School is a place where...

GeschichteFreundschaft / P12
Gingka Hagane Kenta Yumiya Kyoya Tategami OC (Own Character) Ryuga
19.05.2018
15.06.2019
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Heute geht der Ersatzlehrer zur Abwechslung von Arena zu Arena - ganz anders als beim Letzten mal - und beobachtet die Kämpfe.
Doch da die Schüler heute eine ungerade Anzahl sind, muss immer eine Person - wenn auch nicht lange - aussetzen.
Als Masamune diese Rolle trifft, beschließt er diesen Lehrer zu Rede zu stellen, denn niemand der EB Klassler weiß wirklich etwas über diesen Mann.
„Hey! Sie!“, beginnt Masamune das Gespräch, nachdem er sich von hinten an den Lehrer heranbegeben hat. Der Ältere dreht sich verwirrt um und fragt gelangweilt: „Was willst du denn? Ich dachte du willst keine Tipps mehr von mir.“ „Darum geht es auch nicht.“ Versichert der Schüler kopfschüttelnd und erklärt: „Ich finde es einfach nur total unhöflich von Ihnen, dass Sie sich nicht einmal vorgestellt haben und meine letzte Frage nicht beantwortet haben!“, bringt des der Schüler auf den Punkt. „Ach ist das so?“, fragt sein Gegenüber desinteressiert, worauf Masamune mit Nachdruck meint: „Ja! Sie schulden uns definitiv Antworten!“ „Also…, wenn es dir so wichtig ist, sage ich dir doch gerne, dass ich eigentlich Fremdsprachenlehrer bin aber weil das in dieser Schule nicht so gebraucht wird, springe ich immer für die Lehrer ein, die gerade verhindert sind und ich blade manchmal in meiner Freizeit.“
„Was für Sprachen können Sie denn?“
„Das Erste war gelogen. Ich mag keine Fremdsprachen.“
„Was zum Teufel unterrichten Sie dann?! Haben Sie überhaupt irgendein Fachgebiet?!“, fragt Masamune nun äußerst gereizt, was den Lehrer aber nicht beeindruckt. Er verzieht nicht einmal die Mine und spricht müde: „Könntest du bitte etwas leiser sein. Ich bekomme ja noch Kopfschmerzen davon.“ Und kehrt seinem Gesprächspartner den Rücken zu, während er mit der linken Hand auf seinen Kopf greift und mit der anderen deutet, das Masamune gehen soll. „Haun' Sie jetzt schon wieder ab?!“, ruft der Schüler aufgebracht hinterher. Der Lehrer dessen Name scheinbar weiterhin unbekannt bleiben würde, dreht lediglich seinen Kopf etwas zu dem Jüngeren zurück und erklärt: „Ich will dich nur nicht von denem nächsten Kampf abhalten. Außerdem hat Sasaki gemeint, dass ich für ihn noch Notizen über euch machen soll, damit er, sobald er wieder hier ist, euch gut unterrichten kann und bisher hab ich… noch nicht viel geschrieben...“ „Und was haben Sie dann die letzte Stunde gemacht?“, will Masamune dem Mann auf den Zahn fühlen.
„Das geht dich nichts an und jetzt geh wieder kämpfen“, und schon macht sich der Lehrer aus dem Staub und lässt den Schüler erneut einfach stehen.


