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Point Zero

Kurzbeschreibung
GeschichteKrimi, Freundschaft / P16 / Gen
Alan Eppes Amita Ramanujan Charlie Eppes Don Eppes Dr. Larry Fleinhardt
12.05.2018
14.05.2018
2
5.550
3
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
12.05.2018 2.922
 
Herzlich willkommen zu unserer Fanfiktion in diesem Bereich.
Wir hoffen, sie gefällt euch und wünschen euch viel Spaß beim Lesen! Dons PoV hat Mega07ghost geschrieben und ich habe Charlies übernommen.
Jetzt aber erstmal ganz viel Spaß beim Lesen! :)
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Dons PoV

Das Klingeln meines Handys durchdrang die himmlische Stille, die ich mir gerade im Wohnzimmer geschaffen hatte als ich den Fernseher ausgeschaltet hatte.
Ich öffnete die Augen und sah auf die Uhr: 23 Uhr.
Wer rief denn um diese Zeit an? Ich griff nach dem Handy, das neben meinem Sofa auf dem Couchtisch lag und blickte auf das Display.
'Dad', zeigte der kleine Bildschirm und ich klappte das Handy auf und hielt es an mein Ohr.
"Dad? Was ist?", fragte ich, inzwischen aufrecht sitzend. Irgendwie erfüllte mich die Tatsache, dass mein Vater mich mitten in der Nacht anrief mit Sorge. War etwas passiert?
("Donnie? Du musst sofort ins Krankenhaus kommen.")
Dad brachte die Worte mit zittriger Stimme hervor und mir lief ein kalter Schauer über den Rücken. Was auch immer geschehen war... Es schien schwerwiegend zu sein. Die Angst, die in der Stimme meines Vaters mitklang, machte es mir eindeutig klar.
"Was ist passiert? Bist du okay?", fragte ich und Dad zögerte einen Moment, bevor er mir die Antwort gab.
("Es... es geht um Charlie.")
Mein Herz schien für einen Moment auszusetzen, als ich den Namen meines kleinen Bruders hörte.
Charlie. Irgendetwas war mit Charlie! Die Information traf mich wie ein Schlag und ich schluckte.
"Was ist mit ihm?", fragte ich mit behauchter Stimme. Ich hoffte eine klare Antwort zu bekommen; irgendetwas, das mich beruhigen würde, aber Dad sagte nur, dass ich einfach herkommen solle und nannte mir die Adresse des Krankenhauses. Dann legte er auf.
Ich starrte auf das Handy in meiner Hand und blieb für einen Moment wie erstarrt sitzen. Mein Gehirn versuchte das eben Gehörte zu verarbeiten.
Charlie war im Krankenhaus. Dad war bei ihm. Und er wollte, dass ich auch herkam...
Natürlich! Ich musste sofort herkommen. Mein kleiner Bruder brauchte mich!
Als würde ich erst jetzt realisieren was passiert war, sprang ich auf, nahm meine Jacke und die Autoschlüssel und verließ mein Appartement.
Ich rannte die Treppe hinunter, nahm manchmal sogar zwei Stufen gleichzeitig. Ich musste mich beeilen!
So schnell ich konnte rannte ich aus dem Gebäude, stieg in meinen Wagen und startete den Motor.
Ich trat auf das Gaspedal und fuhr los.
