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RK800: Connor und sein Partner Hank Anderson

von Sunwings
GeschichteHumor, Freundschaft / P12
Hank Anderson RK800-51-59 Connor
04.06.2018
04.06.2018
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RK800: Connor


#313 248 317(-51)


Scheiße, Connor! Was machst du denn da?!“

Hätte Hank jemals mit dem Anblick eines Androiden, der auf dem Küchenboden kniete und seine mit Hundefutter bekleckerten Finger ableckte, gerechnet, wäre er heute sicher gar nicht erst auf die Idee gekommen, das Bett zu verlassen.

Aber wer rechnete schon mit ... sowas?

Hank schüttelte angewidert seinen Kopf. Eigentlich sollte er an diesen abgedrehten Androidenkram mittlerweile gewöhnt sein.

Dennoch, allein schon bei dem Anblick, wie Connor Sumos Frühstück analysierte, wurde Hank speiübel.

Scheiße, warum musste es denn ausgerechnet Hundefutter sein?! Hatte er denn nicht die abgelaufene Milch im Kühlschrank genauer unter die Lupe nehmen können?

Connor blickte über seine Schulter und bedachte Hank mit einem unergründlichen Gesichtsausdruck. „Ich analysiere das Hundefutter...“, erklärte Connor, so als wäre es das normalste der Welt.

„Das sehe ich! Aber warum?!“

„Ich dachte, es wäre interessant zu wissen, welche Inhaltsstoffe...“, fing er an, doch Hank unterbrach ihn mit einer abwehrenden Handbewegung.

„Okay, okay. Wir haben doch besprochen, dass du mich erst nach meiner zweiten Tasse Kaffee ansprechen darfst.“

„Tut mir leid, Hank. Aber da Sie gefragt hatten...“

Ja, er hatte gefragt und bedauerte es mittlerweile zutiefst. Es war eindeutig zu früh, um über die Inhaltsstoffe von Hundefutter aufgeklärt zu werden.

Teufel, für dieses Gespräch gab es grundsätzlich keine Uhrzeit!

Wieder wurde Connor von Hank unterbrochen, bevor er ihm weiter von seiner Analyse berichten konnte. „Weißt du was? Ich hab‘s mir anders überlegt – ich will nicht wissen, warum du das getan hast“, erwiderte Hank kopfschüttelnd. „Und jetzt werde ich meinen Kaffee in Ruhe genießen.“

Seufzend ging Hank zur Küchentheke und schnappte sich die heiße Tasse Kaffee, die Connor ihm jeden Morgen pünktlich zubereitete. Er beobachtete seinen Mitbewohner dabei, wie er sich mit verschränkten Armen an den Tisch lehnte, die Augen schloss und vermutlich gerade die Analyse in seinem System verarbeitete. Oder irgendein Update machte. Was wusste Hank schon davon?

Vor einem Jahr hatte Hank Connor bei sich aufgenommen. Niemals hätte er damit gerechnet, dass er eines Tages mal mit einem Androiden zusammenleben würde. Doch Connor war ihm nach der gemeinsamen Zeit ans Herz gewachsen, schon beinahe wie sein Sohn für ihn, und nachdem die Androiden eine friedliche Revolution angezettelt hatten und Connor ebenfalls zu einem Abweichler geworden war, dachte Hank nicht mal eine Minute darüber nach, wie seltsam es sein würde, mit einer Maschine zusammenzuleben.

Eine Maschine, die jeden Tag mehr und mehr menschlicher wurde. Auch wenn es Connor sichtlich schwerfiel mit seinen neu gewonnen Emotionen klarzukommen.

Hank hatte lange dafür gekämpft, dass Connor wieder sein Partner sein durfte. Aber erst nachdem sich die Situation zwischen Mensch und Android einigermaßen eingependelt hatte, konnte Connor seinen Dienst beim Detroit Police Department antreten.

Und seitdem ging er Hank nicht nur zu Hause, sondern auch auf der Arbeit tierisch auf den Sack. Es gab Tage, da bereute Hank, dass er sich für Connors Einstellung eingesetzt hatte.

Wenn er ehrlich war, bereute er es jeden Tag mindestens einmal. Connor hatte irgendwie ein Talent dafür, ihn in den Wahnsinn zu treiben.

