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Es war einmal....GrimmMMFF

von Iwabaka
MitmachgeschichteMystery, Fantasy / P16 / MaleSlash
OC (Own Character)
13.05.2018
13.10.2019
27
44.497
5
Alle Kapitel
58 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
28.07.2019 2.087
 
Hallo Zusammen,

heute gibt es wieder ein neues Kapitel.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

Bis zum nächsten Mal~
Iwabaka
__________


Hätte man einen der vier Besucher gefragt, wie Sie sich die Wohnung der Toddesdogge ausgemalt hätten. Wären alle auf den selben Stil, wie der Buchladen, zurückgekommen. Dunkel und kahl.

Jetzt standen die vier verwirrten Wesen in einem hellbeige Raum, auf der linken Seite führte eine weiße Treppe nach oben in das offene Schlafzimmer, mit einem schwarzen Bett.
Eine Wand des Raumes war ein riesiges dunkelbraunes Bücherregal, vor diesem lagen unmengen Stapeln von Büchern, welche noch keinen Platz im Regal fanden.
Neben dem Eingang war ein kleines hellbraunen Regal, dieses beinhaltete einen CDPlayer und viele CDs von Rock und Metal. In der Mitte des Raumes war ein flauschiger weißer Teppich, auf diesem stand ein hellbeiges Sofa, zwei Sessel und ein weißer Wohnzimmertisch. Ein kleines Bild von Joseph, Tim und Tom hang an der Wand, dieses hatte er mal von ihnen zum Geburtstag bekommen.
Ein Durchgang und eine Tür verrieten , dass es noch mehr zu entdecken gab.

„Hell.“ Hauchte Colvin überrascht und lief durch den Raum und schaute sich um. Ava stand vor dem Bild und hob verwundert die Augenbraue, Joseph hatte ein liebevolles Lächeln auf dem Bild… Wer hätte gedacht, dass eine Todesdogge so liebevoll schauen konnte, obwohl sie eine riesige Narbe im Gesicht hatte.
„Das Bad ist dort.“ , kam es von dem Buchverkäufer und er deutete auf die eine Tür. Frau Peifuß rechnete eins und eins zusammen,  die Küche war also hinter dem Durchgang, also lief sie dort gleich hin. „Ich schaue, ob ich oben ein paar Klamotten habe.“ Mit diesem Satz ging Joe dann auch schon die Treppe hoch. Koala folgte der Todesdogge, Ava nahm dem Kojote die Decke ab und nickten zur Tür. „Ruf, wenn du fertig bist. Dann kümmern wir uns mal um deine Mähne. Zwar meinte unsere Liebe Frau Peifuß ich könnte das, aber ich kann es nur etwas.. Ich habe meinen Brüdern manchmal die Haare geschnitten, also keine atemberaubende Frisur erwarten.“ Ava sagte es so locker, wie es möglich war und gab Colvin somit ein bisschen das Gefühl von Alltag zurück. Mit einem schwachen Lächeln verschwand der Kojote im Bad.

♪♫♪♫

Koala hob etwas seine Augenbraue und betrachtete das kleine Schlafzimmer. Schwarzes Bett, schwarzer Nachtisch mit Lampe und eine schwarze Kommode mit einem Fernseher, alles war schlicht. Seine Gedanken driften nun zu seiner eigenen Wohnung. Die ehemalige Lagerhalle, die sich nun seine Wohnung schimpfte, war ja von einem anderen Planeten im Vergleich zu dieser Wohnung.

Der Löwenzahn wurde aus seiner Starre geholt als der 32jährige ein Tshirt und eine Jogginghose ihm wortlos hinhält. „Der passt da zweimal rein…“ nuschelte das Katzenwesen und betrachtete das dunkelgrüne Tshirt und die dunkelbraune Hose. Dann drehte er sich auf seiner Ferse um und ging wieder die Treppe hinunter.
Ava schaute ihn nun an: „Er ist noch im Bad, dürfte nicht mehr lange dauern.“ Joseph nickte nur und schaute etwas besorgt zur Küche, hoffentlich verursachte das Glühwesen keine Katastrophe, nicht viele können mit einem Gasherd umgehen.
Die 21jährige lachte leise auf, als sie den Blick des Hausbesitzers sah. „Geh, Koala und ich schaffen das alleine und Frau Peifuß freut sich bestimmt , wenn du ihr hilfst.“ Dankend nickte die Todesdogge dem Luison zu und ging in die Küche.

