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Sinbad und Sina, Geschwister auf großer Reise

GeschichteAllgemein / P12
Jafar OC (Own Character) Sinbad Yunan
31.05.2018
01.11.2018
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31.05.2018 4.456
 
Ich öffnete meine Augen und sah, grelles Licht, welches mich blendete.
Als sich das verdünnisiert hatte saß ich auf einem recht harten Boden, an einem Brunnen gelehnt. Es war im Gegensatz zu der Helle von eben ziemlich dunkel und nur der Mond und die wunderschönen Sterne erhellten das Dorf.
Wo bin ich, warum ist mir so kalt? fragte ich mich selbst und sah mich um. Ist das ein Dorf für Riesen? Fragte ich mich,  da alles so groß um mich herum war. Da ich an einem Brunnen war und in diesem sicherlich Wasser floss kletterte ich mühselig auf den Rand um ins Wasser zu gucken. Dabei tropfte mir eine Flüssigkeit auf die Hand. Diese schimmerte im Mondlicht in einem schönen Rot. Ich guckte neugierig in den Brunnen der leider doch schon ziemlich Trocken war und nicht viel Wasser aufwies. Deswegen konnte ich auch nicht viel erkennen. Vielleicht kann ich mehr erkennen, wenn ich mich vorbeuge.  
"Pass auf kleine nicht das du ins Wasser fällst." meinte eine tiefe freundliche Männerstimme und zog mich mit einem Arm vom Rand des Brunnens weg.  Ich betrachtete den Mann mit großen Augen. Er war ein großer nein riesiger Mann mit unordentlichen, mittellangen, lilanen Haaren und bernsteinfarbenen Augen. Er trug Komische Gewänder. Riese. dachte ich ängstlich und sah ihn mit großen Augen an.
"Was suchst du denn hier draußen alleine kleine, machen sich deine Eltern denn keine sorgen?" fragte der Mann und lächelte mich an.
Wieso nennt er mich die ganze Zeit kleine und warum sollten sich meine Eltern sorgen machen die haben sich doch noch nie um mich gekümmert. Dachte ich und wollte ihm das auch an denn Kopf donnern doch aus meinen Mund kam nichts außer ein Kleinkind gestammel.
"Mama, Papa mich hassen. Mir immer Aua machen." heulte ich. Was, warum hört sich meine Stimme so an wie die eines Kleinkindes. dachte ich geschockt. Das Gesicht von dem Fremden Mann hatte sich zu einer finsteren Mine, die meinen Körper zum Zittern brachte. Als ich zu meinen Händen guckte sah ich das es sich um kleine Hände die durch das Klettern mit Kratzern versehen waren, so sahen anscheinend auch meine Füße aus. OMG ich bin ein Kleinkind, Hilfe. Dachte ich als mich der Mann auch wieder freundlich an lächelte.
"Du musst keine Angst mehr haben, kleine. Ich passe jetzt auf dich auf." sprach der Mann und setzte mich auf den Boden ab. Erst jetzt bemerkte ich das dieser Mann einer Anime Figur ziemlich ähnlich sah, die ich aus dem Anime Magi the Labyrinth of Magic kannte. Ob das Sinbads Vater ist? Heißt das ich bin in Sinbad no Bouken gelandet. Der Mann den ich für den Vater von Sinbad hielt führte mich zu einem schönen Häuschen. Es war nicht pompös oder gar anders als die umliegenden Häusern, aber es war schön gemütlich eingerichtet. Der Mann neben mir stützte sich auf einer Art stock ab, wie ich feststellte hatte er nur noch ein Bein.
"Du Aua." meinte ich natürlich wieder wie ein Kleinkind, woran ich mich wieder gewöhnen müsste. Genauso müsste ich mich an die leuchtenden Vogel gewöhnen die hier Überfall rum flogen und auf die Bezeichnung Ruhk hörten. Sie flüsterte mir diverse Sachen zu von denen ich aber nicht viel verstand.
"Mach dir keine sorgen." meinte der Mann jedoch nur und wuschelte mir einmal durch meine Haare, die verdammt kurz waren.
"Badr, warum kommst du so spät?" fragte eine freundliche Frauenstimme.
