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Der Krieg zwischen uns

von sdeppb
GeschichteAbenteuer, Familie / P12 / Gen
Little Creek OC (Own Character) Rain Spirit
22.05.2018
22.05.2018
1
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Der Krieg zwischen uns
-The war between us-



Kapitel 1

Das bin ich
-this is me-


Ihr alle kennt vermutlich die Geschichte von Spirit - den wilden Mustang oder auch the Stallion of Cimarron genannt. Nun bei dieser wahrhaftigen Legende, handelte es sich um meinen Vater. Ein Hengst, ein Wildpferd und vor allem ein starker, aufopferungsfähiger Anführer, der beinahe alles aufgegeben hatte um seine Herde in seinem Heimatland sicher zu wissen und zu beschützen. Mein Vater stieß zu seinen Lebzeiten erstmals auf die Zweibeiner, die ihm einen völligen neuen Einblick auf die Welt verschafften. Von guten bis zu bösen Zweibeinern wurde er, selbst wenn er es nicht wollte, belehrt wie auch andere Lebensformen im Einklang mit der Natur leben. Ob es nun wirklich um gut und böse ging, sei in Frage gestellt. Es ging vermutlich eher darum seine eigene Interesse, des Fortschrittes oder der traditionellen Lebensweise zu verfolgen. Er sah mit eigenen Augen, dass es auch bei uns Pferden ganz andere Lebensart und -weisen gibt als nur das Leben eines Wildpferdes in einer familiären Herde. Mein Vater lernte auf seiner Reise, die sein Leben völlig veränderte, sogar die Liebe seines Lebens kennen. Rain, meine liebe Mutter und heute einer meiner engsten Vertrauten. Meine Mutter stammt ursprünglich von den Lakota ab. Die Lakota waren und sind bis heute ein Indianerstamm, der damals im Streit mit der US-Army lag. Der Streit artete bis zu einem Krieg aus, der das Land in vielerlei Hinsicht spaltete. Doch auch wenn es schwere Zeiten waren, lernten sich meine Eltern kennen und lieben und wurden nahe zu unzertrennlich. Bei einem weiteren Überfall der Army, wurde meine Mutter schwer verletzt und wurde tragisch von meinem Vater getrennt, als er bereits zum zweiten Mal von der Army verschleppt wird. Trotz diesen Tiefpunktes, konnten meine Eltern dank des Lakota Little Creek, erneut zu einander finden. Little Creek war so gesehen der Besitzer meiner Mutter Rain und pflegte sie wieder gesund, als sie so schwer verletzt wurde. Auch mein Vater freundete sich mit Little Creek an. Ihre Freundschaft entwickelte sich sehr tiefgründig. Nicht nur weil sie sich gegenseitig das Leben retteten, sondern auch weil sie sich gegenseitig vor Augen führten was es bedeutet sein Leben so zu leben wie man es sich erhofft und was es heißt sich aufeinander verlassen zu können. Eine innige Freundschaft auch mit jemanden eingehen zu können, von dem man es vielleicht gar nicht erst erwartet und was es heißt Respekt voreinander zu haben. Das war es was mein Vater auf seiner langen Reise mitnahm und uns seither immer wieder sagte, um es an seine Kinder weiterzugeben. Als sich meine Eltern von Little Creek verabschiedeten, kehrten sie als Gefährten nach Cimarron zu meiner Großmutter Esperanza zurück. Mein Vater nahm seinen rechtmäßigen Platz als Leithengst der Herde wieder ein und meine Mutter wurde sofort in die Herde aufgenommen. Sie und auch meine Großmutter standen meinem Vater täglich zur Seite und führten ab dem Tag der Rückkehr ein harmonisches Leben zusammen.

