Pretty Little Endings

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 Slash
Alison DiLaurentis Mona Vanderwaal OC (Own Character) Spencer Hastings Toby Cavanaugh
15.05.2018
22.07.2019
13
16972
5
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
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Hallo ihr Lieben,

hier ist eine neue FF für euch und ich hoffe sie gefällt euch. Ich saß schon lange daran und habe mich auch schon ungeduldig gefragt, wann ich sie endlich hochladen werde.
Wie bereits in der Kurzbeschreibung erwähnt, schreibe ich eine Fortsetzung für die Serie Pretty Little Liars nach der 7. Staffel.
Das Ende hat mir schon sehr gefallen, aber ich finde, dass man nie genug kriegen kann.

Ich weiß, dass meine FF niemals so spannend werden wird, wie die Serie oder das Buch, aber ich hoffe, dass ich trotzdem das Interesse von einigen von euch wecken kann.
Ihr werdet auf viele vertraute Charaktere treffen, die jedoch nicht mir gehören. Meine eigenen Charaktere werden auch vorkommen und ich hoffe, dass ich sie gut in Rosewood willkommen heißen kann.

Ich habe vor mich mit dieser FF an etwas Großes zu wagen, aber ich kann nicht versprechen, dass es zu einem guten Ergebnis kommen wird. Wenn es denn überhaupt zu einem Ergebnis kommt ;)
Es kann sein, dass ich mit der Zeit ein paar Dinge ändere, weil ich mir nicht sicher war.

Sollte es noch etwas zu sagen geben, was ich vergessen habe, werde ich es in Zukunft hinzufügen.

So, genug geredet. Ich wünsche euch viel Spaß bei dem ersten Kapitel und ich bin immer offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge!

Liebe Grüße
RedQueen

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Kreischende Sirenen jeden Tag.
Die übertrieben rosa Blümchentapete jeden Tag.
Eingesperrt jeden Tag.


Alex Drake hatte sich viele Jahre lang daran gewöhnt allein zu sein, doch normalerweise war sie es, die eingesperrt hatte und nicht die eingesperrt wurde.
Sie hatte schon seit langer Zeit aufgehört die Tage zu zählen, die Mona sie und ihre Mutter in dem Puppenhaus gefangen hielt.
Sie konnte auch keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht machen, denn wenn sie aus einem der wenigen Fenstern sah, blickte sie nur wie jedes Mal der bitteren Enttäuschung einer kalten, grauen Mauer entgegen.

Und auch an diesem Tag oder in dieser Nacht sah Alex sich die Steinmauer an.
Das Glas des Fensters das nur wenige Zentimeter von dieser entfernt war, ermöglichte es ihr, ihr Spiegelbild anzustarren.
Das schmale Gesicht, die herzförmigen Lippen und die kastanienbraunen Augen, die wie üblich von ihrem dunklen Haar verdeckt wurden, waren ihr nicht unbekannt.
Sie hatte dieses Gesicht nicht nur im Spiegel gesehen.
Gegenüber hatte sie ihrer Zwillingsschwester gestanden.
Die Schwester die alles bekommen hatte, während sie nicht einmal wusste, wo sie herkam oder wer ihre Familie war.
Alex hatte sich gerächt, doch leider war alles nicht so gekommen, wie sie es sich von Anfang an erhofft hatte.
Sie hatte das Spiel verloren und damit die Chance vertan das zu bekommen, was sie schon immer wollte: Eine Familie.

Alex wagte es nicht sich die wirren Haarsträhnen, die ihr ins Gesicht hingen, hinter die Ohren zu klemmen.
Sie wollte sich nicht sehen und das, was aus ihr geworden war.
Mit einem kurzen Blick auf den Timer neben ihrem Bett, der in leuchtend grüner Schrift anzeigte, wann es soweit war mit dem Tag zu beginnen, stellte sie fest, dass es nicht mehr lange dauern würde bis die tagtäglich kreischenden Sirenen aus den Lautsprechern drangen, um ihr eigentlich zu signalisieren, dass es Zeit zum Aufstehen war.
Mit diesen Sirenen wurde ihr gezeigt, wann eine Aktivität begann und endete.
Das letzte Mal als sie sich vergeblich die Ohren zugehalten hatte, um diesen furchtbaren Lärm etwas zu verdrängen, musste sie schlafen gehen.
Doch sie hatte nicht schlafen können und das war der rotleuchtenden Kamera in der linken Zimmerecke aufgefallen.
Alex hörte es, wenn sie zoomte oder wenn sie von einer Zimmerecke in eine andere sah.
Sie hörte jeden Tag aufs Neue den Timer neben ihr ticken, wenn sie aus ihrem unruhigen, alptraumgeplagten Schlaf erwachte und einfach nur hoffte, dass es vorbei ist.
Geredet hatte sie seit Ewigkeiten nicht mehr, deshalb kam ihr die erdrückende Stille in ihrem perfekt nachgemachten Zimmer auch so laut vor.
Dieses Zimmer hatte nur ein Problem: Es war das Zimmer ihrer Zwillingsschwester in ihrem perfekten Leben.
Zwar hatte sie dieses Zimmer schon oft gesehen und auch mal betreten, doch sie konnte es nicht wirklich das ihre nennen.
Es war falsch hier zu schlafen, aufzuwachen, zu warten und zu existieren.
Alex gehörte nicht hier her. Weder in dieses Zimmer noch in dieses Puppenhaus.

