Ein schweres Schicksal

von Silka
GeschichteRomanze, Fantasy / P18
01.06.2018
15.03.2019
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Seid meine Freunde zu uns gekommen sind, sind nun schon zwei Monate vergangen. Sie haben sich gut eingelebt, Tori und Blake haben ihre Flitterwochen genossen und sie haben sich schon perfekt in den Alltag hier eingefügt und unterrichten ihre Schüler sehr gut. Hier und da geben Großvater und ich noch mal Hilfestellung, aber im großen und ganzen machen sie es perfekt. Und deshalb habe ich heute eine Überraschung für sie. Wir sitzen zusammen beim Frühstück, als ich eine Umschlag hervorzaubere und ihn in die Tischmitte lege. Mal sehen wer als erste seine Neugierde nicht mehr zurück halten kann. Wie nicht anders zu erwarten ist es Dustin. Und an seinen Augen kann ich sehen, das mir die erste Überraschung gelungen ist. „Wirklich?“ „Ja, das habt ihr euch verdient“ Nun werfen auch die anderen einen Blick auf den Zettel. Auch sie sind begeistert, denn dieses mal können wir es wirklich genießen. Wir fahren nämlich wieder zu den heißen Quellen. Freudig fällt Tori mir um den Hals und ich kann nicht anders als zu lachen „Wie ich sehe, hast du es ihnen bereits gesagt“ „Ja Großvater“ „Nun, dann geht packen und genießt es“ Das muss man nicht zweimal sagen.


Das packen war schnell erledigt. Zumindest bei mir. Ich wusste das ja schon und habe gestern Abend schon mal meine Tasche gepackt. Als dann alles sind, geht es los. Wir brauchen zwar eine Weile bis wir da sind, doch die Stimmung ist gut und alle sind ausgelassen. Auch ich kann es dieses mal genießen, ohne hinter jedem Schatten eine neue Gefahr zu sehen. Ein befreiendes Gefühl. Als wir ankommen, werden gleich die Zimmer verteilt und bezogen. Dustin und Shane teilen sich eins, Tori und Blake natürlich und Hunter und ich. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich ein mulmiges Gefühl dabei. Ob wohl es ja nicht das erste mal ist das wir in einem Zimmer schlafen. Wir haben ja auch schon in einem Bett geschlafen. Aber trotzdem werde ich dieses merkwürdige Gefühl nicht los.
Aber das ist jetzt nicht so wichtig. Die Jungs machen sich in dem Zimmer von Tori und Blake breit und ich gehe mit Tori zu den Heißen Quellen. Irgendwie brauchen wir mal Urlaub von den Jungs.


„Herrlich. So lässt es sich leben“ Ich kann Tori nur recht geben. Es ist wirklich herrlich. Und so ruhig. Zumindest für´s erste. Denn lange bleiben wir nicht alleine. Leider sind es nicht unsere Jungs, sondern so ein paar Halbstarke. Zuerst hoffe ich ja das sie einfach wieder verschwinden, aber denkste. „Na ihr Süßen“ Einfach ignorieren. Leider sind die beiden Typen schwer von Begriff. Der eine sieht mich auffordernd an und wenig begeistert hebe ich den Kopf. „Ist es so heiß hier, oder bist du das?“ Das ist jetzt nicht sein ernst, oder? „Geh duschen, das kühlt ab“ Der Blick, unbezahlbar. Jetzt versucht der zweite sein Glück, während der andere sich Tori zuwendet. „Du hast wunderschöne Augen“ „Das ist nicht das Einzige, was uns unterscheidet“ Der Typ guckt genau so doof aus der Wäsche wie sein Kumpel. Leider halten die beiden immer noch nichts davon zu verduften. „Wie wäre es wenn wir heute Abend zusammen was trinken gehen. Das wird lustig. Ihr werdet hier keine besseren Typen finden als uns“ Ich sehe Tori an, das sie genau so genervt ist wie ich. „Ja, ist schon klar. Und die Erde ist eine Scheibe“ Damit steigen wir aus der Quelle, binden uns unsere Handtücher um und gehen zurück ins Hotel.


Schnell ziehen wir uns um und gehen dann zu den Jungs. Die sehen uns verwundert an. „Wolltet ihr nicht in die heißen Quellen?“ „Waren wir. Bis mir gestört wurden“ Mehr brauche ich nicht sagen. „Haben die euch angefasst?“ „Nein, Alex hat sie gut abserviert“ Blake beruhigt sich relativ schnell wieder, bei Hunter sieht das anders aus. Aber nach etwas gutem Zureden, kommt auch er wieder runter. Und da es schon Abend ist, gehen wir zusammen essen. Dabei wird viel erzählt und gelacht. Es ist schön zu sehen, das sich bei meinen Freunden nicht viel verändert hat. Nach dem Essen wollen die anderen noch etwas raus, nur ich habe nicht so wirklich Lust und bleibe im Hotel. Allerdings hält es mich nicht lange im Zimmer und ich verkrümle mich wieder zu den heißen Quellen. Und dieses mal werde ich auch nicht gestört. Hab ich jedenfalls gedacht. Ich bin schon seid einer halben Stunde hier, als ich plötzlich Schritte höre. Wer ist das denn jetzt?


