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Es war einmal....GrimmMMFF

von Iwabaka
MitmachgeschichteMystery, Fantasy / P16 / MaleSlash
OC (Own Character)
13.05.2018
13.10.2019
27
44.497
5
Alle Kapitel
58 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
06.10.2019 2.028
 
Halli Hallo,

Heute mal wieder ein neues Kapitel.
Es ist etwas kürzer, da nun der erste große Auftakt bevorsteht.

Ich wünsche viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Mal, alles Gute.
Liebe Grüße
Iwabaka
_______

Koala biss etwas auf die Unterlippe und spielte mit seinem Bleistift, Rauchen konnte er jetzt unmöglich. Normalerweise spielte er immer mit seinem Feuerzeug rum, aber der Gerucht der von der Dame mit dem vielen Kupferschmuck ausgestrahlt wurde, hielt ihn davon ab. Feuerteufel.
Sein Blick wanderte langsam zu Aurora, die gerade alles für das bevorstehende Tattoo bereit machte. Danach haftete der Blick des Löwenzahns auf das skizzierte Tattoo, er hatte schon vor einer Weile mal aus reiner Lust und Laune einen Drachen skizziert und genau dieser sollte nun für immer den Rücken einer Mörderin schmücken.

Wieder kam ein genervter Laut von ihn und er versuchte den bösen Blick der Leibwächterin zu ignorieren, doch er musste schon etwas zugeben. Er hatte ein sehr ungutes Gefühl im Magen.
Normalerweise hätte er die beiden Frauen rausgeworfen und ihnen die Meinung gegeigt, vielleicht auch etwas verprügelt. Schließlich war sich fast jeder sicher, dass die Beiden für die Tode und die Furcht in der Stadt verantwortlich waren.

Er bemerkte erst jetzt, dass er den Bleistift durchbrochen hat und somit die Aufmerksamkeit auf sich zog. Verdammt. Der Punk war wirklich auf 180, dennoch irgendwie hielt ihn was zurück. Nachdenklich schaute er kurz raus, wenn er jetzt Scheiße baut und gegen den Feuerteufel und das Hexenbiest verlor, hätte er keine Wohnung und kein Studio mehr.

„Herr Koala, tut mir leid, dass ich hetzte. Ich habe noch einen Termin.“ Zuckersüß kam es von der Bürgermeisterin, die schon bereit auf dem Stuhl saß und auf den Tätowierer wartete.
Man merkte der Leibwächterin an, dass es ihr unangenehm war, dass ihre Bürgermeisterin nur im BH da saß. „Hat ihr Ehemann nichts dagegen?“ versuchte Aurora die Stimmung etwas zu retten, verschlechterte sie jedoch.

„Mein Mann ist so gut wie blind, der wird als letztes was zu melden haben.“ Die zuckersüße Stimme war auf einmal bedrohlicher und tiefer. Jagte jedem Gänsehaut über den Rücken und danach war unangenehme Stille. Bis auf einmal das Handy der Leibwächterin einen Ton von sich gab. Sie laß anscheinend etwas und Koala beschloss, es wäre nun besser, so schnell wie möglich es hinter sich zu bringen.


♪♫♪


Ava betrachtete ihre Kundin mit fragenden Blick.

War dieses Mädchen vor ihr wirklich die Kundin? Ihr Chef meinte, die Dame sei in ihren späten 30ern, käme von außerhalb und hätte eine unfassbar gute Kollektion, die ihr Chef unbedingt verkaufen wollte. Man vermutete, sie wird nämlich dieses Jahr noch einen Verkaufsboom auslösen.

