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Broken

von grantaire
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Agron Nasir
29.05.2018
29.05.2018
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Es war eine kalte und stürmische Nacht im Wald. Agron und Nasir waren von Spartacus am Morgen mit dem Auftrag losgeschickt worden die Gegend zu erkunden, wo die nächsten Villen liegen. Sie waren auf dem Rückweg zum Lager der Sklaven in einen Sturm geraten. Die beiden mussten nur noch ein Waldstück durchqueren um zum Lager zu kommen. Es war eiskalt und es goss wie aus Badewannen. Der Sturm bog die Bäume fast bis zum Boden, der Donner grollte und Blitze zuckten. Agron drückte Nasir sanft die Hand um ihm Mut zu machen. Da plötzlich passierte es: Ein Baum wurde vom Blitz getroffen und stürzte zu Boden genau auf Nasir zu. Im letzten Augenblick stieß Agron seinen wie gelähmt dastehenden Geliebten zur Seite dann krachte der Baum zu Boden und begrub Agron unter sich. Nasir stand für einen Augenblick wie gelähmt da dann rief er sich zur Vernunft. Unter Aufbietung all seiner Kräfte und dennoch sanft um seinen Geliebten nicht noch schlimmer zu verletzen zog er Agron unter dem Baum hervor. Etwas entfernt legte er Agron zu Boden und besah sich seine Wunden. Agron hatte mit dem Rücken zum Baum gestanden deshalb ging es seinen inneren Organen soweit Nasir das einschätzen konnte gut. Seine Wirbelsäule hatte da nicht soviel Glück gehabt, da der Baum genau auf ihr gelandet war. Seine Beine waren verdreht und wirkten leblos. Nasir befürchtete das Schlimmste. Vorsichtig hob er seinen Geliebten in seine Arme. Das Adrenalin verlieh ihm ungeahnte Kräfte und es gelang ihm Agron durch das Waldstück ins Lager zu tragen. Dort nahm Spartacus ihm die Last ab und trug ihn zum Zelt vom Medicus. Dieser machte sich sofort an die Arbeit und verarztete Agron so gut er konnte. Nasir wich die ganze Nacht über nicht von der Seite seines Geliebten. Auch in den folgenden Tagen hielt er Wache an Agron's Bett. Am zweiten Abend kam der Medicus mit schlechten Neuigkeiten zu ihm. Nasir ahnte schon, dass die Neuigkeiten etwas mit Agron's Beinen zu tun hatten, die immer noch wie tot auf dem Bett lagen. "Nasir es tut mir leid aber ich kann nichts mehr für Agron's Beine tun. Der Baum hat den Nerv in der Wirbelsäule durchtrennt. Seinen Oberkörper und seinen Schwanz kann er noch bewegen aber seine Beine sind gelähmt. Es tut mir leid". Dann verließ der Medicus das Zelt(inzwischen war Agron in das Zelt gebracht worden dass er sich mit Nasir teilte). Nasir zog diese Nachricht den Boden unter den Füßen weg und weinend sank er an der Seite seines Geliebten in sich zusammen. Was sollte jetzt nur werden? Sein Geliebter war der geborene Kämpfer und liebte den Kampf und jetzt entriss ihm ein verdammter Baum das einzige Leben, das er kannte und machte ihn zum Krüppel. Nasir fürchtete sich ein wenig davor wie Agron darauf reagieren würde, dass seine Beine gelähmt waren und er ein Pflegefall geworden war. Doch Nasir schwor sich, dass er seinem Geliebten immer zur Seite stehen würde egal was auf sie zukam. Eine Woche nach dem Unfall öffnete Agron endlich die Augen lächelte Nasir zu, der neben seinem Bett saß und versuchte aufzustehen, doch seine Beine reagierten gar nicht. Noch schlimmer- er konnte seine Beine zwar sehen aber nicht fühlen! Panik machte sich in ihm breit. Nasir, der bemerkt hatte, dass Agron versuchte aufzustehen, drückte ihn sanft wieder auf das Bett. "Warum kann ich meine Beine nicht spüren?" Nasir schien mit den Tränen zu kämpfen. "Geliebter, entspann dich". "Ich kann meine Beine nicht spüren. Aber ich sehe sie. Warum kann ich sie nicht bewegen? " Nasir biss sich auf die Lippe und schluckte den Kloß in seinem Hals runter. "Nein, mein Herz, du hast immer noch deine Beine." "Warum kann ich sie dann nicht spüren?" "Sch", flüsterte Nasir schnell und streckte die Hand aus, um Agron über's Haar zu streicheln. "Es wird alles wieder gut. Es wird dir wieder gut gehen." "Nasir", sagte Agron panisch, packte Nasir's Unterarm und umklammerte ihn so fest er konnte. Nasir sah die Angst in seinen Augen, also presste er seine Lippen auf Agron's Stirn und flüsterte leise: "Ich weiß, mein Herz. Es wird dir wieder gut gehen. Ich liebe dich." "Warum kann ich meine Beine nicht spüren?" Nasir wischte sich die Tränen aus dem Gesicht Dann rückte er mit der Sprache heraus. "Der Baum hat deine Wirbelsäule getroffen. Deine Beine sind gelähmt laut dem Medicus wirst du nie wieder laufen können".



