School is a place where...

GeschichteFreundschaft / P12
Gingka Hagane Kenta Yumiya Kyoya Tategami OC (Own Character) Ryuga
19.05.2018
15.06.2019
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Nachdem Gingka und Madoka vergeblich nach Kenta gesucht haben, beschließt der Rotschopf Tsubasa zu besuchen. Madoka muss noch einige Beys reparieren und kann deshalb nicht mitkommen. Von Yu weiß Gingka bereits, dass der Adlerblader etwas angeschlagen mit Fieber im Bett liegt und daher am Freitag nicht kommen konnte.

Bei Tsubasas Wohnung angekommen, stellt Gingka fest, dass die Tür Sperrangelweit offen steht. Leicht klopft der Besucher an, bevor er, in das Vorzimmer gelangt. Dabei ruft der Rotschopf: „Hey! Tsubasa, bis du hier?“
Schnellen Schrittes begibt er sich zu dem Schlafzimmer des Adlerjungen. Erneut klopft Gingka erst an, wartet diesmal jedoch einen Augenblick länger ab, bevor er die Tür öffnet, da keine Antwort kommt.
Was Gingka auffindet, versetzt in ins Stocken. Fassungslos sieht er auf Tsubasa herab, der neben seinem Bett am Bauch liegt. Seine Arme sind blutig und von seinem Oberkörper weggestreckt. Sowohl sämtliche Regale als auch der Raum selbst ist verwüstet, als hätte jemand panisch nach etwas gesucht und dabei alles andere achtlos auf den Boden geworfen. „Ts...Tsubasa...“, stottert Gingka, bevor er sich neben ihm auf die Knie setzt und beginnt kräftig an seinen Schultern rüttelt. Dabei merk er, dass Tsubasas Körper komplett durchschwitzt ist.
„Komm schon! Hey! wach auf!“
Keine Reaktion. Gingka schiebt einige Bücher und Gewand, welches am Boden verstreut liegt, zur Seite um seinen Freund dorthin auf den Rücken zu legen.
Danach kommt ihm erst in den Sinn, dass es gut wäre den Puls zu überprüfen. Dafür muss er zuerst versuchen sich selbst zu beruhige, denn er sieht ein, dass das alles hier keinen Sinn hat, wenn er seinen klaren Kopf verliert.
„Okay, beruhig dich“, redet Gingka zu sich selbst, bevor er murmelt: „Ich hab doch mal gelernt, was ich in einem Notfall machen muss.“ Er versucht sich an den Erste-Hilfe Kurs zu erinnern, welchen er damals nach den Weltmeisterschaften besucht hatte. Irgendetwas muss davon schließlich noch hängen geblieben sein.
Mit einer Hand tastet er an Tsubasas Hals nach dessen Puls, während er mit der Anderen sein Handy aus der Hosentasche sucht und die Rettung alarmiert.
Danach kommt jedoch das schlimmste: Warten.
Warten und nichts Wirkliches machen können.
Angespannt setzt er sich annähern angenehm hin und lässt seinen Blick erneut durch das Zimmer gleiten. Wurde hier eingebrochen? Nein das kann nicht sein. Sonst wären doch irgendwelche Fenster eingeschlagen oder die Tür eingestoßen und somit zumindest teilweise aus den Angeln gefallen. Also hat er... Gingka will den Gedanken nicht fortfahren und schüttelt den Kopf. Was ist nur passiert? Was wurde gesucht? Oder ist Tsubasa... wütend geworden? Aber das passt doch nicht zu ihm. Auch, wenn es wieder - so wie damals - mit der dunklen Macht zu tun hat, muss hier noch etwas anderes im Spiel sein, denn das erklärt seine Verletzungen nicht.
Von Tsubasas linker Schulter zieht sich bis zu seinem Ellenboden eine dünne Schnittwunde aus welcher Blut tropf, genauso wie aus seiner rechten Armbeuge.
Irgendwie findet Gingka, dass der Bewusstlose fast zufrieden Aussieht, als wäre er froh in dieser Lage zu sein. Doch wahrscheinlich bildet sich das der Rotschopf nur ein.

„Wenn ich noch länger gehen muss, breche ich noch zusammen“, denkt sich Kenta. Der Junge rennt nun schon seit mehreren Stunden Ryuga wortlos hinterher. Sie sind bereits über einen Berg gegangen und befinden sich nun in einem dichten Wald. Durch das schwere Atmen von Kenta wird Ryuga auf die Verfassung des Jüngeren Aufmerksam. Kurz blickt der Dragon Emperor prüfend zurück auf den Jungen herab. Denkt jedoch nicht eine Sekunde daran seine Geschwindigkeit zu Verändern. Schließlich weiß er, anders als Kenta, dass sie schon bald ihr Ziel erreicht haben. Davon kann Kenta jedoch nichts ahnen, da er nicht damit rechnet, dass schon die ganze Zeit Ryuga vorgehabt hat hier, im tiefsten Wald, zu einer bestimmten Stelle zu gelangen.
