Aus dem Licht ins Feuer - Vanejas Geschichte

von CreaTarik
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
15.05.2018
25.08.2019
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Ich sah mich um: Nur eine Tür gab es noch zwischen ihm und mir. Den Riegel der Tür hinter mir bekam ich nicht mehr auf - das wusste ich.
Mit einem schnellen Sprung war ich vor ihm an der Tür und sprang beinahe hindurch - sie öffnete zum Glück in die richtige Richtung.
Noch ein verdammter dunkler Raum in den ich blind hinein lief.
Etwas Weiches war mein Ende: Es ging nur bis zu meiner Hüfte. Meine Arme hatten es nicht bemerkt und ich überschlug mich beinahe über den Polstern des Sessels.
Alles fiel mit mir um. Berstendes Holz erfüllte den Raum.
Heulend suchte ich eine Fläche zum Aufstehen und fiel beinahe wieder, als ich nur Polster um mich herum fand.
Eine Hand packte meinen Arm. Licht flutete durch die Tür.
"Nein!", kreischte ich und warf mich nach vorne, wodurch ich dem Griff entkam, aber wieder nur auf dem umgefallenen Sessel landete.
"Die kenne ich doch", sagte eine bekannte Stimme von der Tür aus.
Ich wurde erneut gepackt und auf die Beine gezogen. Der ältere Mann hielt mich und ich war mit einem Mal zu perplex um mich zu wehren.
Denn die Stimme der Person in der Tür und mit der Lampe in der Hand war die von Liorik.


Das Licht blendete mich, aber meine Augen gewöhnten sich schnell an das Dämmerlicht, das von der Lampe ausging. Der alte Mann zog mich von dem gefallenen Sessel, sodass ich endlich wieder Boden unter den Füßen hatte.
Wir standen in einem prunkvollen Wohnraum. Um uns herum bildeten schmuckvolle Regale die Wände und enthielten verschiedenste Gegenstände, wie sie auch in den Räumen der von dem Holdenbergs standen. Meist waren es hübsche Angebereien mitgebracht von Fremden aus fernen Gegenden.
Hier könnte es auch Diebesgut sein, dachte ich mir und starrte den Dieb ängstlich an. Er starrte zurück: "Du warst gestern in der Gasse. Aber in einem Kleid", sagte er. Es war tatsächlich der dunkelblonde Liorik, den ich belauscht hatte. Ich machte nur den Mund auf, aber es kam kein Ton heraus. Stattdessen sagte der alte Mann: "Sei nicht albern. Das ist eine Streunerin, die wieder auf die Straße gehört."
Leo, der noch immer in der Tür stand, meinte verwirrt: "Nein. Sieh sie dir doch an. Das feine Gesicht - der Puder." Ich wurde herum gedreht, sodass ich Angesicht zu Angesicht mit dem Mann stand. Er musterte mich kritisch und ich schaute ihn zum ersten Mal richtig an: Er war alt. Sein Haar bestand nur noch aus wenigen, weißen Strähnen, dazwischen glänzt fleckige Kopfhaut. Seine grauen Augenbrauen waren noch dicht und sein Gesicht nur wenig faltig. Und leider waren seine Arme bemerkenswert stark; er drehte mich wieder zu Liorik und erklärte: "Sieht nicht wirklich aus, wie ne Streunerin. Was macht sie hier?" Liorik leitete die Frage an mich weiter: "Was machst du hier?"
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