Für Agron war es ein schwerer Schlag nicht mehr laufen zu können. Er weinte, und Nasir weinte, sie lagen einander in den Armen, und dann schrie und fluchte Agron über alles und jeden und alles, was er tun wollte, war einen Römer ins Jenseits zu schicken, aber natürlich konnte er das nicht. Agron seufzte verzweifelt und verdrehte die Augen offensichtlich unzufrieden mit etwas. "Wie kannst du mich so lieben?" Nasir gab seinem Geliebten einen Kuss und flüsterte" du bist mein Leben, mein Geliebter und ich werde dich immer lieben".


Spartacus den Nasir um Hilfe geboten hatte trug Agron zum Tisch und setzte ihn sanft auf den Boden.
Zusammen teilten sie das Abendessen dann schlug Nasir vor uns Bett zu gehen. Agron dachte, es wäre unmöglich für ihn, ins Bett zu kommen, aber Nasir war stärker, als er vermutet hatte, und es gelang ihm Agron vom Tisch zum Bett zu tragen. Agron musste seine Beine mit den Händen in die richtige Position schieben, während Nasir neben ihm ins Bett schlüpfte. Er spürte Nasir's Arme um sich, aber Nasir's warme Beine die dicht neben seinen lagen spürte er nicht. Das fustrierte ihn irgendwie.