Schritt für Schritt schleppt sich Kenta weiter. Sein Blick ist zu Boden gerichtet. Gerade als er denkt, er würde umkippen und noch einmal kurz seinen Kopf hebt, merkt er, dass Ryuga stehen geblieben ist und der Grünhaarige fast in ihr gerannt wäre. Kraftlos lässt sich Kenta zu Boden fallen und rechnet, damit, hier eine Pause machen zu dürfen. Wie kann Ryuga nur so eine gute Kondition haben? Er ist nicht mal außer Atem obwohl er einen Rucksack mit diverser Ausrüstung trägt. Darunter auch Sachen wie ein stabiles Seil, Messer und Literweise Wasser. Das alles wiegt bestimmt mehrere Kilo.
Ryuga dreht sich um und meint: „Wir müssen noch auf den Baum hinauf. Sei vorsichtig, manche Äste sind rutschig.“ Dabei zeigt der Dragon Emperor auf einen riesigen Baum hinter sich, bevor er beginnt über die Äste hochzuklettern.
Kenta kann nicht fassen, was da von ihm verlangt wird. Hinterfragt dies jedoch nicht. Er steht nur auf und versucht sogleich Ryuga hinterher zu kommen. Der Ältere scheint beim Klettern genau zu wissen wie er am besten vorankommt. Als wäre er schon oft hier hoch gekommen.
Obwohl Kenta so erschöpft ist, schafft er es immer sicherer zu klettern, da seine Angst hinunter zu fallen größer ist als seine Müdigkeit.
Schon bald ist Ryuga in der Baumkrone verschwunden und der Jüngere versucht fast schon panisch aufzuschließen.
Es ist schwer durch die vielen Äste und Blätter in der Krone anzukämpfen, doch da fällt ihm auf, dass er noch nicht einmal auf der Spitze des Baumes ist, denn zum Vorschein kommt ein gigantisches Baumhaus über welchem sich erst die Baumkrone Befindet. So ist dieses für Leute, die nicht von seiner Existenz wissen unauffindbar. Da hat sich jemand echt Mühe gemacht, da es weder von unten noch von ober zu sehen ist.
Staunend klettert Kenta in das Baumhaus, welches diesem Wort eine ganz neue Bedeutung gibt. Kenta hat noch nie zuvor etwas gesehen, dass mit dieser hölzerne Unterkunft zu vergleichen wäre. Schnell fällt ihm ein weiteres Baumhaus auf, welches mit dem ersteren durch eine Hängebrücke verbunden ist.
Mittels einer Luke im Boden der außergewöhnlichen Unterkunft, gelangt Kenta ins Innere, wo Ryuga schon auf ihn wartet.
Die Fläche des Hauses beträgt rund 20 Quadratmeter. Darin befinden sich einige, wahrscheinlich selbstgemachte Möbel: ein Bett, ein Schrank, zwei Hocker und ein Tisch um den Baumstamm herum welcher das Zentrum bildet. Darauf liegen einerseits einige Werkzeuge, die für Reparaturarbeiten an Beys gebraucht werden und andererseits Bücher und Schreibmaterialien. Klaraweise gibt es jedoch weder Strom noch Fließwasser. Jetzt wird Kenta auch klar weshalb Ryuga so viel Wasser mitgenommen hat.
Der Dragon Emperor beginnt gerade damit, seinen Rucksack auszupacken, als Kenta staunend fragt: „Hast du das alles hier selber gebaut?“ Denn der Jüngere kann es einfach nicht glauben. Wie kommt man allein nur auf die Idee im Nirgendwo zwei Baumhäuser zu errichten?
„Nein, mein Bruder hat mir damals geholfen. Das andere Baumhaus gehört ihm. Halte dich von dem Fern", kommt es von Ryuga.
Zu gerne hätte Kenta nach seiner Familie gefragt oder weshalb er das andere Gebäude nicht betreten darf, doch er weiß, dass der Weißhaarige ihm mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts darüber erzählen würde, weshalb es Kenta gleich lässt. Wenn es wichtig wäre, hätte Ryuga schon davon erzählt.
