Berliner Weisse

von Rosalie18
OneshotHumor, Freundschaft / P12
21.05.2018
21.05.2018
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So ich konnte es nicht lassen und so gibt es einen weiteren Getränke OS. Natürlich wieder mit James und Allan.

Viel Spaß beim Lesen!




Disclaimer: Die folgende Story ist rein fiktiv. Ich kenne keine der beteiligten Charaktere persönlich, noch ihre Hintergründe oder privaten Details. Es ist alles meiner Phantasie entsprungen.





Berliner Weisse

Mit einem Lächeln auf den Lippen klopfte Allan an der Tür des Zimmers mit der Nummer zweihundertsechzehn. Für einen Augenblick hatte er die Befürchtung, dass er vielleicht schon schlief. Im diese Uhrzeit war dieses nichts Verwunderliches. Immerhin hatten sein Team im Gegensatz zu ihnen keinen Doppelsieg zu feiern gehabt. Doch er schlief noch nicht. Es dauerte einen Moment bis er Schritte vernahm und die Tür geöffnet wurde.

„Schnapp dir dein Smartphone, deine Schlüsselkarte und was du sonst noch brauchst und folge mir“, war Allans Begrüßung. Sein Gegenüber war aufgrund dieser Begrüßung so überrascht, dass er tat, wie ihm geheißen wurde. Auf seinem Gesicht zeichnete sich ein Grinsen ab und in seinen Augen blitzte Neugier auf. Damit hatte der Schotte gerechnet und war nicht enttäuscht worden. Er kannte ihn eben gut genug.

„Was hast du vor?“, wollte James wissen.

„Lass dich überraschen!“, sagte Allan lediglich.

„Eine kleine Andeutung könntest du doch schon geben …“

„Nein.“

„Bitte!“ Der Jaguar Teamchef klimperte mit seinen Wimpern. Was dem Schotten ein amüsiertes Grinsen entlockte. Er schüttelte seinen Kopf und blieb hart. Auch wenn es ihm etwas schwer viel.

„Sei nicht so ungeduldig. Einen kleinen Augenblick kannst du dich noch gedulden.“

Leicht theatralisch verdrehte James seine Augen. Was Allan veranlasst hatte lautstark zu lachen. Der Dunkelhaarige stimmte mit ein.

Der Fahrstuhl – in dem sie sich befanden – stoppte mit einem Ping. Jetzt erst sah James auf welcher Etage sie sich befanden – auf der Letzten. Er wollte schon fragen, was sie hier machten, da viel ihm ein, dass ihr Hotel über eine Dachterrasse verfügte.

Sie verließen den Aufzug und Allan führte sie zielsicher hinaus auf die Dachterrasse, wo von man einen atemberaubenden Blick über Berlin hatte. Sie ließen sich auf zwei der aufgestellten Liegestühlen nieder. Außer den beiden Teamchefs war keiner hier. Was ihnen sehr recht war.  So konnten sie sich ungestört unterhalten.

Allan holte aus seinem mitgebrachten Leinenbeutel zwei Dosen Berliner Weisse hervor und reichte eine davon James. Sie öffneten die Dosen, prosteten sich zu und tranken einen großen Schluck. Der Engländer musterte aus dem Augenwinkel seinen Teamchefkollegen. Dieser sah noch erstaunlich fit aus und das obwohl er sicherlich einiges an alkoholischen Getränke intus hatte. Sehr trinkfest. Das musste er neidlos anerkennen.

„Wie hattest du so schnell die ganzen Paletten Bier organisiert?“, durchbrach James die kurze Stille, die vorgeherrscht hatte. In den Augen des Kleineren blitzte es auf.

„Ich hatte sie vorsorglich mitgebracht.“

„Hattest du eine Wette am Laufen?“ Der Gesichtsausdruck des Schotten verriet ihm, dass er auf der richtigen Spur war. Sein Gesicht zierte ein leichtanzügliches Grinsen.

Allan verdrehte seine Augen. „Nicht was du schon wieder denkst!“

„Was denke ich denn?“, wollte James wissen. Der Schotte  überging diese Aussage.

„Ich habe gesagt, wenn wir in Berlin einen Doppelsieg feiern und Daniel sein Heimrennen gewinnt, spendiere ich dem gesamten Team Berliner Weisse“, erzählte der Audi Abt Schaeffler Teamchef.

„Es ist ja auch genauso gekommen. Hast du wirklich daran geglaubt?“

„Ja, habe ich. Unser Auto ist top und meine Jungs sowieso. Außerdem hatte ich keine Lust auf die Schnelle palettenweise Bier Zeit aufzutreiben“, lachte der Kleinere. Der Dunkelhaarige verstand das sehr gut.

„Das kann ich verstehen. Ich hätte genauso gehandelt. Für euch ist es wunderbar gelaufen. Gerade zu traumhaft. Pole, schnellste Runde und dann auch noch Platz Eins und Zwei. Während wir nur sechster und Zwölfter geworden sind. Etwas neidisch bin ich schon, dass muss ich zugeben. Aber ich gönne es euch und besonders dir.“ Seine Worte entsprachen der Wahrheit. Natürlich waren sie Konkurrenten und in erster Linie wollten sie Erfolg fürs eigene Team. Keinem anderen Team – sein Eigenes ausgenommen – gönnte er diesen Erfolg. Allan war schließlich sein Freund.

„Du hast wirklich zwei Dosen aufgehoben? War bestimmt nicht gerade leicht“, wollte James grinsend wissen.

„Natürlich. Für dich doch immer. Weil du es bist, habe ich sogar vier Dosen gebunkert“, erwiderte Allan mit einem Grinsen, das von einem zum anderen Ohr ging.

„Ich fühle mich geehrt“, lachte James.

„Kannst du auch.“ Sie klopften sich gegenseitig auf die Schulter und verfielen in einen Lachanfall. Als sie sich wieder beruhigt hatten, unterhielten sie sich über Gott und die Welt und tranken ihre Berliner Weisse.

James und Allan waren im Moment nur zwei Freunde, die zusammen etwas tranken und sich unterhielten und nicht zwei konkurrierende Teamchefs.  Ihre Freundschaft war ihnen sehr wichtig und auch die Rivalität im Rennsport konnte diese nicht zerstören.



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