Dinner in Rosewood

von TB371
GeschichteMystery, Freundschaft / P16 Slash
Alison DiLaurentis Aria Montgomery Emily Fields Hanna Marin Spencer Hastings
31.05.2018
05.10.2018
19
20.666
 
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31.05.2018 1.088
 
Die Geschichte bezieht sich teilweise auf die echte Geschichte nach dem Zeitsprung.


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Spencer Hastings atmete tief durch, lehnte ihren Kopf an die Fensterscheibe des Wagens und starrte auf die Häuser, die an ihr vorbeizogen. Lange hatte die Brünette diese Häuser und die Menschen, die auf den Bürgersteigen davor entlang liefen, nicht gesehen. Nachdem sie Rosewood vor fünf Jahren verlassen hatte, war sie nie zurückgekehrt  - und sie bedauerte, nun wieder hier zu sein!

"Hätte ich die Einladung doch bloß abgelehnt", seufzte Spencer und eine warme Hand legte sich auf ihre. Als die Brünette nach links sah, blickte sie in ein Gesicht mit vielen Sorgenfalten. Es war ihr so vertraut wie kein anderes und unwillkürlich musste Spencer lächeln. "Ich liebe dich", meinte sie ehrlich und Dean erwiderte ihr Lächeln und ihre Worte. "Das Dinner wird bestimmt großartig, Liebling", fügte er hinzu.

Aber Spencer verdrehte nur die Augen und stellte das Radio an. Als Heavy-Metal-Musik ertönte, entgleisten Deans Gesichtszüge und hastig schob er eine CD ins Laufwerk. "Was...?", begann Spencer, doch dann seufzte sie. "Wir hatten uns doch darauf geeinigt, auf klassische Musik umzusteigen!", sah Dean sie streng an.

Da bemerkte Spencer trocken: "Manchmal komme ich mir vor, als wärst du immer noch mein Suchtberater!" Dean konzentrierte sich wieder auf die Straße, während eine Geige zu spielen begann. Spencer schloss die Augen und ließ sich in den Beifahrersitz zurücksinken. "Siehst du?" Es entspannt dich!", hörte sie nach einer Weile Deans Stimme, die sanft fortfuhr: "Ich will doch nur das Beste für dich und unser Baby!"

Da schlug Spencer die Lider wieder auf und versicherte: "Du wirst der beste Vater werden, den Louise sich vorstellen kann!" Als Deans Augen zu strahlen anfingen, beugte die Brünette sich zu ihrem Freund rüber und gab ihm einen liebevollen Kuss auf die Wange. Dann streichelte sie vorsichtig über ihren gewölbten Bauch. Spencer konnte noch immer kaum fassen, dass sie in vier Monaten eine Tochter bekäme...


"Okay, das reicht!", rief Hanna Marin mit einem strengen Blick nach rechts. Dort saßen zwei Jungen im Alter von drei und zwei Jahren, die nun Schmollmünder zogen. Aber Hanna nahm ihnen den Plastikbagger trotzdem ab und erklärte: "Damit schlägt man nicht! Schon gar nicht seinen Bruder, Gordon!"

Der Ältere von beiden verschränkte die Arme vor der Brust, sodass Hanna aufgab und den Bagger in ihre Tasche stopfte statt mit ihrem Sohn zu streiten. Dann stand sie von ihrem Sitz auf und warf einen letzten Blick auf die Wolken, die man aus dem Flugzeugfenster sehen konnte, bevor sie zur anderen Sitzgruppe ging. Dort arbeitete eine Rothaarige an einem Tablet.

"Kommen Sie voran, Stacy?", fragte Hanna neugierig und die Rothaarige nickte, um Hanna dann das Tablet zu übergeben. Dort sah diese sich eine Zeit lang verschiedene Entwürfe für Kleider an. "Stacy, Sie haben noch einen langen Weg vor sich!", meinte Hanna dann und die Rothaarige zeigte sich enttäuscht. "Sie müssen mehr üben", legte Hanna ihr eine Hand auf die Schulter. "Tut mir leid!"