„Leg dich hin“, befiehlt Ryuga, welcher sich zum Tisch begibt auf den er LDrago und Sagittario legt. Kentas Bey hat der Ältere schon seitdem sie unterwegs sind, denn solange der Deal gilt, darf er unter anderem frei darüber entscheiden, was mit Sagittario geschieht.
Während Kenta in Ryugas Bett, bestehend aus mehreren unterschiedlich dicken Decken und einem Kopfpolster, liegt, arbeitet der Dragon Emperor nun an seinem eigenen Bey. Diesen hat Ryuga unterwegs gelegentlich benützt um beispielsweise Felsen aus dem Weg zu schaffen. Kenta hat diese Aufgabe mit seinem Bey bereits einmal bekommen, war jedoch weniger erfolgreich. Möglicherweise, weil ihm die Kraft fehlt um Sagittario stark genug spinnen zu lassen. Selbst als der Jüngere einmal in der Lage war einen Felsen zu zertrümmern, hatte darauf sein Bey keinen Spinn mehr. Aber das wird sich schon noch ändern. In dem Punkt ist sich vor allem Ryuga sicher, denn er kann keinen Schwächling an seiner Seite gebrauchen.

Als Kenta erwacht, setzt er sich im Bett auf und erblickt sogleich Ryuga, der auf einem seiner Hocker sitzt und den Kopf auf seinem linken Arm am Tisch liegen hat. In seiner lechten Hand, die am Tisch liegt, hält er LDrago. Zuerst kann es der Jüngere nicht wirklich glauben, aber Ryuga schläft! Dieser Anblick ist für Kenta höchst ungewöhnlich, denn er hat den Dragon Emperor bisher kaum schlafen gesehen. Ruhig und regelmäßig heben und senken sich die Schultern des Weißhaarigen. Würde er dies nicht tun, hätte Kenta fast befürchtet, dass er tot ist, da er keinerlei Geräusche von sich gibt.
Plötzlich meldet sich mit einem lauten knurren Kentas Magen, der davon erschrickt und fast schon ängstlich überprüft, ob er Ryuga eh nicht aufgeweckt hat. Zu seiner Erleichterung, sind die Augen des Dragon Emperors weiterhin geschlossen. Wie lange Ryuga wohl in den letzten Tagen geschlafen hat? Viel kann es nicht gewesen sein.
Hätte Kenta nicht nur so großen Hunger...  Unten gibt es bestimmt Sträucher mit Beeren. Aber dafür müsste er ohne Ryugas Erlaubnis diesen Ort verlassen. Eigentlich bricht dies ihre Vereinbarung nicht wirklich. Trotzdem hat Kenta bei dem Gedanken ein schlechtes Gefühl. Dabei fällt sein Blick auf Sagittario, der etwa 20 Zentimeter von Ryugas Kopf entfernt liegt. „Nein, ich darf das nicht. Ryuga würde sicher verdammt sauer werden. Ich muss noch warten, bis er aufwacht“, denkt sich Kenta, was von seinem Magen mit einem erneuten Knurren kommentiert wird. Der Junge beißt die Zähne zusammen und verzieht dabei sein Gesicht. Dabei hält er sich mit beiden Händen den Bauch, als könne er so verhindern, dass er weitere Geräusche von sich gibt. Mit mühe versucht er nur vernünftig zu bleiben. „Komm schon. Es wird sicher nicht mehr lange dauern. Wenn du das jetzt macht, wirst du es sicher bereuen“, ruft er sich ins Gedächtnis. Aber die Bemühungen bleiben vergeben. Erneut ertappt sich Kenta dabei, wie er kurz zu seinem Bey blickt. Er weiß genau, dass es unklug wäre ohne einen Bey aus dem Baumhaus zu gehen. Schließlich weiß man nie was geschehen könnte. Vor allem, weil dieser Wald für Kenta ein unbekanntes Gebiet darstellt. Ob es hier wohl wilde Tiere gibt?
Für einen kurzen Moment schließt der Grünhaarige seine Augen und lässt sich anschließend zurück in das Bett fallen und um zu überlegen: „Wenn ich zurück bin noch bevor er aufwacht, dann ist doch alles gut oder..? Ryuga würde nichts mitbekommen. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Plan von Erfolg gekrönt ist liegt bei null. Andererseits, Ryuga muss doch auch total erschöpft sein. Also vielleicht stehen meine Chancen dadurch besser. Was würde er wohl machen, wenn er davon Wind bekommt oder bereits von dem Geräusch meiner Schritte auf dem hölzernen Boden aufwacht?“ Nach ein paar Minuten der Zweifel und Unentschlossenheit, wagt es Kenta vorsichtig Aufzustehen. Leise tritt der Junge ein paar Schritt an den Tisch heran. Sagittario mitnehmen oder nicht? Als sich Kenta dies überlegt, erinnert er sich zurück an den Abend als er versuchen wollte mithilfe seines Beys von Ryuga etwas zu Essen zu stehlen. Doch der Dragon Emperor ist durch das Geräusch des in ddn Launcher einrastenden Beys aufgewacht.
