Only you can heal me

von sunrise82
GeschichteDrama, Romanze / P18
OC (Own Character) Samu Haber
25.05.2018
20.02.2019
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Als sie durch die Strassen schlendern, kommt Julia noch etwas in den Sinn „Wir sollten noch mehr Fläschchen, Milchpulver und was wir sonst noch dazu brauchen kaufen gehen.“ Samu nickt „Ja das ist eine gute Idee. Wir sind gleich bei einem Einkaufszentrum. Ich brauche sowieso auch noch was dort. Dachte mir, dass wir für meine Mom ein paar Pralinen kaufen. Als Dank für die letzten Tage. Du kannst ja die Babysachen holen und ich gehe mit unserem kleinen Mann hier in die Süssigkeitenabteilung.“

„Das ist eine gute Idee. Danach müssen wir dann langsam wieder nach Hause. Onni wird sicher bald Hunger bekommen.“, Samu schaut bei ihren Worten auf die Uhr. Die Zeit scheint richtig geflogen zu sein. Im Einkaufszentrum angekommen, trenne sich ihre Wege. Sie werden sich wieder beim Ausgang treffen. Julia sieht sich in den Regalen um. Es hat einfach zu viel Auswahl hier. Gut das sie bereits weiss, was sie kaufen muss. Schnell landet alles im Korb und sie geht zur Kasse. Hier ist allerdings etwas Geduld angesagt. Es stehen bereits mehrerer Personen an. Das macht ihr nichts aus.

Nach wenigen Minuten ist sie an der Reihe. Während die Verkäuferin die Einkäufe eintippt, sieht Julia sich um. Eine Frau hinter ihr lächelt sie an „Schön…wann ist es denn so weit?“ Bei ihren Worten zeigt sie auf Julias Bauch. Ihre Worte fühlen sich gerade, wie ein Faustschlag in die Magengegend an. Daher kommt nur ein gestammeltes „Ich…habe bereits vor drei…Wochen ein Kind bekommen.“ Der fremden Frau ist das gerade mehr als peinlich. Julia bezahlt schnell und verschwindet ohne ein weiteres Wort aus dem Laden.

Das gerade hat sie aus der Bahn geworfen. Sie weiss ja, dass ihr Bauch nicht gleich wieder weggeht. Alles seine Zeit braucht. Nur fühlt Julia sich sowieso nicht wohl in ihrer Haut, dann sind solche Kommentare wie eben schmerzlich. Ihre gute Laune ist wie weggewischt. Und dieses negative Gefühl steigt in ihr hoch. Samu wartet bereits vor der Tür. Merkt an ihrem Gesichtsausdruck, dass etwas nicht stimmt. Hält sich aber zurück und fragt nicht direkt nach. Will abwarten bis Julia von sich aus zu reden beginnt. So laufen sie schweigend nach Hause.

Onni macht sich lautstark bemerkbar, kaum haben sie die Haustüre hinter sich geschlossen. Während Samu das Fläschchen zubereitet, läuft Julia gedankenverloren mit dem Schreihals umher „Du kannst mir den hungrigen Mann gerne geben. Ich gebe ihm die Flasche. Du wolltest ja noch duschen gehen mein Engel?“ Dankbar lächelt sie ihn an und übergibt ihm den Knopf. Der sofort verstummt, als er die Flasche an seinen Lippen spürt und kräftig anfängt zu trinken. Julia begibt sich unter die Dusche. Versucht die negativen Gedanken hinfort zu spülen. Nur gelingt ihr das nicht.  

Steht zwar abgetrocknet und erfrischt vor dem Spiegel, aber das Bild darin gefällt ihr nicht. Müde Augen sehen sie an. Eigentlich sollte sie sich doch überglücklich fühlen. Hat einen wundervollen Mann. Einen süssen Sohn. Dennoch sind da diese Gedanken in ihrem Kopf. Versagt zu haben als Frau, weil sie nicht mehr stillt. Und ihr Körper erst. Von sexy ist sie meilenweit entfernt, schiesst es Julia durch den Kopf. Streicht dabei über ihren immer noch grossen Bauch, den ein paar Streifen von der Schwangerschaft zieren. Im Moment ist ihr nur noch zum Heulen zumute.
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