„Stör ich dich?“ Ein Lächeln kann ich nicht unterdrücken. „Nein, tust du nicht“ Ebenfalls mit einem Lächeln kommt Hunter zu mir. Das erinnert mich an etwas. „Die Situation kommt mir bekannt vor“ „Mir auch. Ist es wieder so wie beim letzten mal?“ „Wer weiß“ War klar, das er das als Herausforderung ansieht, oder? Langsam kommt Hunter auf mich zu, mich keine Sekunde aus den Augen lassend. Als er direkt vor mir steht, hebt er langsam die Hand, die er an meine Wange legt und mich leicht zu sich zieht. Ich gebe dem sanften Druck nur zu gerne nach, bis sich unsere Lippen berühren. Ich schließe die Augen und genieße einfach das Gefühl, den Moment. Ich spüre wie Hunter seinen Arm um meine Taille legt und mich enger an sich zieht. Meine Arme lege ich um seinen Nacken und drücke mich fester an ihn. Fortrennt streicht seine Zunge über meine Lippen und ich gewähre ihm. Ein Keuchen entkommt mir, als Hunter mich sanft, aber bestimmt gegen den Rand der Quelle drückt. Seine Hände streichen über meine Seiten und mir wird ziemlich heiß. Und das liegt nicht nur an dem Wasser. Aber dennoch, auch wenn ich das ganze mehr als nur genieße, irgendwas in mir sträubt sich.


Vorsichtig löse ich mich von Hunter und sehe ihm in die Augen. „Hunter.... ich...“ Sanft streicht er mir über die Wange. „Ist in Ordnung. Ich kann warten“ Glücklich kuschle ich mich an seine Brust und genieße seine Nähe. Es tut gut zu wissen, das er Verständnis hat, mir die Zeit lässt die ich brauche. Schweigend genießen wir den Moment, die Nähe des anderen und das Wissen, das es nichts gibt, das uns trennen kann. Und ich genieße es, endlich meine Gefühle zulassen zu dürfen.
Nach einer weiteren Stunde, gehen wir zurück ins Hotel und kuscheln uns ins Bett. So wie ich die anderen kenne, haben wir morgen viel vor.
Und so soll es auch sein. Gleich nach dem Frühstücke, geht es los. Zusammen erkunden wird dieses mal ausgiebig die Umgebung. Schade das wir morgen schon wieder nach Hause müssen. „Was ist los Süße?“ „Ich finde es schade das wir morgen wieder nach Hause müssen“ „Kann ich verstehen, aber wir werden gebraucht“ Ich nicke nur. Was soll ich auch sagen? Ich weiß ja, das wir unsere Aufgaben haben. Trotzdem ist es schade.


Und wie es immer so ist. Kaum ist man zurück, hat einen der Alltag wieder voll im Griff. Warum sollte es bei uns anders sein. Nun ja, unser Urlaub liegt nun vier Wochen zurück und ich bin schon wieder reif für die Insel. So gern ich meine Schüler auch habe, manchmal könne sie einen einfach in den Wahnsinn treiben. Und ich habe das Gefühl, das sie das mit Absicht machen. Zumindest bin ich heute völlig genervt. Das merkt auch Hunter, der seine Arme von hinten um mich schlingt und mich an sich zieht. „Was ist los Süße?“ „Ich bringe bald jemanden um“ Und da Hunter eh nicht locker lässt, was ist dieser Junge stur, klage ich ihm mein Leid. Einer meiner Schüler hat es sich zur Aufgabe gemacht, permanent meinen Unterricht zu stören. Allerdings ist es nicht nur bei mir so, aber dafür bei mir um so schlimmer. „Vielleicht solltest du mal mit deinem Großvater sprechen“ „Du hast recht. So kann es jedenfalls nicht weiter gehen“ „Darum kümmern wir uns später. Ich hab eine Überraschung für dich“ Fragend sehe ich ihn an, doch er reicht mir nur einen weißen Umschlag. Mental mit den Schultern zuckend öffne ich ihn und bekomme große Augen. „Wirklich?“ Ein kurzes Nicken. „Nur wir beide?“ „Ja. Ich möchte mal etwas Zeit mit dir alleine verbringen“ „Und wo hin?“ „Das verrate ich nicht“ „Und was soll ich dann einpacken?“ „Überlas das mir“ Damit ist die Unterhaltung beendet und wir kuscheln im Bett.