"Esra, komm doch mal her, ich muss dir jemanden vorstellen." meinte Badr wie ich erfuhr. Eine Frau mit dunkel Braunen Haar und schönen Braunen Augen kam auf Badr und mich zu. Wie ein kleines Kind versteckte ich mich halb hinter dem Lilahaarigen.
"Huh." Die Braunhaarige Frau kniete sich zu mir runter. "Wer bist denn du?" fragte sie mich.
Ich brauch einen Namen. dachte ich verzweifelt doch mir viel keiner ein.
"Hab keinen." nuschelte ich und senkte meinen Kopf.
"Na dann geben wir ihr einen oder Esra." meinte Badr.
"Was hälst du von Sina?" fragte Esra mich. Ich nickte wild und sprang ihr in die arme.
"Sie ist aber stürmisch." lachte Badr und wurde sofort von seiner Frau zurechtgewiesen.
"Sei ein wenig leiser Sin schläft schon." meinte sie und in dem Moment wie sie eine Form von schlafen erwähnt hatte musste ich selbst gähnen.
"Hahaha, anscheinend ist Sina auch müde." lachte der Lilahaarige und sah mich belustigt an.
"Na komm mit, ich zeige dir wo du schlafen kannst. Aber vorerst kümmern wir uns um deine Wunden" meinte Esra und führte mich zu einem Schlafplatz wo bereits ein kleiner Junge lag und fest schlief.
Ich wurde daneben gelegt, nachdem mich Esra versorgt hatte und schlief auch sofort ein. Das Gespräch was die beiden erwachsenen führten bekam ich nicht mehr mit.

Traum

Wo bin ich? Warum ist es hier so hell? Dachte ich und sah mich um, auch hier flogen die Ruhk umher. Jedoch gab es keinen Boden oder Himmel nur leere, die aus irgendwelchen gründen strahlte.
"Du bist also ich." hörte ich eine kindliche Stimme sagen und sah mich um. Hinter mir setzte sich eine vielleicht 2 Jahre alte Person zusammen die mir so vertraut vor kam.
"Was? Wie meinst du das?" fragte ich verwirrt als ich an das gesagte dachte.
"Wir sind ein und das selbe, ich bin du und du bist ich, Sina." meinte das Kind erfreut. Ein Windstoß verscheucht die Ruhk um mich herum und ließ meine langen Haare die mir Normalerweise bis zum Po gingen nach hinten fliegen.
Das Kleinkind vor mir was ich sein sollte lachte vergnügt. Sie hatte kurze Dunkle haare die in einem schonen Blau funkelten und ebenso schöne Ozean blaue Augen. Das auffälligste war jedoch die wunde an ihrem Auge. und die leichten kaum zu erkennenden Narben am Körper. Sie trug ein einfaches weißes Gewand welches schon eigentlich nicht mehr als weiß durch ging und eher ein Fetzen Stoff war als Gewand.
"So siehst du aus. Du bist 2 Jahre alt." meinte das Mädchen und wurde zu Ruhk, welches mich mit dem sowie so schon hier anwesenden umhüllte. Als das Ruhk verschwunden war sah ich vor mir eine Art Spiegel in dem ich das Mädchen von vorher ausmachen konnte. Doch halt, ich spührte meine langen Haare nicht mehr und als ich den Spielte berühren wollte tat es das Spiegelbild gleich.
Ich war nun in der gestallt die Badr und Esra Sina genannt hatten.
"Nein Ich bin Sina." sprach ich laut


"Süß die beiden, wie sie dort liegen und sich aneinander gekuschelt haben wie echte Geschwister." hörte ich leise die Stimme von Esra.
Ich setzte mich langsam auf und rieb mir den schlaf aus den Augen, dabei schaltet ich mich elegant aus der Umarmung von dem Jungen.
"Guten morgen Si." sprach Esra.
"Morgen." meinte ich und sah sie so kindlich an wie ich konnte. Verdammt nochmal ich bin kein Kind mehr. Ich bin doch schon 16 Jahre alt gewesen. Ich muss höllich aufpassen damit niemand was merkt und wenn ich dazu wieder ein Kind sein muss. Dachte ich entschlossen.
"Guten Morgen Mama." meinte der Junge der neben mir gelegen hat. "Huh." stützte er als er mich bei seiner Mutter sah. "Wer bist du denn?" fragte er neugierig.
