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365 Briefe

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
27.05.2018
01.07.2018
8
21.232
8
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
27.05.2018 874
 
Ich habe mich verliebt! In Bungo Stray Dogs, aber vor allem in Akulein! Ich kenne den Anime zwar schon länger, aber so richtig ist der Funken irgendwie erst jetzt übergesprungen. Und wie er übergesprungen ist! So richtig hardcore und unwiderbringlich XD

Ich würde mich sehr über Rückmeldung freuen, auch wenn ich weiß, dass das in diesem Portal schon seit geraumer Zeit Mangelware ist. Mit ein Grund, warum ich eigentlich gar kein Bock mehr auf Fanfiktions habe, es dann aber doch nicht ganz lassen kann :P

Viel Spaß ~



1. Prolog


POV: Akutagawa


Schwer atmend lehnte ich an der rauen Wand hinter mir und legte mir den rechten Arm auf die offene Wunde an meinem Bauch. Ein gequältes Stöhnen entwich mir, ich schloss die Augen und warf den Kopf in den Nacken, während der Schmerz beständig durch meinen gesamten Körper pochte und das Blut unaufhörlich aus der Wunde quoll. Mir wurde schwummrig und ich wusste, dass ich so nicht lange durchhalten würde. Allerdings hatte ich weder die Kraft, noch die nötige Motivation dazu, etwas an diesem Zustand zu ändern, mich gar zu erheben und einen Arzt aufzusuchen. Ich könnte es mir sogar noch leichter machen, müsste nur nach meinem Handy greifen und Higuchi anrufen. Sie würde mir augenblicklich zur Hilfe eilen. Doch ich tat nichts dergleichen, weil ich es gar nicht wollte. Was brachte es mir schon, wenn man mich retten würde? IHN würde es ohnehin nicht kümmern. Vielleicht war es ja auch ganz gut so. Vielleicht würde mein Körper es ja sogar irgendwie schaffen, sich am Leben zu halten und wenn nicht, dann war es auch in Ordnung. Ich war es ohnehin leid. War es leid, an dieser unerwiderten, bedingungslosen Lieben zu diesem Mann, der mich nie wollen würde, zu ersticken. Der Tod wäre eine Erlösung. Nicht wahr, Dazai? Du wusstest das schließlich besser als jeder andere.

"Akutagawa?"

Nein. Wer wollte denn jetzt noch was von mir? Wer auch immer es war, er sollte einfach verschwinden.

"Alles okay?"

Was sollte dieser besorgte Unterton? Hau einfach ab und lass mich in Ruhe!

"Du bist verletzt. Das sieht nicht gut aus, die Wunde müssen wir versorgen."

Verpiss dich! Tu nicht so, als würde es gerade dich kümmern, was mit mir geschieht!

"Komm, ich helf dir."

Schon wieder dieses scheinheilige Getue? Diese fast schon abartige Freundlichkeit? Dabei sollte doch gerade er sich freuen, wenn ich hier endlich krepiere!

"Akutagawa, weinst du?"

Erschrocken riss ich die Augen auf und starrte in die violett-goldenen meines Gegenübers. Ich wusste es. Ich hatte seine widerliche Stimme sofort zuordnen können. Der Menschentiger!

"Was willst du hier?! Verpiss dich!", zischte ich ihn an, doch er ließ sich kein bisschen davon beirren.
Stattdessen stellte er seine braune Papiertüte mit Einkäufen neben sich auf den Boden und streckte die Hand nach mir aus. Sofort schlug ich diese wütend zurück.
"Fass mich bloß nicht an!"
"Ich will dir bloß helfen. Du bist schwer verletzt. Du magst stark sein, aber nicht untserblich. Wenn wir nichts dagegen machen, verblutest du."
"Und was bitte, sollte gerade dich das interessieren?! Schon vergessen, dass wir Feinde sind?! Wie oft wollte ich dich schon töten! Gerade du solltest dich doch darüber freuen, wenn ich hier verrecke!"
Ich sollte mich wohl nicht so aufregen, dafür fehlte mir die Kraft. Mein Kopf drehte sich und mir wurde schlecht. Meine Sicht begann langsam zu verschwimmen.
"Du weißt, dass ich kein Mensch bin, der einfach jemanden sterben lassen würde. Auch dich nicht!"
Erneut streckte er die Hände nach mir aus und eher aus Reflex, ließ ich Rashomon bedrohlich vor ihm auftauchen, doch ich war so schwach, dass meine Fähigkeit bereits nach Sekunden einfach in sich zusammenfiel. Ich hatte nicht mehr die Kraft dazu, sie aufrechtzuerhalten. Mein Schuzmechanismus versagte.

"Ich will dir nur helfen.", beharrte mein Gegenüber, doch ich trat nach ihm und schüttelte immer wieder heftig den Kopf.
Nicht gerade vorteilhaft, bei dem ohnehin schon herrschenden Schwindel.
"Ich brauche deine Hilfe nicht! Ich hasse dich! Lass mich bloß in Ruhe!", schrie ich ihn an, doch da hatte er mich schon gegen meinen Willen einfach auf seinen Rücken gehievt und mich Huckepack hochgenommen.
"Lass mich sofort los, du Bastard! Ich bringe dich um!"
"Ja ja, immer das selbe Lied."
Er wollte sich schon in Bewegung setzen, hielt aber doch noch mal inne und sah überrascht auf den Boden zu seinen Füßen.
"Ein Brief?", fragte er überrascht, bückte sich und nahm das Papier an sich, drehte es neugierig in alle Richtungen und erstarrte kurz, als er einen Namen auf diesem lesen konnte.
"Der ist für Dazai? Ist er von dir?"
Ich antwortete ihm nicht, versteifte mich nur noch mehr und verzog gequält das Gesicht.
"Hast du deswegen geweint?"
"Ich habe nicht geweint! So ein Schwachsinn! Ich würde niemals heulen!"
"Wenn du das sagst.", erwiderte der Andere seufzend und setzte sich dann endlich doch in Bewegung.
Ich wollte nicht mit ihm mit und ich wollte auch keine Hilfe von ihm, doch nach ein paar Minuten, hinderte mich die Ohnmacht daran, mich noch weiter dagegen zu wehren.




~ Tbc ~
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