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Es war einmal....GrimmMMFF

von Iwabaka
MitmachgeschichteMystery, Fantasy / P16 Slash
OC (Own Character)
13.05.2018
13.10.2019
27
44.497
5
Alle Kapitel
58 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
13.06.2018 1.131
 
Das erste Kapitel >.< Ich hoffe ihr seid so gespannt wie ich xD
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.

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„Wo bin ich denn jetzt gelandet?“ seufzte der junge Mann und starrte nachdenklich den Plan an. Seine schwarzen Haare, welche eigentlich ordentlich in einem mini Pferdeschwanz zusammen sein sollten, hatten sich aus dem grünen Haargummi gelöst und standen nun kreuz und quer. Sein langer Pony war nun nerviger Weise in seinem Blickfeld, weswegen er immer wieder versuchte mit Schwung diesen nach hinten zu bringen… Vergebens.
„Ich bin am richtigen Bahnhof….denke ich.“ murmelt Colvin geknickt, die Uhrzeit konnte er ohne Probleme erkennen, aber Lesen oder Schreiben…. Jesus, das war eine andere Geschichte.
Seine Eltern und sein Rudel empfanden diese Fähigkeiten als sinnlos, also musste er heimlich lernen und das war gar nicht so einfach, wenn die Gruppe 24h auf einem hang.
„Naja, jetzt habe ich Zeit zu lernen!“ beendete er seinen Flashback und schüttelte den Kopf, er wird bald 21 Jahre alt und hatte kein Rudel mehr… richtig Lesen und Schreiben sollte er jetzt wirklich dringend lernen.

„Mama, wann kommt denn der Bus?“ hörte Colvin von der Ferne ein Kind fragen, nun hob er auch die Nase und empfang den Geruch.
Tugendschafe!
Colvin wurde sofort neugierig, er hatte sein ganzes Leben noch nie ein Tugendschaf  von der Nähe gesehen!
Colvin folgte nun dem Geruch und kam an einer Bushaltestelle an, eine große Menge an Tugendschafen hatte sich dort versammelt. Der Blick des jungen Mannes fiel auf seine Notizen, wenn man das so nennen darf, auf diesen standen nur Uhrzeiten und diese waren sehr unleserlich geschrieben.
Der nächste Bus an der Anzeige hatte dieselbe Uhrzeit, wie die aufgeschriebene Zeit auf seiner Notiz. Kurz machte Colvin einen innerlichen Freudensprung und jubelte, bestimmt war er richtig.
Seine Mutter sagte ihm, die Kleinstadt sei nur für Wesen und die Menge an Tugendschafe konnte doch nur sein Ticket in seine neue Heimat sein.
Langsam und unauffällig versuchte er sich neben die Gruppe zu stellen, sie werden ihn ja schon nicht bemerken.
Doch kaum hatte der Schwarzhaarige die Bushaltestelle betreten, wallten alle Tugendschafe auf und starrten ihn mit ihren blauen Augen ängstlich an.
Ihr weißes Fell war unter dem Schein der Laterne fast gelb und ihre langen Ohren und schafähnlichen Nasen, waren in Colvins Augen einfach putzig.
Wie ein Welpe starrte er sie begeistert an.
Ein Weibchen umarmte sofort ihr Kind. Es war ein Mädchen, welches vor ihrer Aufwallung zwar auch blaue Augen hatte, aber anstatt weißes Fell zwei goldene Zöpfe hatte.

„Ich ehm…. Tut mir leid, hab ich euch erschreckt?“ lachte Colvin verlegen und kratzte seine Wange. Die Schafe schwiegen nur und starrten ihn weiterhin an. „Ich möchte nur mit dem Bus fahren…“ erklärte sich der 20jährige, doch anstatt ihm zuzuhören schauten sich die Tugendschafe skeptisch um.
Naja, es war ja nicht wirklich normal, dass einer seiner Art hier allein herumgeisterte.
„Ich… bin wirklich alleine.“ murmelte Colvin leise und etwas enttäuscht.
„ Kojoten sind nie alleine.“ sagte nun das Mädchen.

Ihr Satz riss Colvin total aus dem Konzept und nun wallte auch er auf und legte seine spitzen Ohren an. Nun schaute er niedergeschlagen zu Boden und flüsterte ein: „Ja, normalerweise.“

„Ich glaube ihm.“
Dieser eine Satz schenkte Colvin Hoffnung und er schaute dankbar, die Mutter des Kindes an und die Tugendschafe begannen sich zu beruhigen. Sie sprachen zwar danach nicht wirklich mit ihm, doch sie duldenden seine Nähe.

