Aus dem Licht ins Feuer - Vanejas Geschichte

von CreaTarik
GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
15.05.2018
25.08.2019
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Die Nacht war warm und angenehm, wie sie es um diese Jahreszeit zu sein hatte. Ich lief durch die dunklen Gassen und hatte natürlich nur ein Ziel: Das Haus der von Tows. Meine Sehnsüchte lagen in diesem prachtvollen Stadthaus, dessen Besitzer sich nicht um es scherten.
Ich begegnete - wie bei meinem letzten nächtlichen Ausflug - niemandem auf den Straßen. Hier in der Stadt schien es des Nachts endlich einmal ruhig zu werden. Beinahe wie in der Schule, wenn nicht doch ab und zu ein menschliches Geräusch durch die Gassen schallen würde. Gelächter aus einer Kneipe, eine knirschende Tür oder ein Fenster, das gegen die Hauswand schlug.
Ich blendete das alles aus, als ich so durch die Nacht rannte.

Der düstere Schatten ragte vor mir auf und ich wusste nur aus Erfahrung, dass dieses düstere Ungetüm das Haus ist, das ich suchte.
Unvermittelt lief ich in die angrenzende Gasse und zu der Tür. Ich drückte mein Ohr gegen das Holz und hielt den Atem an. Keine Stimmen waren zu hören.
Mein Plan war relativ einfach: Die beiden Diebe konnten ohne Probleme aus dem Haus in den Hinterhof gelangen. Folglich musste es dort eine Haustür geben, die ich nehmen konnte. Ich drückte dir Hoftür langsam auf.
Dahinter lag nur der leere, dunkle Innenhof.
Eine Stimme in meinem Kopf, die mich verrückt nannte, wurde schnell mit Vorfreude überdeckt. Ich huschte in den Hof - oder zumindest stellte ich mir vor, wie ich das tat, während ich mit möglichst leisen und kurzen Schritten hinein stakste.
Tatsächlich malte sich ein dunkler Eingang in die Fassade, die ich einst hinauf geklettert war. Ich setzte meine Hoffnungen in den Griff, den Türhenkel, und drückte ihn.
Ein schnell mit vor den Mund geschlagener Hand unterdrücktes, freudiges Jubeln entfuhr mir. Schnell blickte ich mich um. Keine Reaktion.
Erleichtert zog ich die Tür auf und schlüpfte hinein, sobald der Spalt breit genug war.

Drinnen war es stickig und der fahle, nächtliche Lichtschein von draußen war die einzige Möglichkeit zu sehen. Es reichte gerade einmal um zu erkennen, dass ich in einer Art Festhalle stand. Die Decke war zwar relativ niedrig, aber eine große Tafel füllte die Hälfte des Raumes. Der Tisch war ungedeckt, aber eine Tischdecke lag darauf, als erwartete man Besuch.
Grinsend umrundete ich die Tafel und hielt auf die einzige Tür zu, die der Raum noch hatte.
Ich horchte vorsorglich auch an dieser und spürte wie sich hübsche Schnitzereien in meine Wange drückten. Eine interessante Tür, aber sie kümmerte mich gerade wenig. Geräusche drangen aber auch keine von der anderen Seite.
Also öffnete ich sie und trat in tiefe Schwärze. Mein Atem beschleunigte sich. Ich sah absolut nichts mehr. Trotzdem setzte ich mutig einen Fuß vor und hielt die Luft an.
Ich hörte etwas. Hinter mir. Jemand, der dort ... eine Hand griff nach meiner Schulter und ich sprang entsetzt vorwärts.
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