Ein paar Minute später öffnete sich die Badezimmertür etwas und ein nasser Kopf schaute heraus. „Ich habe keine Klamotten…“ flüsterte Colvin schüchtern, der Satz war nicht richtig ausgesprochen, da öffnete Koala die Tür ganz und drückte dem nassen Kojote die Klamotten in die Hand. Ava quietschte laut auf und ernte so die Blicke der beiden Männer. „Du kannst die Tür doch nicht einfach aufreißen! Colvin hat doch kaum was an!“ belehrte das weibliche Wesen den Löwenzahn, dieser hob nur fragend seine Augenbraue. Dann weitete er etwas seine Augen und starrte zu Colvin, war dieser vielleicht Rot angelaufen?
Doch zu Koalas Enttäuschung schaute der Kojote nur verwirrt zu Ava und zeigte keinerlei Scham, er war schließlich mit ziemlich vielen Halbgeschwistern und Rudelmitglieder aufgewachsen. So was wie Privatsphäre gab es in einem Kojotenrudel  nicht.
„Wir sind doch alle hier Kerle und du hättest ja wegschauen können.“ Neckte nun das Katzenwesen den Luison. Colvin schmunzelte etwas, als er Avas wütende und etwas rote Gesicht sah. Koala musste auch etwas auflachen und stieß Colvin etwas an, beide sollten sich beruhigen sonst würde Ava vielleicht eine Predig halten.
Der Schwarzhaarige verstand sofort, nickte etwas und begann sich anzuziehen. Die junge Frau seufzte etwas und ging nun ins Bad rein um dort einige Hilfsmittel für ihre Mission zu finden. Koala bekam nur die Tür vor der Nase zugeschlagen und stand nun alleine im Wohnzimmer.

♪♫♪♫

Colvin liebte seine langen Haare, seine Mutter hatte ihm immer wieder schöne Zöpfe gemacht. Doch nach und nach verlor er seine Haarpracht. Obwohl er etwas traurig über ihren Verlust war, gefiel ihm die Veränderung etwas. Ein neuer Haarschnitt war doch immer eine Art ein neues Kapitel im Leben zu beginnen.
Sein schmales Gesicht wurde nicht mehr von langen Strähnen geschützt, Ava musste seine Haare ziemlich kürzen und nun hatte Colvin einen Kurzhaarschnitt. Seine Stirn war immer noch frei und seine Haarsträhnen waren alle in der selben länge von etwa 5cm geschnitten und Ava hatte sie schön verwuschelt. „Schade um deine Haare, aber Stress macht anscheinend Haare kaputt. Gefällt es dir dennoch?“ Zwei leuchtend Augen waren der Friseurin genug und sie musste daraufhin sofort etwas Lächeln. „Danke, Ava.“ Bedankte sich der Kojote und betrachtete seine wilde Frisur im Spiegel.

„Bestimmt sind die Anderen schon mit dem Essen fertig.“ Vermutete die 21jährige und öffnete die Badezimmertür, sofort huschte eine dicke Duftwolke von Spinat und Eiern in die Nasen der beiden Besuchern.
„Das riecht wundervoll.“ Summte der Kojote und sein Magen meldete sich sofort zu Wort. Daraufhin liefen die Beiden in die Küche der Toddesdogge. Eine graue Küche begrüßte sie, an der rechten Seite an der Wand stand ein kleiner Esstisch , welcher eigentlich nur Platz für Drei hatte, doch anscheinend hatte Joe noch ein paar Stühle hergeholt und ebenfalls an den gedeckten Tisch gestellt.
Kartoffel, ein Topf voll mit Spinat und Rührei lächelte die hungrige Meute an, welche sich sofort auf das Mahl stürzte, vor allem der ausgehungerte Kojote. Vor lauter Essen und Colvins Rückkehr, vergaß man ein kleines Paket. Ein Paket, welches immer noch auf dem Tresen im Buchladen wartete, endlich seinem Besitzer ausgeliefert zu werden.