"Ich liebe dich, Agron", flüsterte Nasir ihm zu und nahm ihn fest in seine Arme. "Und ich bin froh, dass du lebst." Agron hätte fast gesagt " Ich bin wertlos schenke deine Zuneigung einem gesunden Mann, einem der Laufen kann" sagen, aber er hielt sich zurück weil er wusste, das diese Bemerkung Nasir den er immer noch über alles liebte nur unnötig verletzt hätte: "Es wird ziemlich schwer sein, Sex zu haben" witzelte er stattdessen. Nasir runzelte die Stirn und vergrub sein Gesicht in Agron's Bauch. "Ich bin froh, dass du noch scherzen kannst", murmelte er erfreut. In Agron' Herz zog sich etwas zusammen weil er nicht gescherzt hatte. Er befürchtete dass er jetzt, mit seinen gelähmten Beinen nur noch eine Last für Nasir war und sein Geliebter sich zugunsten eines gesunden Mannes wie Castus von ihm abwenden würde. Mit diesen beunruhigenden Gedanken schlief er schließlich eng umschlungen von Nasir ein. Agron verbrachte die erste Woche nachdem er erfahren hatte das seine Beine gelähmt waren in Bett und war wütend und verzweifelt. Er verließ das Bett nicht. Er ging nicht, um seine Freunde zu begrüßen - sie kamen zu ihm. Er ging nicht zum Essen - Nasir brachte ihm etwas zu essen. Er blieb im Bett und tat so, als sei er krank und in einer Woche würde alles gut werden. Natürlich hat sich eine Woche später nichts geändert. Am Morgen wachte Agron schweißgebadet auf, weil es draußen mindestens dreißig Grad waren. Er war klebrig und nass und brauchte dringend ein Bad im See. Dann kam Nasir ins Zelt, frisch und sauber mit klatschnassem Haar - er konnte einfach schwimmen gehen, wann immer er wollte. Nasir nahm ein Handtuch um seine Haare zu trocknen, und entschied, dass Agron nicht länger einfach nur herumliegen und sich in Elend suhlen durfte, beugte er sich vor, um Agron's Augenbraue zu küssen und sagte: "Schatz, du kannst nicht im Bett bleiben für den Rest deines Lebens." "Ach und was soll ich sonst tun ", murrte Agron. "Warum nimmst du nicht ein Bad im See?" "Ach und warum geschweige denn wie? Ich bin verkrüppelt. Schon vergessen?" Agron's Worte waren für Nasir ein Stich ins Herz dennoch sprach er unbeirrt weiter "Schau, wenn ich jede Nacht neben dir schlafe, möchte ich, dass du sauber bist." "Dann geh doch. Es gibt Männer im Lager die dich gerne im Bett haben würden und laufen können." Die Worte erschreckten Nasir und er zog sich sofort zurück und sah etwas verletzt aus. "Agron", hauchte er. "Ich meinte es nicht so. Du weißt, dass ich es nicht so gemeint habe. " Agron stöhnte und rieb sich erschöpft die Augen, als hätte er praktisch die ganze Woche nicht geschlafen. "Ich weiß, mein Herz. Es tut mir leid. "Dann herrschte peinliche Stille, bevor Agron schließlich nachgab und sagte:" Okay, ja. Ich geh baden." Er kämpfte darum, sich aufzusetzen, aber als Nasir nach ihm griff, schlug er die hilfreichen Hände weg. "Ich kann das", zischte er durch die Zähne und stieß sich mit den Ellbogen hoch. Nasir biss sich auf die Lippe, als wäre es schmerzhaft zuzusehen. Agron durch das Lager bis zum See zu tragen war eine Kraftprobe für Nasir doch er wollte sich von niemandem helfen lassen. Agron war sein Geliebter und es war seine Aufgabe dem störrischen Germanen zu helfen. Am See setzte er seinen Geliebten vorsichtig ins seichte Wasser und begann trotz Agron's Protest ihn zu waschen dann trocknete er ihn ab und trug ihm zu ihrem Zelt. Um zu feiern, dass Agron endlich aus dem Bett gekommen war, plante Nasir, ein besonderes Frühstück zu machen. Einen Becher germanischen Met den er immer mit sich rumtrug und Eier mit winzigen Speckstücken - Agron's Leibspeise. Er versuchte, sich zu beschäftigen, um zu verhindern, dass er sich Gedanken über Agron's plötzliche Veränderung machte sein Geliebter war schon immer aufbrausend gewesen aber nie hatte sich seine Wut gegen ihn gerichtet, aber seine Gedanken wanderten immer zu den Tagen zurück, an denen sein Geliebter ihn niemals angemotzt, niemals schreckliche Dinge zu ihm gesagt hatte. Er guckte kurz zu Agron den er auf sein Bett gelegt hatte. Als er sah dass sein Geliebter friedlich schlief verließ er das Zelt um Wasser zu holen.