"Darf ich dir deine Schwester Sina vorstellen, dein Vater hat sie gestern gefunden und sie wird jetzt hier bleiben ." meinte sie zu dem Jungen der mich erfreut musterte, dabei flogen um ihn herum die Ruhk die mir immer wieder entgegen flüsterte wie sehr er sich  freute. "So Sina, darf ich dir dann deinen Bruder Sinbad vorstellen." meinte Esra. Ich strahlte Sinbad genauso an wie er mich und auch um mir flogen die Ruhk wild umher. Sie trafen auf die von Sinbad und tänzelten nun zusammen in der Luft umher. Warum kann ich eigentlich die Ruhk sehen? fragte ich mich selbst, fand aber keine Antwort darauf.
Die Wochen vergingen und ich gewöhnte mich daran wieder ein Kleinkind zu spielen, was ich mittlerweile sogar nicht mehr abstellen konnte. So müsste sich auch Shinichi Aka Conan aus Detektiv Conan fühlen.  
Ich wurde jedoch fröhlich in die kleine Familie aufgenommen. Leider bemerkte ich schon bald, das durch mich weniger zu essen für die anderen gab. Also nahm ich mir vor irgend eine Lösung zu finden um ihnen zu helfen. Doch auch als ich die Dorfbewohner fragte wollten sie nichts mit unserer Familie zu tun haben. Die Dorfbewohner waren alle so auf den Krieg Fokussiert, das sie alle die gegen den Krieg waren oder sich raus hielten als Verräter angesehen wurden so auch Papa, der einmal als Held gefeiert wurde. Aus Langeweile und weil ich Mama nicht helfen durfte, da ich zu klein war ihrer Meinung nach, ging ich zu meinem Geheimplatz, den niemand außer meiner wendigkeit kannte. Hier hatte ich alles mögliche zusammen gesammelt von alten Messern und anderen alten Waffen. Mit denen ich umzugehen lernte. Auch körperlich trainierte ich meinen nun wieder zwei Jahre alten Körper. Aber nicht nur das brauchte training auch mein Geist musste trainiert werden. Als ich dann zum Abendessen nach Hause kam verhielt sich Sin ganz komisch Papa gegenüber.
Da ich den Anime nie geguckt hatte wusste ich nicht was vorgefallen war.
"Hier." meinte Mutter und reichte mir etwas von dem essen.
"Danke" bedankte ich mich bei ihr.  
"Was ist den los Sin?" fragte Mutter meinen zwei Jahre älteren Bruder, der alles in sich hinein stopfte.
"Nichts." meinte er und stopfte sich den Rest in den Mund. "Ich bin satt." sagte Sin nachdem er runter geschluckt hatte. Ich sah ihn verwundert an als Papa sein Wort erhob.
"Sin der Wassereimer ist fast leer. Holst du bitte neues beim Brunnen, dass müsste ein kind wie du doch schaffen können oder?" fragte Vater komisch.
Sinbad reagierte darauf irgendwie empfindlich. Er stand auf und erwiderte.
"Ich bin anders als du und ich bin ein Mann." Ich legte verwirrte den Kopf schief. "Wasser holen ist ein Kinderspiel." meinte er und rannte zum Krug, diesen schnappte er sich und rannte zum Brunnen.
"Meine Güte" meinte Mama und hielt sich ihre Hand vor den Mund. "Schatz kannst du denn damit Leben. Du bist als Held in den Ruhestand gegang, aber jetzt behandelt man dich wie einen Verräter." meinte Mama besorgt zu Papa. Ich guckte Papa interessiert an, der mich grinsend betrachtete.
"Wenn die Leute reden wollen, dann lass sie doch." lachte Papa am Anfang leicht auf. "Mich stört es nicht."
"Es ist nicht nur dein Problem." meinte Mama und wurde lauter. "Was wird aus uns?" fragte sie ein wenig leiser, doch immer noch mit erhobener Stimme. Ich senkte meinen Kopf, ich viel ihnen also doch zur Last.Vielleicht sollte ich gehen und versuchen mich selbst durchzuschlagen. Dachte ich und wurde plötzlich von Papa in die Arme gezogen.  "Wir haben keine Ersparnisse. Wovon sollen wir leben?" fragte Mama Papa.
