Parents can never be too patient...

GeschichteFamilie, Übernatürlich / P12
Detective Nick Knight Lacroix
03.06.2018
03.06.2018
3
3949
1
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4 Reviews
Dieses Kapitel
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Until the deed is done
Autor: Lady Charena (2009)
Fandom: Forever Knight
Episode: 3x22 Last Knight
Prompt: #020. Love (100 Situations)
Charaktere: LaCroix, Nicholas
Pairing: --
Rating: pg, gen, AR
Beta: T'Len


Summe: LaCroix nimmt die Dinge in die Hand. Direkt im Anschluss an die Abblende der letzten Folge der Serie.

Anmerkung: Okay, letzte Folge, großes Drama, ich hab’s kapiert. Romeo-und-Julia-Szenarien sind nicht mein Ding, schon gar nicht, wenn dieser spezielle Romeo vornehmliche Szene schon ein paar Mal zu oft gespielt hat. Deshalb hört für mich die Geschichte hier nicht einfach auf.

Disclaimer: Die Rechte der in dieser Fan-Story verwendeten geschützten Namen und Figuren liegen bei den jeweiligen Inhabern. Eine Kennzeichnung unterbleibt nicht in der Absicht, damit Geld zu verdienen oder diese Inhaberrechte zu verletzen.



I'm coming back for you
This is where we bleed
This is where we stay
Until the deed is done

(Moon Rock)




"Du bist mein engster Freund."

"Nicholas." LaCroix sah auf ihn nieder, sah wie er neben Natalie niederkniete und ihre Finger mit seinen umschloss. Ein Übelkeit erregend sentimentales Bild. Der Stab mit seinem spitz zulaufenden Ende und dem runden, massiven Knauf wog schwer in seiner Hand.

Er verstand nicht, welche Macht diese unscheinbare Frau über Nicholas hatte. Er beobachtete aus der Distanz, wie Nicholas um schönere, aufregendere, interessantere Frauen trauerte; Frauen, die seiner würdig waren - doch er war für keine bereit gewesen, zu sterben. Zu zweifeln. Sich an die Vorstellung der Sterblichen an das Wiedersehen in einem diffusen Leben-nach-dem-Tod zu klammern, nur weil SIE daran geglaubt hatte. Nicholas schien vergessen zu haben, dass er bereits einmal gestorben war; dass er sterben musste, um unsterblich zu werden und dass es nicht mehr als dies gab. Selbst nach Alyssas Tod hatte er nicht so reagiert.

"Nein." LaCroix warf den Stab weg; er prallte irgendwo hinter ihm gegen die Wand und zerbrach.

Als Nicholas aufsah, umschloss er mit beiden Händen das Gesicht des jüngeren Mannes und zwang ihn so, ihm in die Augen zu sehen. "Nein. Ich habe dir lange genug deinen Willen gelassen; die Freiheit deine eigenen Fehler zu machen und daraus deine eigenen Lektionen zu lernen. Das ist jetzt vorbei." Er dachte an den Moment in dem Divia ihren Trumpf auskostete und ihm ins Gesicht schleuderte, dass sie seinen "Favoriten" getötet habe, seinen Sohn. "Schlaf', Nicholas", befahl er. "Schlaf'."

Es schien, als versuche Nicholas sich gegen die hypnotische Kraft dieses Befehls zu widersetzen, doch es war nur ein Augenblick der Gegenwehr, dann schlossen sich seine Lider und sein Kopf wurde schlaff in LaCroix' Griff.

Er ließ ihn auf den Boden sinken, neben die reglose Frau und beugte sich über sie, um nach ihren Puls zu tasten - um zu bestätigen, was er bereits wusste: ihr Herz schlug nicht mehr. Sie war tot.

LaCroix hielt inne, als er sich selbst dabei ertappte, ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht zu streichen. Sie war Vergangenheit. So vergangen wie Janette und das "Raven", wie der Nightcrawler und stille, amüsante Nächte voll Philosophie und Zynismus.

Er richtete sich auf, trat um sie herum und hob Nicholas hoch. LaCroix trug ihn die Treppe hinauf und legte ihn auf sein Bett. Er sah auf den schlafenden Mann hinab; beobachtete einen Augenblick das Flattern seiner Lider und die feine, blutige Schweißschicht auf seiner Stirn. Er streckte die Hand aus und presste die Handfläche gegen Nicholas Brustbein. "Schlaf'. Schlaf' tief, Nicholas." Die unruhigen Bewegungen des jüngeren Mannes stoppten fast völlig, als er tiefer in einen traumlosen Schlaf sank.

LaCroix zog seine Hand zurück und richtete sich auf. Er faltete die Hände, die Finger nachdenklich gegen das Kinn gelegt. "Nein, Nicholas. Ich bin nicht mehr dazu bereit, dich aufzugeben, wie du sie aufgeben wolltest. All die Kinder der Nacht: Vachon, Urs, Divia und meine Janette - es ist genug. Das ist genug Sterben, genug des Todes. Ich habe zu lange gelebt, um mich ihm jetzt zu beugen. Vielleicht glaubst du, zu menschlich geworden zu sein, um mit dem Schmerz zu leben, aber wenn die Zeit kommt, wirst du verstehen, dass ich Recht habe."

Er blieb noch einen Moment neben dem Bett stehen, dann ging er wieder nach unten. Es gab noch einiges zu tun, bevor der Morgen anbrach; Gefälligkeiten einzufordern und ihre Spuren zu verwischen. Jemand musste sich um die Leiche der Gerichtsmedizinerin kümmern. Nicholas würde die Ironie nicht zu schätzen wissen, wenn ihn seine ehemaligen Kollegen als Mörder suchten.

Vielleicht würde Nicholas wieder versuchen, sein Leben zu beenden, doch LaCroix wusste eines mit Sicherheit: die Zeit machte alle Wunden leichter zu ertragen - selbst die der Liebe - und die Zeit war stets auf seiner Seite.


Ende




Anmerkung: Extra-Brownies für jeden, der das (leicht aus dem Zusammenhang gerissene) klassische Dracula-Zitat entdeckt. ;)


Fortsetzung: „Sketches of a past li(f)e”
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