Ob es wohl reicht Sagittario in die Hand zu nehmen, um ihn zu wecken?
Langsam und vorsichtig streckt Kenta seine Hand nach Sagittario aus wobei er abwechselnd zu seinem Bey und Ryuga blickt. Dabei ist er besonders daran bedacht keinerlei, vom Bey ausgehende Geräusche zu erzeugen. Behutsam nimmt er Sagittario in die Hand und begibt sich zur Luke, dabei lässt er Ryuga nicht aus den Augen. Aber selbst nachdem Kenta seinen Bey in seine Beytasche gesteckt hat, zeigt der Dragon Emperor keine Regung, die darauf hindeuten könnte, dass er aufwacht.
„Gut, jetzt einfach nur schnell runter, etwas essen und wieder hoch. Vielleicht hätte ich irgendeine Nachricht hinterlassen sollen. Oder Sagittario... Nein, ich kann doch nicht ohne ihn gehen. Wenn Ryuga mein Verschwinden bemerkt, dann bin ich sowas von tot“, beginnt Kenta zu bedenken, während er seinen Bey in die dafür vorgesehene Tasche gibt und damit beginnt an den Ästen entlang zu klettert. Jetzt ist es sowieso schon zu spät um sich anders zu entscheiden.
Ziemlich schnell, landet der Grünhaarige mit den Füßen auf festem Boden. Jetzt gilt es irgendetwas Nahrhaftes zu finden. Kurzerhand geht Kenta einfach davon aus, dass Ryuga das Baumhaus hier errichtet hat, weil es an dieser Stelle viel zu essen gibt.
Tatsächlich findet Kenta schnell in der Nähe einen Himbeerstrauch, von dessen Standort aus mehrere Apfelbäume zu sehen sind, die nahe einer Lichtung stehen durch welche sich ein Fluss schlängelt. Die Fläche neben dem Wasser ist eher Sandig, was irgendwie komisch in dieser Umgebung wirkt, da es viel zu perfekt aussieht. Fast wie eine Bilderbuchlandschaft. Nur, dass das Wetter bei all dem nicht so ganz mitspielt. Der Himmel ist von dunklen Wolken übersehen.
Als wäre Kenta am Verhungern, schlingt er sofort einige Himbeeren hinunter, bevor er zu den Apfelbäumen rennt, auf den erstbesten hochklettert und sich ein großes rotes Stück Obst holt. Darauf setzt er sich auf einen Ast, lässt die Beine hinunterbaumeln und beißt zufrieden einen großen Bissen vom Apfel ab. Dabei lauscht er dem plätschernden Wasser des Flusses, der nur wenige Meter von ihm entfernt ist, bis er plötzlich eine Stimme in seiner Nähe ausmacht: „Fremde sind hier echt selten. Hast du dich vielleicht verlaufen?“
Verwirrt blickt sich Kenta um, bis er eine Person diagonal hinter sich ausmacht. Erschrocken zuckt er zusammen, verliert das Gleichgewicht und fällt plump, Rücken voran vom Ast. Der Grünhaarige Stöhnt auf. Er musste ja genau das Gras verfehlen und auf diesem Sandigen oder - wo er es sich nochmal recht überlegt, - eigentlich steinigen Untergrund landen. Während der Grünhaarige kurz das Gesicht vor Schmerz verzieht, nähert sich der Fremde belustigt.