Kaum nach dieser Frage herrschte stille, diese wurde jedoch von Sin unterbrochen, der nach Papa rief.  Überrascht drehte sich Papa halb um. Auch ich guckte an Papa vorbei zu meinem Bruder. Ich kann nicht gehn, ich würde sie zu sehr vermissen. Ich werde einfach noch weniger essen.
"Sin?" fragte Papa meinen Bruder der außer Atem am Türrahmen lehnte.

Sin erzählte Papa von einem Mann der in den Brunnen gefallen war.
Gemeinsam holten wir ihn raus. Er hatte schwere nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Doch hätte Sin ihn nicht gefunden wäre er dennoch gestorben. Wir brachten ihn zu uns nach Hause und warteten ein wenig bis uns Mama und Papa ins Bett schickten. Am nachdem Morgen saßen wir dann bei dem Verletzten Mann, der Blonde Haare hat und kräftig gebaut war. Nicht das er dick war, nein er war muskulös und hatte eine Narbe im Gesicht, die waagerecht über die Nase verlief.
Als seine Augen blinzelte schnellten Sin und ich zum Bertrand.
"Mein Herr." sagten Sin und ich gemeinsam.
"Ihr wart in den Brunnen gefallen dort fand er euch." meinte Papa und zeigte auf Sin. Der fremde setzte sich auf. "Hätte er sie nicht gefunden wären sie jetzt Tod." erklärte Badr dem Blondhaarigen der noch nichts gesagt hatte.
Der fremde guckte zu Sin und dieser grinste ihn an. Der fremde hob seine Hand. Mama zuckte genau wie ich zusammen. Was für eine große Hand der fremde doch hatte. Er legte die Hand auf Sinbads Kopf und bedankte sich bei ihm. Dabei fing er an zu weinen.
"Nicht weinen." meinte ich und wollte den Mann trösten, er legte nun mir die Hand auf den Kopf und wuschelte mir durch die etwas länger gewordenen haare.  
Nachdem er sich endliche male bedankt hatte und sich nun wieder einigermaßen beruhigt hatte saß er uns gegenüber.
"Ich bin Händler." erklärte er und fügte hinzu. "Ich Reise umher. Ich heiße Darius. Mein Schiff erlitt Schiffbruch, ich landete hier ohne zu wissen wo ich war." erzählte er als er vor uns kniete. Papa saß an vorderster Front im Schneidersitz während Mama ein wenig versetzt hinter ihm saß und Sin mit mir hinter Papa hervor guckten. "Wie kann ich euch Danken?" fragte er.
Sinbad betrachtete den Mann sehr genau als ihm die Blonden Haare auffielen. Er machte mich auf die für ihn sicherlich ungewöhnliche Haarfarbe aufmerksam und ich tat als wäre ich über diese für mich Normalheit genauso angetan wie mein Bruder. Meine eigene Haarfarbe war normalerweise in meinem Alten Körper die selbe gewesen, glaube ich.
"Das war ja Schrecklich." meinte Papa. Ab jetzt hörte ich dem Gespräch nicht mehr zu. Ich vergesse mehr und mehr von meiner alten Welt, nur das elementare bleibt mir. Die Kenntnisse über Mathe, die Sprachen, Bio, Physik und Chemie. Selbst die Geschichten und sagen verblassen nicht alles andere was meine Wendigkeit betrifft habe ich entweder schon lange vergessen oder ich bin dabei es zu vergessen. Dachte ich. Wieder hier im jetzt sprach Mama mit Papa flüsternd. Sin und ich nutzten die Chance, um an Darius hoch zu klettern und sein wie Sinbad es nannte Goldenes Haar zu berühren, wobei Sin übertrieb und ihm mit seiner Hand auf den Kopf Batschte.
"Mein Herr....." fing ich mir genauso funkelnden Augen, wie auch Sin sie hatte, an zu sprechen.
"Warum habt ihr goldenes Haar?" fügte Sin hinzu.
"Sina, Sinbad, was macht ihr den da?" fragte Mama aufgebracht während Papa sich das still anguckte.
"Schon in Ordnung." sprach Darius lachend und nahm mich und Sin von seiner Schulter. "Habt ihr das Dorf schon mal verlassen?" fragte er uns beide, nachdem er und vor ihn auf den Boden gesetzt hatte.
"Nein" meinten wir einstimmig.
"Verstehe." sagte Darius und setzte uns ab. "Ich stamme von einem fremden Land, ganz weit weg von diesem Dorf hier." begann Darius zu erzählen. Sin und ich hockten uns vor ihn und lauschten seinen Worten aufmerksam. "Dort leben Menschen wie ich mit anderen Haarfarbe.  Es gibt andere Länder, andere Kulturen. Es gibt viele verschiedene Völker. Es gibt merkwürdige Früchte und Gerichte die ihr nicht kennt. Die Welt ist voller Dinge die ihr nicht kennt." sprach Darius. Umso mehr Sin und ich lauschten umso mehr Ruhk erschienen im Raum. "Abenteuer machen Spaß." meinte Darius.  "Ist das zu schwierig für euch?" Frage Darius und kratzte sich am Hinterkopf.
"Nein." meinte ich. Ich wollte mehr davon hören. Auch meinem Bruder erging es so.
"Nein, wir wollen noch mehr hören." meinte mein Bruder und ich stimmte ihm durch ein wildes nicken zu.
"Aber ich...." fing Darius an wurde aber von Papa unterbrochen.
"Schon gut. Bis ihr wieder gesund seit könnt ihr hier bleiben. Aber wir kommen grad so Tag für Tag um die runden. Versprecht ihr mir, dass ihr keinen Ärger macht." meinte Papa lächelnd. Darius ballte seine Hände zu Fäusten und zerknitterte so seine Kleidung noch mehr.
"Ja" antwortete er.
"Willkommen in unserem Heim." Papa lächelte ihm freundlich entgegen.
Seit diesem Tag hörten Sin und ich Darius bei seinen Geschichten zu.
Er erzählte sie uns bis spät in die Nacht hinein.
"Welche Geschichte wollt ihr heute hören?" fragte er uns. "Wollt ihr von einem Land hören was von Eis umgeben ist. Oder von einem Land, dass aus Wüste besteht und in dem es brennend Heiß ist?" fragte er uns weiter. Sin und ich guckten ihn mit großen freudigen Augen an. Er war ein toller Geschichten Erzähler. Er erzählte und gefühlvolle alte Geschichten und aufregende Abenteuergeschichten.
Wir hörten ihm bei jeder Geschichte voller Leidenschaft und ganz aufgeregt zu.
Wir erfuhren wie groß doch die Welt war und was für ein kleiner teil doch unser Dorf von dieser ist. Uns Kindern die das Dorf nie verlassen hatten, kamen die Geschichten wie Märchen vor.

Durch den lauten schrei von Mutter schreckten Sinbad und ich, am nächsten Tag, aus dem schlaf. Ich war ein wenig schneller als Sin auf den Beinen und rannte zu Mama, die auf dem Boden lag.
"Mama." riefen Sin und ich. Als ich mich umsah, auf Grund eines Geräusches welches von draußen kam, sah ich Darius, Blut bespritzt und zwei tote wachen die vor unserem Haus lagen. Darius atmete schwerer und hielt ein Messer in der Hand.
"Mein Herr." flüsterte Sinbad mit großen augen. Als mich Darius packte und mich mit dem noch blutigen Messer bedrohte. Erschrocken quickte ich auf. Er hatte mich so plötzlich gepackt und sah mich dabei Kalt an. Sin war wie erstarrt.
Wir standen so plötzlich mitten in einem Kreis der sich durch entsetzte Schaulustige gebildet hatte. Ich schluchzte ängstlich und schloss meine Augen. Selbst die Ruhk um mich herum konnten mich nicht beruhigen.
"Sina " hörte ich Mama verzweifelt rufen.
"Mama." rief ich und bekam sofort das Messer oder besser gesagt wie ich jetzt erkannte Dolch naher an den Hals gedrückt. Ich schrie ängstlich auf. Ich sah zu meiner Mutter die Sinbad festhielt der mich verzweifelt ansah.
"Was starrt ihr so? Macht Platz." rief Darius und schlug mit dem Dolch nach den Dorfbewohnern die zurück stolperte.
"Warum?" fragte ich weinend. "Ihr gehört nicht zu den Menschen die so etwas tun." meinte ich verzweifelt.  Darius biss die Zähne zusammen. "Als ihr mir und meinem Bruder die Geschichten erzählt habt wart ihr immer gut."
