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There is nothing ugly about you

von sweetpea
Kurzbeschreibung
SongficSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Magnus Bane
11.05.2018
11.05.2018
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11.05.2018 718
 
So, meine allererste FF, bin ein bisschen nervös!    

Es handelt sich hierbei um eine Songfic zu dem Titel „Little do you know“ von Alex & Sierra und bezieht sich inhaltlich auf die Episode „A Problem of Memory“ (2x15), in der Magnus Alec zum ersten Mal von seiner Vergangenheit erzählt.

Also dann, ich hoffe, es gefällt euch.
Los geht's:



There is nothing ugly about you

Little do you know      
How I'm breaking while you fall asleep
Little do you know
I'm still haunted by the memories


So lange hatte er versucht, seine Qualen vor ihm zu verbergen. Seine Schwäche nicht preiszugeben. Hatte vorgegeben, dass alles in Ordnung war.
Doch selbst in Alexanders Nähe fiel es dem Obersten Hexenmeister von Brooklyn schwer, die Erinnerungen zu vergessen. Erinnerungen, die er vor vielen Jahren in den hintersten Winkel seiner Seele verbannt hatte, in der Hoffnung, sie nie wieder hervorkramen zu müssen. So sehr er sich auch bemühte, Alec konnte spüren, dass ihm etwas zu schaffen machte. Etwas, von dem er ihm nichts erzählte. Sein Freund kannte ihn einfach viel zu gut. Mit einem einzigen Blick seiner kristallblauen Augen hatte der Shadowhunter seine Maske aus gespielter Unbeschwertheit durchbrochen und sein aufgesetztes Lächeln als das erkannt, was es war.

Underneath it all I'm held captive by the hole inside
I've been holding back for the fear that you might change your mind


Warum hasste er ihn nicht?! Er war ein Monster. Der Mörder seines Ziehvaters. Der Grund, warum seine eigene Mutter sich das Leben genommen hatte. Und doch war Alec hier. Berührte ihn, ohne vor ihm zurückzuschrecken.
Magnus spürte, wie sich die ersten leisen Tränen ihren Weg über sein Gesicht bahnten und eine nach der anderen auf seine, im Schoß verkrampfen, Hände tropften.

„Hey"
Alec rückte noch ein weiteres Stückchen an seinen Freund heran. Eine Hand an dessen Wange sah der Shadowhunter ihm tief in die, nun vom Weinen geröteten, Katzenaugen.  
Magnus´ Geständnis hatte ihn betroffen gemacht. Es schmerzte Alec zu sehen, wie sehr dieser unter seiner vermeintlichen Schuld litt, wie sehr ihn die Erinnerungen an seine Kindheit innerlich auffraßen. Magnus konnte nichts dafür, einen Stiefvater zu haben, der ihn als Missgeburt beschimpfte, oder eine Mutter, die aus Scham für ihren eigenen Sohn Selbstmord beging. Wie hatte der Hexenmeister diese Vergangenheit nur jahrhundertelang mit sich herumtragen können, ohne daran zu zerbrechen?!

I'll wait, I'll wait
I love you like you've never felt the pain
I'll wait
I promise you don't have to be afraid


“Da ist absolut nichts Hässliches an dir!“
Die Stimme des Shadowhunters klang fest und unerschütterlich. Magnus konnte hören, dass Alec meinte, was er sagte. In seinem Blick lagen weder Abscheu noch Verachtung, nur ehrliche Überzeugung und tiefstes Verständnis. Er verurteilte ihn nicht.
Niemals hätte Magnus das erwartet. Auch wenn Alexander nun die Wahrheit über seine Vergangenheit kannte, hatte er ihn nicht zurückgestoßen, sondern war weiterhin an seiner Seite. Erleichterung durchströmte den Körper des Hexenmeisters. Wie sehr hatte er sich davor gefürchtet, seinen Freund durch seine Offenbarungen zu verlieren. Mit einem halb erstickten Schluchzen ließ er sich von Alec in dessen Arme ziehen.

The love is here and here to stay
So lay your head on me


Magnus wusste nicht, wie lange sie so verharrten, fest ineinander verschlungen, er die Hände fast krampfhaft in Alecs Shirt gekrallt, während dieser mit seinen schlanken Fingern kleine, beruhigende Kreise auf seinen Rücken malte.      

Irgendwann ebbte die Verzweiflung ab. Alec konnte spüren, wie sich Magnus´ Atmung langsam beruhigte und die Tränen versiegten. Vorsichtig löste er sich so weit von ihm, dass er dem Hexenmeister wieder in die Augen blicken konnte, und flüsterte mit rauer Stimme:
„Ich liebe dich, Magnus Bane. Und nichts, was du sagst oder tust, wird je etwas daran ändern können.“

Cause little do you know
I, I love you 'til the sun dies


Obwohl sie einander erst seit wenigen Wochen kannten, fühlte Magnus sich dem Mann, in dessen Armen er lag, so nahe wie keinem anderen Wesen, dem er in seinem unsterblichen Leben je begegnet war. Der Schmerz würde wohl nie ganz vergehen, aber nun hatte der Oberste Hexenmeister von Brooklyn endlich denjenigen gefunden, der ihn mit ihm teilen würde.
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