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Zwischen Wolf und Hirsch

GeschichteAbenteuer, Thriller / P18 / MaleSlash
Buck Jacob Seed
17.05.2018
01.05.2019
23
36.131
9
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8 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
17.05.2018 1.092
 
Olá ... Gesichtslose Masse ♡

Na, habt ihr mich vermisst? :D
Bestimmt habt ihr~ Ist auch eine Weile her, dass ich in diesem Fandom etwas hochgeladen habe... könnte daran liegen, dass ich sehr beschäftigt damit bin, an den Manuskripten zu meinen Romanen zu werkeln ;) Trotzdem Hab ich es geschafft, dank Far Cry 5 und dem guten Jacob eine neue Muse für eine FanFiktion zu finden... er hat den Buck in mir getriggerd - zurecht. Ich denke ich kann euch willkommen heißen, zu einem neuen "Crackpair" im Far Cry Universum? Jacob und Buck. Hach, da wird mir gleich ganz warm ums Herz. But without further ado - Wohl bekomm's!

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Fremdes Terrain


Verfluchte Scheiße, ging es Bambi durch den Kopf während er durch die Waldpfade von Hope Country streifte. Wieso zum Teufel hat sich dieser seelenlose Bastard in dieses Sektenverseuchte Kaff verzogen?
Das wäre wohl eine der ersten Fragen die er Collin stellen würde - ob vor oder nach der Folter, darüber war der Australier sich noch nicht im Klaren.

Seit der Sache auf Rook Island - mit Jason, Vaas, Citra und Hoyt - waren nun mehr sechs Jahre ins Land gezogen. Hätten die Inselbewohner ihn damals nicht halb verblutet am Boden seines Kellers gefunden und versorgt, wäre er sicherlich nicht hier. In Thailand hatte man ihn wieder zusmmengeflickt und nach dem er erfolglos versucht hatte, Hoyt ausfindig zu machen, wurde ihm klar, dass sein ehemaliger Arbeitgeber den Löffel abgegeben hatte. Traurig - er hatte ihn geschätzt. Als Boss. Als Menschen. Auch an einem Psychopathen wie Buck gingen zehn Jahre Dienst nicht spurlos vorbei. Lag vermutlich eher daran, dass er mehr Freiheiten als Söldner genossen hatte, als der Rest. Dass er mehr Privilegien gehabt hatte. Auf Rook war das von Vorteil gewesen - der Spitzenkandidat zu sein. Aber hier, hier im verschissenen Amerika, wo er das erste mal Fuß aufs Land setzte um eine alte Rechnung zu begleichen und sich für einen Verrat zu rächen, der nun schon fast dreißig Jahre zurück lag - war das alles nur noch einen Scheißdreck wert. Hier war er wieder auf sich gestellt, als brotloser Söldner, der sich hier und da mit einem Auftrag über Wasser hielt. Wie in der Zeit vor Hoyt. Da konnte man sich glatt nach der schwülen Hitze der Tropen sehnen. Der Blechhütte am Stadtrand von Bad Town. Tatsächlich, Bambi wurde ein wenig melancholisch. Das waren gute Zeiten gewesen.

Die kleinen, flachen Steine unter seinen Sohlen knirschten und gruben sich tief in den Erdboden - dass er ausgerechnet in Montana gelandet war lag nur an einer einzigen Person. Redhead-seelenlos-Collin - es hatte Jahre gedauert, diesen verräterischen Bastard ausfindig zu machen. Der beschissene Daywalker hatte gut daran getan, sich zu verstecken - doch es hatte ausgereicht, einmal nicht vorsichtig genug zu sein. Es hatte ausgereicht, um einem von Bucks Informanten Anlass zu geben, sich bei ihm zu melden. Und jetzt war er in diesem Sekten-Kaff um sich dafür zu rächen, was vor drei Jahrzehnten geschehen war. Dass Collin ihn verpfiffen hatte, wegen der Sache an Sunny. Ganz im Gegensatz zu den anderen. Eric, beispielsweise - er hatte dicht gehalten... Gott, zu gern wüsste Buck wie es um den Glatzköpfigen Bastard stand. Oder Hector... Vielleicht hatte er nicht lügen können, aber er hatte zu ihm gestanden. Wie es in der Australian-fucking-Army ein ungeschriebenes Gesetz war. Eine Einheit sollte doch zusammenhalten - Collin hatte sich dagegen entschieden. Rothaariger, seelenloser Hurensohn. Er trug die Schuld - er war sein Sündenbock. Sündenbock für die Tatsache, dass Buck und Hector aus Australien geflüchtet waren. Dass sie ein leben als rastlose Söldner begonnen hatten. Dass Hector bei der Scheiße draufgegangen war. Ja, immer wieder kam er auf Hector. Bambi redete sich selbst ein, dass er wegen ihm hier war. Dass er ihn rächen wollte. Er - der ihm als einziger ein wahrer Kamerad gewesen war. Seinen Tod.