Als er mit dem vollen Krug wiederkam hörte er einen dumpfen Aufschlag als wäre jemand auf den Boden gefallen. Als nächstes hörte er das Wort"Fuck!" gefolgt von weiteren flüchen und Schimpfwörtern, und eilt sofort zur Hilfe. Er betritt das Zelt und keucht bei dem Anblick von Agron mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden, verschwitzt, nackt und fluchend wie ein Seemann, während er versucht, sich hochzustemmen. Nasir fiel auf die Knie und wollte seinem Geliebten beim aufstehen helfen. Agron hob den Kopf und Nasir sah Tränen in seinen grünen Augen glitzern. "Geliebter ", sagte er leise und streichelte Agron's strubbelige Haare. Agron vergrub seinen Kopf in Nasir's Schoß, während er schluchzte, zuerst leise, aber dann lauter, und es gab nichts, was Nasir tun konnte, als ihm weiter über die Haare zu streicheln. »Hör auf, Nasir«, würgte Agron heraus. "Schneide meine Beine einfach ab, sie sind völlig nutzlos und ich halte es nicht mehr aus." "Ssh", versuchte Nasir ihn zu trösten. "Es ist okay, Baby, es ist okay." "Es ist verdammt noch mal nicht in Ordnung!", Schnappte Agron und riss sich von Nasir los. Nasir nahm Agron's Gesicht in die Hände und funkelte ihn mit ruhigen und entschlossenen Augen an. "Es wird alles gut. Verstehst du mich? Das wird schon werden. Du wirst wieder glücklich werden. Ich liebe dich, Agron. Sag es." Agron seufzte. "Agron." "Gut", antwortete er schließlich. "Du liebst mich." "Das ist richtig", sagte Nasir leise und küsste Agron auf die Haare. "Komm schon, lass uns dich wieder ins Bett bringen."




Einige Tage später
☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆

Agron weckte Nasir mitten in der Nacht auf indem er ihn schüttelte.

"Nasir, Nasir", sagte er mit panischer nein, geradezu entsetzter Stimme.

Sein Tonfall sorgte dafür, dass auch Nasir in Panik geriet, als er wach wurde. "Was ist los?"

"Meine Beine tun weh."

Nasir sah ihn erschrocken an. "Ich kann sie nicht spüren. Ich kann sie nicht bewegen, aber sie tun verdammt weh und brennen. "

Nasir stand sofort auf und kehrte mit einem Becher gefüllt mit Wasser angereichert mit Mohnsaft zurück.

Agron trank es dankbar.

Als Nasir wieder ins Bett schlüpfte, fragte er sofort: "Hilft es?"

"Ja."

Es half nicht wirklich. Der Schmerz war immer noch da und hielt Agron fast die ganze Nacht über wach. Doch er wollte seinen Geliebten damit nicht beunruhigen und schlafen lassen. Mühsam rollte er sich auf die Seite so dass sein Gesicht fast das von Nasir berührte und versuchte wieder einzuschlafen. Erst in den frühen Morgenstunden fand ihn der Schlaf.



Agron war auf Hilfe angewiesen und verbrachte die Tage meistens liegend im Bett da er aus eigener Kraft nirgendwo hinkam das frustrierte ihn natürlich. Eines Tages kam Nasir am späten Nachmittag zum Zelt zurück und fand Agron zusammengesunken neben dem Bett vor. Er kreischte beinahe, als er zu ihm rannte und Agron hochhob. "Nasir", krächzte Agron, als hätte er den ganzen Tag nichts zu trinken gehabt. "Wie lange liegst du schon auf dem Boden?", Fragte Nasir, setzte seinen Geliebten auf's Bett und setzte sich daneben.

"Äh, ein paar Stunden?"

"Verdammte Scheiße!" Keuchte Nasir.

"Mir ist langweilig", versuchte Agron zu erklären. "Und ich bin wütend. Und irritiert, ich weiß es nicht. Ich wollte nur ... ich wollte aufstehen. Und der Rest ist ziemlich selbsterklärend. "


Nasir legte sich hin und nahm Agron's Gesicht in die Hände. "Wage es nicht, das noch einmal zu tun. Du hättest dich verletzen können. Versprich es mir."