Kaum hatte Hank seine zweite Tasse Kaffee fertig getrunken, richtete sich Connor auf. „Wir haben einen neuen Fall.“

Hank zwang sich zu einem Lächeln. „Yippie“, antwortete er sarkastisch.

Er und Connor klärten immer noch Mordfälle auf, doch nun war es egal, ob ein Android daran beteiligt war oder nicht. Immerhin wurden Menschen und Androiden nun gleich behandelt. Jedenfalls wurden sie vom Gesetz gleich behandelt. Manche Menschen sahen in ihnen immer noch die emotionslosen Sklaven, die sie früher waren. Hoffentlich hatte einer von diesen den Löffel abgegeben.

„Sollen wir los?“, fragte Connor und deutete auf die Eingangstür.

„Warum hast du es so eilig?“, antwortete Hank, ging jedoch an ihm vorbei um das Haus zu verlassen.

„Sie haben Recht. Toter wird das Opfer nicht.“

Überrascht hielt Hank in seiner Bewegung inne und wandte sich zu Connor um. „Scheiße ... hast du gerade einen Scherz gemacht?“

Connor blinzelte ein paar Mal. „Ich denke, das hab ich.“

Hank nickte anerkennend, bevor er in seinen Wagen stieg und Connor auf dem Fahrersitz Platz nahm.

„Soll ich Sie über die Fakten informieren?“

Seufzend nickte Hank. „Du würdest es doch sowieso tun.“

Connor startete den Wagen: „Das Opfer hieß Noah Coleman, 25 Jahre alt und Barbesitzer. Seine Freundin Madison hat ihn heute Morgen tot in seiner Wohnung entdeckt. Die Wohnung befindet sich direkt über seiner Bar.“

„Okay, das reicht erstmal an Information“, erwiderte Hank gelangweilt. Am Tatort selbst würden sie noch genügend herausfinden und so wie er seinen Partner kannte, würde er den Täter in Windeseile ausfindig machen.

Es dauerte nur eine halbe Stunde, bis sie an besagten Tatort angelangt waren. Vor dem Gebäude standen zwei weitere Polizeiwagen, die die Reporter und die Schaulustigen vom Tatort fernhielten.

Die Polizisten nickten Hank freundlich zu und bedachten Connor mit einem neugierigen Blick. Manchmal fragte Hank sich, ob sich Connor darüber ärgerte, dass manche Menschen immer noch nicht mit der Anwesenheit von Androiden klarkamen. Doch sein Partner blickte stur geradeaus und hatte anscheinend nur noch die Aufklärung des Falles im Kopf.

An seiner Stelle warf Hank den Polizisten einen wütenden Gesichtsausdruck zu, woraufhin sie augenblicklich wieder ihrer Arbeit nachgingen.

Kaum war er in der unordentlichen Wohnung des Opfers angekommen, hatte er sofort diesen altbekannten Verwesungsgeruch in der Nase.

„Es gibt doch nichts über eine wohlduftende Leiche am frühen Morgen, oder, Connor?“, fragte er seinen Partner, der sich bereits über das Opfer gebeugt hatte und fachmännisch seine Wunden untersuchte.

„14 Messerstiche, eine Fraktur am linken Unterschenkel und zahlreiche Hämatome. Es muss einen Kampf gegeben haben“, antwortete ihm dieser und zeigte auf den umgestoßenen Tisch.

Hank rollte mit seinen Augen. Sobald dieser Kerl einmal einen Fall vor Augen hatte, benahm er sich schon beinahe wieder wie eine Maschine.

Sein Blick fiel über die angesammelten Bierflaschen auf der schmutzigen Küchentheke. Dieser Anblick löste ein beunruhigendes Gefühl in Hanks Magen aus. Wenn Connor nicht gewesen wäre, würde es bei ihm heute vermutlich gleich aussehen. Vermutlich hätte er sich schon längst zu Tode gesoffen. Oder Schlimmeres. Er hatte sich nie bei Connor dafür bedankt, dass er ihn von seinem Selbstmord abgehalten hatte.

