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Es war einmal....GrimmMMFF

von Iwabaka
MitmachgeschichteMystery, Fantasy / P16 / MaleSlash
OC (Own Character)
13.05.2018
13.10.2019
27
44.497
5
Alle Kapitel
58 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
29.09.2019 2.271
 
Halli Hallo,
Verzeihung, dass ich mich jetzt erst melde. Falls es nicht jeder mitbekommen hatte. Ich hatte die letzte Zeit jede Woche eine bis zwei Klausuren/Tests und war vollkommen ins Lernen vertieft und hatte somit keine Zeit für die MMFF. Glücklicherweise sind nun Ferien. Ab nächste Woche sollten die Kapitel wieder jeden Sonntag rauskommen.

Vielen Dank für euer Verständnis und eure Geduld.
Ich wünsche euch nun viel Spaß beim Lese.

Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal alles Gute.
Iwabaka
______

Vögel zwitschern und die Sonne kitzelte die Nase des Mannes, er war anscheinend eingeschlafen. Sein Kopf lag zwischen seinen Armen gebettet, neben ihm unzählige Zettel mit Notizen. Manche waren durchgestrichene und andere waren mit einem Fragezeichen gekennzeichnet.
Langsam öffnete sich seine grünen Augen und er bewunderte den Raum. „Verdammt.“ Knurrte er und massierte seinen verspannt Nacken. Ein gemütliches Bett wäre um einiges besser gewesen.
Seufzend musterte er erneut seine Notizen, bisher sah es nicht besonders gut aus, aber vielleicht könne er bald klarer Sehen. Eine erfrischende Dusche sollte bestimmt helfen und ein etwas gefüllter Magen. Mit diesem Ziel ging die Todesdogge dann schon in seine Wohnung.


♪♫♪♫


Der Duft von Kaffee kam in seine Nase, sofort schlug er seine Augen auf und sah seinen Mitbewohner neben sich, der gerade die Tasse mit dem schwarzen Gold auf den Nachtisch stellen wollte.

„Guten Morgen, Koala!“, begrüßte der junge Mann ihn, „Ich würde jetzt zu Joe gehen. Ehm…. Wir sehen uns heute Abend ja bei Frau Peifuß.“
Koala, der noch etwas neben sich stand, blinzelte mehrmals und massierte dann seine Augenlider. „Morgen. Eh…Danke und ja, wir sehen uns dann heute Abend.“ Sein Blick fiel erneut auf den Kojoten, dieser stand immer noch neben seinem Bett.

„Gibt es noch was?“ fragte der Löwenzahn und nahm dann die Tasse in die Hand um tief den Kaffeeduft einzuatmen. „Also… danke für gestern, ich bin anscheinend eingeschlafen. Du hättest mich ruhig wecken können.“ – „War kein Problem, du bist schließlich ein Fliegengewicht.“
Der Kojote wurde kaum sichtbar rot und lachte etwas verlegen auf, dann schlug er sich auf die Wangen. Diese Geste schreckte nicht nur den jungen Mann auf sondern auch den Löwenzahn, der nun versuchte die schwarze Flüssigkeit in der Tasse zu lassen.
„Herr Gott, Colvin. Erschreckt mich nicht so.“ murrte Koala etwas genervt und atmete erleichtert aus, als kein Tropfen daneben ging.
„Tut mir leid… Mir ist nur eingefallen, dass ich zu spät bin. Ich wünsche dir einen schönen Arbeitstag und grüß Aurora von mir.“ Hektisch nickte der Schwarzhaarige und ging dann raus. Bevor er jedoch aus der Tür verschwand winkte er seinem Mitbewohner nochmal.

„Ziemlich lebhaft geworden.“ Murmelte der Löwenzahn und nahm einen Schluck, verzog daraufhin das Gesicht. „Noch kein guter Kaffee… aber wenigstens ist es diesmal nichts übergelaufen.“


♪♫♪♫


Ava schlug die Augen auf als es auf einmal klingelte, es war der ganz normale Ton, wenn jemand was von ihr wollte und deswegen an der Haustür klingelte. Dennoch zur Zeit klang alles irgendwie in Ohren fürchterlich.
Gerade als sie aufstehen wollte und sich tausendmal einredete, dass dort nichts war und sie einfach die Tür öffnen sollte…. Gab etwas anderes einen höllischen Ton von sich, das Gerät was ihr im Moment am meisten Sorgen bereitet.