Es verging noch nicht mehr all zu viel Zeit, bis ich schließlich das Licht der Welt erblickte und meine Geschichte somit langsam ihren Anfang findet. Mein Name ist Cain, ältester Sohn von Spirit und Rain, nächster Anführer der Herde von Cimarron und auch wenn es tragisch klingt, wurde ich einen Tag vor dem Tod meiner Großmutter Esperanza geboren. Ihr müsst wissen, meine Großmutter war keine junge Stute mehr und einige Wochen vor meiner Geburt merkte man ihr bereits an, dass sie ihre letzten Zeiten auf Erden genoss. Deshalb war es für sie ein schöner Abschied, ihren Enkel noch kennenlernen zu können, denn das war wie mein Vater mir immer sagte, ihr letzter Wunsch gewesen bevor sie gehen würde. Meine Großmutter schlief an den genannten Abend friedlich ein, musste nicht leiden und ihr letzter Wunsch erfüllte sich. Heute weiß ich, dass sie nun über uns, im Himmel unter vielen anderen Pferden von Land zu Land zieht und immer bei uns sein wird.
Nachdem einige Monate vergangen waren und ich schon ordentlich anfing zu wachsen, verbrachte ich die meiste Zeit mit meinem Vater, der mir viel zeigte, beibrachte, erzählte und vor allem erklärte, was für eine Verantwortung auf mich zu kommen würde wenn er einmal nicht mehr ist. Als Fohlen wollte ich von alldem noch nicht sonderlich viel wissen und lieber mit meinem Vater toben, spielen und nicht daran denken, wie es wäre ohne ihn leben zu müssen. Wenn mein Vater zu beschäftigt war, um Zeit mit mir zu verbringen, rannte ich mit dem Falken durch den Wind, spielte mit meinem besten Freund Noel, der in etwa in selben Alter war wie ich oder ich verbrachte Zeit mit meiner geliebten Mutter. Erst ein Jahr später wurde dann meine kleine Schwester Jane geboren, die mir von der ersten Sekunde an viel bedeutete und ich sie um jeden Preis beschützen wollte. Keiner durfte ihr etwas zu leide tun oder ihr zu nahe kommen, wenn es ihr selbst nicht passte. Natürlich konnte sie auch sehr gut auf sich selbst aufpassen, aber als großer Bruder macht man sich nun mal den ein oder anderen Gedanken um seine kleine Schwester.

Die darauffolgenden Jahre vergingen beinahe wie im Fluge und meine Schwester wuchs zu einer jungen, hübschen Stute heran, die einigen anderen Hengsten aus der Herde den Kopf verdrehte. Doch wie es nicht anders hätte kommen können, verliebte sie sich in meinen immer noch besten Freund Noel. Zu Beginn war ich ehrlich gesagt stutzig und fragte mich, ob es zwischen den beiden wirklich funktionieren könnte. Doch dann fiel mir auf, dass es nicht besser sein könnte sie beide Gefährten sein zu lassen. Ich kannte Noel immerhin schon mein ganzes Leben lang und wusste, dass er ihr ein guter, treuer und vor allem ehrlicher Gefährte sein würde. Also gaben mein Vater und ich ihnen den Segen für ihr gemeinsames Glück.
Natürlich wurde auch ich in den Jahren verantwortungsbewusster, stärker, erfahrener und durchdachter und wurde mir mit der Zeit immer mehr bewusst, was es hieß der Nachkomme eines großen Anführers zu sein. Ich wollte niemanden enttäuschen, alles richtig machen und beweisen, dass ich es als Leithengst schaffen würde, so wie mein Vater und sein Vater vor mir. Mein Vater sagte immer wieder, ich müsste ihm nichts beweisen und er wüsste, dass ich ein großer Anführer werden würde, aber ich versuchte mich dennoch jeden Tag aufs neue zu übertreffen, schließlich könnte niemand genau sagen, wann ich den Platz meines Vaters einnehmen würde und vermutlich hatte ich auch etwas Angst davor mich alleine um die Herde kümmern zu müssen. Leider kam der Tag an dem ich den Platz meines Vaters annehmen würde, schneller als jeder von uns erwartet hätte. Er kam so plötzlich und unerwartet, dass es heute schon beinahe ein Wunder ist, dass ich mich wirklich als Leithengst verantworten konnte, da ich mich zu diesem Zeitpunkt so schwach und einsam fühlte. Es sollte ein Tag wie jeder andere werden. Ich wachte am frühen Morgen auf, schaute nach der Herde, beschäftigte die Fohlen und kümmerte mich durch ständige Patrouillen um die Sicherheit jedes einzelnen von uns.
Nebenbei trainierte ich das Springen, das schnell Galoppieren durch Wettrennen zwischen Noel und Jane und zwischendurch auch schon mal das Kämpfen und Verteidigen mit meinem Vater, bis ich mit ihm zusammen durch den Wald ging, da er mir unbedingt noch einen neuen Zufluchtsort vor Gefahren zeigen wollte, den er erst vor ein paar Tagen entdeckt hatte. In diesem Moment waren wir beide schweigsam und verhielten uns ruhig. Hier war ich schon länger nicht gewesen, weswegen ich mich wachsam umsah, um Gefahren rechtzeitig sehen zu können. Wir gingen sehr lange durch den Wald, bis es nach einer Weile anfing zu regnen. Ich schaute nicht gerade begeistert zu meinem Vater. Die Herde war nun schon länger alleine und es würde bald schon dunkel werden. Ich wollte am liebsten schon zurück, doch Vater meinte es sei wichtig, dass ich den Ort heute noch sehen würde. Ich verstand zudem nicht, warum wir nur gingen und nicht galoppierten, womit wir um einiges schneller gewesen wären. Mein Vater begründete es mit dem Argument, dass ich mir den Weg und die Umgebung so viel besser einprägen würde. Ich wusste, dass er damit recht hatte und konzentrierte mich deshalb einfach weiter auf den Weg. Ein lauter Donner ließ mich zusammenzucken und riss mich somit völlig aus meiner Konzentration.