Officer Chris Miller stieß zu ihnen und beobachtete Connor stirnrunzelnd dabei, wie er das Blut des Opfers analysierte. Er seufzte und wandte sich an Hank. „Daran werde ich mich wohl nie gewöhnen.“

„Da bist du nicht der Einzige.“

„Wir haben die Freundin bereits befragt. Sie scheint nichts Genaueres zu wissen, aber wir werden sie nochmal befragen, sobald sie sich vom Schock erholt hat“, erzählte Chris. „Aber die Barkeeperin scheint irgendwas zu verheimlichen. Vielleicht wollt ihr sie mal befragen?“

Er reichte Hank das Tablet, auf dem das Profil der Barkeeperin erschien.

„Harper Brown. Sie ist ein Android“, hörte er Connor plötzlich hinter sich sagen. Hank schreckte aus seinen Überlegungen.

Wütend blickte er zu Connor. „Musst du dich immer so anschleichen?!“

„Das war nicht meine Absicht“, antwortete er. „Das nächste Mal werde ich lauter auf den Fußboden treten, damit Sie mich besser hören, Lieutenant.“

Hank kniff die Augen zusammen. Manchmal wusste er wirklich nicht, ob Connor ihn verarschte oder ob er den Müll, den er von sich gab, wirklich ernst meinte.

Kopfschüttelnd seufzte er und folgte Chris nach unten in die Bar, um Miss Brown zu befragen. Er musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, dass Connor ihm folgte.

Harper Brown saß auf einem der Barhocker, hatte die Arme vor der Brust verschränkt und musterte die Polizisten um sie herum mit achtsamem Blick.

Hank wusste augenblicklich, dass sie den Polizisten kein Stück vertraute und er konnte es ihr nicht mal übel nehmen. Androiden wurden schließlich immer noch von vielen schlecht behandelt und da war die Polizei keine Ausnahme.

Detective Gavin Reed war das wandelnde Beispiel dafür. Zu Hanks Leidwesen war dieses kleine Arschloch immer noch keinem Verbrechen zum Opfer gefallen.

Er drehte sich zu Connor: „Du solltest sie befragen.“

Connor hob die Augenbrauen. „Sind Sie sicher, Hank?“

„Ja, die Kleine wird einem Androiden eher etwas anvertrauen als einem Menschen“, antwortete er. „Außerdem sieht sie gut aus“, fügte er hinzu, während er einen demonstrativen Blick auf Harper warf. Sie sah wirklich wundervoll aus, aber das taten irgendwie alle Androiden. Langes, blondes Haar und grüne Augen. Tolle Figur. Sie musste Connor einfach gefallen.

Schon seit längerem versuchte er, dass Connor sich mit anderen Androiden oder Menschen befreundete. Doch das stellte sich als schwieriger heraus als gedacht. Wären da nicht Hank und Markus, hätte Connor nur seine Arbeit. Vermutlich nicht mal das, denn dann wäre er immer noch eine Maschine. Kontrolliert von CyberLife.

Connor war frei und Hank wollte endlich, dass er sein freies Leben auch lebte. Er sollte Spaß haben und sich mit Leuten treffen.

„Ich denke nicht, dass Miss Browns Aussehen irgendetwas mit unserem Fall zu tun hat“, erwiderte Connor.

Hank stöhnte genervt. „Connor“, sagte er ernst. „Diese Androiden Dame da drüben ist wirklich wunderhübsch und so wie sie aussieht, könnte sie im Moment jemanden brauchen, an dessen Schulter sie sich ausweinen kann.“

Connor blickte über seine Schulter. „Sie sieht tatsächlich ein wenig traurig aus.“

Zufrieden nickte Hank, als er dabei zusah, wie Connor sich in Bewegung setzte und auf Harper zuging.

Stolz verschränkte er die Arme vor der Brust, während sich die beiden unterhielten. Erneut gesellte sich Chris zu ihm. „Versuchst du gerade deinen Partner mit einer Zeugin zu verkuppeln?“

Gespielt erschrocken sah Hank zu ihm. „Natürlich nicht! Das wäre schrecklich unprofessionell und würde mir niemals einfallen.“

Chris nickte lächelnd und ging wieder seiner Arbeit nach. Auch Hank wandte seinen Blick von den beiden Androiden ab und widmete sich ebenfalls wieder den Ermittlungen.

