Only you can heal me

von sunrise82
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Samu Haber
25.05.2018
20.02.2019
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Samu geht Richtung Badezimmer. Onni hat er in sein Bettchen gelegt. Klopft an der Tür an, aber es kommt keine Antwort. So öffnet er die Türe und sieht Julia vor dem Spiegel stehen. Er kann sich das nicht länger mitansehen. Wie sie sich traurig betrachtet. Schlingt seine Arme von hinten um sie. Was sie kurz erschrocken zusammenzucken lässt. Fragend sieht sie ihn über den Spiegel an „Ich habe Onni gewickelt. Er ist so satt, dass er direkt eingeschlafen ist. Habe ihn ins Bettchen gelegt. Wir würden ihn hier sicher hören.“

Er kann wohl Gedankenlesen, denkt sich Julia. Aber das kann er leider nicht. Weiss nicht so genau was sie beschäftigt. Zart küsst er ihren Haaransatz „Was ist los mein Engel? Bitte rede mit mir…egal was.“ Julia dreht sich in seinen Armen. Schmiegt sich an seine Brust. Minuten vergehen. Samu will sie noch einmal fragen, da fängt sie aber an zu sprechen „Ich…ich fühle mich unwohl in meinem Körper.“ Er zieht sie enger zu sich „Und ich fühle mich als Versagerin….weil ich nicht mehr stillen möchte….sie mich doch an. Du findest mich sicher nicht mehr hübsch oder sexy….“ Am liebsten würde er ihr direkt widersprechen. Spürt aber, dass sie noch mehr sagen will und schweigt.

„Heute im Einkaufszentrum….eine fremde Frau hat mich gefragt, wann es dann soweit sei…Sie dachte ich wäre schwanger.“ Julia vergräbt ihr Gesicht an seine Brust. Sachte fährt Samu über ihren Rücken. Drückt sie dann aber leicht von ihm weg, sodass er Julia ansehen kann „Mein Engel….dein Körper braucht Zeit um sich zu erholen. Das bessere Gefühl kommt mit der Zeit sicher wieder zurück. Und eine Versagerin bist du ganz sicher nicht. Wenn es nicht geht mit dem Stillen, dann ist es so. Das hat nichts mit Versagen zu tun…Du hast bei der Geburt unglaubliches geleistet. Ich bin so stolz auf dich.“

Müde hebt sie ihren gesenkten Kopf. Schaut in liebevolle, warme Augen „Ja gewisse Worte können schmerzhaft wie Gewehrkugeln sein. Aber bitte lasse dir nicht von anderen einreden wie du sein solltest und wie du bist….Und noch was. Bitte sage nicht was ich für dich empfinde. Könntest du dich doch nur durch meine Augen sehen. Lass mich dein Spiegel sein. Denn ich sehe eine wundervolle Frau. Mit schönen Rundungen. Vergiss nie mein Engel. Du bist schön so wie du bist. Auch mit deinen Narben.“

Sachte fährt er mit den Fingern über ihren Bauch „Und bitte…egal was andere sagen. Bleibe so wie du bist und ändere dich nicht. Mache alles in deinem Tempo und lasse dir von niemand reinreden. Oder sagen wie du sein sollst. Denn ich liebe dich, so wie du bist. Und das jeden Tag ein bisschen mehr.“ Um seine Worte zu unterstreichen, haucht er ihr einen Kuss auf ihre Lippen. Geht dann vor Julia auf die Knie. Federleichte Küsse verteilt er über ihren ganzen Bauch. Zeichnet zart jede ihrer hellen Linien mit den Fingern nach.

Julia kann ihre Tränen kaum mehr zurückhalten. Dieser Mann schafft es immer wieder ihr ein gutes Gefühl zu geben. Sich begehrt zu fühlen. Er küsst ihre Bedenken und die schlechten Gedanken weg. Schenkt ihr durch seine zarten Berührungen ein angenehmes, warmes Gefühl das durch ihre Adern zu fliessen beginnt. Mit seinen Lippen wandert er nach oben, bis er an ihren Lippen angekommen ist „Du musst nicht immer stark sein mein Engel. Komm ich halte dich, lass dich fallen.“ Seine Augen strahlen eine unendliche Liebe aus. Julia schmiegt sich an Samus Brust. Lässt ihren Gefühlen freien Lauf.

Ihre Tränen durchnässen Samus Shirt. Er hält sie einfach nur fest. Gibt ihr Halt. Als er spürt, dass ihre Beine sie nicht mehr lange tragen werden, hebt er Julia hoch. Trägt sie zum Sofa. Deckt sie beide mit einer Decke zu. Streichelnd. Immer wieder ein Kuss auf ihren Scheitel hauchend, liegen sie engumschlungen da. Samu hat schon lange gespürt das Julia etwas beschäftigt. Er ist froh, dass sie jetzt endlich offen über ihre Gefühle gesprochen hat und sie auch rauslässt. Nicht nur ihr tut das gut, auch Samu. Das ein oder andere Tränchen fliesst auch bei ihm.
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