Alison DiLaurentis sah sich im Wohnzimmer um. Dort hatte sie für ihre Freundinnen den Tisch gedeckt und Rotwein vorbereitet. Als Alison einen unangenehmen Geruch wahrnahm, erschrak sie und rannte mit großen Augen in die Küche. Dort brutzelte Gemüse in der Pfanne, während der Reis auf der anderen Platte gerade überkochte.

Hastig nahm Alison den Topf vom Herd und stellte ihn in der Spüle ab. "Mist!", fluchte sie und rieb sich die Schläfen. Dieses Dinner war wirklich eine dumme Idee! Schließlich hatten sie und die anderen seit Jahren keinen Kontakt mehr! Aber es wäre nicht fair, ihnen diese Neuigkeit vorzuenthalten! Ihre Freundinnen wären sicher erleichtert!

Alison allerdings traten beim Gedanken daran Tränen in die Augen. Mit einem Schlucken stellte die Blonde den Reis wieder auf die Platte und beobachtete wie er wieder zu kochen begann. Ein lautes "Ding-Dong" ließ sie zusammenfahren, bevor sie begriff, dass das ihre Gäste sein mussten. Zuerst drehte Alison das Feuer ab, dann eilte sie zur Haustür.

Ein letztes Durchatmen, dann griff sie nach dem Knauf und drehte ihn, um erleichtert in Aria Montgomerys Gesicht zu blicken. Die Brünette lächelte warm, was Alison erwiderte - und dann lagen sich die beiden Frauen lange in den Armen. "Ich hab euch so vermisst!", gestand Alison und Aria entgegnete etwas verhalten: "Ich freue mich auch, dich wiederzusehen!"

"Bist du allein nach Rosewood gekommen?", wollte Alison wissen, nachdem sie Aria hineingebeten hatte, doch diese errötete prompt. "Gibt es da etwa jemanden, den du vor mir geheim halten willst?", lachte ihre Freundin glockenhell und Aria verschränkte etwas hilflos die Hände. Da sah Alison etwas, das ihr den Atem raubte.

Ohne zu zögern griff sie nach Arias Linken und besah den golden glitzernden Ring an ihrem Finger. "Oh mein Gott!", rief sie und strahlte Aria an: "Du hast geheiratet?! Wen?!" Aria öffnete den Mund, aber es kam kein Ton heraus. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte - und da sie die Bombe nicht zweimal platzen lassen wollte, murmelte sie: "Warten wir, bis die anderen da sind!"


"Ich habe dir das von Alison und mir erzählt, weil ich dich nicht anlügen wollte!", zischte Emily Fields wütend, "Nicht, damit du mir eine Szene machst!" Die Augen zu Schlitzen verengt sah sie ihre Begleitung an. Diese hatte einen schwarzen Afro, dunkle Haut und war von athletischer Statur. Nun verschränkte sie die Arme und Emily verdrehte die Augen: "Das mit Alison und mir ist lange vorbei!"

"Wird das auch so bleiben, wenn du sie wiedersiehst?", kam zurück und Emily legte ihrer Begleitung die Hände auf die Schultern. "Grace, Alison und ich waren schon lange nur noch Freunde, bevor wir uns das letzte Mal gesehen haben! Meine Gefühle für sie sind erloschen!", erklärte sie ehrlich und fügte leiser hinzu: "Ich liebe nur dich - und niemanden sonst, Grace! Hast du mich verstanden?"

Grace nickte langsam und seufzte tief. "Es tut mir leid", meinte sie dann und umgriff Emilys Taille. "Ich weiß, dass ich manchmal zu eifersüchtig bin, aber... du bist eine wahnsinnig attraktive Frau und das sehe nicht nur ich so! Ich will dich nicht verlieren, Emily!", gab sie dann zu und Emily lächelte liebevoll. "Das wirst du nicht, mein Schatz!", flüsterte sie und gab Grace einen innigen Kuss.
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