Doch nun sah die Dame alles andere als eine 30jährige aus, eher wie ein Teenager. Vielleicht hatte sie eine gute Gesichtscreme oder war einfach mit ewiger Jugend gesegnet.
„Frau Lautfelder, ich werde ihnen nun die Vorteile f-" bevor Ava jedoch etwas sagen konnte, hatte sich die Blondine nach vorne gelehnt und das Kinn der Sekretärin gepackt.
Anscheinend musterte sie die Luison-Dame etwas, dann schnalzt sie mit der Zunge und ließ sich mit verschränkten Armen in einen von Avas Sessel fallen. „Sie sollten weniger naschen. Das Ganze hier langweilt mich etwas.“ Nuschelte die Kundin vor sich hin und warf dann beide Beine über die Sessellehne.

„Ehm… Entschuldigung?“ Ava war sichtlich genervt, deswegen hasste sie Kundenkontakt. Sie verstand auch nicht wirklich, wieso niemand aus der Kundenberatungsabteilung sich um diese pubertierende 30jährige kümmerte. “Wenn sie möchten, Herr Geiß aus der Kundenabteilung kann ihnen bestimmt besser weiter helfen..“ versuchte nun die 21jährige ihren ungewünschten Besuch abzuwimmeln. „Uh. Ist Herr Geiß vielleicht auch heiß?“
Die Blonde klang wirklich wie ein Teenager und langsam war sich Ava auch nicht mehr sicher was sie von der Kundin halten sollte. Sie wollte sie einfach loswerden und selbst einen klaren Kopf bekommen. „Eh…ja.“ Log die Luison-Dame und entschuldigte sich schweigend bei Herr Geiß, der ein 60jähriger Mann war und ein Eisbiber.

„Ich Ruf ihn an, wenn sie wollen.“ Drang die Sekretärin ihre Kundin, diese wollte zuerst zusagen, doch dann weitete sie kurz die Augen und sie biss sich auf die Lippen.
„Scheiße, dass geht nicht.“


♪♫♪


Die drei Wesen schauten nun fragend zum alten Telefon, welches auf im Regal stand und eigentlich so gut wie nie benutzt wird.

Miranda wollte gerade den verwirrten Colvin befragen, doch dazu kam es nicht. Langsam schritt die Todesdogge auf das Telefon zu, eigentlich rief nie einer über sein Festnetz an. Zur heutigen Zeit versuchte man jeden über das Handy zu erreichen, da man dies meistens bei sich hatte.
Obwohl er sich nichts anmerken ließ nahm er zögernd den Hörer von der Gabel und ging dran. „Murrays Buchladen, guten Tag. Wie kann ich ihnen helfen?“ seine Stimme klang etwas bedrohlicher als sie eigentlich sollte, wenn man einen potentiellen Kunden am Ende der Leitung hatte.

„Ihr Name war Joseph Murray oder?“ nuschelte die Stimme am Telefon, als würde sie dicht am Hörer flüstern. „Wer ist dran?“ Joes Stimme wurde immer bedrohlicher, sodass Miranda und auch Colvin nun etwas eingeschüchtert sich anschauten.

„Es ist jetzt Schei…. Verzeihung. Sie kennen Ava. Sie mögen Ava! Daher bitte… Ich kann nichts ausrichten, eine falsche Bewegung und ich bin …. Bevor… Argh! Ich riskiere hier gerade alles um sie anzurufen, also bitte glauben Sie mir. Ava ist in großer Gefahr. Wenn Sie ihre Arbeitsstelle verlässt, ist das ihr Startschuss. Ava darf nicht aus dem Gebäude, Joseph. Sie sind zu Dritt und ich kann mich nur um einen kümmern.“ Die Stimme klang unfassbar verzweifelt und ein lautes Knacksen war zu hören. „F*ck. Ich muss auflegen. Joseph Murray, bitte retten Sie Ava!“

Dann legte der Fremde auf, verließ panisch die Telefonzelle und zog die Kapuze tief in sein Gesicht. Mit schnellen Schritten versteckte er sich dann hinter ein Auto, dann schaute er unter dem Auto zurück zur Telefonzelle und sah die Schuhe seines Verfolger. „Du bist langsam echt lästig. So komm ich nie zu ihr.“ Fauchte er in Gedanken.