„Bist du einsam?“ fragte das Mädchen und legte nachdenklich ihren Kopf schief. Colvin konnte auf diese Frage nur traurig nicken. „Keine Angst, jetzt bist du ja bei uns!“ sagte das Mädchen stolz und schenkte ihm das freundlichste Lächeln, welches Colvin je gesehen hatte.
Dann kam auch schon der weiße Bus an der Haltestelle an.


♪♫♪♫

Colvin schlief im Bus dann auch schon erschöpft ein, den ganzen Weg hier her hatte er sich so einsam gefühlt und konnte keine Ruhe finden, doch die nette Herde gab ihn ein wohliges Gefühl. Obwohl sie ihn immer noch mit Abstand und Skepsis betrachteten, doch das Mädchen war wirklich nett zu ihm.

„Kojote? Wir sind da!“ wurde er dann mit leiser Stimme geweckt, müde blinzelt1e er umher. Der Bus war fast leer nur der Busfahrer, die Mutter, das Mädchen und er waren hier.
„Wir sind da?“ kam es sehr müde von dem Schwarzhaarigen und er schaute nach draußen, dort stand die restliche Herde und sonst konnte man nur Bäume sehen.
„Was? Warte! Nein, ich wollte in die Kleinstadt der Wesen!“ jammerte Colvin und schaute panisch hin und her.
„Psscht!“ zischte die Mutter und warf dem Busfahrer ein Blick zu, achja… er war ein Ungesicht.
„Wir müssen laufen, bis zur Stadt. Da gibt es nämlich keine Bushaltestelle.“ belehrte das blonde Mädchen den Kojoten und folgte dann ihrer Mutter nach draußen.

Also nahm Colvin schnell seinen riesigen Wanderrucksack und wollte aussteigen, die Herde würde schließlich nicht auf ihn warten… das wusste er.
„Du solltest mehr schlafen, Junge. Du redest schon wirres Zeug.“ hörte er den Busfahrer sagen und kaum war der Reisende ausgestiegen, wurde die Tür geschlossen und der Bus fuhr weiter.
Wie erwartet war die Gruppe weg, jedoch war Colvin ein Kojote und was können Kojote? Die Fährte aufnehmen!
Bewusste wallte er diesmal auf und schnupperte hastig, bis er den bekannten Duft in der Nase hatte, diesem folgte er dann sofort.
Sie ging mitten durch den Wald, weder auf einem Weg noch irgendeinen kleinen Trampelpfand.
„Deswegen führt kein Bus dort hin.“ sprach der junge Mann nun zu sich und sah dann in der Ferne schon die Herde. Er konnte nun wieder ganz normal der Gruppe von Schafen folgen.

„Kojote.“ hörte er dann das Mädchen rufen, sie winkte ihm und ignorierte ihre besorgte Mutter. „Sie wollten nicht warten. Tut mir leid.“ entschuldigte sich das kleine Tugendschaf. Colvin winkte kurz ab und wollte ihr durch die Haare streichen, doch der bedrohliche Blick ihrer Mutter hielt ihn davon ab.
„Ist die Stadt von dem Wald umzingelt?“ fragte der Reisende und schaute lieber nur das nette Mädchen an, während sie mit der Gruppe durch den dichten Wald liefen.
„Ja, keine Straße führt in die Stadt. Nicht mal ein Zug.“, erklärte sie begeistert und nickte mehrmals, „Mami sagt, dass wir so am sichersten sind!“
Der Schwarzhaarige nickte nun nachdenklich und schaute dann nach vorne. Zwischen den Bäumen erkannte man gelbe Lichter.

Da war also die Stadt? Seine neue Heimat? Colvin war nun sichtlich aufgeregt.
Was ist wenn er nicht die Straße findet, in der seine Wohnung sein sollte?
Wenn die Nachbarn irgendwelche böse Wesen sind?
Was ist wenn er keinen Beruf bekommt und dann verhungert?

„Kojote… Du wirst ganz blass… Alles in Ordnung?“ murmelte nun das Mädchen besorgt und riss Colvin somit aus seinen Gedanken. „Ah! Nein, alles gut. Ich denke nur nach!“ beruhigte er sie nun.

So schlimm kann es ja schon nicht werden…..Oder?
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