Ihr Handy. Es war wieder einmal diese seltsame Nummer. Doch heute legte die Nummer nicht schnell genug auf und Ava hatte Zeit über ihren Schatten zu springen und ans Telefon zu gehen.
„Harrison am Apparat.“ – „Egal, was du tust. Geh nicht zur Tür. Bleibe heute daheim, Ava.“
Die fremde Stimme klang unnatürlich vertraut, obwohl der Anrufer anscheinend weit weg vom Hörer war und somit seine Stimme schwerer zu verstehen war. „Wer zur Hölle sind Sie und was wollen Sie?!“ fauchte Ava nur, Wut und Furcht bahnten sich in ihr an und sie biss sich auf die Unterlippe um nicht ganz und gar ihre Ruhe zu verlieren.

Es klingelte erneut an der Tür und klopfen folgte daraufhin. „Geh nicht. Bleib daheim, bis ich das Problem gelöst habe.“ Avas Blick wanderte von der Haustür zu ihrem Handy, wem sollte sie denn jetzt vertrauen? Ihrem Anonymen Anrufer oder der anonymen Person vor ihrer Tür?

„Welches Problem?“

„Ava, stell keine Fragen. Dafür ist keine Zeit.“

„Wer bist du?“  

„Ava, hör doch einmal auf-"

Der Anrufer hatte anscheinend aufgelegt, des es kam keine Stimme mehr aus dem Handy. „Frau Harrison? Sind sie zuhause? Meine Frau sagte, ich solle die Auflaufform zurückbringen.“
Obwohl die Stimme gedämpft war, erkannte Ava sie und atmete erleichtert aus. Es war ihr Nachbar. Vor dem musste sie wirklich keine Angst haben, obwohl er wie Joe ein anfängliches bedrohliches Bild von sich gab.

Mit nun etwas beruhigten Schritten öffnete Ava die Haustüre und lächelte ihren Nachbarn an, normalerweise hätte sie jeden Kontakt mit irgendeinem Nachbarn vermieden, doch gerade jetzt wollte sie nicht alleine sein.
Der große Mann mit dem kantigen Gesicht, welches ein paar Falten aufzeigte, stand nun vor ihr. Durch seine breiten Schulter und seinem trainierten Körper, erweckte der 49jährige eine bedrohliche Aura. Seine grauen Haare waren nach hinten gekämmt. Seine Miene sah genervt aus, doch seine blauen Augen strahlten unendliche Traurigkeit aus.
Die Granitbestie sah Ava, die ihn zum ersten Mal wirklich freundlich begrüßte nachdenklich an. Normalerweise versuchte sie jedem Kontakt aus dem Weg zu gehen. Er reichte ihr dann die ausgeliehene Auflaufform.
„Nochmal vielen Dank.“

Ava nickte etwas und lächelte: „Kein Problem, Herr Jackobsen"
„Bitte, nennen sie mich doch Clark.“ Ava hob nun verwirrt die Augenbraue, dann nahm sie das Angebot an und murmelte dann ein: „Dann nennen sie mich doch bitte auch ab jetzt Ava.“


♪♫♪♫


„Miranda!“
Das Hexenbiest schreckte auf und wallte sich auf. Ihr wahres Gesicht verschwand jedoch schnell als sie das Gesicht der erschrockenen Kröte sah. „Isaak… was willst du?“ brummte die Polizistin genervt und schenkte wieder ihrem Computer die Aufmerksamkeit.

Sie hatte die schlechte Nachrichten schon bekommen und wusste somit schon was ihr Partner wollte. „Der Fall gilt als abgeschlossen? Wenn haben sie denn fest genommen?“ – „Den Chef.“
Der Blonde weitete die Augen und schüttelte mehrmals den Kopf: „Das kann nicht sein. Er hatte ein wasserfester Alibi.“
Miranda konnte sich ein Auflachen nicht verkneifen und lehnte sich zurück. „Willkommen in der Realität, Isaak. Schon seit einiger Zeit läuft das so ab. Erst sterben ‚unwichtige‘ Obdachlose und dann werden Andere umgebracht. Und jedes mal kommt dafür ein Unschuldiger in den Knast und verschwindet auf einmal.“ – „Aber… Miranda, so kann das doch nicht weitergehen. Arme unschuldige Wesen… Schon Drei müssten danach also schon verschwunden sein.“

„Nein…. Nur Zwei.“

Isaak legte den Kopf schief. „Opfer 1 Oscar Schlager, der Mann mit der Amputation. Opfer 2 Stefanie Schulz, die Journalistin und Opfer 3 Tim Müllrad, der Metzger. Somit dürften drei Wesen unschuldig als Täter eingebuchtet sein.“

