Captured

GeschichteDrama, Tragödie / P12
Grimmjow Jaegerjaques Ichimaru Gin Inoue Orihime Kurosaki Ichigo Ulquiorra Cifer
05.06.2018
26.08.2019
8
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Ich hatte mal wieder Lust ein wenig mit den Charakteren zu spielen und zu sehen, was bei meinen teils seltsamen Gedanken herauskommen könnte...

Die FF greift irgendwo dort auf, wo Ichigo nach Hueco Mundo geht um Inoue zu retten.


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Captured

Prolog

Er bedauerte es beinahe seine Beobachtungen für heute aufgeben zu müssen.
Nahm einen etwas tieferen Atemzug und ließ ein kleines Lächeln seine Lippen einnehmen, während er die Hand, auf der er die ganze Zeit sein Kinn gestützt hatte, nach unten nahm.
Wirklich, beinahe bedauerte er es, aber er hatte wichtigere Dinge zu tun als den ganzen Tag damit zu verschwenden sein wichtigstes und bestes Testobjekt zu betrachten.
Dabei war es beinahe eine Schande, dass er aufhören musste, dachte er stumm bei sich selbst, während das Lächeln auf seinen Lippen eine Spur breiter wurde und mehr an ein Grinsen erinnerte, als an alles andere.
"Dein neues Hobby nimmt gefährliche Züge an, Aizen-Taichou." Für den Bruchteil einer Sekunde riss er den Blick vom Objekt seiner Begierde ab und richtete ihn zur Seite, verengte die Augen auf eine Weise, die nur einem geübten Betrachter aufgefallen wäre und verlor sein Lächeln, nur um es einen Sekundenbruchteil später erneut aufleben zu lassen.
Er gab keine Antwort.
Es war nicht nötig seine Zeit damit zu verschwenden, es war auch nicht von Nöten auf diesen infantilen Kommentar überhaupt eine Reaktion zu geben, so dass er den Blick erneut zu dem Objekt seiner Begierde wandern ließ, ohne sich etwas anmerken zu lassen.
"Es ist nur so gefährlich, wie ich es zulasse, Gin.", antwortete er am Ende doch noch leise, aus dem einfachen Grund, weil er es nicht leiden konnte wenn seine Entscheidungen in Frage gestellt wurden.
Auch wenn sie gar nicht in Frage gestellt worden waren.
"Und momentan ist er so gefährlich wie das Kind, das er nun einmal ist.", hing er dem genauso leise an und verengte ein wenig die Augen, weil er es einfach nicht aufhalten konnte.
Weil er nicht verhindern konnte, dass sein Lächeln wuchs.
Aber er liebte es, diese Spielchen zu spielen, weil es ohne sie wahrscheinlich so langweilig wäre, dass er einfach nicht mehr wissen würde was er mit seiner ganzen Zeit anfangen sollte.

"Gefährlich oder nicht, ich bin immer noch nicht dahinter gekommen, was du mit ihm willst." Das musste er auch nicht, ganz abgesehen davon, dass er es selbst ebenfalls noch nicht wusste.
Er hatte ihn nur haben wollen.
Dieses eine und einzige wundervolle Exemplar reiner Zufälle, die seine Erwartungen um so viel mehr übertrumpft hatte, als er eigentlich angenommen hatte und das dennoch bei Weitem noch nicht stark genug war um auch nur im Entferntesten etwas gegen ihn ausrichten zu können.
Dieses eine so wunderbare Exemplar verborgener Forschungen.
Er hätte niemals angenommen, dass die Natur etwas Derartiges erschaffen könnte, aber andererseits hatte er schon immer gewusst, dass die Wege der Einzelnen so unergründlich waren, wie man sie auch vorherbestimmen konnte.
Nichts in diesem Spiel war Zufall.
Er hatte alles bis ins kleinste Detail geplant und ließ sich dennoch oft genug von einem Instinkt leiten, der jegliche Planung in den Wind schoss und eigentlich gar nicht zu ihm passen wollte, aber dieses Exemplar eines Menschen war der beste Beweis für sein Spontanität, von der er nicht einmal wusste, dass er sie besaß.
Sein Kopf legte sich ein wenig schief und würde er eigentlich nicht schon lange wissen, was er mit diesem Menschen vorhatte, dann müsste er spätestens jetzt damit beginnen sich Gedanken darum zu machen.
Aber das war überflüssig.
Er hatte den besten Plan, den er haben konnte und musste weder daran feilen, noch irgendwas an ihm ändern.
Er hatte den besten Plan aller Zeiten und sein Lächeln wuchs einmal mehr, weil es nichts mehr daran zu rütteln gab und weil er an Perfidität kaum mehr zu überbieten war, aber wozu war er einer der klügsten Köpfe in diesem Universum, jenseits der realen und der Welt der Shinigami.
Jenseits allem Bekannten.

