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Das Herz der Alchemie

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16
Eskel Geralt von Riva Lambert OC (Own Character) Triss Merigold Yennefer von Vengerberg
11.05.2018
11.05.2019
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22.04.2019 4.932
 
Mit etwas Mühe schloss Thalia den letzten Haken des Mieders. Auch, wenn die Verletzung im Laufe der letzten Woche fast vollständig verheilt war, so war die linke Schulter doch immer noch etwas steif und bei vielen Bewegungen zog ein leichter Schmerz durch Thalias Arm bis in die Fingerspitzen. Der in ihrem Körper verbliebene Katalyst-Stein verstärkte nach wie vor die Wirkung des heilungsfördernden Amuletts, das Triss ihr überlassen hatte. Die Vorstellung, für den Rest ihres Lebens einen Fremdkörper in sich zu beherbergen, löste in Thalia leichtes Unbehagen aus - jedoch könnte die magieverstärkende Wirkung des Steins sich auch später noch als nützlich erweisen. Sobald die Heilung abgeschlossen wäre, würde sie ein wenig mit Zeichen und vielleicht sogar anderen Zaubern experimentieren - falls eine der magiekundigen Damen sich dazu bereit erklären sollte, ihr etwas beizubringen. Eine fähige Zauberin würde wohl nie aus ihr werden, aber für kleine, im Alltag nützliche Anwendungen würde es möglicherweise reichen.
Das grüne Kleid war eines der wenigen Kleidungsstücke in ihrer Reisetasche, das nicht nur praktisch, sondern auch einigermaßen ansehnlich war. Triss hatte ihr angeboten, sich an ihrer Garderobe zu bedienen. Doch obwohl Thalia seit ihrer Expedition mit Eskel deutlich schlanker geworden war, wies ihre Figur dennoch mehr Rundungen auf, als die schlanke Gestalt der Zauberin. Deshalb war sie auf die Garderobe angewiesen, die sie für ihre Reise nach Toussaint eingepackt hatte. Vor ihrer Abreise nach Corvo Bianco hatte Yennefer sie bereits in leicht abfälligem Ton darauf aufmerksam gemacht, dass Thalias Stil, sich schlicht zu kleiden, im Herzogtum auf wenig Verständnis stoßen würde. Sobald sie dort waren, würde sie sich wohl den dortigen Gepflogenheiten entsprechend eine neue Garderobe zulegen müssen, um in Beauclair nicht negativ aufzufallen.
Der Ausschnitt des Kleides war zum Glück dazu geeignet, die Narbe zu verdecken, die unterhalb von Thalias Schlüsselbein gut sichtbar war. Der Bolzen der Armbrust hatte nicht nur mit Wucht ihr Schulterblatt durchschlagen, sondern war sogar vorn wieder ausgetreten und hatte ihren Körper komplett durchbohrt. Thalia schauderte beim Gedanken an die Schmerzen und die Angst, die sie empfunden hatte, bevor die Bewusstlosigkeit sie gnädigerweise umfangen hatte.
Das heilende Amulett lag wie ein Schmuckstück an einer schmalen Kette auf ihrer Brust. Ihr Haar hatte sie in ihrer üblichen Art locker im Nacken zusammengesteckt. Nach einem letzten prüfenden Blick in den Spiegel zog sie ihre kurzen Stiefel an und verließ das Gästezimmer, das sie seit ihrer Ankunft in Triss´ Haus zusammen mit Eskel bewohnte.
Auf dem Weg ins Untergeschoss hörte sie Keira und Lambert, die sich in der Küche unterhielten und offenbar über irgendetwas geteilter Meinung waren. Obwohl Lambert oft seine gewohnt zynische Art an den Tag legte und mit Spötteleien in Keiras Richtung nicht geizte, schien er doch weitaus zufriedener zu sein, als Thalia ihn in Kaer Morhen je erlebt hatte. Seine Verletzungen waren nach der Behandlung durch die Zauberinnen und Shani noch zügiger geheilt als ihre eigene. Doch die Zeit im Verlies schien nicht spurlos an ihm vorübergegangen zu sein. Während der gemeinsamen Abende war er ungewohnt schweigsam gewesen und Thalia hatte ihn öfters nachdenklich gesehen, den Blick abwesend in die Flammen des Kaminfeuers gerichtet.
Thalia ging weiter zur Hintertür des Gebäudes und überließ Lambert und Keira ihrem offenbar nicht ganz ernst gemeinten Disput. Im Hof sog sie die warme Frühlingsluft tief in ihre Lungen - dankbar, dass sie wieder ohne Schmerzen atmen und den Duft der blühenden Büsche genießen konnte.
Vincent Laikos und Marik Yonka unterhielten sich mit Triss, die gepackten Reisetaschen lagen zu ihren Füßen auf dem Kiesweg. Eskel saß etwas abseits auf einer Bank und ölte eins seiner Schwerter.
Thalia nickte Triss grüßend zu und trat zu ihren Kollegen.
“Vincent. Marik. Ihr wollt also wirklich heute aufbrechen?”