In einem Canyon:
Der Wind pfeift und ist zugleich der unverkennbare Bote des aufkommenden Sturmes.
„Noch einmal!“ befiehlt Ryuga. Ohne zu zögern nickt Kenta und zieht seinen Launcher, spannt Sagittario in diesen ein und stellt sich schulterbreit hin, um einen sicheren Stand zu bekommen. Sein Körper ist von dem vielen Training bereits stark mitgenommen. Ruhig stehen zu bleiben bereitet ihm schon große Schwierigkeiten, denn seine Beine zittern vor Anstrengung, genauso wie seine Arme. Trotzdem ist Kenta fest entschlossen bei der Sache. Obwohl ständig harte Sandkörner gehen sein Gesicht schießen. Durch den immer Stärkeren Wind fühlt sich dies immer schmerzhafter an. Besonders auch an Kentas Beinen und Armen, die noch nicht ganz verheilt sind. Die Sicht wird ebenfalls immer schlechter. Doch der Grünhaarige kann noch klar die Konturen von Ryuga erkennen, der etwas abseits steht. Die Arme hat der Dragon Emperor vor der Brust verschränkt. Mit einem strengen Blick mustert er jede Bewegung des Jüngeren. Normalerweise würde Kenta diesem Blick nicht standhalten können. Doch jetzt würde er sich von nichts einschüchtern oder runter machen lassen. Mit einem entschlossenen und sogleich von Schmerz erfüllten Aufschrei, schießt er den Bey ab.

Zurück im Unterricht:
Als sich der Vormittagsunterricht dem Ende nähert will Masamune noch ein letztes Mal versuchen etwas über den Lehrer zu erfahren.
Als sich nun die Klasse samt dieses unbekannten Professors beim Ausgang versammelt, tritt Masamune hervor und fragt so, dass es jeder im Raum hören kann: „Könnten Sie uns vielleicht jetzt mal ihren Namen sagen?“ Damit will er durch die Anwesenheit der vielen anderen mehr Druck auf den Lehrer ausüben und somit ihn zu einer Antwort zwingen. Yu geht aber zuerst noch darauf ein: „Stimmt. Sie haben uns noch nichts über sich erzählt.“
„Da gibt es auch nicht vieles zu sagen und ich kann meinen Namen nicht ausstehen. Also nennt mich einfach irgendwie. Ist mir egal“, meint der Lehrer und geht dabei mit allen Schülern aus der Halle hinaus um die Außentür anschließend wieder zu versperren.
„Und wie werden Sie von Anderen normalerweise genannt?“, will Masamunt endlich wissen. „Unterschiedlich“, nuschelt der Professor lapidar. Anschließend ertönt die Schulglocken und schon ist der Namenlose wieder verschwunden.
So wendet sich Masamune seinen Klassenkollegen zu und merkt an: „Findet ihr es nicht auch merkwürdig, dass wir den Typ schon das zweite Mal hatten und noch immer nichts wissen?“ Doch dies scheint den Großteil der Anwesenden momentan nicht zu interessieren. Nur Madlka meint: „Wahrscheinlich will er einfach nicht darüber reden und nächste Woche haben wir möglicherweise schon unseren richtigen Lehrer. Hach... ich bin schon so gespannt auf seinen Bey! Der muss doch extrem stark sein." Noch während die Frau redet, entfernen sich immer mehr der EB-Klassler, da Madoka nun beginnt über Beys zu schwärmen und darüber zu spekulieren, was sie noch alles über Bladetheorie hoffentlich lernen würden.

Das Wochenende beginnt und von Kenta und Ryuga hat niemand etwas gehört. Der Grünhaarige reagiert auch nicht auf Anrufe oder ähnliches. Von Ryuga wissen sie nicht einmal ob er ein Handy besitzt geschweige denn seine Nummer, wenn er eines hätte. Deshalb haben Gingka und Madoka beschlossen sich auf den Weg zu Kenta nach Hause zu machen, wobei klarerweise nur herauskommt, dass der Junge nicht dort ist. Aber ein Versuch war es ihnen wert.
„Wo wohnt eigentlich Ryuga?“, überlegt Madoka am Rückweg. „Ich weiß es nicht, aber denke, dass er keine Wohnung oder so hat, da er ja immer unterwegs ist“, meint Gingka.
„Du meinst er schläft immer im Freien?“
„Ja, zumindest würde ich es ihm zutrauen. Vor allem, wenn man daran denkt, was Kenta von damals, als er Ryuga überreden wollte uns mit seiner Kraft zu unterstützen, erzählt hat.“  
„Stimmt, das hatte ich schon fast vergessen. Da ist Kenta auch einfach gegangen. Aber er hätte uns diesmal auch etwas davor sagen können.“
„Ich denke nicht dass die beiden Ereignisse viel miteinander zu tun haben. Schließlich ist Kentas Beweggrund nun etwas Anderes. Aber was ist es nur?“, grübelt Gingka.
Diese Frage würde er sich wohl noch längere Zeit stellen.