"Das hier ist mein wahres Gesicht." meinte Darius und sah mich kalt an. Mir liefen immer noch Tränen über die Wangen. "Außer meinem Auftrag ist mir alles egal." meinte Darius und sah immer noch auf mich herab. "Darius Geheimagent des Reim Militärs. Das bin ich." sprach Darius und drehte sich dann Ruckartig zu Mutter, die einen weinenden Sin im arm hatte, um.
"Bereitet ein Boot mit Essen und Geld am Strand vor! Sofort." verlangte er und hielt den Dolch mit der spitze in Mamas Richtung.
Mama drehte sich entsetzt um zu den Dorfbewohnern und flehte.
"Rettet mein Kind." Doch die Dorfbewohner taten das was sie am besten konnten und das war nun mal, bedrückt auf den Boden gucken. "Bitte jemand muss mir doch helfen." meinte Mama immer noch flehend. "Bitte." meinte sie leiser und viel verzweifelter. Doch keiner bewegte sich.
"Das geht uns nichts an, mit euch wollen wir nichts zu tun haben." meinte einer der Dorfbewohner. Meine Augen weiteten sich ängstlich. Ich wollte nicht sterben.  Mama sank weinend zu Sin auf den Boden und drückte ihn fest an sich.
"Verdammt." meinte Darius. Ich kniff meine Augen ängstlich zu sammen, während ich so über dem Boden baumelte.  "Die taugen alle nichts. Aus dem weg macht Platz." schrie Darius und drehte Mama und Sin den Rücken zu. Aus Schreck hatte ich die Augen wieder aufgemacht und sah nun wie Darius mit dem Dolch rumfuchtelte.  
"Darius." ertönte die Stimme von Papa. Darius verharrte in seiner Bewegung. Bevor er sich leicht umdrehte. "Bitte las sie frei." bat Papa, der nun vor Mama und Sin stand.
"Papa." meinte ich ein wenig erleichtert und streckte meine Hand nach ihm aus.
"Schatz." meinte Mama und sah Papa an.
"Papa." meinte auch Sin erleichtert.
"Darius sie haben es mir damals versprochen." meinte Papa und humpelte näher an Darius und mich heran.  Darius selbst zeigte erst auf Papa mit dem Dolch doch dann als er merkte das Papa immer noch näher kam hielt er mir den Dolch wieder an die Kehle. Papa selbst ging ruhig auf die Knie und verbeugte sich so das sein Gesicht den Boden berührte. "Ich flehe dich an, bitte lass sie gehen." meinte er. Meine Augen weiteten sich. "Eure Kenntnisse sind für unser Militär sehr nützlich. Wenn ihr euch erhebt und Parthevia anschließt, rettet ihr euer leben. Bitte." flehte Papa immer noch in der Haltung verweilend.
"Ich soll mein Land verraten, um mein leben zu retten?" fragte er und fügte dann noch hinzu. "Mein Auftrag ist es, meinem Land zu dienen und ihm zum Sieg zu verhelfen." meinte er aufgebracht. Dann ging alles verdammt schnell er zog seinen Dolch näher zu mir und mich ein wenig höher. Ich schrie ängstlich auf. "Ich bin ein stolzer Bürger Reims. Ich verrate mein Land nie und wenn es den Tod bedeutet. Ich bin nicht so ein Verräter wie ihr." schrie der Blondhaarigen.
"Si." kreichte Mama auf.
Ehe ich mich versah war Papa nach vorne gestürmt und hatte eine Waffe gezogen mit der er Darius verletzte. Ich landete dabei auf dem Boden, da mich Darius losgelassen hatte.
"Es ist mir gleich, ob man mich Verräter nennt oder sich über mich lustig macht." meinte Papa und ließ von Darius ab. Er drehte sich in meine Richtung und hüpfte mir entgegen. Ich rannte ihm, immer noch weinend, in den Arm, er hob mich sofort auf seinen Arm und hüpfte ein wenig weiter. Er drehte sich zu Darius um. "Der Mann jedoch der meiner Familie etwas antut, kommt mir nicht so davon." meinte Papa währen ich mich beruhigte. Papa hatte diesen Bösen ernsten Blick aufgesetzt und starrte damit Darius an.
Der Blondhaarigen selbst viel einfach nach hinten um.