Einige Minuten verstrichen im Flug, nachdem das Chaos beseitigt wurde gingen alle ins Wohnzimmer und setzen sich hin. Colvin zuppelte immer wieder an dem Tshirt, welches ihm immer wieder über die Schulter rutschte.
„Dein Sachen sind alle auf der Polizei, aber da du sie nicht zurück bekommen hast…“ das alte Glühwesen seufzte kurz, „haben Sie sie bestimmt gelagert oder zerstört.“ Niedergeschlagen schaute nun der Jüngste auf den Boden, dabei hatte er sich langsam in der Wohnung wohlgefühlt.
„Herr Grütze wird die Wohnung wieder aufbauen, aber das dauert nun mal seine Zeit.“ Versuchte Frau Peifuß ihn zu trösten, bekam aber nur ein leichtes nicken.
Joe schaute sich in seiner Wohnung um, hatte er genug Platz um Colvin unterbringen? Ava dachte anscheinend über das selbe nach, denn auch sie schaute sehr nachdenklich.
„Du kannst bei mir pennen.“
Stille, die Blicke haften nun auf den, der den Satz gesagt hatte. Anscheinend hatte keiner der Zuhörer von dieser Person den Satz erwartet. „Also bitte, als sei das so komisch!“ knurrte Koala nun etwas wütend und schielte dann zu Colvin, dieser starrte ihn mit leuchtenden Augen an. „Vielen Dank, Koala!“ bedankte sich der Kojote und der Löwenzahn winkte nur ab.
„Und ab morgen gehst du dann auch arbeiten!“ fiel nun auch dem Glühwesen ein. Der Kojote legte fragend den Kopf schief und Joe nickte einfach nur zustimmend. „Du arbeitest dann bei Joe und Ava wird dich weiterhin unterrichten.“

Colvin weitete die Augen, diese füllten sich mit einer verräterische Nässe. Er hatte sein ganzes Leben in einem Rudel gelebt, in dem sich kaum einer für ihn interessierte und jetzt saßen dort vier Wesen, die ihm einfach halfen. Ohne etwas im Gegenzug haben wollte, sie waren einfach nette Wesen. Egal was alle Grimmbücher oder Gerüchte über Glühwesen, Luison, Toddesdogge oder Löwenzahn sagen… diese vier Repräsentanten waren eindeutig die himmlischsten Wesen auf der Erde.
Der 20jährige lächelte nun mit seinem dankbarsten und liebevollsten Lächeln seinen Rettungstrupp an und diese wurden einfach von diesem angesteckt. Sie konnten sich gar nicht ausmalen wie dankbar der Kojote für ihre Taten und ihrer puren Existenz war.

♪♫♪♫

Nach ein paar Stunden klingelte auf einmal Avas Handy, sie entschuldigte sich und beantwortete den Anruf. Ein langes Seufzen verließ ihre Kehle und nach dem Gespräch am Telefon verabschiedet sie sich. Eigentlich hatte sie heute einen freien Tag, doch ihr Chef war eine kleine Plage und wollte, dass sie jetzt doch noch ein paar Aufträge fertig macht.

Joe begleitete sie dann zu seiner eigentlichen Haustür nach draußen.
„Überarbeite dich nicht.“ Obwohl der 32jährige so eine tiefe Stimme hatte, klang sie wirklich freundlich und hatte einen Hauch von Sorge. Ava drehte sich fragend zu ihm und musste etwas auflachen. Joe schaute sie daraufhin nun auch fragend an.
„Joseph, du solltest lieber dir selbst an die Nase packen. Du arbeitest im Moment auch etwas zu viel.“ Die junge Luison Dame hörte sich zwar schüchterne an, doch die Toddesdogge hörte etwas Biss in der Stimme. Ein kleines unauffälliges Lächeln zierte sein Gesicht und er nickt etwas. Ava verabschiedete sich dann endgültig und ging dann los um ihre Arbeit zu erledigen.