Endlich ist es soweit und ich entkomme meinem Lieblingsschüler. Und das für immer. Großvater hat entschieden, das er nicht länger bei uns bleiben wird. Er will sich nicht anpassen und stört permanent. Das kann uns will er nicht dulden. Und darüber bin nicht nur ich froh. Aber das ist jetzt egal. Hunter und ich stehen am Flughafen und jetzt erfahren ich auch endlich wo es hin geht. Und ich muss sagen, ich bin überrascht. „Island?“ „Ja. Es hat dir damals so gut gefallen und ich dachte, du würdest dich freuen“ Etwas unsicher sieht er mich an und ich kann nicht anders, als ihn zu küssen. Das ist einfach super. Nach einer Stunde sitzen wir im Flieger und ich kann nicht leugnen das ich aufgeregt bin. Hunter findet das ganze sehr amüsant und bekommt deswegen einen bösen Blick von mir, der ihn aber nicht weiter stört.
Und dann sind wir endlich da. Und zu meiner Freude schneit es. Es sieht einfach nur wundervoll aus. Nach dem wir unser Gepäck haben, fahren wir zu unserer Unterkunft. Wo die ist wollte mir der werte Herr natürlich nicht sagen. Um so größer ist meine Überraschung und Freude, das es eine kleine, eingeschneite Berghütte ist.


„Gefällt es dir?“ „Das ist einfach wunderschön. Danke Hunter“ „Dafür nicht Prinzessin“ Als wir die Hütte betreten, brennt im Kamin schon ein Feuer und schafft eine wunderschöne Atmosphäre. Nach dem wir unsere Sachen weggeräumt haben, mache ich mich daran etwas zu Essen zu machen. Nach einer halben Stunde bin ich fertig und wir sitzen zusammen am Tisch. Wir reden über alles mögliche. Danach macht Hunter den Abwasch und ich gehe duschen. Als ich zurück in den Wohnbereich komme, hat Hunter das Licht ausgemacht und steht mit einer Decke in der Hand vor der Tür. Lächelnd folge ich ihm nach draußen, wo wir uns, in die Decke gekuschelt, auf die Veranda setzten. Nach einiger Zeit sehe ich in den Himmel und bestaune die Polarlichter. Es ist einfach unglaublich schön. „Wunderschön“ „Ja. Es wird nur noch von deiner Schönheit übertroffen“ Ich spüre wie mir die Röte in die Wangen kriecht. Warum muss er auch so was sagen? Nach zwei Stunden gehen wir wieder rein,d a es nun doch ziemlich kalt wird.


Da wir aber noch nicht müde sind, setzten wir uns auf den kuscheligen Teppich vor dem Kamin, in dem das Feuer munter prasselt. Hunter zaubert eine Flasche Sekt und einige Früchte zutage. Der Mann denkt auch an alles. Ich kuschle mich an ihn und lasse mich von ihm mit den Früchten füttern. Hin und wieder beiße ich ihm, ganz ausersehen versteht sich, in den Finger. „Kleines Biest“ „Wer? Ich?“ „Ja du. Aber das gefällt mir an dir Süße“ Antworten kann ich nicht, da er meine Lippen mit seinen verschließt. Nur zu gerne lasse ich mich darauf ein und lasse mich bereitwillig von ihm auf den Teppich drücken. Fordernd wandern seine Hände über meine Seiten und unter meinen Pullover. Doch dieses mal stört es mich nicht im geringsten, auch nicht, das er mir den Pullover nach ein paar Minuten auszieht. Sein Blick gleitet einmal über mich. „Du bist wunderschön“ Lächelnd sehe ich ihn an und küsse ihn wieder, wobei auch ich nicht länger untätig bleibe. Leider brauche ich dringend Luft und löse mich von ihm, jedoch lässt er mich nicht los, sondern küsst sich meinen Hals hinab bis zu meinem Schlüsselbein. Ich stöhne leise auf und meine Hand wandert vorsichtig unter sein T-Shirt. Ich streichele ganz zärtlich über seine Bauchmuskeln bis hinauf zu seiner Brust, was unter dem T-Shirt etwas schwierig wird. Kurzerhand beschließe ich ihn von dem, in meinen Augen, störenden Stoff zu befreien.


Lange kann ich ihn leider nicht bewundern, da Hunter mich wieder küsst und seine Finger zu meinem BH-Verschluss wandern. Dort verharrt er und unterbricht den Kuss, um mich fragend anzusehen. Mit einem Nicken gebe ich ihm meine Erlaubnis, woraufhin er den Verschluss öffnet und mich sanft wieder auf den Teppich drängt. Er legt sich leicht auf mich, aber es ist noch genug Raum zwischen uns, sodass er vorsichtig die Träger von meinen Armen streifen kann. Seine Augen verlassen meine nicht ein einziges Mal, während er den BH schließlich ganz entfernt und mich dann sanft küsst.
Ich spüre das Verlangen in mir, dass er mich endlich berühren soll. Ich kann dieses Verlangen ebenso deutlich in ihm spüren, das er sich kaum noch zurück halten kann. Allerdings bleibt es nicht nur bei den Pullovern und ich muss wohl nicht erwähnen, das nicht nur das Feuer im Kamin heiß ist und knistert. Diese Nacht werde ich so schnell nicht vergessen.

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Teaser:

41. Ihr müsst ja mal die Welt kennen lernen  
Online am 22.03.2019  
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