Auf einmal war ich ziemlich dankbar dafür, dass es mitten in der Nacht war. Los Angeles' Straßen waren zwar immer stark befahren, aber zu dieser Zeit hielt sich der Verkehr in Grenzen. Ich erreichte das Krankenhaus innerhalb von dreißig Minuten.
Schleunigst sprang ich aus dem Wagen und lief in das große Krankenhausgebäude.
Erst wollte ich einfach drauf los und in den nächstbesten Gang laufen - völlig benebelt von der Angst um Charlie - aber dann konnte ich doch einen klaren Gedanken fassen. Ich lief zur Information, an der eine junge dunkelhaarige Krankenschwester saß. Sie schaute mir freundlich entgegen und fing an mit einem: "Kann ich Ihnen behilflich-", aber ich unterbrach sie sofort:
"Charles Eppes. Wo ist er?"
Es war mir egal, dass es unhöflich war. Ich musste einfach schnell alle wichtigen Informationen bekommen und zu meinem Bruder.
Noch bevor die vollkommen überrumpelte Dame mir eine Antwort geben konnte, fiel mein Blick auf einen der Gänge, aus dem mein Vater trat.
"Dad!"
Ich lief zu ihm, ohne der Krankenschwester etwas Weiteres zu erwidern.
Mein Vater sah mich kommen und noch bevor ich etwas sagen konnte, zog er mich sofort in seine Arme.
"Donnie. Ein Glück, dass du da bist."
Ich befreite mich nach einem kurzen Moment aus der Umarmung und schaute meinem Dad in das besorgte, blasse Gesicht. In seinen Augen spiegelte sich die Angst wider, die ich momentan selbst empfand.
"Komm mit."
Er zog mich am Arm mit sich und ich folgte ihm durch einen Gang. Ich schaute mir die Schilder an, die an der Wand hingen und das mulmige Gefühl wurde nur weiter beschwert. Hier waren die Operationsräume.
Ich wollte Dad fragen was los war, wollte einfach wissen was geschah... Aber ich brachte kein Wort hervor.
Schweigend gingen wir also weiter und als wir um eine Ecke bogen, sah ich Amita, die auf einem Plastikstuhl vor einer großen, geschlossenen Tür saß. Sie hatte die Arme um sich geschlungen und starrte an die Wand direkt vor sich.
"Don ist jetzt hier, Amita.", sagte mein Dad als wir bei den Stühlen ankamen und die junge Frau schaute auf zu uns. Ich konnte sehen, dass sie geweint hatte. Die Tränen hatten ihre Schminke verwischt.
"Was ist passiert?", stellte ich nun endlich die Frage, die mir schon die ganze Zeit unter den Nägeln brannte.
Ich hatte Angst vor der Antwort, aber ich musste es einfach wissen.
"Charlie... Er...", versuchte Amita zu sprechen, aber ihre Stimme versagte und sie schluchzte, neue Tränen in den Augen. Ich sah von ihr zu Dad, der zu Boden blickte.
"Er wurde angeschossen."
Es war raus. Die Klarheit stand im Raum.
Für einen Moment wusste ich nicht was ich sagen sollte. Ich war überfordert von den Worten, die mir eben zu Ohren gekommen waren.
Charlie wurde angeschossen? Wieso?! Warum sollte jemand auf meinen Bruder schießen?
Ich verstand die Welt nicht mehr.
Mir wurde übel als ich auf die Tür blickte, die zu den OP-Räumen führte. Da drin war mein Bruder. Und wahrscheinlich kämpfte er gerade um sein Leben. Was genau war nur passiert?