„Wir sollten auch gehen.“
Der Buchladenbesitzer drehte sich überrascht, auch wenn er nicht so aussah, nach hinten und sah nun seine restliche Gäste. „Du willst bestimmt wieder deinen Laden öffnen, Verzeihung für die Störung.“ Entschuldigte sich das Glühwesen. Colvin verbeugte sich leicht um sich zu entschuldigen. Koala nickte ihm nur kurz zu.

Er schloss dann die Tür hinter seinen Gäste zu und seufzte dann leise, seinen Kopf lehnte er nachdenklich gegen die Tür. „Es ist seltsam, dass ging irgendwie zu leicht mit Colvin.“ Joe redete öfters mit sich selbst, er drehte sich auf seiner Ferse um und wollte wieder in seinen Laden gehen. „Ich habe das Gefühl, irgendwas hässlich kommt noch auf uns zu.“ Kaum war er im Laden, fing er an ein paar Kartons aus der Abstellkammer zu holen. Morgen zeigt er Colvin, was er genau zu tun hat. Sein Blick fiel zufällig auf den Tresen und das kleine Paket lachte ihn sofort an.
Verdamme, das hatten sie vergessen. Morgen musste er Colvin sofort diese Paket geben.
Eine kurze Weile starrte er das Paket an. „Was wohl darin ist?“ Die Toddesdogge schüttelte dann jedoch den Kopf und kam zurück in die Realität als eine junge Frau an seine Ladentür klopfte. Kunden warten auf ihn und mit dem Paket könnte er heute sowieso nichts anfangen. Er räumte das wichtige Päckchen unter die Kasse und öffnete dann seinen Buchladen wieder.
„Guten Abend, Herr Murray. Verzeihung für die Störung! Ich brauche ihre Hilfe. Es tut mir wirklich leid. Aber Sie wissen doch, wäre mein Kopf nicht angewachsen… wer wüsste dann wo der schon liegen würde.“ Quatschte die Kundin aufgeregt und lief hin und her.
Die frische 30jährige hatte ihre Haare fast komplett abrasiert, aber diese kurzen abrasierten Haare schmeichelte ihre Kopfform. Sie hatte eine Jogginghose an und einen Pullover mit Blümchen drauf, Joe vermutete, dass sie daher sehr eilig ihre Wohnung verlassen hatte.
„Wissen sie heute morgen dachte ich noch. Charlotte, du darfst es nicht vergessen. Schreib dir ein Zettel und hänge ihn dann sofort an den Flurspiegel. Da hang er und wissen Sie, ich hab heute nicht einmal vor dem Spiegel gestand und es verges-" Der Verkäufer hob die Hand um der Dame zu zeigen, sie solle doch auf den Punkt kommen.
Die Todesdogge fühlte sich geehrt, dass die ängstlichen Eisbiber sich hier her trauten und seine Bücher kauften, dennoch kam er manchmal mit ihrer Art nicht so zurecht. Besonders mit Frau Kleinlich. Die Eisbiber Dame war herzensgut, aber sie verlor schnell den Faden, sprach schneller als die Polizei erlaubt und unfassbar viel.
„Tut mir leid, Herr Murray. Ich bin schon immer so gewesen, schon meine Mutter sagte: ‚Charlotte, du redest so unfassbar viel, ein Eisbiber sollte nicht soviel reden. Das macht Probleme‘ Und ich da-… Verzeihung, ich bin wieder von dem eigentlichen Thema abgekommen. Mein Mann kommt in zwei Stunden von der Klassenfahrt zurück und ich wollte ihm ein ‚Willkommen Daheim Geschenk‘ machen. Er liebt ihre Bücher ja, da dachte ich…. Können sie mir helfen?“
Die Todesdogge nickte, er half gerne, auch wenn es bedeutet heute wieder länger zu arbeiten.
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