"Vater, wir sollten langsam wirklich zur Herde zurück. Ein Sturm zieht bestimmt schon auf und die anderen befinden sich noch immer auf der Wiese am Fluss. Sie würden nicht einfach ohne uns gehen..."
"Sei beruhigt Cain, wir sind schon so gut wie da."

Mein Vater blieb langsam stehen und schaute sich kurz um, bis er mich ansah und mit einem Kopfnicken in eine Richtung deutete. Wir standen vor einer Wand aus Felsen und Bergen, die teilweise von Ranken und anderen Pflanzen bedeckt waren. Ich musterte dieses erstreckte Bild genau, bis ich meinen Vater fragend ansah. Er schmunzelte nur leicht, ging auf die Wand zu und strich mit seinem Kopf einige Ranken aus dem Weg, sodass eine Art Durchgang erschien.

"Wenn du hier durchgehst Cain, kommst du schon nach kurzer Zeit in ein weiteres Tal. Es hat genug Nahrung und Wasser zur Verfügung, so wie unsere jetzige Heimat. Ich weiß nicht, was auf euch zukommen könnte, aber dieses Tal könnte dir und der Herde eine neue Heimat bereiten, wenn ihr es benötigt. Aber auch nur wenn ihr es zwingend benötigt. Denk daran, dass wir unserer Heimat treu sind und der Natur für diese Gabe dankbar sind."

Ich hörte meinen Vater ganz genau zu, so wie ich es immer tat, wenn er mir etwas wichtiges sagte oder erklärte. Ein weiterer, lauter Donner brachte mich dazu erneut zusammenzuzucken. Ein Blitz folgte dich darauf und auch der Regen war mit einem Schlag heftiger geworden. Der Wind blies durch meine Mähne und meine Gedanken waren nun nur noch bei der Herde.

"Ja Vater, ich weiß. Ich wäre dir nun dankbar wenn wir zurückkehren würden."