Etwas unbeholfen richtet sich Kenta verwirrt auf und Klopft sich anschließend den Staub aus seiner Hose. Er hat sich also doch nicht in seiner Wahrnehmung geirrt. Dieser Typ sieht Ryuga wirklich ähnlich, weshalb er im ersten Moment dachte der Dragon Emperor wäre hier. Die Person, welche ungefähr in Kentas Alter ist, hat seinen anfänglich erschrockenen Gesichtsausdruck mitbekommen und meint: „Wusste gar nicht, dass ich so furchteinflößend aussehe.“ Kenta beginnt den Jungen zu mustern. Wanderschuhe, blaue Hose, die schon etwas zerfetzt ist. Desweiterem noch ein weißes Shirt sowie eine ärmellose Weste. Das wohl markanteste an ihm sind jedoch seine Haare, welche weiß mit einer roten Strähne sind. Nur ist diese auf seiner rechten Seite und nicht wie bei Ryuga links. Deshalb hat er sie Wahrscheinlich aus dem Augenwinkel heraus verwechselt. Aber vielleicht hängt dies auch mit seiner Müdigkeit zusammen. Verlegen erklärt Kenta: „Du hast mich nur an... einen Freund erinnert.“
„Das scheint aber kein netter zu sein“, erwidert der Fremde lachend, bevor er ernst wird und  meint: „Wie auch immer, du hast hier nichts zu suchen. Also geh! Falls du dich verlaufen hast, das nächste Dorf liegt in der Richtung.“ Dabei zeigt er mit einer Hand hinter sich. Kenta kann oder will - in dem Punkt ist er im Moment unschlüssig - nicht ganz folgen. Doch der Grünhaarige hat keinerlei Lust dazu sich von so jemandem befehligen erteilen zu lassen. Er stellt sich schulterbreit hin und spricht deutlich: „Und, wenn ich mich weigere?“
„Dann werde ich dir wohl Manieren beibringen müssen!“, entgegnet der Gleichaltrige. Blitzartig zieht er darauf seinen Bey und schießt ihn ab. Aus Reflex tut es ihm Kenta gleich.
Erst danach beginnt der Grünhaarige die Lage zu realisieren. Er muss kurzen Prozess machen, um wieder zurück zum Baumhaus gelangen zu können. Wie lange Kenta wohl schon weg ist? 20? 30 Minuten? Das kann er wirklich nicht abschätzen. Doch noch bevor sich der Grünhaarige weiter darüber den Kopf zerbrechen kann, treffen die Beys aufeinander und werfen damit Kenta schlagartig aus seinen Gedanken.

Nachdem Gingka mit der Rettung in das Spital gefahren ist, schicken ihn die Leute von dort auch schon nach Hause, wo er zuerst einmal Madoka informiert, da er einfach mit irgendjemandem darüber sprechen musste. Nun wollen sie sich am nächsten Morgen im Krankenhaus treffen um zu sehen wie es Tsubasa geht.
Der Nachmittag zieht sich zwar sehr für Gingka, aber nachdem er beschlossen hat in den Beypark zu gehen, verfliegt die Zeit wie im nu.
Am folgenden Tag ist der Rothaarige zuerst im Krankenhaus. Er informiert sich so gut wie möglich über seinen Freund und wartet anschließend vor Tsubasas Zimmer.
„Wie geht es ihm?“, fragt Madoka besorgt, als sie ankommt.
„Der Arzt vorhin meinte, er brauche noch etwas Ruhe, würde aber bald entlassen werden“, erklärt Gingka.
„Dann ist ja alles halb so wild“, findet die Frau beruhigt und will wissen: „Ist Tsubasa schon wieder wach?“
„Keine Ahnung. Aber ich nehme es an.“
In dem Moment geht gerade – ein für Gingka und Madoka fremder - Mann in das Zimmer in dem Tsubasa liegt. Etwas verwirrt blickt der Rothaarige dem rund 30 jährigen hinterher. Er trägt eher formelle Kleidung, hat eine Brille und kurze schwarze Haare.
„Wer ist das?“, spricht Madoka Gingkas Frage aus.
„Ich hab den noch nie gesehen. Aber es wird wohl schon einen Grund geben weshalb der Reingegangen ist“, antwortet der Blader.
„Glaubst du, dass wir auch bald zu Tsubasa dürfen? Soll ich nachfragen?“
„Das ist nicht notwendig. Mir hat ein Arzt vorhin gesagt, dass er mir Bescheid gibt, wenn ich zu Tsubasa darf.“

Währenddessen

Tsubasa ist seit rund zehn Minuten wieder wach. Er hat zwar Fieber und leichte Kopfschmerzen aber sonst kann er über nichts klagen. Seine Arme sind desinfiziert und angenehm verbunden.
Er liegt in einem weichen Krankenbett und lauscht dem, draußen in Strömen fließenden Regen.
Die Tür öffnet sich und als Tsubasa die Person erkennt, verdreht er genervt die Augen.
„Hat dich Rio geschickt?“, will der Adlerblader genervt wissen.
„Ja, er hat mich angerufen“, kommt die ehrliche Antwort, welche gekonnt die Unzufriedenheit in der gestellten Frage ignoriert.
„Das wäre nicht nötig gewesen. Ich komm doch eh schon wie vereinbart jede Woche.“
„Aber wir hatten auch vereinbart, dass du mich anrufst, wenn es dir nicht gut geht. Also, was ist passiert?“