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Verfolgungsjagd

GeschichteKrimi, Freundschaft / P16 / Gen
Bob Andrews Justus Jonas Peter Shaw
28.05.2018
23.02.2021
26
16.349
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28.05.2018 789
 
Der Schmerz

Es war schon dunkel, als Peter seine vierte und letzte Runde um den See joggte. Eigentlich ging er immer morgens Joggen. Doch nachdem sein Vater, wieder einmal, nur rumgeschrien hatte, hatte er einfach raus gemusst. Und am Meisten hatte ihm Sport schon immer geholfen. Doch dieses Mal war es anders. Seine Gedanken schweiften immer wieder zu seinem Vater und der Tatsache, dass er Bob und Justus es immer noch nicht erzählt hatte. Plötzlich griff jemand nach ihm. Peter wehrte sich, verdrehte dabei das Handgelenk der Person und schaffte es, sich aus dem Griff eines Mannes zu befreien. Das es ein Mann war, sah er nun. Und dass er das Handgelenk mindestens verstaucht hatte, erkannte er an dem Blick des Mannes. Dann wurde er wieder gepackt. Seine Arme wurden ihm schmerzhaft auf den Rücken gedreht und er bekam ein Messer an die Kehle gedrückt. Der Mann mit dem verstauchtem Handgelenk rächte sich nun mit einem Tritt zwischen die Beine. Peter krümmte sich, Tränen stiegen ihm in die Augen und er sank auf die Knie. "IDIOT!" dachte er noch , schloss dann ganz fest die Augen, schluckte die Tränen und unterdückte sich ein Wimmern. Der Mann, der ihn festhielt, war ein Stück mit ihm gesunken, um ihm das Messer weiter an die Kehle zu halten. Nun zog er Peter wieder hoch und ein weiterer Mann erschien in seinem Blickfeld. Dieser schnauzte den anderen, für Peter, sichtbaren Mann an:,, Justin! Musste das sein?!" Justin hieß der also, der ihm diesen Schmerz zugefügt hatte. Justin verteidigte sich: ,, Lass mich! Mein Handgelenk tut scheiße weh! Wenn ich Glück hab' ist es nur verstaucht! Die hat er es ja nich' umgedreht, Anton." Anton war also der andere. Es war leichtsinnig von ihnen, direkt ihren Namen preiszugeben. Doch Peter kümmerte dies im Moment nicht, da der Schmerz zwischen seinen Beinen einfach nicht nachlassen wollte.Er biss die Zähne zusammen, konnte aber nicht verhindern, das ihm eine Träne übers Gesicht lief. Justin leuchtete ihn, mit seiner Taschenlampe, an und lachte. ,, Lasst mich los!!!", brüllte Peter, das Gelächter ignorierend. Jetzt lachten alle drei. Justin grinste Peter an:,, Tja. Pech gehabt! Was hast du alles gesehen?!" Peter verstand nicht. Er hatte nicht auf seine Umgebung geachtet, zu sehr war er in seinen Gedanken gewesen und wenn Justus das erfahren würde, dürfte er sich erstmal einen Vortrag anhören. Was sollte er denn gesehen haben? ,, Nichts! Gar nichts!"; sagte er schließlich. Es war ja auch die Wahrheit. Jetzt war es Anton der lachte:,,Los,Justin! Zeig ihm, was passiert, wenn man uns anlügt!" Justin grinste. Peter fuhr es eiskalt den Rücken runter, als er sah, wie Justin das Messer zückte. Er spürte ihm die Farbe aus dem Gesicht wich. Seine Peiniger merkten dies natürlich auch, da er immer noch von er Taschenlampe beleuchtet wurde. Zwar war sie auf seinen Bauch gerichtet doch sein Gesicht konnte man noch gut genug sehen. ,,Seht euch an, wie viel Schiss der hat!"; lachte Justin. Peter hätte sich wehren können, wenn da das Messer an seiner Kehle nicht gewesen wäre. Justin zog Peters T-shirt ein wenig hoch und fuhr mit dem Messer an seinem Bauch entlang. Peter sah ein wenig Blut, erst dann spürte er den Schmerz und das Brennen. Der Mann, dessen Name Peter noch nicht kannte, ließ ihn los. Er fiel auf die  Knie, die Arme fest um den Bauch geschlungen. Anton machte einen Schritt über Peter und trat ihm in die Seite. Peter biss sich auf die Lippe um keinen Ton von sich zu geben. Ein weiterer und stärkerer Tritt sorgte dann doch dafür, dass er aufschrie. Peter rollte sich wie ein Igel zusammen und leise zu wimmern, während ihm Tränen über die Wangen liefen. Noch einmal wurde Peter auf die Beine gezogen und bekam ein Messer an die Kehle gedrückt. ,, Hör zu!", sagte Justin ,, wenn du IRGENDJEMANDEN etwas sagst, wirst du es bereuen!" Peter wurde losgelassen, fiel hin, stand mit schmerzverzogenem Gesicht auf und rannte. Aus dem Wald raus, sprang über eine leere Bank, sprintete um eine Kurve und blieb dann erschöpft stehen. Sein rechter Arm ruhte auf seinem Bauch, während er sich mit dem Linken an einer Hauswand stütze. Peter hatte gar nicht bemerkt, dass es zu regnen begonnen hatte. Wohl schon länger, denn er war überall mit Schlamm beschmiert. Seine Peiniger waren Anfänger gewesen, soviel war klar. Und sie wollten nicht entdeckt werden oder Peter die Sache mit dem Geheim-halten einfacher machen. Denn wäre dem nicht so, hätten sie nicht seinen Bauch genommen. Langsam ging Peter nach Hause. Obwohl. Vielleicht hatten sie auch einfach eine empfindliche Stelle am Körper nehmen wollen. Schmutzig, mit Tränen in den Augen, stand Peter vor seiner Haustür.
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