Ich war etwas lauter geworden, da wir uns gegenseitig kaum noch hören konnten. Zu laut war das aufkommende Unwetter schön gewesen. Mein Vater bestätigte also nur mit einem Nicken und galoppierte daraufhin voraus. Ich hielt gut mit ihm mit, da ich mit der Zeit sehr schnell und wendig geworden war. Als wenn das Unwetter nicht schon schlimm genug gewesen wäre, überkam mich plötzlich ein Gefühl, als würden wir von irgendetwas verfolgt werden. Ich lief schneller, um meinen Vater überholen zu können, damit ich ihn darauf folgend stoppen konnte. Nun kam ihm auch etwas seltsam vor und da wir unter keinen Umständen eine Gefahr zur Herde führen wollten, schauten wir uns genauer um. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich versuchte es zu ignorieren, aber die Vorahnung, dass wir uns nun Verteidigen mussten, machte mir große Sorgen. Plötzlich hörten wir ein lautes Brüllen und wir drehten uns beide gleichzeitig in die Richtung aus der es kam. Keine Sekunde später stand ein großer, schwarzer Bär vor uns auf dem Hügel und baute sich auf. Ich weitete erschrocken die Augen. Noch nie in meinem Leben musste ich gegen einen richtigen Feind kämpfen, weswegen ich meinen Vater erwartungsvoll ansah. Anders als ich, handelte mein Vater sofort und stieg auf, um Stärke zu zeigen. Mein Vater dachte sich vermutlich, dass wir es zusammen schaffen würden, aber das bezweifelte ich, auch wenn ich es nicht zugeben wollte. Mein Vater brauchte mich jetzt, ich durfte ihn jetzt nicht enttäuschen.

"Cain! Lauf zur Herde zurück und bring sie in Sicherheit! Ich lenke den Bären von dir ab!"

Jetzt war zum ersten mal der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich für etwas wichtiges entscheiden musste. Sollte ich zur Herde eilen und sie zu einem Unterschlupf führen den sie eigentlich schon kannten und deswegen meinen Vater alleine mit einem Bären zurücklassen? Oder sollte ich mich meiner Angst stellen und ihn zur Seite stehen? Ich brauchte nicht lange, um die Antwort zu finden, während mein Vater sich jedoch schon den Bären gestellt hatte. Ich schüttelte den Kopf, stieg kurz auf, wieherte auf und kam meinen Vater dann zur Hilfe. Keine Frage der Bär war deutlich stärker als wir, aber wir wollten ihn auch nicht besiegen. Wir wollten ihn lediglich davon abhalten uns zu folgen. Er würde uns zwar nicht direkt hinterher kommen, aber vermutlich war es nur eine Frage der Zeit bis er auf die Herde treffen würde. Es war mir unerklärlich, aber sobald ich mich den Bären gestellt hatte, war die Angst verschwunden und ich stellte mich ihm schon fast zu übermütig. Im Eifer des Gefechts, traute ich mir einfach zu viel zu, sodass der Bär mich mit seiner gewaltigen Tatze am Auge erwischte. Ich wisch zurück, stieg erneut und krachte kurz darauf zu Boden. Meine Sicht war verschwommen und der brennende Schmerz machte sich in mir breit. Das warme Blut floss langsam über mein Gesicht. Mühsam rappelte ich mich auf und schüttelte mich, um gegen den Schwindel anzutreten. Auf einmal hörte ich den Bären wieder brüllen und ich drehte mich schnell wieder zu ihm um. Mit zusammengekniffenen Auge, schaute ich zu den Bären hoch, der meinen Vater zur Seite geschleudert hatte und nun mit seinem gewaltigen Gewicht zu mir sprang.Ich wisch zurück, dachte aber keine Sekunde daran zu fliehen. Ich würde meinen Vater niemals im Stich lassen. Ich wisch den gewaltigen Tatzen und dem Gebiss des Bären immer wieder aus, konnte es aber nicht verhindern, dass er mich zwischendurch immer mal wieder erwischte. Doch wie durch ein Wunder, kam uns das Unwetter nun doch noch zu gute. Ein Blitz schlug in einen nah gelegenen Baum ein. Mein Vater und ich hatten Glück keine Schäden dadurch erlitten zu haben, doch dem Bär ging es da ganz anders. Ich sah wie die abgeknickte Baumkrone auf mich und den Bären zugerast kam und ich wusste, jetzt musste ich auf mein Timing vertrauen. Ich hielt den Bär noch ein paar wenige Sekunden bei mir, bis ich schließlich einen gewaltigen Satz zur Seite machte und die Baumkrone nur den Bären erwischte. Ich konnte mich kaum noch auf den Beinen halten. Es war so anstrengend gewesen und ich brauchte eine kurze Zeit um durchatmen zu können. Nun sah ich mich nach meinem Vater um und entdeckte ihn schließlich auf einem Fels, er muss hart aufgekommen sein als der Bär ihn wegschleuderte. So schnell ich konnte lief ich auf ihn zu und stupste ihn schließlich an.

