Change | #Kerschherz [Konstantin Kerschbaumer x Florian Hartherz]

KurzgeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
DSC Arminia Bielefeld
21.05.2018
21.05.2018
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Seit Minuten starre ich schon auf die Zeitung.
Und immer mehr drängen sich die Wörter aus der Schlagzeile in mein Kopf.
"Konstantin Kerschbaumer wird Arminia Bielefeld verlassen!"
Mit jeder Sekunde wird mir immer klarer, was genau passiert ist.
Konstantin verlässt den Verein.
Meine große Liebe verlässt den Verein, den Ort an welchen wir uns kennengelernt haben.
Wir waren Freunde, gute Freunde. Von seiner Seite aus vermutlich nicht mehr, von meiner jedoch schon.

Ich schaute auf die Uhr, 07:30Uhr, es war Sommerpause, zutun hatte ich also nicht wirklich viel.

Ich war total neben der Spur, konnte keinen klaren Gedanken fassen, immer wieder tauchte dieser Satz in meinem Kopf auf. In Dicker, roter Schrift, nicht zu übersehen.
"Konstantin Kerschbaumer wird Arminia Bielefeld verlassen!"
Wieso hat er mit mir nicht geredet? Wieso muss ich das ganze durch eine Zeitung erfahren? Sollte ich ihn anrufen? Fragen, ob er gehen muss oder gar will?
Ich nahm mein Handy, öffnete Whatsapp und unseren Chat, er war angepinnt. Natürlich habe ich ihn angepinnt, zu groß war die Angst jemals eine Nachricht von ihm zu verpassen.

Minuten lang starrte ich auf sein Profilbild. Es war nicht irgendein Bild, es war ein Bild von Uns.
Wir waren Arm im Arm auf den Spielfeld, wir lachten, sahen Glücklich aus.
Mein Finger schweift zum Anrufsymbol.
Seine Nummer wird gewählt.
"Hey Flo, was geht?" Konstantins Stimme erklang am anderen Ende des Hörers.
"Ähhmmm, also... Ähh, gerade nichts...Bei dir?" Ich stotterte, bekam keinen vernünftigen Satz heraus, dabei hatte ich so viel zu sagen.
"Auch nichts, alles gut bei dir? Du klingst völlig aufgelöst, was ist passiert?" Seine Wörter hallten durch meine Gedanken. Was passiert war? Kann er sich das nicht selbst denken?
"Wieso hast du mir nichts erzählt?" Stumpf, emotionslos. Ich wollte Fakten, Antworten.
"Was meinst du?"
"Du gehst zurück nach Brentford, nach England, wieso erzählst du mir sowas nicht? Ich dachte wir sind Freunde?" Den letzten Satz hauchte ich nur noch, Freunde. Genau, wir waren nunmal nur Freunde. Ich wollte mehr, schon lange.
"Flo, du musst verstehen-"
"Was muss ich verstehen?"
Konstantin fuhr fort.
"-Ich...Mir...M-Mir fällt das auch nicht leid, das Team, die Mannschaft, die Fans, du...Alles ist mir so ans Herz gewachsen.."
"Ich bin dir ans' Herz gewachsen?"
"Natürlich. Du bist doch mein bester Freund...Aber ich brauche Abstand...Abstand von dem Allen hier... Versteh doch, ich kann es dir jetzt nicht sagen, du wirst es nicht verstehen.."
Konstantin Seufzt immer wieder zwischen seinen Sätzen, er war völlig verwirrt, was ich natürlich bemerkte.
"Du kannst schon. Willst es nur nicht!" Wut machte sich in mir Breit, ich will es Wissen, wissen warum er geht, wissen warum er mich alleine lässt. Ohne ihn bin ich nichts.
"Flo, ich bitte dich, Ich kann und will nicht... Es würde zu viel kaputt machen.."
"Mit deinem Verhalten machst du gerade viel kaputt!" Ich legte auf.
Genervt atmete ich aus, ließ mich zurück in den Stuhl fallen und dachte nach. Er will es mir nicht sagen, mir, seinem angeblichen besten Freund.
Ich schätze in den nächsten Tagen wird er zurück nach England fliegen, dann werden wir uns nie wieder sehen.
Wir durften so nicht auseinander gehen, das zwischen uns, wir müssen das klären. Ich bin es ihm nur schuldig, von meinen Gefühlen zu erzählen.

