Papyrus - Folge 53: Horus' Rettung (Hörspielversion)

GeschichteAbenteuer / P6
06.06.2018
22.12.2018
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Erzähler: Am Anfang kämpften Horus, der Falkengott des Lichtes, und Seth, der Gott des Bösen, um die Vorherrschaft über Ägypten. Der Rat der Götter beschloss, dass Seth ins Exil geschickt, und Horus der erste Pharao von Ägypten wurde. 2000 Jahre lang folgte Pharao auf Pharao. Aber Seth hatte Rachepläne geschmiedet, und tief in seiner seiner teuflischen Schwarzen Pyramide von Ombos, hatte er Horus in einen Zaubersarkophag gesperrt. Ägypten, das nun nicht mehr unter dem Schutz des Gottes stand, war nun Seth und seinem Diener Aker ausgeliefert. Deshalb erwählten die Götter den jungen Fischer Papyrus, um den geheimen Zugang nach Ombos zu finden, Horus zu befreien und so den Frieden in Ägypten wieder herzustellen.

In diesem Jahr war das "Schöne Fest vom Wüstental" besonders prächtig begangen worden - die königliche Prozession hatte viele der am Westufer Wasets gelegenen Totentempel und Gräber besucht und zum ersten Mal hatte auch der kleine Fischer mit dabei sein dürfen, denn von jeher stand es eigentlich nur Menschen von königlichem Geblüt zu, die erhabenen Anlagen bei diesem Fest des Totenkults zu besichtigen und die Ahnen durch fröhliches, aber auch zeremonielles Beisammensein zu ehren.
Nur ein Tempel wurde geflissentlich ausgelassen - ein Tempel, der in drei Terassen angelegt war und sich direkt an der vorderen Felswand des Tals der Könige befand. Aber Papyrus war zu diesem Zeitpunkt schon viel zu erschöpft, um danach zu fragen, zumal er den Tempel nur flüchtig aus der Ferne sah.
Einige Tage nach dieser Begebenheit allerdings lag Papyrus unruhig schlafend in seiner Kammer – ihm träumte von einer ungewöhnlich schönen Frau, einer Frau im Königsornat: Doppelkrone, Krummstab und Geißel, mit großen Augen und stolz aufgerichtetem Kinn.

Hatschepsut (unternehmungslustig, vielsagend): „Es gibt etwas zu tun, kleiner Fischer!“

Papyrus (stammelt): „Was... was möchtest du von mir?“

Hatschepsut (entschieden): „Ich möchte vor allem ein gut beschütztes Kemet, ein legitimes Königtum und ein wiederhergestelltes Gleichgewicht zwischen den Mächten der Dunkelheit und denen der Maat. Aber dies können nur wir beide zusammen mit den Vertretern der jetzigen Dynastie erreichen.
Mein Name ist Hatschepsut Maatkara und einst war ich Herrscherin über dieses Land.“


Papyrus (sehr stark zweifelnd): „Hatschepsut? Ein Pharao dieses Namens ist mir völlig unbekannt.“

Hatschepsut (ärgerlich): „Weil meine Herrschaft getilgt wurde – meine Namen wurden aus Schriften und von Denkmälern entfernt, meine Statuen und Bildnisse soweit verändert, dass sie nicht mehr als zu mir gehörig zu identifizieren waren.
Aber das alles spielt momentan keine Rolle – du bist der letzte Nachkomme meiner Dynastie und mit vereinten Kräften können wir vielleicht das Gleichgewicht wieder herstellen.
Geh zum Hohenpriester des Falkengottes und höre von ihm, was zu tun ist.“


Erzähler: Papyrus erwachte mit einem Ruck, machte sich sofort auf den Weg zu Ratophers Kammer, traf aber unterwegs auf  Teti, die ihn mit ziemlich strengem, aber auch herablassendem Blick musterte.
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