Drei, zwei, eins…

Die kreischenden Sirenen ertönten aus den Lautsprechern in den vier Ecken des Zimmers.
Alex zögerte keine Sekunde und presste ihre Hände auf die Ohren.
Sie war so angespannt und angestrengt, dass man jeden Knochen auf ihrer hellen Haut hervorkommen sah.
So normalerweise jeden Tag aufzuwachen war eine Qual.
Es war noch schlimmer, als mit diesem Geräusch einzuschlafen.

Eine Weile lang gaben die Sirenen keine Ruhe und Alex war bereits auf die Knie gesackt.
Sie konnte es nicht mehr ertragen. Es war genug.

„Hör auf“, schrie sie so laut es ging den Lautsprechern entgegen, doch ihre Stimme erfüllte nicht im geringsten den Zweck, den sie hatte.

Nach einer qualvollen, gefühlten Ewigkeit gaben die Lautsprecher Ruhe und die Stille brannte in Alex’ Ohren wie Feuer.
Sie vernahm nicht einmal das Klicken mit dem die Tür ihres Zimmers aufging.
Doch es war Routine. Jeden Tag.
Langsam stützte sie sich auf ihre Knie um aufzustehen und in Richtung der Tür zu wanken.
Dahinter sah sie nur den dunklen Gang aus Holzwänden und wenigen Lämpchen an der Decke.

„Guten Morgen, meine Süßen“, sagte eine zuckersüße Stimme wie jeden Morgen durch die Lautsprecher.

Alex blieb einen Augenblick in ihrer Tür stehen und erblickte ihre Mutter auf der anderen Seite des Ganges.
Sie hatte wie die Tage zuvor dunkle Augenringe, ihr dunkelrotes Haar war wild zerzaust, wie das ihrer Tochter und sie trug das rosa karierte Puppenkleid, wie schon oft zuvor.
Alex sah nun auch an sich hinunter.
Auch sie hatte ein Kleid an, welches dem einer Puppe sehr ähnelte.
Blau kariert mit einem weißen Unterrock und dunkelblauen High Heels.

„Ihr braucht sicher etwas zwischen die Zähne“, sagte die weibliche Stimme erneut durch die Lautsprecher, „Princess Alex, Princess Mary, richtet eure Haare“

Alex und ihre Mutter standen noch immer wie angewurzelt vor ihren Zimmertüren.
Als hätten sie sich abgesprochen, hoben sie gleichzeitig ihre Hände, um ihre Haare hinter die Ohren zu klemmen und glatt zu streichen.

„Petit-déjeuner*“

Alex und Mary liefen gleichzeitig los und liefen aufeinander zu.
In der Mitte des Ganges gab es einen Seitengang in den sie abbogen.
Sie sagten kein Wort und sahen sich, sofern sich ihre Blicke trafen, nur mit leeren, glasigen Augen an. Der Seitengang führte zu einer weißen Holztür, die offen stand.
Hinter ihr lag ein helles Zimmer, das in verschiedeneren Farben und Mustern tapeziert war.
In der Mitte des Raumes stand ein runder Glastisch auf dem ein französisches Frühstück gedeckt worden war.
Croissants, Baguette und der klassische schwarze Kaffee. Café noir.
Um den Tisch standen zwei weiße Stühle, deren Verzierungen aussahen, wie aus einem Puppenhaus. Alex und Mary nahmen Platz.
Jeder wusste genau, wo er hingehörte und auch was als Nächstes geschah.

„Bon appétit**“, kam die auf den ersten Eindruck freundliche Stimme aus dem Lautsprecher.

Mary griff nach ihrem Kaffee und trank wenige Schlucke, dabei bedacht den kleinen Finger zu spreizen und das Kinn erhoben zu halten.
Alex jedoch blieb kerzengerade mit übereinandergeschlagenen Beinen sitzen und bewegte keinen Muskel.

„Qu'est-ce que tu as donc?***“, fragte die Stimme aus dem Lautsprecher.

Mary warf ihrer Tochter einen kurzen Blick zu, ehe sie sich wieder ihrem Kaffee widmete.

„Ich habe keinen Hunger“, antwortete Alex emotionslos.

Und dann war wieder Stille. Man hörte nur noch, wie Mary ihre Tasse auf dem Untersetzer abstellte.

~~~~~~~


*Frühstück
**Guten Appetit
**Was ist denn mit dir los?

Anmerkung: Wie ihr wahrscheinlich bemerkt habt, sind in diesem (und im nächste Kapitel) französische Sätze. Ich möchte hinzufügen, dass ich kein französisch kann und die Sätze nur mit einem Übersetzer übersetze. Wenn es jemanden gibt, der auf einen Fehler aufmerksam geworden ist oder die korrekte Übersetzung kennt, würde ich mich sehr freuen, wenn er mich kontaktiert und mir hilft, die Fehler zu verbessern.
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