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Then we can take this moment - to celebrate!

von sweetpea
Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
14.05.2018
14.05.2018
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Widmen möchte ich diesen Oneshot BlackSecret1887, die genau wie ich beim Stichwort Lagerfeuer hellhörig geworden ist („zwei Dumme, ein Gedanke“ könnte man jetzt sagen, aber ich bevorzuge den Begriff „Schwarmintelligenz“! *grins*).




Then we can take this moment - to celebrate!

Feucht klebte der Sand unter seinen bloßen Füßen. Mit hochgekrempelten Hosenbeinen, beide Hände tief in den Taschen vergraben, schlenderte Alec gedankenverloren die lang gestreckte Küstenlinie entlang. Den Blick fest gen Horizont gerichtet, beobachtete der Shadowhunter, wie die glutrote Sonne langsam hinter der Skyline New Yorks verschwand und den Himmel in die grellsten Farben hüllte. Tief einatmend blieb er stehen, begrüßte die kühle Brise, die ihm einige Strähnen seines schwarzen Haares ins Gesicht wehte und füllte seine Lungen mit dem reinen, frischen Duft des Meeres, der sich so sehr von der drückenden Luft der Großstadt unterschied.

Während er die Silhouette Manhattans musterte, kam Alec nicht umhin, besorgt die Stirn zu runzeln. Dort, nur wenige Meilen entfernt, drängten sich Millionen von Mundies dicht an dicht durch die überfüllten Straßenzüge, ohne auch nur die geringste Ahnung von der Gefahr zu haben, in welcher sie schwebten. Zwar waren die mehrere Dutzend Dämonen weiterhin von dem Radar des Instituts verschwunden, dennoch war sich der Shadowhunter ziemlich sicher, dass sie immer noch irgendwo lauerten, bereit jederzeit anzugreifen.

Das Geräusch von sich nähernden Schritten riss Alec aus seinen trüben Gedanken. Ein leises Lächeln stahl sich auf sein Gesicht, als er spürte, wie sich zwei schlanke Arme von hinten um seine Taille legten und ihm ein sanfter Kuss in den Nacken gedrückt wurde. Einige Sekunden genoss er das kribbelnde Gefühl, das sich in seinem gesamten Körper ausbreitete, ehe er sich vorsichtig umdrehte, um seinem Hexenmeister ins Gesicht sehen zu können.

Automatisch beschleunigte sich sein Herzschlag, als Magnus´ Finger von seinem Rücken über die Seiten zu seiner Brust wanderten, um sich schließlich in dem Shirt des Shadowhunters zu verhaken und dessen Kopf zu sich hinunter zu ziehen. Das Gefühl der seidigen Lippen auf seinen ließ Alecs Knie weich werden und brachte die Schmetterlinge in seinem Bauch dazu, verrückt zu spielen. Beim Erzengel, wie sehr hatte er das vermisst! Begierig schlang er seine Arme um Magnus´ Hüften, zog ihn noch etwas näher zu sich heran und erwiderte den hungrigen Kuss seines Freundes.

Ihrer beider Atem ging stoßweise, als sie sich schließlich voneinander lösten. Seine Stirn an die des Hexenmeisters gelehnt, verlor Alec sich für einen kurzen Moment in dessen dunklen Augen, die im letzten Licht des Tages beinahe rot zu glühen schienen. Mit immer noch heftig klopfendem Herzen erkannte er, dass die Enttäuschung und der Schmerz, die er in den letzten Tagen so häufig in ihnen hatte brennen sehen, endlich gewichen waren.  

„Wir sollten langsam zurück, die anderen haben schon alles vorbereitet.“, flüsterte Magnus rau in die, nur vom Klang des Meeres durchbrochene, Stille, machte jedoch keinerlei Anstalten sich aus ihrer innigen Umarmung zu befreien. Alec seufzte tief, nickte aber dann ergeben und beugte sich noch einmal über die Lippen des Hexenmeisters, um sich einen allerletzten süßen Kuss zu stehlen, ehe er ihn losließ.

Hand in Hand, Magnus´ warme Finger fest mit den seinen verflochten, ging der Shadowhunter an der Seite seines Freundes über den Strand zurück. Ihre Fußspuren im feuchten Sand wurden innerhalb von Sekunden von dem stetigen Rhythmus der heranrauschenden Wellen verschluckt und unbarmherzig fortgespült.
In der mittlerweile hereingebrochenen Dunkelheit war der flackernde Schein des Lagerfeuers, auf das sie zusteuerten, gut zu erkennen. Bereits aus der Ferne hörte Alec das Lachen und die sanften Klänge von Simons Gitarre, die der Wind zu ihnen hinüber wehte.  

Lautes Hallo von allen Seiten begrüßte Magnus und ihn im Kreis ihrer Freunde, als sie sich dicht nebeneinander auf einem der Baumstämme niederließen, die um die lodernden Flammen herum platziert worden waren. Luke, der bereits in sehr aufgeräumter Stimmung zu sein schien, reichte ihnen jeweils einen Becher eines nicht weiter definierbaren alkoholischen Gebräus, bevor er sich wieder zu Maia setzte, um ihr zuvor unterbrochenes Gespräch weiterzuführen. Links von ihnen kicherte Clary gerade über eine von Jace´ typisch geistreichen Bemerkungen, während sie auf ihrer anderen Seite Izzy bei dem Versuch beobachten konnten, Raphael eines ihrer verbrannten Marshmallows aufzuschwatzen. Zufrieden registrierte Alec, wie Magnus noch etwas näher an ihn heranrückte, um den Kopf auf seiner Schulter abzulegen, ihre immer noch verschränkten Finger in seinem Schoß.

Geradezu begierig sog der Shadowhunter die Szenerie in sich auf. Der Wunsch, in diesem Moment die Zeit anhalten zu können, war beinah so stark, dass es schmerzte. Sollten doch alle verdammten Dämonen wieder aus ihren Löchern gekrochen kommen, heute Abend würde er sich keine Gedanken mehr machen. Heute würde er zusammen mit den Menschen, die er liebte, feiern, lachen und einen Augenblick lang einfach nur glücklich sein.
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