"Okay, es tut mir Leid-,"



"Versprich es mir, mein Herz." Agron seufzte und packte Nasir's Handgelenke. "Ja. Ich verspreche es."




Agron erwachte mitten in der Nacht durch leises weinen. "Hey", flüsterte er und schüttelte sanft Nasir's Schulter. "Baby, was ist los?" Nasir'a Antwort war, sich umzudrehen und sich an Agron's Brust zu kuscheln. Sein Schluchzen wurde lauter. "Es tut mir leid, Agron. Es tut mir so leid mein Herz. Wäre ich nicht gewesen wärst du jetzt nicht gelähmt." "Hey, es ist okay", versuchte Agron ihn zu trösten und fuhr mit seinen Fingern durch Nasir's lange schwarze Haarsträhnen. "Es ist alles meine Schuld. Ich hätte den fallenden Baum bemerken müssen", schluchzte Nasir und schmiegte sein Gesicht wieder an Agron's Brust. Agron runzelte die Stirn. "Sagst doch so was nicht." Nasir wollte noch mehr sagen also brachte Agron ihn mit einem Kuss zum Schweigen. Er küsste ihn wieder und wieder und wieder.


Agron war zufrieden mit sich selbst, dass er wenigstens dafür noch zu gebrauchen war und er genoss es seinen Geliebten zu küssen und mit den Händen zu verwöhnen.
Als Nasir's Hände unter Agron's Hemd wanderten und sich langsam nach oben arbeiteten, als er Agron's nackte Haut berührte, griff Agron nach seinen Handgelenken und stoppte ihn. "Nein, Nasir", flüsterte Agron leise. Wie sollte er sich mit Nasir vereinigen wenn seine Beine nur tot herumlagen? "Wir könnten es versuchen", war Nasir's Einwand. Agron schüttelte stumm den Kopf. "Nicht heute Nacht." Dann drehte er sich auf die Seite und schlief schnell ein. Am nächsten Tag gegen Mittag schlief er immer noch. Während Agron schlief beobachtete Nasir ein paar Kinder aus ihrem Lager die sich auf einem flachen Brett mit Rädern ähnlich wie ein flacher Karren durch die Gegend schoben. Da kam Nasir eine zündende Idee. Wenn er den Wagen etwas umarbeiten und die Seitenwände erhöhen würde wäre so ein Wagen ein perfektes Fortbewegungsmittel für Agron was er sogar selbst bewegen könnte. Er erinnerte sich daran dass ein Freund von seinem damaligen Dominus nachdem er vom Pferd gestürzt war ein gebrochenes Bein gehabt hatte was nie wieder richtig geheilt war und deshalb immer in einem von Sklaven gezogenen Wagen gesessen hatte. Er entschied sich sofort an die Arbeit zu machen. Und er hoffte dass seine Erfindung Agron seine gute Laune wiedergeben würde.



Einen Tag später präsentierte er Agron seinen Erfindung. Sein Geliebter besah sich den Rollwagen zuerst von seinem Bett aus dann fragte er "den hast du gebaut?" Nasir half Agron sich in den Rollwagen zu setzten und erklärte dann wie seine Erfindung funktionierte. "Du kannst dich fortbewegen indem du mit deinen Händen die Räder bewegst. Lenken kannst du indem du das  Rad auf der Seite in die du fahren willst in die Richtung drückst in die du fahren willst und Bremsen kannst du indem du beide Räder zum Stillstand bringst". Agron war begeistert und schenkte Nasir zum ersten mal seit dem Unfall ein liebevolles Lächeln.