Nach nicht mal fünfzehn Minuten stieß jedoch Connor wieder zu ihm. Hank blickte neugierig in sein Gesicht und staunte, als er dort ein Lächeln entdeckte.

„Lächelst du etwa?“

Sofort verzog sich Connors Gesicht wieder zu einer ernsten Miene. „Wir haben einen Fall zu klären.“

Fuck“, sagte Hank grinsend. „Sie gefällt dir also. Du hast einen guten Geschmack. Wirst du sie wiedersehen?“

Connor wandte sich von Hank ab und untersuchte das Adressbuch des Opfers. „Harper meinte, ein gewisser Jackson wäre gestern Abend noch aufgetaucht und hätte nach unserem Opfer gefragt.“

Ohh, dann ist sie jetzt also schon Harper und nicht mehr Miss Brown?“, neckte Hank ihn weiter.

Connor antwortete, nicht sondern zeigte nur auf den Namen Jackson im Adressbuch. „Das könnte unser Mann sein.“

Hank nahm ihm das Adressbuch aus der Hand. „Gut. Chris und ich werden uns um ihn kümmern.“

„Aber...“

„Nichts aber. Du wirst dich weiterhin um Miss Brown kümmern“, zwinkerte Hank. Irgendwie würde er Connor schon noch dazu zwingen, endlich ein paar mehr Gefühle zu zeigen.

„Dieser Fall...“, widersprach Connor ein wenig aufgebracht.

„Werden wir auch ohne unseren Super Androiden lösen“, grinste Hank und ging an ihm vorbei. „Wir sehen uns zuhause.“

Ohne sich nochmal umzublicken, entfernte sich Hank vom Tatort, um mit Chris dem Verdächtigen einen Besuch abzustatten. Er hoffte nur, dass Harper Verständnis für Connors Verhalten hatte und nicht schon jetzt das Weite suchte.

* ~ *


Hank wollte sich gerade über sein heutiges Fertiggericht aus der Dose hermachen, als jemand durch die Tür trat. Erstaunt drehte er sich zu Connor.

Und er hatte sich so über einen ruhigen Abend alleine in seinem Haus gefreut.

„Warum bist du schon zuhause?“

„Es ist sieben Uhr.“

„Habe ich dich etwa nach der Uhrzeit gefragt? Nein!“, antwortete Hank augenrollend. „Los, setz dich.“

Connor nahm gegenüber von ihm Platz und spielte mit seiner geliebten Silbermünze herum. Neugierig blickte Hank darauf. Er wusste, dass diese Münze Connor dabei half nachzudenken. Das hieß wohl, irgendetwas war nicht richtig gelaufen.

„Erzähl schon“, forderte er seinen Partner auf und schob sein Essen und die Flasche Bier, die er sich jeden Freitag gönnte, beiseite. Das konnte er später immer noch verdrücken.

Connor blickte zögernd zu Hank, spielte weiter mit seiner Münze. Dann seufzte er. Ein Geräusch, das Hank noch nie von ihm gehört hatte.

„Ich verstehe Frauen einfach nicht“, sagte er schließlich und Hank konnte eindeutig die Verzweiflung in seiner Stimme hören. Verdammt, damit hätte er wirklich nicht gerechnet.

„Da kann ich dich beruhigen, Junge. Niemand versteht Frauen.“

„Ich habe mein ganzes System durchforstet...“

Seufzend schüttelte Hank seinen Kopf. „Lass mich raten: Dein System konnte dir nicht weiterhelfen.“

„Sie sagte, ich würde zu sehr an meinem Androiden-Ich hängen.“

Hank schnaubte amüsiert. „Tatsächlich? Ich frage mich, wie sie darauf kommt.“

Connor hielt in seiner Bewegung inne und verharrte ganz still. Er blinzelte nicht mal und seine LED Anzeige verhielt sich ebenso ruhig.

Argwöhnisch ließ sich Hank in seinem Stuhl zurückfallen, während er abwartete. Doch es geschah nichts.

Ein wenig besorgt fasste er nach Connors Arm. „Scheiße ... bist du kaputt gegangen?“

Doch da regte sich Connor wieder und Hank wich erschrocken zurück. Sein Herz würde das nicht mehr lange mitmachen.