PoV Charlie

Flatternd öffneten sich meine Augen, bevor ich begann heftig zu blinzeln.
Es war so hell. Mein Kopf pochte kaum spürbar und ich fühlte mich so schwach und müde. Was war passiert?
Wo war ich?
In diesem Moment spürte ich, dass zwei Personen jeweils eine von meinen Händen vorsichtig in seiner eignen hielt.
„Charlie, kannst du mich hören?“
Diese Stimme war mir so vertraut, dass ich sie unter tausend anderen immer erkennen würde.
Don! Ich drehte meinen Kopf, in die Richtung aus der sie gekommen war und konnte gerade nur schemenhaft seine Gestalt ausmachen.
„Wo bin ich?“, fragte ich und erschrak leicht. Meine Stimme klang nicht nach ihr!
Sie war schwach, kaum hörbar und total belegt. Langsam spürte ich wie Panik in mir aufstieg und blinzelte ihn an.
„Don?“
Er reagierte erst nach ein paar Sekunden, da er anscheinend überlegen musste was er sagen wollte. „Wir sind im Krankenhaus auf der Aufwachstation!“
Seine Stimmte klang leicht belegt.
Warum war ich hier?
Meine Augen hatten sich jetzt einigermaßen ans Licht gewöhnt und mein Blick streifte durch den hellen Raum, bis er an Amita und meinem Vater hängen blieb, die auch hier waren. „Wie geht es dir?“, fragte sie mich mit rauer Stimme.
Sie sahen alle fertig aus und als hätten sie nicht geschlafen.
Waren sie wegen mir solange wach gewesen?
Warte, wie lange war ich eigentlich schon hier?
Ich suchte mit meinen Augen nach einer Uhr und vergaß völlig auf die Frage zu antworten.
„Charlie?“
Ich gab die Suche seufzend auf und sah wieder zu Amita. „Wie spät ist es?“, fragte ich sofort und versuchte mich aufzusetzen.
Ein leichter Schmerz, der durch meinen ganzen Körper zuziehen schien, machte sich bemerkbar und ein leises stöhnen entkam mir.
„Du musst liegen bleiben!“, meinte Alan und legte mir eine Hand auf die Schulter, als wollte er verhindern, dass ich es nochmal versuchte.
Doch dies würde ich sicherlich nicht, da sich gerade alles leicht drehte und mir schlecht wurde.
Amita schluchzte nur leise auf.
„Warum bin ich überhaupt hier?“, fragte ich schließlich, als mir niemand sagen wollte, wie spät es in diesem Moment war.
Besorgte Blicke, trafen auf meinen total verwirrten. „Du weißt es nicht?“, fragte Don.
Ich nickte als Antwort leicht.
Dad und mein Bruder schienen mit ihren Blicken zu kommunizieren, bevor Dad seine Stimme erhob. „Du wurdest gestern angeschossen und wirst jetzt fürs Erste im Krankenhaus bleiben müssen!“ Ich wurde ganz bleich im Gesicht.
Nein, das durfte nicht sein!
Es konnte nicht sein...
In diesem Moment blitzte ein verschwommenes Bild vor meinem geistigen Auge auf... Jemand hatte seine Waffe auf mich gerichtet und sah mich wütend an.
Die Gefühle von diesem Moment schienen wieder zukommen.
Wut, Verwirrtheit und Panik!
Doch das genaue Aussehen wollte meine Erinnerung mir nicht zeigen, da die Erinnerung wieder begann sich in nichts aufzulösen.
Und mit der Erinnerung verschwanden auch wieder diese Gefühle und tauschten ihren Platz mit Müdigkeit und dem Drang von hier verschwinden zu wollen.
„Ich muss hier raus! Ich bin doch fast fertig gewesen...“, hauchte ich kurz darauf und schloss meine Augen.
Don fragte mich etwas, doch ich konnte nicht reagieren.
Ich wollte nicht!
Was sollte ich im Krankenhaus machen und wie sollte ich weiter an meinem Projekt arbeiten? Hier ging ja es schlecht.
Kurz darauf spürte ich zwei Hände an meinen Schultern und öffnete erschrocken meine Augen. Diese plötzliche Berührung war mir gerade total unangenehm!
„Rede mit mir und ignoriere mich nicht! Mit was bist du fast fertig? Wer hat dir das angetan?“ Aus großen Augen sah ich Don an, der mich schon fast angeschrien hatte. Etwas in mir schien dadurch nur noch mehr zu blockieren, als es es schon tat, wodurch ich kein einziges Wort heraus bekam. „Don, beruhige dich!“, meinte Dad und schob Dons Hände von meinen Schultern.
Don schien kurz verwirrt zu sein, bevor er leicht erschrocken drein blickte. „Ich wollte es nicht. Ich bin einfach müde und sollte etwas trinken. Will noch jemand etwas?“
Kurz darauf verließ er den Raum und ich sah ihm einfach nach.



Dons PoV

Die Kaffeemaschine brauchte unglaublich lange, aber letztendlich spuckte sie mir ein schwarzes Heißgetränk aus.
Ich nahm den Becher und trank einen Schluck, unterdrückte das Seufzen, das sich langsam anbahnen wollte. Ich hatte nicht laut werden wollen, aber Charlie hatte scheinbar nichts verstanden, nicht richtig zugehört, deshalb war meine Stimme etwas kräftiger geworden. Ich hatte doch nur seine Aufmerksamkeit erhaschen wollen. Aber mein kleiner Bruder hatte es wohl irgendwie als Schreien aufgefasst. Es tat mir einfach Leid. Als ich seine riesigen Augen gesehen hatte, da war mir klar geworden, dass ich meine Stimme wohl etwas zu sehr erhoben hatte.
'Was hat Charlie sagen wollen?'
Hatte es etwas mit der Tat zu tun? Wusste er etwas über den Menschen, der ihm das angetan hatte? So viele Fragen füllten meinen Kopf und am liebsten hätte ich sie jetzt sofort beantwortet bekommen.