Unter Menschen zu sein nerfte Agron auf einmal. Sie verstanden ihn nicht. Sie sahen ihn  komisch an, als würden sie ihn bemitleiden. Agron hasste es, bemitleidet zu werden. Nasir wollte ihn mit zu einem Fest wegen irgendeiner besonderen gewonnenen Schlacht schleppen, weil es ihm laut Nasir gut tun würde wieder unter Menschen zu kommen, Geliebter, ich werde nicht zulassen dass du in unserem Zelt vereinsamst". Agron konnte sich sträuben und Ausreden erfinden soviel er wollte. Nasir bestand darauf dass er mitkam und er fügte sich dem Willen des Syrers. Wohlwissend was für eine Naturgewalt Nasir werden konnte wenn man seinen Wünschen wiedersprach.




Naevia behandelte ihn, als wäre er aus Glas. Lugo schien zu vergessen, dass Agron sich mit dem von Nasir erfundenen Rollwagen(der ihm zumindest die Möglichkeit gab sich im Lager alleine zu bewegen und ihm etwas lebensmut zurückgab weil er nicht mehr hilflos herumliegen musste) selbständig fortbewegen konnte und schob ihn überall hin, auch wenn er nicht dorthin wollte. Die meisten seiner Freunde und Stammesbrüder konnten ihn nicht einmal angucken. War sein Anblick denn derart mitleiderregend? Nasir und Spartacus schienen die einzigen zu sein, die ihn völlig normal behandelten. Rollwagen hin oder her, er konnte immer noch Taktiken entwickeln und schreiben, und seine Arme waren so stark geworden durch das schieben von seinem Rollwagen, dass er für Lugo fast ein gleichwertiger Gegner war, wenn es um Armdrücken ging. Das machte Agron inmitten von seinem Elend irgendwie stolz. Trotz Nasir's dauernder Angebote ihm zu helfen versuchte er sein Leben soweit wie möglich allein auf die Reihe zu kriegen. Das bedrückte Nasir.



Als Spartacus einen weiteren Angriff gegen die Römer plante wollte Agron diesmal nicht im Lager bleiben sondern von einer Anhöhe aus zusehen. Das sorgte für heftige Diskussionen zwischen ihm und Nasir.




Ich weiß, dass er nur von einer Anhöhe aus zusehen wird aber ich will nicht, dass er in die Nähe eines Kampfes kommt." "Und warum nicht?" Agron war wieder gereizt. Nasir war etwas verunsichert wie Agron reagierte.


"Ich - ich meine, wenn es heftig wird?"



"Du denkst ich kann mich nicht verteidigen?"



"Ich weiß, dass du dich nicht verteidigen kannst", antwortete Nasir mit fester Stimme.



"Denn wenn du fällst, kannst du nicht wieder aufstehen, und das ist gefährlich. Du könntest niedergetrampelt, verletzt oder getötet werden, bevor ich dir zu Hilfe eilen kann. "



"Ich werde den Kampf verfolgen", war Agron's entschlossene Antwort. Nasir seufzte. "Agron, das kannst du nicht."