Schüsse rissen Buck aus den Gedanken. In sofortiger Alarmbereitschaft legte der die eine Hand an sein Jagdmesser, die andere an die Glock 17. Sein Schritt - schneller und doch schleichender Natur - war ein Produkt seiner Jahrenlangen Arbeit als Söldner und Auftragsmörder. Auch wenn er nicht mit diesem Terrain vertraut war, war er sich sicher, dass er sich geschickt genug bewegen konnte, um so wenig wie möglich Aufmerksamkeit zu erregen. Bedacht nährte er sich der Geräuschquelle, zog die Handfeuerwaffe aus dem Holster. In sicherer Entfernung hielt er inne und beobachtete das Geschehen. Irgend ein paar kranke Kultisten waren grade dabei einige augenscheinlich harmlose Bürger zu knechten. Nichts, dass Buck per se interessierte. Aber es schadete nicht, sich ein Bild von diesen kranken Bastarden zu machen.
"Verfluchte Seppos", keuchte er heiser und beäugte die in weiß gekleideten Freaks. Für ihn sahen ein paar von ihnen aus, als sein sie grade frisch aus der Klapse ausgebrochen mit dem komischen Mundschutz.
So auf das Geschehen fixiert merkte er erst viel zuspät, wie sich von hinten jemand an ihn schlich. Ein knackender Ast war es gewesen, der Buck plötzlich den Kopf drehen ließ. Der Typ hatte bereits ein Seil zwischen seinen Händen gespannt, um ihn zur Bewusstlosigkeit zu drosseln. Der Tatsache zum Trotz, dass er fast 50 war - Bambi konnte schnell reagieren, wenn es drauf ankam. Es reichte, um dem Typen eine Kugel durch den Hals zu jagen, wohlwissend, dass er so auch die Aufmerksamkeit der anderen auf sich ziehen würde. Er sah zurück - sie starrten ihn an, dann der Befehl zum Schießen.
"Verfickte scheiße", knurrte der Australier ganz in seiner Landesmanier und zog sich hinter einen Baum zurück - sollten sie nur kommen.

Dumm nur, dass er sich dieses Szenario einfacher vorgestellt hatte, als es sich rausstellte. Schüsse pfiffen an ihm vorbei, streiften den Stamm des Baumes und ihn um ein Haar ebenfalls. Nur kurz kam er aus der Deckung, um möglichst genau mit der Glock den Schützen außer Gefecht zu setzen. Zwei Kugeln hatte es gebraucht - nicht mitzurechnen, wie viele er für diese Freaks verschwendet hatte. Sie hielten mehr aus, als gedacht. Noch dazu erhob sich einer von ihnen wieder, nachdem Buck sicher gewesen war, er hätte ihn ausgeschaltet. Die sind hartnäckiger als ein Rudel tollwütige Dingos, kam es ihm in den Sinn und siebte weitere Kugeln durch den andrenalin-gesteuerten Körper. Zu spät, um zu bemerken, wie ein weiterer Trupp Kultisten sich dazugesellt hatte um ihm mit einem gezielten Schlag ihrer AK an den Hinterkopf das Lichtlein auszupusten. Alles was Buck spürte, war der punktuelle Schmerz, bevor ihm Schwarz vor Augen wurde. Den dumpfen Aufprall auf den erdigen Boden hatte er noch vage mitbekommen. Die Stimmen die sagten: 'Bringt ihn zu Jacob.'

Dann verlor er das Bewusstsein...
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