"Don?"
Ich fuhr herum als ich die Stimme hörte, die von Charlies Zimmertür kam.
"Amita...", sagte ich leise. Es war kaum mehr als ein Flüstern.
Ich erinnerte mich an das, was Amita mir erzählt hatte nachdem ich im Krankenhaus angekommen war. Sie hatte Charlie in seinem Büro gefunden - blutend, leblos am Boden liegend. Ich konnte mir nur annähernd vorstellen wie schrecklich der Moment für Amita gewesen sein musste.
"Willst du... auch etwas trinken?", fragte ich vorsichtig und sie schüttelte nur mit dem Kopf. Ich bemerkte die tiefen Augenringe in ihrem Gesicht und blickte auf meine Armbanduhr.
Es war inzwischen 8 Uhr. Wir hatten die ganze Nacht lang darauf gewartet, dass Charlie endlich aufwachte. Jetzt war es soweit und ich wusste, dass wir alle etwas Ruhe und Schlaf gebrauchen könnten.
Aber mir war auch klar, dass ich dazu nicht in der Lage sein würde. Erst musste ich mehr erfahren über das was geschehen war.
"Du solltest dich ausruhen und schlafen gehen, Amita. Dad und ich - wir kümmern uns um Charlie."
Ich legte der Freundin eine beruhigende Hand auf die Schulter. Wieder schüttelte sie den Kopf.
"Nein, Don. Ich kann mich nicht einfach hinlegen und schlafen. Ich will dabei helfen die Person zu finden, die Charlie das angetan hat."
Nicht nur die wiederkommenden Tränen, sondern auch eine brennende Entschlossenheit funkelte in ihren Augen. Sie wollte helfen. Und ich würde ihr diesen Wunsch nicht verwehren.
"Okay..."
Ich setzte mich auf einen der Stühle im Gang und deutete Amita mit einer Kopfbewegung sich neben mich zu setzen.
Als sie Platz genommen hatte, sprach ich weiter.
"Fangen wir damit an, dass du mir genau beschreibst wie du Charlie gefunden hast."
Ich konnte selbst nicht glauben wie leicht diese Worte meinen Mund verließen. Ich verhielt mich tatsächlich wie bei einer einfachen Zeugenbefragung! Aber vielleicht war genau dieses Verhalten das richtige, um meine Gefühle in den Hintergrund zu stellen und mich auf Logik und Fakten zu konzentrieren.
"Wie spät war es?", fragte ich weiter und Amita schien angestrengt nachzudenken, runzelte die Stirn.
"Es müsste... Halb 10 Uhr gewesen sein, vielleicht viertel vor 10."
Ich nickte kurz verstehend und nahm einen kleinen Notizblock aus meiner Jackentasche, um mir die Informationen aufzuschreiben.
"Und es war in seinem Büro?"
Amita nickte.
"Wo... wo genau?"
Ich wollte die junge Frau wirklich nicht mit diesen Fragen quälen, aber das alles würde möglicherweise helfen.
"Er...", Amita schluckte, bevor sie weitersprach: "Er lag auf dem Boden vor seiner Tafel. Da war... da war überall Blut. Ich habe sofort einen Krankenwagen gerufen."
Ich notierte mir diese Dinge und fragte dann:
"Weißt du was Charlie um die Zeit im Büro gemacht hat?"
Ich wusste ja, dass mein Bruder generell lieber abends arbeitete, aber die Angabe was genau er gemacht hatte, könnte mir vielleicht einen Aufschluss über das Motiv der Tat geben. Hatte Charlie an einem Fall für mich gearbeitet?
"Er arbeitet da gerade an einem Lösungsweg für ein altes Mathematikproblem... Er steht kurz vor dem Durchbruch."
Amita lächelte in Gedanken. Sie war wohl sehr stolz auf meinen Bruder.
"Alles klar. Er war also nicht mit FBI-Arbeit beschäftigt?", hakte ich noch einmal nach.
Amita dachte nach und plötzlich fiel ihr etwas ein. Ihre Augen weiteten sich und sie starrte mich an.
"D- doch! Natürlich! Sein Laptop war offen und darauf lief glaub ich ein Algorithmus. Versucht er nicht gerade dir bei diesem Kartell-Fall zu helfen? Er wollte... er wollte glaube ich Mitglieder finden."
Das stimmte! Wie hätte ich das vergessen können?
"Du hast Recht, Amita. Ich sage sofort den anderen Bescheid. Sie sollen zur CalSci fahren und sich im Büro umschauen."
Ich holte mein Handy aus der Hosentasche und wählte die Nummer meiner Kollegen. Das war ein erster Anhaltspunkt!



