Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Only one reason why I love you

von Linalu
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16
Clay Jensen Hannah Baker Justin Foley
20.05.2018
14.06.2020
5
2.962
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
20.05.2018 1.203
 
,,Du bist an allem schuld!" ruft Jesse mir zu und schubst mich von sich weg, als ich versuche sie in den Arm zu nehmen und zu beruhigen. Ich stoße mit dem Rücken gegen die kalte Backsteinwand ihres Zimmers.
,,Sag sowas nicht, bitte." Bitte ich gequält und versuche meine Tränen zu unterdrücken.
Mit aufgerissenen Augen starrt sie mich an und ich sehe in ihrem Blick die Wut, die sie die ganze Zeit vor mir versteckt hat und mit einem mal, lässt sie alles was sich bei ihr angestaut hat raus,
,,Du bist an meiner Vergewaltigung schuld, du bist schuld an Hannahs tot..."
,,Nein d-das ist.." stottere ich schniefend, ,,D-das ist nicht... nicht wah.." Jesse unterbricht mich,
,,Doch ist es, genauso wie es wahr ist, dass du an deiner Drogensucht schuld bist."
,,Bitte hör doch auf Jesse, bitte!" Flehe ich sie heulend an und rutsche an der Wand entlang, bis ich mit meinem Hosenboden auf den kalten Fließen sitze.
Jesse hebt ihre Stimme und kommt mit langsamen Schritten auf mich zu, während sie mich weiter zur Sau macht,
,,Sieh ein, dass du ein Versager bist, ein elendiger scheiß Versager, der nur zerstören kann."
,,Scheiße nein!" Brülle ich sie an. Der warme Urin läuft mir am Oberschenkel entlang und hinterlässt einen dunklen Fleck auf meiner hellblauen Jeans. Fuck.
,,Oh doch, sieh dich nur mal an, du bist ein beschissener Junkie, der sich vollpisst. Du kannst nicht mal mehr deinen Körper kontrollieren."...
Das war das letzte was ich von ihr höre, bevor ich auf der Couch in Clays Zimmer aufwache, weil mir die pralle Sonne ins Gesicht strahlt.

"Verdammt Jensen zieh die Vorhänge wieder zu!" jammer ich und ziehe die Decke über den Kopf.
"Fick dich Justin!" Sagt er lauter als gewohnt und reisst mir die Decke wieder vom Kopf. "Ich muss zur Schule und ich habe keinen bock wegen dir zu spät zu kommen." redet er weiter ohne dabei auch nur ein bisschen Mitgefühl zu zeigen.
"Bitte lass mich schlafen ich habe Kopfschmerzen.", stöhne ich und kneife meine Augen zusammen, um die Helligkeit zu vermindern, der ich ausgesetzt war.
Clay setzt sich aufs Bett gegenüber der Couch auf der ich liege, die erstaunlich gemütlich ist, und zieht sich seine Schuhe an.
"Das kommt vom Heroin das du dir Tonnenweise zugeführt hast." behauptet er.
Ich rolle mit den Augen und drehe mich von ihm weg. Kaum habe ich eine bequeme Lage gefunden, höre ich wie Clay mit schnellen wütenden Schritten auf mich zukommt, dann packt er mich an meiner Schulter und dreht mich grob zu sich um.
"Verdammte Scheisse Justin steh jetzt auf und geh endlich duschen du stinkst!"
"Na und, was interessiert dich das?"
"Mich interessiert das, weil du auf meiner Couch schläfst, in meinem verdammten Zimmer." Seine Stimme wird nach jedem Widerspruch den ich gebe nur noch lauter und wütender.
"Du hättest mich auch nicht von der Straße retten müssen, ich hätte das alleine geschafft." protestiere ich genervt.
"Achja und wie? An der Nadel? denkst du etwa so hättest du dich retten können? Sei lieber froh dass ich und Tony dich gefunden haben, sonst wärst du jetzt noch immer da draussen, ohne Essen und ohne einem Dach über dem Kopf."
"Ohne Essen bin ich immer noch."
"Ich hole dir ja gleich was zu essen."
"Achja und wann?"
"Wenn ich dich dazu gebracht habe duschen zu gehen."
"na gut ich gehe ja schon, aber denk ja nicht ich mache das für dich."
"Schon klar und jetzt geh edlich, bevor meine Eltern noch riechen, dass du hier bist."

