Trying not to love you

GeschichteDrama, Romanze / P16
Alvin Olinsky Antonio Dawson Erin Lindsay Henry "Hank" Voight Jay Halstead Kim Burgess
15.05.2018
14.06.2019
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Die belebten Straßen New Yorks ziehen an mir vorbei, als ich auf dem Weg von der Arbeit nach Hause bin. Überall sieht man Geschäftsleute in ihren teuren Anzügen und mit Headset im Ohr oder einfache Passanten, die es eilig haben. Alle sind gestresst und jeden Tag ist es das gleiche Spiel. Seit drei Jahren lebe ich nun hier und es fühlt sich immer noch fremd und unwillkommen an. Auch wenn es in Chicago nicht viel besser war, habe ich mich dort immer geborgen und willkommen gefühlt, denn es war mein Zuhause...

Vor meinem Apartment angekommen, suche ich den Schlüssel aus meiner Tasche und schließe die Tür auf, hinter welcher sich eine triste und ungemütliche 2 Zimmer Wohnung offenbart. Genauso wie die Stadt, hat auch die Wohnung keine geborgene und einladende Wirkung auf mich, was vielleicht auch daran liegt, dass teilweise sogar noch halb eingepackte Umzugskartons mein Apartment bewohnen. Obwohl ich mehr als genug Zeit zum auspacken gehabt hätte, kann ich mich einfach nicht dazu bringen alles auszupacken... vielleicht weil es dann wirklich permanent und real ist, dass ich nicht mehr nach Chicago zurück gehe, was ich mir ins Geheime immer noch nicht eingestehen will. Zu viel habe ich in Chicago zurückgelassen und der Gedanke, wirklich nie wieder dorthin zurück zu kehren ist einfach viel zu schmerzhaft für mich.
Seitdem ich vor drei Jahren mein Zuhause verlassen habe, fühle ich mich als wäre ich gefangen in einem endlosen Teufelskreis, denn jeder Tag ist genauso eintönig wie der andere... die Menschen die mich nun umgeben, seien es Kollegen, Nachbarn oder wer auch immer, zu keinem habe ich mehr als nur eine oberflächliche Beziehung aufgebaut... der Job, kommt nicht annähernd an Intelligence dran und obwohl das Angebot damals echt verlockend klang, ist diese Euphorie schon längst verflogen... es fühlt sich an als hätte ich vor drei Jahren mein ganzes Leben weggeworfen und es gibt keine Möglichkeit es wiederzubekommen.

Kaputt und erschöpft lasse ich mich auf die Couch fallen und schalte den Fernseher an. In Gedanken verloren, starre ich auf den Bildschirm, wo ein Nachrichtensprecher gerade von den neusten Katastrophen berichtet. Da nichts von dem mich wirklich interessiert, stehe ich auf und gehe rüber an den Tresen, der meine Küche von meinem Wohnzimmer trennt und mache mir eine Tasse Kaffee. Der Nachrichtensprecher erzählt gerade von einem Amoklauf hier in New York, wodurch er kurz meine Aufmerksamkeit hat, doch kurz darauf bin ich schon wieder in Gedanken.

„Im Gegensatz zu dem Fall hier in New York, der doch ein gutes Ende gefunden hat, kam es heute in Chicago zu einem tragischen Vorfall mit schlimmen Folge...“ erzählt der Nachrichtensprecher weiter. „Ein Nachrichtensprecher des CPDs gab bekannt, dass es sich bei einer der Geiseln um einen Police Officer der Intelligence Unit unter der Leitung von Sergeant Voight handelt.“ reißen mich die Worte des Sprechers plötzlich aus den Gedanken. „Wie hoch die Zahl der Opfer ist, wurde noch nicht bekannt gegeben, doch sicher ist, dass Einige sich noch in kritischem Zustand befinden.“
Eiskalt läuft mir ein Schauer über den Rücken und ich kann kaum noch atmen. Das kann nicht sein. Die müssen sich vertan haben. Unmöglich kann es sich dabei um jemanden aus der Intelligence handeln! Hank hätte mir doch schon längst Bescheid gegeben. Wir schreiben zwar nur noch selten, aber bei sowas würde er mich doch benachrichtigen! Außer... kommt mir ein schlimmer Verdacht. Außer es handelt sich um Hank selbst. Völlig aufgelöst und angsterfüllt wähle ich die erste Nummer, die mir in den Sinn kommt und bete, dass jemand abnimmt.

„Olinsky.“ meldet sich eine tiefe Männerstimme am anderen Ende der Leitung, woraufhin mir fast die Tränen kommen, da mir bis zu diesem Moment nicht bewusst war, wie sehr ich Alvin und alle anderen überhaupt vermisst habe. „Hey Al, hier ist Erin.“ antworte ich einen Moment später und versuche die Tränen zu unterdrücken. „Erin, wow, wie lange ist es her? Wie geht’s dir?“ fragt Alvin. „Bitte sag mir, dass es allen aus der Unit gut geht...“ flehe ich Al regelrecht an ohne ihm auf seine Frage zu antworten. „Al?“ „Kann ich leider nicht, Erin... du hast die Nachrichten gesehen oder?“ „Ja, aber wenn es wahr ist, wieso hat Hank mir nicht geschrieben? Es ist doch nicht etwa Hank oder? Bitte Al, wen meinten die in den Nachrichten?“ frage ich verzweifelt, wobei ich mir nicht einmal sicher bin, ob ich die Antwort überhaupt hören will.
„Nein, Hank geht es gut... aber er wollte nicht, dass irgendjemand dir Bescheid sagt...“ antwortet Alvin zögerlich. Wieso würde Hank das sagen? Er weiß doch wie sehr mir die Unit am Herzen liegt, auch wenn ich sie seit drei Jahren nicht mehr gesehen habe. Nach einer gefühlten Ewigkeit fährt Alvin fort und seine Worte reißen mir regelrecht den Boden unter den Füßen weg und ich kann die Tränen nicht länger aufhalten. „Es ist Jay.“
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