"Ich werde gehen." "Würdest du aufhören, so stur zu sein, wenigstens lange genug, um zu begreifen, dass dieser ganze Ich-kann-es-allein Mist, den du in den letzten Wochen machst, nicht funktioniert?" "Doch, ich kann das", begann Agron zu schreien. "Ich bin kein verdammtes Baby, weißt du." "Warum bist du heute so schwierig?", Fragte Nasir mit gleicher Lautstärke. "Nun, wenn ich so schwierig bin, warum gehst du dann nicht einfach? Dann müsstest du nicht jeden Tag mit all diesen Schwierigkeiten fertig werden! " Die Frage brachte Stille in den gesamten Raum. Nasir trat einen Schritt zurück, als ob Agron ihn geschlagen hätte. "Geliebter", hauchte er, aber Agron war noch nicht fertig. "Ich sehe es in deinen Augen, Nasir, du bist erschöpft. Tag für Tag,  deinem Freund zu helfen, weil er nicht mal alleine pissen kann, und du hast es satt, ich weiß, dass du müde bist . Du kannst einfach gehen und mich verlassen und jemanden finden, der aufstehen kann, um dich zu küssen, und du musst dir keine Sorgen machen, mich überall herumzufahren oder mich ins Bett zu legen oder mich aus dem See zu holen, weil ich es nicht kann, weil ich nutzlos bin, ich bin ein nutzloser Mensch und ich bin ein nutzloser Freund, und der einzige Grund, warum du hier stehst, ist, dass du Mitleid mit mir hast! " Nasir biss sich auf die Lippe und starrte auf seine Füße. Nach einer Pause blickte er mit traurigen Augen zu Agron auf. "Ist es das was du denkst?" Agron zuckte die Achseln. "Weil es Schwachsinn ist", fuhr Nasir fort. "Ich stehe hier, weil ich dich liebe, und ich bin seit dem ersten Tag in dich verliebt und ich werde in dich verliebt sein, bis wir beide alt und grau sind. Ich werde mit dir sterben, Agron. In dem Moment, in dem du deinen letzten Atemzug machst, mache ich meinen, weil ich nicht ohne dich leben kann und du solltest das wissen. Sag es mir ins Gesicht, Agron. Sag, dass ich nur hier bin, weil ich Mitleid mit dir habe. Und dann sag mir, dass du mich nicht liebst, weil du in letzter Zeit so anders bist. " Agron sah Nasir in die Augen und spuckte aus "Ich liebe dich nicht." Nasir war plötzlich hysterisch, fiel vor Agron auf die Füße und schlug gegen seine Brust, traf ihn immer wieder und schrie: "Lügner, du bist ein Lügner! Du lügst!" Spartacus von dem Krach angezogen trennte das eigenwillige Paar. Nasir beruhigte sich wieder und verließ weinend das Zelt. Spartacus setzte sich Agron gegenüber und starrte ihn ernst an. Seine Augen waren wie aus Stein. "Warum hast du das getan?" Agron wandte den Kopf zur Seite, als könne er Spartacus nicht ins Gesicht sehen. "Agron, sprich mit mir."




Spartacus packte das Gesicht seines Freundes und zwang ihn ihm in die Augen zu schauen. "Warum hast du ihn vergrault?" Agron spottete über ihn. "Hast du eine Idee, wie es mir geht?" Spartacus sah ihn nur fragend an. "Ich wache jeden Morgen auf und ich will ihm Tee machen, aber ich kann ohne ihn nicht aufstehen. Er bringt mich ins Bett und bleibt dann lange auf, um meinen Schlaf zu bewachen, und er schläft manchmal schon beim Essen ein, und ich möchte ihn hoch heben und ins Bett bringen, aber das werde ich nie wieder tun können . Und ich habe nicht gelogen, als ich sagte, dass er erschöpft aussieht. Er ist erschöpft, ich weiß, dass er müde ist, aber er sagt nie etwas, weil er zu lieb ist, er ist zu gut für mich und ich kann nichts für ihn tun, solange ich in diesem verdammten Rollwagen feststecke. Ich interessiere mich nicht einmal mehr für meine Beine, Spartacus. Ich bin fertig damit, mich selbst zu bemitleiden und davon zu träumen, was hätte sein können, alles was ich will ist, dass Nasir glücklich ist - und ich kann ihm das nicht geben. "