Im Buchladen legte nun auch der Besitzer auf. Eine Weile starrte er nur gerade aus, tausend Gedanken huschten durch seinen Kopf. Doch ein Gedanke dominierte sie alle: Ava.
Ohne zu zögern schnappte er seine schwarze Jacke, welche an einem Hacken neben dem Regal hang. Er zog diese an und wollte dann raus aus dem Buchladen.
„Joe, was ist los?“ Colvin stand nun neben ihn und selbst Miranda schaute nun etwas besorgt zu der Todesdogge. Diese sagte jedoch nichts, öffnete die Tür und bemerkte erst jetzt, dass es angefangen hat zu Regnen.

Obwohl die Todesdogge nichts sagte und einfach den Buchladen verließ, folgte der junge Kojote und das Hexenbiest ihn.

Der Anruf konnte eine Falle sein, eine Täuschung. Aber war Joe bereit, das Risiko einzugehen? Nein, das war er nicht. Nicht für eine Freundin. Nicht für die Luison-Dame.


♪♫♪


Jennifer Carter schaute nun Isaak an, der die Beschreibung durchlas.
Die Ärztin war sichtlich verwirrt, wollte Frau Cake nicht die ganze Sache zwischen den beiden Damen lassen und auf einmal war ihr Partner da.

Dieser war anscheinend ebenfalls verwirrt, wieso wusste er von der ganzen Sache nichts? Oder eher kaum was? Warum wollte Miranda das Ganze nicht mit der Polizeistation besprechen?
„Und das sind Hinweise über die Person, die zuletzt in der Metzgerei war? Also der wirkliche Verdächtige?“ murmelte der Polizist eher zu sich selbst und erwartete keine Antwort.
„Genau. Ich habe alles aufgeschrieben, was ich noch wusste. Die Klamotten haben jedoch nicht wirklich ausgesagt, ob es eine männliche oder weibliche Person war. Ich habe das Gesicht auch nur kurz gesehen, danach hat die Person sich jedoch aufgewallt.“ Antwortete die Ärztin und schaute den jungen Mann an, der seinen Blick jedoch nicht von dem Zettel wisch.

„Etwas Kräftig, was jedoch an der Kleidung liegen kann. Dunkelgrüne Jacke. Blaue Hose und schwarze Schuhe. Dunkleorange Haare, wellig. Und nun das Wichtigste, das Wesen…. Ein Luison.“ Isaak schaute nun fragend, ein einsamer Luison? Agieren diese nicht normalerweise mit ihren Geschwistern? Meistens waren sie zu Viert anzutreffen.

Nun holte Isaak sein Handy aus der Tasche und öffnete seine Liste.
Bevor er wieder in den Außendienst eingeteilt wurde, hatte er kaum was zu tun.
Aus Langeweile und vielleicht, weil er hoffte, dass es mal nützlich sein könnte hatte er alle Bewohner einsortiert. Was für ein Wesen sie waren, mit Bild und Besonderheiten. Also wenn es ein Luison mit dunkelorangen welligen Haare, etwas kräftig und der anscheinend Alleine agierte in der Stadt gab… so müsste Isaak fündig werden.

Und das tat er auch, er fand jemand. Der seit ein und einem halben Jahr hier lebte.


♪♫♪


Ein eleganter roter Drache schmückte ihre Schulter, ein Flügel mit einer Klaue krallte sich an die Seite der Schulter. Der Kopf schaute direkt in den Spiegel. Es sah aus, als käme der Drache unter der Haut hervor. Die Schuppen waren in der roten Farbe, die die Bürgermeisterin beschrieben hatte. Als wollte sie die perfekte Farbe haben, die jemand ähnelte.

