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Expeditions: Viking- New Dawn

KurzgeschichteAllgemein / P18 / Gen
OC (Own Character)
01.06.2018
12.05.2020
4
4.459
 
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01.06.2018 804
 
Es war kalt an diesem Morgen, aber dennoch schlug der mit dem Hammer weiter auf das Metall ein um es zu formen. Er spürte die Kälte seine Hände lähmen, seine Wangen brannten, aber dennoch arbeitete Asleifr unbeirrt weiter. Er half dem Schmied wann immer er konnte, denn es würde ihm im späteren Leben hilfreich sein, dem war sich sein Vater und erselbst sicher. Er brauchte nur noch wenig an Anweisungen vom Meister um zu arbeiten, aber trotz seines Talentes stand fest, dass er ein Krieger sein würde. Und wenn es nach seinem Vater ging, der Beste von allen und der Thane dieser Siedlung. Die Aufgabe, die ihm sein Vater gestellt hatte, war klar: übertrumpfe den Hauptzweig der Familie. Rurik, der Erstgeborene  des Thane, war etwas jünger als Asleifr selbst, aber trotzdem stellte er keine Bedrohung für ihn da, denn seine kleine Schwester stach schon früh heraus: geschickt mit Waffen würde sie eine Schieldmaid werden und mit Worten zauberte sie jeden Dorfbewohner ein Lächeln auf die Lippen. Sie schien die ewige Sonne der Siedlung zu sein.
Das junge Mädchen war grade 16 Jahre alt geworden und hatte bereits eine Beliebtheit erreicht, die Rurik sofort ausgestochen hatte...

Gelächter riss ihn aus seinen Gedankengängen und doch behielt er seinen Blick auf seine Arbeit gerichtet, auch wenn er immer wieder dieses Kichern hörte. Nach ein paar Minuten der Stille brach es wieder aus und er konnte dieses Mal seiner eigenen Neugier nicht widerstehen und blickte aus den Augenwinkeln zu dem Ausgangspunkt des Geräusches: es waren zwei Mädchen, aber nicht irgendwelche sondern Nefja und die Tochter des Thane- wie konnte es nur anders sein, dass sie jetzt erscheinen musste, wo er grade an sie dachte. Und auch wenn er seinen grimmigen Blick wieder auf sein Werk richten wollte, vermochte es das Lachen der Erbin ihn dazu zu bringen von seiner Arbeit abzusehen. Er ließ es so aussehen, als wenn er sich den Schweiß von der Stirn reiben würde.

Und da stand sie: die Sonne ließ ihr Haar aufleuchten, ihre Augen strahlten als er ihren Blick erwiderte und entlockten ihr ein weiteres Lächeln. Er musste sich bemühen ihr es nicht gleich zutun. Sie war wirklich wunderschön geworden. Er dürfte niemals seinen Vater davon zu erzählen, oder sonst jemanden, er wurde dazu erzogen sie zu hassen, ihren Platz einzunehmen, aber immer wenn er sie sah ließ sein Herz einen Satz aus. Ihm wurde warm und er fühlte sich ein paar Minuten bereit von seinen Ketten der Ehre oder Rolle, die er zu spielen hatte.

Nefja zog ungeduldig an ihrem Ärmel. "Nun komm schon", drängte sie, aber die junge Erbin schaute ihn weiterhin an und sie schien sich komplett in seinen Augen verlaufen zu haben. Erst nach dem zweiten oder dritten ruf ihrer Freundin, konnte sie ihren Blick kurz abwenden und Nafja ansehen.
"Ketill und Rurik warten auf uns.", sagte ihre Freundin. "Ja, ich komme gleich." Nefja blickte nun auch in seine Augen. Ihm gefiel nicht wie Nefja ihn ansah,es hatte etwas wissendes. "Okay, beeile dich aber."

Und nun stand sie vor ihm. Ein paar Meter weiter weg, aber sie stand vor ihm. Ihr Lächeln glitt langsam von ihren Lippen. Was war das hier? Sie standen soweit auseinander, sahen einander an, aber nichts würde passieren. Das wussten beide. Was sollte auch passieren? Dann lächelte sie plötzlich wieder. Langsam kam sie auf ihn zu. "Hallo", sie war keinen Meter mehr von ihm entfernt. Er nickte ihr zu. "Du bist fleißig." merkte sie an. "Ich gebe mir Mühe", antwortete er und es tat ihm fast leid, dass er nicht wusste was er sagen sollte.

Sie nickte. "Das habe ich bemerkt." Ihm wurde heiß und kalt zu gleich, als ihr Blick seinen Arm streifte, langsam zum Oberkörper wanderte. Es lag etwas in der Luft- er konnte es spüren. Die Zeit schien wie in Zeitlupe zu vergehen.
"Kommst du morgen wieder zum Training?" Auch wenn sich ihre beiden Väter nicht mochten, so war der Thane doch ein guter Krieger, der sowohl ihn als auch seine Tochter trainierte. "Das würde ich niemals verpassen."
"Ich weiß. Ich freue mich drauf."
Er blickte ihr wieder in ihre Augen. War sie grade errötet?

Er konnte nicht anders als "ich weiß" zu sagen. Ihr Wangen waren nun tiefrot.

"Schwester!", rief Rurik. "Ketill vermisst dich schon!" Beide drehten sich um und sahen die anderen drei Teenager. Ketill boxte Rurik grade gegen die Schulter, die Rurik sich schmerzhaft hielt.
Sie drehte sich nochmals kurz zu Asleifr um. "Bis morgen dann"

Auch wenn dieser Moment vielleicht nichts bedeutete hatte, so freute sich Asleifr doch schon auf die Nacht, in der in seinem Bett liegen würde und vor Glück nicht einschlafen würde.
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