Prompt saß ich in meinem Auto, auf dem Weg zu Konstantin. Ich will, nein Ich muss ihn noch einmal sehen, bevor er fährt.
Die Fahrt kommt mir länger vor als sonst, es war noch früh am Morgen, die Straßen waren leer.
Ich stand vor seiner Tür, sein Klingelschild war bereits entfernt, man konnte nur ahnen, dass dort mal 'Kerschbaumer' stand.
Meine Finger drückten den Kopf durch, die Sprechanlage meldete sich kurzdarauf.
"Wer ist da?"
"Flo..."
Ein Summen ertönte und ich lief hoch in den 2.Stock, Konstantins Tür war nur angelehnt, Selbstsicher ging ich in seine Wohnung und schloss Die Tür hinter mir.
"Bin im Wohnzimmer." Seine Stimme klang Kalt, kalt gegenüber mir, als wäre ich nicht erwünscht.
Jetzt saß er da, in einem leeren Zimmer, überall standen Kartons, nur noch ein Schwarzes Ledersofa schmückte sein ehemaliges Wohnzimmer.
Langsam ließ ich mich neben ihn auf das Sofa fallen, stille.
Minuten lange Stille, unangenehme Stille.

"Es tut mir leid...-" Murmelte ich.
"-Wollte dich eben nicht so anmeckern... Es ist nur so...A-Also, wenn du gehst...Dann...Dann fehlt irgendwas.."
Ich sah hoch und blickte in das Kalte Gesicht von Konstantin, er zeigte keine Reaktion.
"Mir tut es leid." Sagte er stumpf, schaute mir daraufhin in mein Gesicht, seine Augen glänzten, er hatte geweint.
"Willst du mir jetzt verraten, wieso du zurück nach England gehst..?"
"Du wirst mich hassen.." Nuschelte Kerschbaumer kaum Verständlich.
"Ich könnte dich nicht hassen, niemals..." Ich rückte etwas näher an ihn und legte meine Hand auf seinen Oberschenkel, nahm diese aber Schreckhaft zurück.
"Versprichst du es mir?" Seine Stimme klang immer noch abweisend und kalt.
Verständnisvoll nickte ich.
Nervös bis er sich auf seiner Unterlippe rum, bis er sich Plötzlich einen Ruck gab und mir einen Kuss auf meine Lippen hauchte. Seine Lippen waren weich und völlig zart.
Verblüfft sah ich ihn an, bis mir Klar wurde, was gerade passiert ist.
Er zog seinen Kopf leicht weg, als wäre er peinlich berührt. Schnell legte ich meine Hände in seinen Nacken und zog ihn an mich heran, um diesmal meine Lippen auf seine legen zu können.
"Ich liebe dich, Konstantin." Hauchte ich zu Kerschbaumer und küsste ihn erneut.

Unsere Lippen trennten sich, was mich dazu brachte eine Frage zu stellen.
"Willst du deswegen gehen?"
"Ja" Flüsterte Konstantin fast schon.
"Ich hatte Angst, ich könne das alles nicht mehr ertragen, Ich liebe dich schon so lange, Florian. Ich dachte, ich würde alles kaputt machen." Fügte er hinzu.
"Wir sind solche Idioten" Lachte ich, Konstantin stieg mit ein.

"Sind wir dann, naja du weißt schon, zusammen? So ein richtiges Paar?" Fragte Kerschbaumer und legte geschmeidig einen Arm um mich.
"Aber auch nur, wenn du auch willst. Lieber Herr Kerschbaumer" Ich grinste ihn an, woraufhin er mich erneut küsste.
"Natürlich will ich das, Herr Hartherz."
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