Kopfschmerzen

von JaliceTo
OneshotRomanze, Freundschaft / P16
Daniel "Danger" Becker Elisabeth "Lisi" Schnabelstedt OC (Own Character) Zeki Müller
12.05.2018
12.05.2018
1
1464
2
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Kopfschmerzen

Sein Kopf dröhnte. Es fühlte sich an als würden tausend Presslufthammer gleichzeitig gegen seine Schädeldecke hämmern und keinerlei Gnade zeigen für den grauenvollen Umstand in dem der Teenager sich befindet. Daniel ´Danger´ Becker hatte keine Lust seine Augen auf zu schlagen und von den Sonnenstrahlen begrüßt zu werden - die sich durch den schmalen Spalt des Fenster Rollos geschoben haben um das Zimmer des Schülers etwas heller erleuchten zu lassen.
Vielleicht hatte er gestern einfach zu viel getrunken - aber jemand von diesen geilen Menschen war auch auf die Idee gekommen, Alkohol in die Bowle zu kippen - eine geniale Idee so fand Danger. Diese ganzen spießigen Lehrer waren viel lockerer drauf und man konnte ein wenig feiern. Es war selbstverständlich kein Vergleich zu der Art von Feiern, wie er es mit seinen Freunden zu tun pflegte. Da ging es richtig krass ab - doch das Abschluss fest der GGS war in Ordnung gewesen.

Bis auf die Kopfschmerzen die ihn nun plagten, ohne das er richtig wach war - verdammte Scheiße.
Daniel gab ein tiefes Brummen von sich und tastete blind nach seinem Smartphone - er wollte die Zeit wissen - zwar war es Wochenende aber er wollte sich heute mit etwas wichtigem beschäftigen. Nein - keinen abgefuckten Hausaufgaben - sondern dem chillen mit Burak, Chantal, Zeynep und Lea. Als der Teenager nach mehreren Versuchen sein Handy in der Hand hatte und seine stahlblauen Augen geöffnete hatte, fluchte er leise als er die Uhrzeit erblickt hatte.
"Was für Halb Neun!", fluchte der Schüler der Göthe Gesamt Schule genervt - er war sich sicher eine halbe Ewigkeit geschlafen zu haben. Und dabei war es erst Halb Neun - an einem Samstag - was läuft nur schief bei ihm. Er streckte sich einige Sekunden später in seinem Bett, öffnete anschließend Whatsapp und erkannte an dem Gruppenchat, in welchem er mit seiner Clique war - das diese heute alle zu Hause bleiben würde um ihren Kater zu pflegen.
"Uff - gut was soll ich nun heut machen?", fragte Danger sich selbst und war drauf und dran den Gruppenchat zu verlassen - wäre da nicht ein Bild von einem ganz bestimmten Mädchen gekommen. Es zeigte Danger mit diesem Mädchen - Celine Wilks - die Tochter von Herr Müller. Beide standen Arm in Arm neben der Bar auf dem Abschlussfest und grinsten in die Kamera.


"Okay und jetzt macht Smiley!"
Chantal hatte ihr Hand gezückt und Danger stand neben dem Mädchen das er in den vergangenen Wochen beschützt hatte und legte, als wäre es das selbstverständlichste der Welt - eine Arm um Sie. Er blickte in diese überraschten grün funkelnden Augen und freute sich über das Lächeln das sich wenige Sekunden später auf ihrem Gesicht zeigte.
"Du musst Grinsen", riet Danger ihr und zog sie ein wenig näher an sich. Das er sich für den heutigen Abend für einen Anzug entschieden hatte war - ungewöhnlich aber er wollte die Blondine beeindrucken - außerdem hatten seine Eltern ihn gezwungen.
"Leute jetzt flirtet nicht so ´Köln 50667´ mäßig - ich will noch weiter Party machen", trällerte Chantal in die Richtung der beiden und sowohl Celine als auch Danger grinsten happy in die Kamera, sie hatte nun auch einen Arm um ihn gelegt und Chantal schoss zufrieden das Foto...


Er hatte ihr an diesem Abend vorgeschlagen, das es doch ziemlich geil wäre wenn die beiden miteinander gehen würde - sie hatte darauf geantwortet das es interessant wäre - dann hatten sie noch ein wenig Bowle getrunken - Burak musste sich in einem Mülleimer übergeben und irgendwann war Celine mit Laura, Frau Schnabelstedt und Herrn Müller nach Hause gegangen.
Das die stille Schülerin nun diese Foto in die Gruppe gestellt hatte freute Danger - vor allem freute es den Schüler noch mehr, das sie aus sich heraus gewachsen ist und nicht mehr das eingeschüchterte, verunsicherte Mädchen verkörpert - welches sie an ihrem Beginn an der Schule doch war.
Langsam richtete der Schüler sich auf und ging in den Privat Chat den er mit Celine hatte um ihr dort zu schreiben.

Bock zu mir zu kommen?