Mit leuchtenden Augen betrachtete die Bürgermeisterin ihr Tattoo im Spiegel. „Charlie! Schau mal, das ist doch wirklich grandios. Diese Details.“
Die Angesprochene musste ein sanftes Lächeln verkneifen und nickte nur kurz. Dann blickte sie auf die Uhr und murrte leise: „Frau Sauer, wir sollten aufbrechen. Es sollte bald beginnen . Ich habe schon eine Nachricht bekommen.“
Das Hexenbiest zischte nun etwas und zog sich dann richtig an. Holte dann ein Checkbuch und schreibe irgendeine Zahl auf und reichte den Check dann Aurora. „Ich danke für das Tattoo und muss leider mich verabschieden. Ich wünsche einen angenehmen Tag.“ Ihr Blick wanderte nun nach draußen, „oh ein regnerischer Tag. An solchen Tag passieren immer schlimme Sachen, denken Sie nicht?“ mit diesen Worten verschwanden dann auch schon die beiden Damen.

„Wow, das ist echt viel Geld. Soviel kostet das Tattoo nicht mal.“ Aurora konnte sich jedoch nicht lange freuen, denn Koala holte aus und schlug gegen die Wand. Seine Augen leuchtete vor Wut und seine Aura strömte pure Mordlust aus, während er die dämliche Frau tätowierte wollte er mehrmals einfach zuschlagen. Diese Frau, die so viel Blut an ihrer Hand kleben hatte und Schuld war, dass der kleine Kojote im Knast gewesen war .
„Du warst echt ruhig, war gruseliger als wenn du ausrastest. Seit wann bis du so vorsichtig? Könnte da jemand vorsichtiger sein, wegen einem kleinem Hündchen?“ nun warf der Löwenzahn auch der Musai einen Mörderblick zu. Er war eindeutig nicht in der Stimmung für eine kleine Stichelei.

„Ok ok…. Hey, fand’s du nicht auch, dass sie da was seltsames am Ende gesagt hat? ‚Es passieren schlimme Sachen an regnerische Tage‘, als hätte Sie an irgendetwas gedacht.“ Murmelte Aurora und legte nun den Kopf schief, als würde sie darüber nachdenken, was passieren könnte.

„Sie wollte uns bestimmt nur Angst machen…“ doch Koala klang nicht wirklich überzeugt. „Vielleicht…. Im Moment verhält Sie sich schon ziemlich seltsam.“ Hauchte der Punk. „Kommen heute noch viele Kunde?“ – „Heute ist es ziemlich ruhig, ich kann mich um die beiden Kunden kümmern. Wo willst du hin?“ – „Nach einer Freundin schauen.“


♪♫♪


Ava seufzte und schaute genervt zu der jungen Dame oder alte Dame, zu der-was-auch-immer sie-war-Dame.
Sie kamen zu keinem Deal und alles fühlte sich einseitig an. Die Kundin hatte kein Interesse an allem was Ava sagte. Zog das ganze Gespräch nur in eine unnötige Länge.

Dann wanderte der Blick der Blonden auf die Uhr und sie sprang auf. „Oh! Es ist soweit. Frau Harrison, meine Chefin dürfte nun draußen auf dem Parkplatz warten. Es tut mir leid, aber ich musste schauen, dass sie auch eine seriöse Firma sind.“ Erklärte die junge Dame sich und lächelte entschuldigend und ehrlich. So ehrlich, dass es schon unfassbar gruselig war.
Ava blinzelte nun verwirrt und lächelte etwas erleichtert und misstrauisch. „Also sind sie nicht Frau Lautfelder?“ – „Ich bin ihre Sekretärin. Tut mir wirklich leid. Frau Lautfelder ist draußen und wartet darauf, dass ich ihr sage ob ein Deal Sinn macht und das tut er.“

Ava biss sich fragend auf die Lippe und kratzte sich an der Wange. Was zum? Manche Kunden waren wirklich seltsam… aber das war eindeutig noch nicht das Seltsamste, was hier in der Firma passierte.

Die Luison-Dame mit dunkelorange welligen Haare stand nun auf und lächelte etwas müde.

„Okay, dann begleite ich sie nach draußen.“
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