"Ich will nichts mit ihm, Gin." Seine Augen lagen auf dem Bildschirm, der all das für ihn dokumentierte, der jedes noch so kleine Detail in sich aufnahm und ihm wiedergab.
"Ich will auch nichts von ihm." Langsam und beinahe bedauernd löste er sich aus seiner Position und bereitete sich darauf vor aufzustehen, wenngleich er viel lieber noch ein wenig Zeit hier verbracht hätte.
"Er ist nichts weiter als ein Spielzeug, dessen Schicksal schon vorherbestimmt gewesen ist, als ich das erste Mal meine Augen auf ihn gelegt habe.", setzte er dem schließlich noch an und stand endlich auf, weil er sich sonst niemals aus dieser Position lösen würde; weil er sich sonst niemals von ihm trennen würde können.
"Eines, das ich beruhigt wegwerfen kann, wenn es seinen Sinn erfüllt hat." Mit diesen Worten drehte er sich schließlich um und lächelte eines jener Lächeln, das selbst seine besten Espada in Angst und Schrecken versetzen konnten.
Ein Lächeln, das niemals etwas Gutes verhieß und das in Verbindung mit einem Anstieg seines Reiatsu nur das versprach, was er vorher schon versprochen hatte.
Aber das spielte hier keine Rolle.
Er hatte nicht vor heute mehr zu tun, als sich um sein neues Spielzeug zu kümmern.
Er hatte nicht vor sich mit den Sorgen seiner Untergebenen herumzuplagen oder sich gar darum kümmern zu wollen sie zu lösen und manchmal schwor sich fast, dass dieser Haufen an großen Kämpfern nichts weiter als ein Haufen Kindergartenkinder waren, die es nicht einen einzigen Tag lang schafften sich in diesem riesigen Komplex so zu bewegen, dass sie sich nicht über den Weg liefen.
Manche von ihnen schienen es förmlich darauf angelegt zu haben Stress zu machen.
Manche von ihnen schienen es wirklich darauf angelegt zu haben immer wieder denjenigen über den Weg zu laufen, die sie nicht leiden konnten und einen neuen Streit um Nichts aus der Welt zu brechen, aber es war ihm einerlei.
Wer in dieser Armee nicht stark genug war sich gegen einen Ihresgleichen durchzusetzen, der hatte wahrscheinlich auch nichts in dieser Armee verloren und sein Lächeln wurde zu etwas, das ein jeder kannte.

"Und welchen Sinn hat er?" Oh…
"Das wirst du noch früh genug erkennen." Welchen Sinn hatte es denn den Sinn zu erklären, bevor er sich vor den Augen der anderen erschließen würde?
Welchen Sinn hätte es für ihn seine Pläne immer wieder lang und breit zu erklären, wenn sie sich doch eigentlich von ganz alleine entfalteten und dabei mehr Zweck erfüllten, als wenn er alles erst in Worte packen würde.
Er steckte die Hände in die Taschen.
"Aber ich muss zugeben, dass ich nicht damit gerechnet hätte, dass er so viel Willen in sich trägt." Was keinesfalls schlecht war, so dass sich sein Lächeln erneut weitete und er seine Schritte ein wenig beschleunigte.
"Es wird wohl Zeit kosten ihn für mich zu nutzen, anstatt ihn gegen mich arbeiten zu lassen."