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District Nine

GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / MaleSlash
Lee Felix Seo Changbin
12.05.2018
08.01.2019
9
20.345
17
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12.05.2018 459
 
It wasn’t until I saw my reflection
That’s when I woke up and realized
That the truth had been hidden away from us
A sign, an omen, a-

A  G L I T C H

(Stray Kids – NOT!)


~


„Es ist ganz einfach“, erklärte der Junge, den sie zu ihrem Anführer ernannt hatten. Es hätte allerdings auch keiner außer ihm seien können. Er hatte sich nie für die Rolle entschieden, er war dafür geboren geworden. Die anderen hatten sich wie von selbst um ihn versammelt. Er hatte einfach diese Ausstrahlung, dieses gewisse Etwas, das die verlorenen Kinder dazu bewegte sich ihm anschließen zu wollen.
„Es gibt eigentlich nur drei wichtige Dinge, die ihr nie vergessen dürft. Traut niemandem, es sei denn, er kann euch unser geheimes Kennwort nennen. Nehmt auf keinen Fall die Pillen, die sie euch geben. Schluckt sie niemals runter. Egal was passiert. Wenn ihr müsst, dann nehmt sie für einen Moment in den Mund, versteckt sie unter eurer Zunge, aber schluckt oder zerkaut sie auf keinen Fall. Und die letzte und wichtigste Regel, wir halten zusammen. Immer. Das ist die einzige Möglichkeit, wie wir hier alle rauskommen. Zusammen.“ Er sprach in einer gesenkten Stimme und die sieben anderen hatten sich dicht um ihn gedrängt, um jedes Wort, das seine Lippen verließ begierig in sich aufzusaugen. Sie alle trugen die selbe weiße Uniform, die unter dem künstlichen Strahlen der Deckenlampen merkwürdig grell wirkte und einen starken Kontrast zu den schwarzen Haaren im einheitlichen Schnitt bot. Sie planten die Revolution im Hellen. Es gab keine dunkle Ecke, in die sie sich verziehen konnten um geheime Pläne zu schmieden. Ihnen blieb nichts Anderes übrig, als ihren Widerstand im unnatürlich hellen Licht zu planen, das scheinbar nie erlosch. Sie riskierten damit jede Sekunde ihr Leben und das war jedem von ihnen bewusst. Aber was war das hier schon für ein Leben? Ein Leben erleuchtet von den grellen Strahlen einer künstlichen Sonne. Sie hatten einen kleinen Strahl echtes Sonnenlicht gekostet und es hatte sie ihn Brand gesteckt. Und sie würden alles andere mit sich niederbrennen.
„Wann?“ Im Nachhinein wäre keiner der anderen in der Lage gewesen zu sagen, wer von ihnen die Frage, die ihnen allen auf der Zunge gelegen hatte, laut ausgesprochen hatte. Ihr Anführer sah sich ein weiteres Mal vorsichtig um, so wie er es alle paar Sekunden tat. Beinahe panisch. Paranoid.
„Bald, einer fehlt noch“, murmelte er.
„Du kannst sie nicht alle retten.“ Zögerlich hob der Junge, der den Platz neben dem Anführer eingenommen hatte, die Hand, als wollte er sie ihm tröstend auf die Schulter legen, ließ sie dann allerdings hilflos in der Luft schweben und versteckte sie schließlich wieder in seiner Hosentasche.
„Ich weiß. Aber es müssen neun sein. Neun oder keiner.“
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