"Vater! Vater, steh auf! Er ist tot, wir können beruhigt weiter!... Bitte steh auf."

Mein Vater rührte sich jedoch nicht und ich konnte ihn auch nicht mehr atmen hören. Auch wenn ich ahnte, dass Spirit nun wieder mit meiner Großmutter Esperanza vereint war, wollte ich es nicht glauben oder wahrhaben. Doch es war die Realität. Mein Vater Spirit, Anführer der Herde von Cimarron war tot. Ich drückte völlig hilflos meine Nase in sein Fell und schloss mutlos die Augen. Der Verlust hatte mich zutiefst getroffen. Nicht nur weil ich mich jetzt völlig alleine den Aufgaben und Verpflichtungen eines Leithengstes stellen musste, sondern besonders weil ich gerade die wichtigste Person in meinem Leben verloren hatte. Schwach ließ ich mich neben ihn nieder und legte meinen schwer gewordenen Kopf auf seinen Rücken. Als wäre es das Schicksal, dass die Baumkrone mich durch den Blitz rettete, verzog sich das Unwetter unvorhersehbar schnell und die helle Sonne tauchte wieder über uns auf. Wenn das Abendrot am Abend nicht aufgegangen wäre, hätte ich schon längst kein Zeitgefühl mehr gehabt, so lange war ich bei meinem Vater gewesen. In meinem Kopf hatten sich die ganze Zeit über Erinnerungen und Worte mit und von ihm abgespielt, die mich stets daran erinnerten wie sehr er mich, unsere Familie und die Herde geliebt hatte und was er nun von mir erwarten würde. Er würde wollen, dass ich - so wie ich es gerade schon getan hatte- kurz um ihn trauerte, aufstand und das Leben weiterleben würde. Ich sollte der Herde ein guter Anführer sein, sie beschützen und ihnen einen neuen Erben schenken sollen. Das ist es was mein Vater von mir wollte. Langsam rappelte ich mich auf, atmete tief durch und schaute ein letztes mal auf meinen Vater hinab. Dann neigte ich respektvoll den Kopf vor ihn und ging mit langsamen Schritten los. Ich wollte so gerne zu ihm zurück sehen, doch ich wusste dass dies alles nur noch weniger erträglich machen würde. Also ging ich immer und immer weiter gerade aus, den Blick zu Boden gerichtet. Als ich den Wald langsam verließ, sah ich in den mittlerweile dunklen Himmel und sah den Falken am Horizont. Ich schaute ihn einfach eine Weile lang an, ich wusste dass er meine Blicke deuten konnte. Dann flog er voraus zu der Herde, während ich immer langsamer wurde und mich einfach in das weiche Gras fallen lies, als mich meine Kräfte schließlich endgültig verließen. Das letzte was ich sah bevor ich meine Augen schloss, waren die aufgehenden Sterne und zwischen ihnen glaubte ich gesehen zu haben, wie mein Vater zu seiner Herde im Himmel und vor allem zu seiner Mutter lief und noch einmal mit einem stolzen Lächeln zu mir zurückschaute. Langsam ließ ich meinen Kopf auf den Boden sinken und konnte sogar kurz Lächeln, bis meine Augen vor Erschöpfung zu fielen.


Hier zur Veranschaulichung mein Instagram Account :)
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