Miranda weitete die Augen und starrte dann eine Weile ihren Kollegen an. „Täter 1 War angeblich Oscar Schlagers Frau. Täter 3 War angeblich Tim Müllrads Chef und Täter 2….. angeblich Stefanie Schulzs neuer Nachbar. Täter 1 und 3 waren nach vier Tagen Inhaftierung und Befragung auf einmal verschwunden. Aber….Aber.“

Isaak hatte seine Kollegin noch nie so begeistert gesehen, ihre Augen leuchteten auf. Sie schlug eine Schublade auf, die erstmal gehörig gegen das Schienbein der Kröte knallte und ihr einen schmerzgefüllten Laut entlockte. Das Hexenbiest ergriff ein großes Buch, schlug es auf und holte ein kleines Buch, welches anscheinend dort versteckt worden war, raus.

Dann knallte sie die Schubladentür zu und marschierte raus. „MIRANDA? Wo gehst du hin?“ schrie Isaak ihr nach und konnte durch seine Schmerzen nicht nach.
„Geh du zu unseren Zeugin.“ – „Das beantwortet meine Frage nicht. Wo gehst du hin?“

„Ich habe eine neue Spur!“


♪♫♪♫


Ava betrat das Gebäude, es war nichts ungewöhnliches. Sie war viel, öfters und länger als sie eigentlich sollte in diesem Gebäude um ihre Arbeit zu verrichten.
Doch heute war es irgendwie seltsam, ein ungutes Gefühl ließ ihre Hand zittern. So konnte sie kaum mit ihrem Chip stechen um die Uhr für ihre Arbeitszeit zu starten. „Reiß dich zusammen, Ava!“ knurrte die Luison-Dame leise und holte dann tief Luft.

Das Bedürfnis nach Alkohol und Schokolade wurde krampfhaft unterdrückt, stattdessen wanderten ihre müden Augen zur Uhr. „Scheiße, die Kundin kommt gleich. Ich muss die Papiere fertig machen.“ Mit dieser Erkenntnis huschte die junge Dame in ihr Büro, versuchte so wenige Kollegen wie möglich zu begrüßen.

Sie sah nach den Blicken ihrer Kollegen bestimmt nicht gut aus, wie sollte sie auch aussehen? Niemand konnte gut aussehen, wenn er ständig von einem komischen Mann mit bekannter Stimme angerufen wird und dann verfolgt wird.

Seufzend ließ Ava sich in ihren Bürostuhl fallen. Ihr kleines Büro mit hellbraunen Laminat und weißen Wänden lächelte sie mit einer täuschenden Größe an. Die Möbel waren in einem schönen Ei-farbigen Weiß. Dokumente lagen wild auf ihrem Schreibtisch und ihr schwarzer PC lief immer noch.
Zwei Sofas standen für Kunden gegenüber von ihr und ein großer Elefantenfuß gab dem Raum etwas von einem gemütlichen Ort.
„Gestern hat der Anrufer mich echt alles vergessen lassen.“ Zischte sie. Normalerweise schaltete die Dame immer ihren PC aus und räumte auf. Kopfschüttelnd begann sie die Dokumente abzuheften. Schließlich sollte ihr Büro kein schlechten Eindruck bei der Kundschaft machen.

Vor dem Bürogebäude, welches vier Stockwerke hatte und eindeutig falsch aussah in mitten von Bäumen, wurde eine junge Dame aus dem Auto gelassen. „Verkack es nicht, Miss. Ich will nicht, dass Sie sauer wird.“ Zischte der Fahrer, doch die Kleine hörte nicht zu. Mit ihrem schwarz-pinken Kleid, welches sehr eng war und kaum Raum für Fantasie gab, zog sie alle Blicke an, obwohl kaum Vorbau oder ein hübscher Hintern zu finden war. Dennoch sah sie unfassbar modern aus.
Die offenen gelockten Haare in Blond und die mandelfarbenen Augen ließen auch bestimmt einige Männerherzen schmelzen.

„Miss, du musst echt einen kühlen Kopf bewahren. Sonst ist alles in Gefahr.“ Fauchte der Fahrer erneut, bekam jedoch nur ein, „Halt die Fresse und fahr!“ ,zu hören.