Spartacus blieb lange Zeit still und starrte auf den Boden, bevor er einmal nickte und zu seinem Freund zurückblickte. "Agron. Du liebst ihn. "Es war keine Frage. Agron antwortete trotzdem. "Ja." "Und er liebt dich auch. Er hat es gesagt. " "Das mag sein, aber es macht keinen Sinn, jemanden zu lieben, wenn es dich den Rest deines Lebens unglücklich machen wird." "Vielleicht", Spartacus zuckte mit den Schultern. "Aber vielleicht ist es Nasir egal, ob du laufen kannst oder nicht. Wenn du jemanden so sehr liebst, wie du und Nasir einander lieben, egal wie sehr du ihm im Moment etwas besseres wünschst, weißt du in deinem Herzen, dass du ohne seine Liebe nicht Leben kannst, Leben willst. "Agron konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Spartacus hatte recht. Nasir war sein ein und alles.
Wenig später betrat Nasir das Zelt. Er lächelte Scheu und näherte sich ihm vorsichtig. "Hör mal, ich", sagten die beiden Synchron. "Ich wollte-," "sprich du zuerst." Nasir legte eine Hand auf Agron's Mund, damit er ihn nicht unterbrechen konnte. "Es tut mir leid", entschuldigte er sich. "Ich weiß, dass diese ganze Sache hart für dich ist und ich weiß, dass du dir wünschst, dass die Dinge wieder so sind, wie sie waren, und die Götter wissen, dass ich mir das auch wünsche, aber es geht nicht, wir können die Uhr nicht zurückdrehen Wir können nichts anderes machen, als weiterzukämpfen. Wir müssen aufhören über die Vergangenheit nachzudenken und unsere Zukunft sehen und ich ... ich möchte wirklich meine mit dir verbringen. Wenn du mich nur lassen würdest. " Als er seine Hand von Agron's Mund nahm, lag ein lächeln aif Agron's Gesicht. Nasir reagierte, indem er sofort in Agron's Schoß hüpfte - Rollwagen hin oder her - und er küsste die Liebe seines Lebens so fest er konnte. Agron konnte sich nicht beschweren. Wie sich herausstellte, brauchte er seine Beine nicht, um Nasir herumzutragen. Er verbrachte einen großen Teil des Abends damit, mit Nasir auf dem Schoß durch das Lager zu fahren das die anderen sie komisch absagen war ihm egal, er lachte und freute sich das erste mal seit dem Unfall am Leben und Nasir war am Lachen und sie waren so verliebt.  Als sie ihr Zelt  erreichten, schlang Agron seine Arme um seinen Freund, küsste seine Augenbraue und sagte: " Mein Herz, es ist scheiße, dass ich dir nie einen richtigen Antrag machen kann, wie du es immer wolltest." Nasir packte Agron am Hinterkopf und zog ihn in einen weiteren leidenschaftlichen Kuss, der sie etwas atemlos zurückließ. "Ich denke, dann muss ich es tun." "Was sagst du ...", aber bevor er überhaupt registrieren konnte, was geschah, rutschte Nasir von seinem Schoß, bevor er vor der Liebe seines Lebens niederkniete. "Agron", begann er. Und Agron konnte nichts anderes tun als "Nasir" zu flüstern.




Sie küssten sich langsam, genießerisch, in Zelt war es totenstill bis auf das Geräusch ihrer Küsse. Agron griff nach seinen schwarzen Haaren und zog ihn näher an sich heran. Nasir lächelte glücklich gegen Agron's Mund und atmete den Geruch von seinem Geliebten ein, den Geruch nach Wald und Wind den er so sehr liebte. "Ich liebe dich", flüsterte Nasir. Agron nahm sein Gesicht in die Hände, seine Augen waren geschlossen. "Ich bin nicht gut für dich." Nasir runzelte die Stirn und griff nach Agron's Handgelenken. "Du hörst mir zu, du dummer, dummer Germane. Ich liebe dich. Ich weiß nicht, wie oft ich es sagen muss, bevor du mir glaubst, aber ich liebe dich, und du bist sehr, sehr gut für mich. Sag es." Alles, was Agron tun wollte, war, ihn wieder zu küssen, aber als er es versuchte, zog sich Nasir zurück. Nasir wollte definitiv erst eine Antwort. "Sag es einfach, Agron." Also gab Agron auf und streichelte Nasir's Wange. "Okay, ja, ich bin gut für dich." Nasir grinste und gab ihm einen schnellen Kuss auf die Lippen. "Das wollte ich hören. Und jetzt komm und küss mich". Diesem Wunsch folgte Agron nur zu gerne.
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