Ein Schwindelgefühl, trotz der liegenden Positionen, so als würde die Erde wie auf hoher See hin und her schwanken. Stille, die von keuchendem Reizhusten in unregelmäßigen Abständen unterbrochen wird.
Das Licht ist so hell. Viel zu hell. Diese verfluchte Sonne. Kenta ist am Ende seiner Kräfte angekommen und hat es ganz klar übertrieben. Aber er will noch nicht aufgeben. Der Junge ruft sich ständig ins Gedächtnis, dass er jetzt weiter machen muss. Aufgeben ist keine Option. Gequält öffnet Kenta seine Augen. Alles ist verschwommen. Erst nach mehrfachem Blinzeln kann er ein scharfes Bild sehen. Er liegt auf einer weiten weichen Wiese. Vereinzelte Bäume sind in seinem Sichtfeld zu sehen und Ryuga. Der Ältere ist mit Sagittarios Reparatur beschäftigt. LDrago, den Kenta fast übersehen hätte, liegt im Gras neben dem Dragon Emperor.
Gerade will der Grünhaarige versuchen sich aufzusetzen, als Ryuga, ohne von Gagittario aufzusehen knurrend befielt: „Bleib liegen!“ Ertappt, zuckt der Jüngere erschrocken zusammen, da er mit dieser Reaktion nicht gerechnet hat. Durch diesen Tonfall ist eindeutig klar, dass eine Diskussion nicht in Frage kommt. Ohne nachzudenken gehorcht Kenta. Ryugas Entscheidungen werden nicht in Frage gestellt.
Plötzlich muss der Grünhaarige daran zurückdenken, als er vergeblich versucht hat den Dragon Emperor von seiner Entscheidung Nemesis alleine gegenüberzuträten abzuhalten. Ein versuch ist es eindeutig wert gewesen und Kenta weiß, dass er dies – im Fall eines Falles - wieder machen würde.
Kraftlos verbannt er - so gut wie möglich - jegliche Anspannung aus seinem Körper und lässt seine Augen zufallen. Noch ein bisschen schlafen. Ja das braucht er eigentlich wirklich. Kenta hätte nicht so weit gehen sollen, doch es hat sich definitiv gelohnt und er bereut die Vereinbarung mit Ryuga keineswegs. Ja, er ist bei klarem Verstand und bewusst, wie gering das was er bekommt, im Vergleich zu dem, was er opfern muss erscheint. Doch in seinem tiefsten inneren, ist sich Kenta sicher: Er würde für immer zu seiner Entscheidung stehen. Es war eine gute Wahl. Allein dafür, um Ryuga zu beweisen, dass er sich in Kenta getäuscht hat und die Chance zu bekommen sich seinen Respekt zu erarbeiten. Auch, wenn der Jüngere seine Freunde dafür stehen lassen muss. Ryuga ist schlicht und einfach der einzige, der wirklich etwas von der dunklen Kraft versteht.
Vielleicht bildet es sich Kenta nur ein aber irgendwie hat er das Gefühl, die dunkle Kraft in ihm gehöre einfach zu Ryuga. Woran dies genau liegt, würde der Jüngere zu gerne wissen. Aber auch, wie es überhaupt dazu gekommen ist, dass die dunkle Kraft in ihm ausgerechnet jetzt erwachen musste. Jedoch hat der Grünhaarige bisher noch keine günstige Gelegenheit gefunden um mit dem Dragon Emperor darüber zu reden. Aber dies würde er noch. Vor allem, da diese Angelegenheit ganz im Interesse von Ryugas liegt.