Papa ließ mich runter und Sin brachte ihm seinen Stock auf den er sich immer gestützt hatte. Zeitgleich sank die Sonne schon wieder und erleuchtete nur noch die Dach spitzen.

"Du......Betrüger." hauchte Darius. Während mich Sin umarmte und mich festhielt.
"Mein Herr eure Abenteuergeschichten. Haben uns gut gefallen. Die haben wir gemocht." meinte Sin weinend. Ich nickte ebenso weinend.
"Seid ruhig." meinte der Blondhaarigen und fügte hinzu. "Kinder." mit diesen Worten schloss er für immer die Augen. Ich sah noch wie die Ruhk aus seinem Körper verschwanden und in die Welt hinaus flogen.
Jedoch wurde Papa von Soldaten mitgenommen und wir sahen ihn eine weile nicht. Die Tage vergingen und wir machten uns alle sorgen.

"Papa." riefen wir gleichzeitig als wir sahen wie ein Soldat unseren Vater trat. Papa war zurück und mit vielen Wunden übersäht.
"Papa" meinten wir wieder und blieben nebeneinander stehen. Wir beide weinten still und auch Mama schien entsetzt zu sein.
"Schatz."
"Esra, Sin, Si." meinte Papa und sah uns erschrocken an.
"Verschwinde." sagte eine Frau aus dem Dorf flüsternd. "Verschwinde sofort." rief sie nun lauter und zeigte auf Papa und uns.
"Sie hat recht, Verräter." schrei der Mann der direkt neben der Frau stand. Mama, Sinbad und ich guckten alle mit Tränen in den Augen zu ihnen.
"Der Spion war nur eurer wegen hier." rief einer.
"Genau." riefen welche aus der Menge und stimmten dem zu.
"Verräter, verschwindet aus diesem Dorf."
"Stopp." meinte Sin leise "Stopp." rief Sin lauter und ballte seine Hände zu Fäusten. "Sagt nichts schlimmes über unseren Vater."
"Genau." meinte ich zustimmend zu rufen.
"Haltet den Mund."
"Die Kinder eines Verräters." meinte einer und kam mit ein paar anderen Männern auf uns zu. Sie streckten schon begierig die Hände nach uns aus.
"Tut ihnen nichts an." rief Papa. Wir guckten alle zu ihm und sahen wie er sich aufkämpfte. "Tut meinem Sohn und meiner Tochter nichts an. Tut meiner Familie nichts an. "
"Papa." meinten Sin und ich wieder gleichzeitig.
"Jetzt hört mal alle zu." meinte Papa als Mama und beide umarmte. "Ich ziehe jetzt in den Krieg.  Aber ich will, dass ihr euch daran erinnert, was das bedeutet." meinte Papa lauter werdent.
"Seht her. Das hier...." meinte Papa und riss sich die Klamotten vom Leib. So das nur noch vereinzelte Fetzen am Körper hingen. Ich sah papa mit großen Augen an. "Das stammt vom Krieg." meinte Papa und man sah wirklich viele Narben am ganzen Körper und jetzt sah man auch das Ausmaß bei seinem Abgetrennten Bein. "Ich sah Millionen Menschen auf dem Schlachtfeld, die verwundet wurden und starben. Wollt ihr eure Familien immer noch in den Krieg schicken?" fragte Papa. Ich verkniff mir die Tränen. "Hört mir zu. Ist der Krieg denn wirklich so eine gute Sache?" fragte Papa und appellierte so an den Menschliche verstand des Dorfes.
"Verdammt bringt ihn fort." rief einer der Wachen."
Eine der wachen packte Papa an der Schulter. Dieser drehte sich um. Und war bereit zu gehen. Er drehte seinen Kopf nochmal zu uns um.
"Schatz." meinte Mama weinend.
"Sinbad. Wenn du ein Mann bist kämpfe. Kümmer dich für mich um deine Mutter und um deine Schwester." meinte Papa und lächelte Sin an. Auch in meine Richtung lächelte er, jetzt konnte ich endgültig meine Tränen nicht mehr zurück halten.
Dann wurde Papa Richtung Wüste abgeführt, wir sahen ihm noch hinterher, bis wir nichts mehr sehen konnten.

Einige Monate später erhielten wir die Nachricht das Papa Tod war. Im Sarg den man uns geschickt hatte lag nur sein Schwert. Papas Leichnam war unauffindbar.
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