Charlies PoV

Mir waren meine Augen zugefallen und ich war eingeschlafen, während Don und Amita draußen waren.
Es war dadurch plötzlich einfach so still gewesen!
Unruhig zuckte meine Hand und ich murmelte wahrscheinlich irgendwas Schwachsinniges vor mich hin!
Oder aber auch nicht...
Es war fast ganz still in meinem Büro, nur ab und zu hörte man meine Kreide auf der Tafel. Es war ein beruhigendes Geräusch!
Doch irgendwann wurde die Tür aufgerissen und ein jemand mit verschwommenen Gesicht kam herein gestürmt.
Irgendwas hielt er in seiner Hand. Ich nahm es jedoch nicht wahr und schrieb weiter konzentriert meine Sachen auf, da ich es fast hatte.
Bald wäre ich fertig!
Doch dann erklang eine verzerrte Stimme, die ich gerade nicht wahrnehmen konnte. Mein Kopf wusste wem sie gehörte, konnte sie gerade jedoch nicht zuordnen. Angestrengt versuchte ich nach zu denken oder etwas zu sagen, doch alle Bemühungen waren umsonst.
Als der Schuss ertönte, schrak ich keuchend im Bett auf und sah mich wie ein gejagtes Tier um. Um ehrlich zu sein fühlte ich mich auch wie eines, nachdem jemand auf mich geschossen hatte. Wie ein Tier ohne Deckung, ohne Schutz.
Eines, das sich mit seiner Arbeit manchmal versuchte auf irgendeine Art und Weise zu beschützen oder eher abzulenken.
Ich atmete ein paar mal tief ein und aus und sah zu meinem Vater, der nur noch bei mir war. Besorgt musterte er mich, bevor er mich wieder ins liegen drückte.
„Deine Wunde könnte wieder anfangen zu bluten!“, meinte er leise und sah mir in die Augen. Ich war nicht alleine!
Ich hatte eine Familie!
„Wo sind Don und Amita?“
Mein Dad sah zur Tür. „Sie sprechen noch miteinander!“, meinte er, während ich meine Augen halb schloss.
Sie waren noch da.
„Von was hast du geträumt?“
Ich konnte ihm nicht antworten! Es ging gerade nicht und trotzdem ahnte ich, dass er mehr wusste, als er gerade sagte.
„Es war nur ein Alptraum. Weißt du wie selten diese eigentlich sind und deswegen sehr lange im Gedächtnis bleiben?“, fragte ich auf eine Frage hin nur und gähnte leicht. Am Liebsten würde ich einfach weiter schlafen, was für mich gerade jedoch nicht in Frage kam.
Der Traum könnte sich wiederholen!
Er seufzte leise und wusste, dass er keine Antwort mehr von mir bekommen würde. Oder jedenfalls noch nicht jetzt.
In diesem Moment öffnete sich die Tür und die anderen Beiden traten wieder ein. „Wir müssen kurz miteinander reden.“, meinte Dad zu Don, der dadurch wieder den Raum verließ.
Diesmal jedoch mit Dad!
Amita setzte sich auf die Bettkante und griff nach meiner Hand. „Du wirst wieder!“, meinte sie eher zu sich als zu mir.
„Bestimmt!“, murmelte ich deswegen nur und umklammerte ihre Hand einfach. Sie sollte nicht gehen!
Ich wollte nicht alleine sein!
Doch irgendwann müsste sie nach Hause gehen und auch mal schlafen. Sie sah so unglaublich müde aus.
Wie eigentlich auch Don und Dad.
Sie brauchten alle dringend Schlaf!
Doch dafür müssten sie mich hier alleine lassen und was wäre, wenn der Täter wieder auftauchen würde.
Nach wenigen Mintuen kam mein Bruder wieder herein und schickte meine Freundin hinaus.
Aber wieso?
Was wollte er jetzt gerade noch von mir?
„Ich habe ein paar wichtige Fragen an dich!“
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