Die Antwort der 16 Jährigen lies nicht lang auf sich warten - sie antwortete Danger nämlich das sie in einer halbe Stunde bei ihm sein würde. Zufrieden legte Danger das Handy zur Seite - seufzte einmal und lies sich dann wieder in sein Kopfkissen sinken. Das die Kopfschmerzen des zu hohen Alkoholkonsums von gestern bis zum Eintreffen der Blondine verschwunden sein könnten - daran glaubte er zwar nicht, aber die Anwesenheit der Lehrerstochter würde diesen Samstag Vormittag wesentlich erträglicher gestalten.

********


Die Türklingel war verdammt laut - vielleicht hatte Daniel ihr noch schreiben sollen, ihm einfach zu schreiben wenn sie vor dem Haus steht - das machen Chanti und Zeynep auch immer - Burak hämmert manchmal gegen die Haustür - ein besonderes Erkennungszeichen dafür wenn er mal zu Besuch kommt.
Danger warf sich so schnell wie es dem 16 Jährigem möglich war ein paar Klamotten über und ging dann zur Haustür um diese zu öffnen. Er war froh das weder seine Eltern noch seine kleine Schwester da waren - sie waren gestern, nachdem sie ihn in diesen Anzug gezwängt haben zu den Großeltern aufgebrochen die außerhalb der Stadt leben, um das Wochenende bei ihnen zu verbringen.
"Hey - komm rein"
Er hatte die Haustür geöffnet und schenkte der Tochter von Herr Müller ein müdes Lächeln, trat einen Schritt zurück und lies die Blondine somit in den schmalen Hausflur eintreten.
"Hi Danger - ich soll dich ganz lieb von Laura grüßen - sie freut sich schon auf die Proben für das neue Theater AG Stück", erwiderte Celine und blickte sich neugierig in dem kleinen Flur um. Ihr Blick blieb an einer Wand hängen an der Familien Fotos der Beckers hingen.
"Das ist Sarkasmus oder?", fragte Danger verwirrt nach und konnte die Tonart in der die 16 Jährige über Laura gesprochen hatte nicht so ganz einordnen. Ein leises Kichern kam von Celine ehe sie diese Frage bejahte.
"Huh - die soll mal ihre Fresse halten - was für ein weiteres Stück - hatte ihr doch gestern erklärt, das sie mir am Arsch vorbei geht - lass uns in die Küche gehen erste Tür links von dir", murmelte Daniel, fuhr sich einmal müde übers Gesicht und lies der Blondine den Vortritt. Irgendwo in der Küche mussten Aspirin Tabletten herum liegen - vielleicht würden die etwas gegen die Kopfschmerzen bewirken können.

"Sie hat mir gestern noch gesagt - das ich dir nicht wichtig bin und du keine stille Maus haben willst - ich bin doch gar nicht mehr so still und schüchtern - ich habe eben nur meine Zeit gebraucht - dabei war ich der Ansicht, das du ein guter Schauspieler bist", Celine warf Danger ein amüsiertes Lächeln zu und strich ihm einmal über den Arm. Der Teenager grinste kurz und machte sich dann daran - die Aspirin Tablette aus der Packung zu bekommen.
"Kopfschmerzen - wegen gestern und so. Das liegt nur an unserem guten Einfluss - außerdem kannst du echt gut küssen", neckte Danger sie auf ihre Aussage hin, das sie in ihrer Anfangszeit an der GGS sehr ruhig und zurückhaltend gewesen war - wie gut das sich das geändert hat.
"Ihr seid ein toller Einfluss, dank euch habe ich mehr Selbstvertrauen aufgebaut - auch wen ich die Leimbach-Knorr immer noch gruselig finde. Kopfschmerzen - du armer - Dad hat es auch erwischt, er hat auf meine Frage ob ich zu dir gehen darf - nur mit einem genervten ´Ist mir egal - mir geht es scheiße´ geantwortet  - aus dem Schlafzimmer heraus. Danke - ähm du hättest mich ja gestern etwas gefragt...Danger...", erwiderte die Blondine und Danger nickte nur, nahm anschließend das Aspirin und setzte sich auf einen der Küchenstühle und wollte natürlich wissen was genau sie nun sagen wollte.
"Ja - ich habe gefragt ob du auch findest das Maike voll die anstrengende ist", sagte Danger wissend.

"Ich meinte eigentlich die Frage - ob ich deine Freundin sein soll Danger - ich würde sehr gerne mit dir gehen", erwiderte Celine ging ein Stück auf ihn zu und drückte ihm anschließend einen vorsichtigen Kuss auf die Lippen.

Der überraschte Danger erwiderte den Kuss, seine Hände tasteten nach der Hüfte der Blondine und strichen langsam über diese, ehe er die Schülerin näher zu sich zog  und den Moment des Kusses - den Moment der Zweisamkeit genoss.
Vielleicht war die Anwesenheit seiner nun offiziellen Freundin ein besseres Mittel gegen die Kopfschmerzen als das Aspirin.

ENDE
Review schreiben