerne wirklich nicht aus meinen Fehlern." Selbstgespräche waren eines der Dinge, die sie sich wohl niemals abgewöhnen würde. Doch warum auch die ganze Zeit stumm sein, wenn man sowieso alleine war und niemand zuhören konnte?
Dann kam ihr ein Zitat in den Sinn, bei dem sie unweigerlich grinsen musste. "Wie war das nochmal? Die Definition von Wahnsinn? Man tut die selben Dinge immer und immer wieder und denkt, es würde sich etwas ändern?" Und diese Aussage traf auf sie und ihre Beziehungen doch mehr als nur gut zu. Sie hatte das Talent, sich immer die Männer auszusuchen, die vielleicht nicht schlecht aussahen, aber einen mehr als miesen Charakter hatten.

Völlig abwesend saß sie nun seit einer gefühlten Ewigkeit auf der Couch. Sie tat nichts, außer an die Wand zu starren. Irgendwas musste sie doch machen können.
Sie zermarterte sich ihr Hirn, aber ihr wollte nichts Sinnvolles einfallen.
„Ach scheiß drauf, einfach raus und etwas anderes als diese vier Wände sehen, wird auch schon helfen...hoffe ich.“
Ohne noch weiter groß zu überlegen, stand sie auf und begann sich frische Sachen anzuziehen.
Mit einem schwarzen Tanktop, Cardigan und einer schlichten schwarzen Röhrenjeans und flachen Stiefeln stand sie zufrieden vorm Spiegel. "Jedes Jahr, an dem ich der Dreißig näher komme, glaube ich, dass die 'ich trage nur schwarz' Phase vorbei gehen wird, aber das wird wohl nie passieren."
Grob kaschierte sie ihre, immer noch etwas geröteten, Augen und zog den Eyeliner nach. Als sie fertig war, schnappte sie sich ihre Tasche und verließ die Wohnung.
Glücklicherweise gab es keine richtig ruhigen Nächte in Tokyos Straßen. Irgendeine Kneipe oder ein Club hatten immer geöffnet.
Auch die Straßen waren trotz der dauerhaft angespannten Situation in der Stadt noch gut besucht. In den Ballungszentren der Stadt schienen sich die Leute keinerlei Gedanken über einen möglichen Angriff von Ghoulen zu machen und lebten ihr Leben, feierten und torkelten zur nächsten U-Bahn.
Sie lebte im 13. Bezirk, Nakano. Dort war es nachts nicht gerade ungefährlich, aber bis jetzt war ihr noch nie etwas passiert und auch keiner ihrer Kollegen hatte je etwas über einen Angriff berichtet. „Vielleicht übertreiben die Nachrichten auch einfach mal wieder.“ dachte sie sich und ging, ohne sich darüber noch weitere Gedanken zu machen, weiter in die Richtung der Zughaltestelle Higashi-Nakano. Für heute hatte sie wirklich genug negative Erlebnisse gehabt. Da musste sie sich nicht noch Sorgen um solche Dinge machen. Wie groß waren denn die Chancen, dass sie einen Ghoul treffen würde?
Bei der Haltestelle angekommen, zog sie routiniert ihre Chipkarte aus der Tasche und mit einem „Piep“ öffnete sich die Schranke zum Bahnsteig.
Kaum zehn Minuten vergingen, bis der nächste Zug einfuhr. Mit der Chuo Linie würde sie eine Station fahren und an der Nakano Station wieder aussteigen.
An der Nakano Station angekommen, verließ sie den Bahnhof und schlenderte ohne jede Hektik die Straßen entlang.
Ziellos ging sie durch verschiedene Straßen, überquerte mehrere Kreuzungen und ohne dass es ihr so vorkam, war bereits eine dreiviertel Stunde vergangen.
Nach einem Besuch in einer Discothek war ihr heute nicht wirklich. Zu laute Musik und zu viele Menschen. So hielt sie also Ausschau nach einer kleinen gemütlichen Bar. Nur wenige Minuten später erspähte sie ein Schild in einer kleinen Seitenstraße. "Helter Skelter" stand auf diesem und wies den Weg zu einer kleinen, etwas verstecken Bar. „Das sieht doch ganz vielversprechend aus.“
Mit diesem Gedanken bog sie kurzentschlossen in die Seitenstraße zu der Bar ein.

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TBC
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