♪♫♪♫


„Zu spät.“ Joe schaute nicht einmal auf als er das klingeln der kleinen Glocke hörte, er betrachtete gerade mit einer Tasse Tee die Bücher, die ihm wieder einmal zugesendet wurden. „Tut mir wirklich leid.“ Entschuldigte sich Colvin und hechelte hektisch. „Es sollte nur nicht zu Gewohnheit werden.“ Es war ein leiser Satz, den der Kojote auch nur hörte durch sein gutes Gehör. „Natürlich…kommt nicht wieder vor.“

Nun blickte die Todesdogge auf und nickte ihm zu, somit wusste sein Mitarbeiter sofort, dass er herkommen sollte. Dann deutete der Buchladenbesitzer auf das Wort neben den Buchtitel. Colvin schluckte leicht, er sollte die Bücher in das richtige Regal einordnen. Kein großes Ding, wenn man gut lesen konnte. Doch der Kojote nahm die Herausforderung an, schließlich wollte er keine Last mehr sein.

Während Colvin nun die Bücher einordnete, wand sich die Todesdogge nochmal an Logans und Aidens Brief. Was könnte er noch versuchen? Was hatte er noch nicht probiert?
Erneut läutete die kleine Glocke über der Tür und Joe ließ sofort den Brief unter die Kasse verschwinden. Dann schaute er mehr als skeptisch. Hexenbiest. Und nicht irgendeins.
„Frau Cake?“ murmelte Colvin verwirrt und schaute die hektisch atmende Polizistin an. „Du!“ hauchte sie und lief mit bedrohlichen Schritten auf den jungen Kojoten zu, dieser wallte sich auf und lief langsam zurück. Seine Ohren angelegt und er versuchte mit einem zaghaften Knurren sie zurück zuhalten. Ein Hexenbiest, lächerlich.

Doch aus dem Nichts stand auf einmal eine große Gestalt vor ihm. Joseph war ebenfalls aufgewallt und sein Knurren war keineswegs zaghaft.

Miranda biss sich auf die Unterlippe und hob ihre Arme beschützend hoch: „Verzeihung, ich will ihm nix tun. Es ist nur… Ich habe eine neue Spur und Colvin, du dürftest eine kleine Schlüsselrolle darin spielen. Du bist der Einzige, der die Befragung überstanden hat ohne zu verschwinden. Ich muss alles darüber wissen. Alles!“

Die beiden hundeähnliche Wesen schauten sich nun verwirrt an und legten dann den Kopf fragend schief.


♪♫♪♫


„Aurora? Hast du den nächsten Termin eingetragen?“ Koala klemmte sein Bleistift hinter sein rechtes Ohr und betrachtete nachdenklich den Namen. „Nein, mein nächster Kunde kommt erst in so einer Stunde.“ Summte die Musai und warf nun ebenfalls einen Blick in den Terminkalender. „Das ist nicht mal meine Schrift und deine auch nicht.“

„Charlie?“ beide sagten den Namen gleichzeitig und dann traf auch schon eine Dame ein. Sofort wurde die Luft dünn in Studio und eine bedrohliche Aura wurde von der jungen Dame abgegeben.  Obwohl sie dünn und schlank war, war den Beiden klar, mit dieser Dame war nicht gut Kuchen essen. Ihre hellblauen Augen beobachtete alles genauestens, dann richtete sie ihr dunkles Jacket und lief zur Seite und eine weitere Person trat ein.

„Wir sind gefi-" fing Aurora an, verstummte aber als sie einen bedrohlichen Blick von der Dame mit den dunkelbraunen Haaren angeschaut wurde.
Die Person, die das Tattoostudio betrat war niemand anderes als die Bürgermeisterin selbst. Mit einem spielerischen Lächeln betrachtete sie den Raum und die Zeichnungen. „Oh ein Tattoo wäre wirklich was feines~ Was denkst du, Charlie?“

Die Angesprochene schwieg und schaute weiterhin skeptisch die Umgehung an. Nur um sicher zu gehen, dass niemand ihrer Bürgermeisterin was antat.
„Ich hätte gerne einen roten Drachen auf der linken Schulter.“ Trällerte die mächtige Frau und warf einen Blick auf die Beiden zu. „Ich habe einen Termin, also ist doch alles gut.“
Aurora wollte etwas sagen, wurde dann zu ihrer Überraschung von Koala zurück gehalten. Seit wann hatte er angefangen etwas vorsichtiger bei Anderen zu sein?


Doch nicht nur in dem Tattoostudio ging es seltsam zu.
In einem Buchladen klingelte auf einmal das Telefon mit einer Nummer, die einem Luison bestimmt bekannt vorkommen würde.

Doch das schlimmste war, dass eine junge Dame nun das Büro betrat. Das Büro mit einer unwissenden Ava.
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