„Vielleicht bin ich nicht für diese Art Beziehung geeignet“, gab Connor, erneut seufzend, von sich.

„Warum solltest du das nicht sein?“, hakte Hank nach.

„Ich weiß nicht, ob es Ihnen bewusst ist, aber ich habe noch immer meine Schwierigkeiten damit Gefühle zuzulassen.“

Hank rollte mit seinen Augen. „Und wie mir das bewusst ist...“, murmelte er leise.

Als Connor erneut mit seiner Münze spielte, räusperte sich Hank. Vielleicht war er nicht der beste Gesprächspartner für solch eine Unterhaltung. Aber er würde es zumindest versuchen. Immerhin war Connor wie ein Sohn für ihn und er hatte es verdient, einen väterlichen Rat zu erhalten. Auch wenn der möglicherweise ziemlich beschissen war.

„Du solltest einfach aufhören zu denken“, war sein Vorschlag. „Schalt dein System ab oder was weiß ich.“

„Wenn ich mein System abschalte, bin ich tot.“

Hank schnaubte frustriert. „Du weißt, was ich meine, oder?“

Connor nickte zögerlich. „Ich denke schon...?“

„Wenn diese Harper meint sie wäre zu gut für dich, dann hat sie eindeutig eine Schraube locker. Jede Androiden Dame und auch menschliche Frau könnte sich glücklich schätzen, einen intelligenten, jungen Mann wie dich abzubekommen. Du siehst gut aus und manchmal machst du sogar Scherze. Frauen lieben es, wenn man sie zum Lachen bringt.“

Okay, vielleicht hätte er die Flasche Bier vorhin weglassen sollen. Mittlerweile vertrug er nämlich nicht mal mehr ein Tröpfchen Alkohol, da er so aus der Übung war. Und da konnte es schon mal passieren, dass er das ein oder andere Wort zu viel sprach.

Auch Connor war mit der Flut von Wörtern, die Hank normalerweise nicht mal über einen ganzen Tag verteilt von sich gab, ein wenig überfordert.

„Gut“, erwiderte er. „Ich werde dann mal ins Bett gehen.“

Hank runzelte die Stirn. „Bett? Du hast doch überhaupt kein Bett.“

Normalerweise schlief Connor auf der Couch. Obwohl Hank sich heimlich fragte, ob Connor überhaupt Schlaf benötigte.

Im Moment kam es ihm eher so vor, als würde er lieber diesem Gespräch ausweichen.

„Ich meinte die Couch. Gute Nacht, Hank.“

Nachdenklich blickte Hank ihm nach. Dann wandte er sich seufzend an Sumo.

„Hat doch wunderbar funktioniert, oder?“

Zur Antwort legte Sumo nur seine Pfoten über seine Schnauze und stellte sich schlafen. Noch einer, der einem Gespräch lieber aus dem Weg ging.

Sah so aus, als wäre er nicht gerade ein idealer Gesprächspartner. Hank sollte es recht sein.

Mit einem Ächzen stand er von seinem Stuhl auf und machte sich ebenfalls zu seinem Schlafplatz auf.

* ~ *


Als Hank am nächsten Morgen aufstand, fragte er sich stirnrunzelnd, ob der letzte Abend überhaupt passiert war. Ein verzweifelter Connor, der ihn um seinen Rat bat. Das konnte doch nur ein Traum gewesen sein, oder?

Seufzend schlurfte er in die Küche, um sich seinen verdienten Kaffee zu holen. Von Connor war keine Spur. Wo zum Teufel steckte der Android?

Sumos Bellen lenkte Hanks Aufmerksamkeit auf den Hinterhof. Verwirrt runzelte er die Stirn, während er langsam auf die Hintertür zuging.

Kaum hatte er die Tür geöffnet, bereute er es bereits. Er strich sich verzweifelt mit einer Hand über sein Gesicht. Warum war er überhaupt aufgestanden?

Connor war über Sumos Häufchen gebeugt und betrachtete es mit neugierigen Augen.

Angewidert sah Hank ihm dabei zu. Kein Wunder, dass der Junge bei Frauen keine Chance hatte.

Fuck, Connor! Muss das sein?!“
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