Clay gibt mir ein paar seiner Sachen die ich anziehen kann und schleust mich ins Badezimmer. Ich schließe hinter mir die Tür und habe endlich meine Ruhe. Zugegeben, auch wenn ich Clay dafür hasse was er für mich tut, bin ich ihm auch dankbar. Ich hätte Heute wieder um eine Brötchen oder etwas Geld betteln müssen, um mir etwas zu essen kaufen zu können, oder Alkohol der mich wärmt, weil ich Nachts unter freiem Himmel hätte schlafen müssen. Ich stelle mich ohne großes Zögern unter die Dusche und öffne den Wasserhahn. Das tut gut, dieses erfrischende warme Wasser, das auf meinen Körper tropft und meine Muskeln entspannt. Ich bin gerade dabei meine Haare zu waschen, da höre ich wie wie sich die Tür zum Bad öffnet. Fuck. Wenn das Clays Eltern sind bin ich geliefert. Die Angst wird mir schnell wieder genommen, als Clay den Duschvorhang zur Seite schiebt.
"Jensen verdammt nochmal.. was?" Hastig reisse ich mir den Duschvorhang vor meinen nackten Körper.
"Sorry ich wollte wissen ob du noch lebst."
"Kannst du... kannst du nicht einfach... ich meine.. fuck der Duschvorhang ist ja nicht schalldicht." entgegne ich bissig.
"Ja Justin und die Türen hier im Haus sind es auch nicht, also rede ein bisschen leiser oder halt deine Klappe." flüstert er zurück.
"Kannst du jetzt wieder gehen?"
"Nein kann ich nicht, es muss so aussehen als würde ich unter der Dusche stehen."
"Na klar muss es das" Ich ziehe den Duschvorhang wieder zu und dusche mich weiter ab.

So sauber fühle ich mich gleich viel besser, Clay hat mir Toast mit Butter hoch gebracht. na endlich etwas Normales zwischen den Zähnen als nur Reste aus dem Müll. Nachdem ich gegessen habe setzt Clay zum Reden an und ich dachte er würde einmal still sein...
"Also Justin, wir kriegen dich jetzt erstmal clean, dass du vor Gericht aussagen kannst.
"Fahr zur Hölle Clay"
Er springt auf der Stelle auf und packt mich am Kragen, "Hör mal zu du verdammtes Arsch, dass du hier bist gefällt mir genauso wenig wie dir, das kannst du mir glauben, aber ich lasse nicht zu, dass du dich wegen dem ganzen Scheiss hier kaputt machst hörst du und jetzt setzt du dich hin und hörst zu was ich dir zu sagen habe." er schubst mich zurück gegen die Couchlehne. Ich muss schlucken, dass mir das Frühstück nicht wieder hoch kommt.
"Ich hasse dich."
"Oh Justin sag das nicht zu früh, du brauchst mich und das weisst du, denn das was die nächsten Tage mit dir passieren wird, ist so schlimm, dass du dir wünschtest du wärst wieder auf der Straße."
"Das wünsche ich mir jetzt schon."
"Halt einfach deine Klappe und schlaf wieder, Tony kommt gleich und dann gehe ich zur Schule und wenn ich wieder komme, will ich, dass du über dich nachgedacht hast und was du dir dabei denkst dich so zu vernachlässigen."
"Wieso Tony?"
"Sei froh, dass er nicht die Schnauze voll von dir hat und lieber auf dich aufpasst, als dich umzubringen."
Mir wird schwindelig, alles was ich jetzt noch mitbekomme, ist wie Clay weiter erzählt was Heute noch alles passieren wird, doch das bleibt nicht mehr an mir hängen sondern zieht an mir vorbei, dann muss ich kotzen, direkt auf Clays Schuhe....
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast