Die Hüter der Freiheit - Die Eierhüter

GeschichteAllgemein / P16
21.05.2018
15.05.2019
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Da bin ich wieder. Es tut mir leit das es so lange gedauert hat, aber eine Mail meiner lieben Beta-Leserin Windzauber ging lieder verloren und so hat es etwas gedauert bis die jeztige Fassung vollendet war. Zudem hatte ich einigen Stress privat, wie auch studiumstechnische. Ich hoffe es gefällt euch wieder. Ich möchte mich auch noch bei den beiden Reviewern von letzten Kapitel bedanken. Ein großes Dankeschön geht an: Shadowwriter1 und KikiM. Und natürlich auch an meine liebe Beta-Leserin Windzauber, die die Geschichte erst richtig lesbar macht. Jezt aber genug damit. Viel Spaß beim lesen:

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Als ich am Morgen des nächsten Tages erwachte, war das ganze Lager schon in Aufbruchsstimmung. An einem Ende unseres Lagers wurden die Pferde gesattelt und zum Abmarsch bereit gemacht und am anderen Ende des Lagers die Wägen und der Proviant. Auch Selisa und Alec sowie die Elfen waren dabei ihre und unsere Sachen zusammenzupacken. „Braucht ihr Hilfe?“, schrie ich ihnen zu. Als Antwort auf diese Frage zeigte Alec nur auf die drei Sättel unserer Pferde. Ich wusste sofort, was er meinte. Also machte ich mich an die Arbeit und sattelte die Pferde. Nach etwa einer Stunde war alles soweit gepackt. Anschließend aßen wir noch mit den Soldaten und den Elfen, dann folgte eine Verabschiedung von neugewonnenen Freunden und Verbündeten. Diese Verabschiedung brachte mich nicht ganz so aus dem Konzept wie die aus meinem Heimatdorf, aber ich hatte trotzdem ein reumütiges Gefühl, da ich genau wusste, dass wir sie vielleicht nicht wiedersehen würden. Als ich mich von Elisko, dem sympathischen Elfen, verabschiedete wurde mir etwas flau im Magen und ich musste auch mit den Tränen kämpfen, als er sagte: „Möget ihr eine Gute und sichere Reise haben und möge der Boden unter euren Füßen und den Hufen eurer Pferde immer stabil und tragfähig sein und nicht schlammig oder uneben. Auf das wir uns eines Tages wiedersehen werden und um dann vielleicht auch mal über euer wirkliches Reiseziel zu sprechen.“ Mir lief ein eiskalter Schauer über den Rücken als er dies sagte. Wusste er etwa, was wir vor hatten oder hat er es vielleicht meine Gedanken gelesen? Kann ich ihn überhaupt vertrauen oder hat er mich und uns angelogen? Noch bevor ich ihn irgendwas sagen konnte sagte Elisko: „Keine Sorge ich habe deine Gedanken nicht gelesen, aber es ist offensichtlich, dass ihr uns und auch den Wachen nicht alles über euer wirkliches Reiseziel verraten habt. Ihr seid keine Händler. Ihr seid Abenteurer. Aber seid auch hier beruhigt, denn wir werden euch nicht verraten und wenn ihr Eragon und Saphira eines Tages trefft, grüßt sie von uns persönlich. Denn ich denke, das ist euer wirkliches Ziel. Ihr möchtet Eragon treffen und ihn und den Orden unterstützen. Aber wie, das weiß ich noch nicht. Also, nun lebe wohl Marco genau wie du Alec und auch du Selisa.“ Als er das mit Eragon erwähnte wurde mir heiß und kalt zugleich. Ich wusste nicht, wie er das herausgefunden hat und gleichzeitig wusste ich irgendwie, dass ich ihm und den Elfen vertrauen konnte. Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren und auch um nicht noch mehr meiner Nerven zu verlieren, sagte ich: „Möget ihr eine sichere Reise haben und eure Klingen scharf bleiben damit das Ei heil bleibt und wir uns eines Tages wieder treffen können.“ Diesen Satz wiederholte ich nochmal in der Alten Sprache um ihn noch mehr Bedeutung zu geben.

Nachdem nun auch die Verabschiedung zu Ende war folgte unser Aufbruch. Die große Eskorte des Dracheneies brach nun ihn Richtung Feinster auf und unser kleine aber feine Reisegruppe für die Einsammlung und Übergabe der Dracheneier an den Orden brach in Richtung Buckel auf. Unser Zeitplan war eigentlich jetzt schon nicht mehr einzuhalten aber wir mussten vor Einbruch des Winters den Buckel durchquert haben um nicht irgendwo im Buckel einzufrieren, da der Frühling sich bereits langsam dem Ende zu neigte. Da sich unsere Reisezeit bereits auf knapp über einen Mond belief und wir zu Beginn des Frühlings aufgebrochen. Folglich würde der Sommer spätestens in ein bis eineinhalb Monden vollends beginnen und dann sollten wir schon mindestens eines, besser zwei oder drei Lager erreicht haben. Der eintägige Ritt bis zum Buckel verging ereignislos und so erreichten wir schon eine Stunde vor Dämmerungsbeginn den Fuß der Berge und den Rand des Waldes, der sich über große Teile des Buckels erstreckt. Wir entschieden uns dazu, nicht noch vor Sonnenuntergang in den Wald zu gehen, sondern erst am nächsten Morgen. Das hieß, wir verbrachten die nächsten Stunden damit das Lager aufzubauen und anschließend machten wir noch einige Übungskämpfe um uns fit zu halten und uns etwas die Zeit zu vertreiben. Nachdem die Sonne untergegangen war, aßen wir etwas von den Vorräten, die von den Elfen mit einigen getrockneten Früchten, Faelnirv und Brot aufgebessert worden waren. Als wir dann das Essen beendet hatten, gingen wir ohne groß noch etwas zu bereden schlafen, schließlich kannten wir uns lange genug und waren auch schon lange genug zusammen um alles nötig schon mit einigen Blicken und Gesten zu verdeutlichen.

Am nächsten Morgen gingen wir, nachdem wir unsere Sachen zusammengepackt hatten, in den Buckel. Es war ein herrlich angenehmes Klima im Wald, das durch die vielen Nadelbäume und den kleinen Bächen, die zwischen den dicht stehenden Bäumen zusehen waren, zustande kam. Es gab auch einen ausgetretenen Weg durch den Wald, der, so vermutenden wir, zu dem Dorfe der Urgals führte, dass wir besuchen möchten um uns deren Erlaubnis zu holen, den Wald zu durchqueren. Aber schon jetzt wurden wir durch den Wagen, der auf den schmalen und schlammigen Wegen nicht sehr gut vorankam, stark verlangsamt und ich hatte dieses ungute Gefühl, dass das nicht unser kleinstes Problem sein würde. Nach etwa zwei oder drei Stunden im Buckel bekamen wir alle irgendwie das Gefühl, beobachtet zu werden. Wir ignorierten dies aber vorerst, da wir uns nicht so viele Sorgen machen wollten. Als die Sonne ihren Zenit bereits überschritten hatte, soweit wir das durch das Dickicht sagen konnten, tauchten auf einmal von allen Seiten Urgals auf, die uns den Weg nach vorne und nach hinten versperrten. Ihr scheinbarer Anführer war ein Kull dessen Gesicht und Körper tiefe Narben zierten. Die auffälligste von ihnen war die Narbe über seinem rechten Auge, die ihn vermutlich das Augenlicht gekostete hatte, da sein Auge bereits milchig weiß war. Er trat vor und fragte oder besser gesagt brüllte der vier Meter Kull irgendetwas auf einer kehligen Sprache, vermutlich die Sprache der Urgal. Als ich etwas sagen wollte, hielt mich Selisa zurück und erwiderte etwas. So entstand ein Gespräch zwischen den beiden in den es etwas hitzig zuging. Auf einmal sagte der Kull: „Ich bin Nar Talkonsch, Sohn von Nar Talkansch und Nar über den Stamm der Talkonkersch. Ihr begleitet uns in unser Dorf, dort werden die Herndalln darüber entscheiden, ob ihr weiterreisen dürft oder ob ihr hier sterben werdet! Folgt mir und riskiert keinen Kampf, wir sind mehr als ihr hier seht!“ Er sprach sehr, sehr undeutlich es war für mich sehr schwer zu verstehen. Auf die Frage über was sich Selisa und der Urgal unterhalten habe sagte sie nur, dass er unsere Väter kannte und sie respektiere, aber er trotzdem kein solch unbefugtes Betreten von Stammesterritorium gutheißen wird. Es verging ungefähr eine halbe Stunde bis wir ihr Dorf erreichten. Die Zelte bestanden aus massiven Tierfellen und aus Knochen und Holz, jedes war so groß, dass sich ein Kull ohne Problem im Zelt strecken und auch darin hochspringen konnte. In der Mitte des Dorfes war ein kleiner künstlich angelegter See. Sie führten uns bis vor einer imposanten Höhle, die schon von ihrer Größe her gigantisch war, aber was sie noch imposanter machte war die Tatsache, dass sie mit unzähligen Kochen- und Holzschnitzereien verziert war. Der Boden bestand nur aus polierten Knochen und war mit einem Teppich aus Fellen ausgelegt, so dass man den Knochenboden nur noch schemenhaft erkennen konnte. Ich drehte mich noch einmal um, nur um festzustellen das wir uns in einem gigantischen Bergkessel befanden, der nur über einem schmalen Zugang über einige kleine Berge zu erreichen war, was auch erklärt weshalb wir auch den ganzen Tag nur leicht bergauf gelaufen waren und hierher nur kurz bergab. Bevor ich die wahre Größe des Dorfes erkennen konnte, gab mir Talkonsch einen Schubs und sagte sehr unverständlich aber auch unverkennbar eindringlich: „Rein da, dort wird sich euer Schicksal entscheiden. Wir werden uns auf jeden Fall wiedersehen, aber ob als Freunde oder Feinde, das hängt nun von den Herndalln ab!!“ So wurde wir immer weiter in die Höhle gebracht bis wir weder den Eingang noch das Ende erkennen konnten und ich dachte nur: Hoffentlich kommen wir aus diesem Dorfe irgendwie lebend raus ansonsten ist die Mission nur noch zwei oder drei Tagesetappen vor den ersten Lager vorbei!!

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Ich hoffe es hat euch gefallen und ich werde schauen das ich das nächste Kapitel vielleicht schon bald hochlade. Versprechen kann ich nichts, da es ja jetzt schon länger gedauert hat als geplant. Ich hoffe einige werden mich richtig kritisieren oder loben. Bis zum nächsten mal. Dann bei den Urgals!!
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