Vincent Laikos lächelte sie an und strich sich eine widerspenstige Strähne seines blonden Haars aus der Stirn. “Wir schließen uns einer Händlergruppe an, die heute Vormittag aufbricht. Per Schiff geht es zuerst nach Nazair und dann weiter nach Nilfgaard. So umgehen wir Redanien großräumig und sehen nebenbei sogar noch etwas von der Welt.”
In den letzten Tagen schien er regelrecht aufgeblüht zu sein und wirkte auf Thalia nun um Jahre verjüngt. Die Grübchen, die sich beim Lächeln in seinen Wangen bildeten, verstärkten den schalkhaften Eindruck noch mehr.
Marik Yonka hatte sich ebenfalls deutlich erholt. Zumindest körperlich. Die Wunden, die die Hexenjäger ihm in den Tagen seiner Gefangenschaft beigebracht hatten, waren geheilt - ebenfalls Dank der Zauberinnen. Doch die psychischen Verletzungen, die die “Befragungen” angerichtet hatten, würden ihn wohl noch lange begleiten. Nichtsdestotrotz wirkte er beinahe glücklich, voller Vorfreude auf den Neuanfang. Thalia wunderte sich einmal mehr über die Stärke dieses unscheinbaren Mannes, der Vincent und sie selbst nicht an seine Peiniger verraten hatte.
“Richte bitte Geralt und Yennefer nochmals unseren Dank aus, wenn du sie wiedersiehst”, sagte Yonka mit sanfter, ruhiger Stimme. “Ihre Beziehungen zu Kaiserin Cirilla haben uns die Türen zur Universität von Nilfgaard geöffnet.”
“Sie haben mehr als gern ein gutes Wort für euch eingelegt. Und ihr wollt wirklich nicht doch mit nach Toussaint kommen? Die Universität dort befindet sich erst im Aufbau - wir werden dort auf jeden guten Wissenschaftler angewiesen sein, der zu uns findet.”
Laikos blickte zu Yonka, dann wieder zu Thalia. “Vielen Dank für das Angebot. Wir werden sehen, wie es uns in Nilfgaard gefällt. In jedem Fall werden wir dich in Beauclair besuchen.”
“Ich nehme euch beim Wort!” Thalia umarmte zunächst Laikos lächelnd, dann Yonka. “Alles Gute!”
“Pass auf dich auf, Thalia. Wobei - dein Hexer wird bestimmt gut auf dich acht geben …” Vincent zwinkerte ihr schelmisch zu und entlockte Thalia ein Grinsen.  
Die beiden schulterten ihre Taschen, verabschiedeten sich von Triss und Eskel und schlugen zu Fuß den Weg in Richtung Hafen ein.
Thalia blickte ihnen nach, winkte Laikos noch einmal zu, als dieser sich kurz vor der Wegbiegung noch einmal umdrehte und zu einem letzten Gruß die Hand hob. Als die beiden hinter einer Hauswand aus ihrem Blickfeld verschwanden, seufzte Thalia.
Nun waren all ihre Freunde aus Oxenfurt ihrer Wege gegangen. Shani hatte sie bereits am Tag nach ihrer Flucht wieder verlassen und war per Portal in die Stadt am Pontar zurückgekehrt. Ihr Verschwinden hätte Fragen aufgeworfen und möglicherweise einen Verdacht auf sie gelenkt. Shani beabsichtigte, weiterhin an der medizinischen Fakultät zu arbeiten und wollte kein Risiko eingehen - was Thalia absolut nachvollziehen konnte. Sobald sie sicher auf dem Weg der Besserung gewesen war, hatte Shani sich von allen verabschiedet - jedoch nicht, ohne Thalia zu versprechen, sie irgendwann einmal in Toussaint zu besuchen. Thalia vermisste ihre Freundin jetzt schon.
Triss ging zurück ins Haus.
Thalia trat zu Eskel herüber und setzte sich neben ihn auf die Bank. Er strich sorgsam mit einem ölgetränkten Tuch über die Stahlklinge und benetzte die Schneide mit einer schützenden Schicht. Schon während ihrer Reise durch die Wildnis hatte Eskel seine Ausrüstung stets gut gepflegt. Thalia lächelte bei dem Gedanken daran, wie er immer zunächst sein Pferd, dann seine Waffen versorgt hatte - noch bevor er selbst sich etwas zu essen gönnte.
Thalia seufzte. “Jetzt sind sie weg.”
Eskel blickte sie von der Seite an, sein typisches Lächeln auf den Lippen. Wie sehr sie sich doch an dieses leicht schiefe Lächeln gewöhnt hatte. “Wirst du sie vermissen?”
“Sehr sogar. Die beiden haben mich meine gesamte Ausbildung lang begleitet. Und auch danach konnte ich mich immer auf sie verlassen. Aber ich freue mich auch auf Toussaint und die Universität dort.” Sie legte ihre Hand auf Eskels Bein. “Und ich freue mich auf die Zeit dort mit dir. Du hast es dir doch nicht anders überlegt, oder?”
“Also … Ich muss das nochmal überdenken, Thalia …”
Sie spürte, wie die Furcht vor seinen nächsten Worten ihr den Rücken hinunterkroch.  
“Allein in einem Sumpf in Velen nach Ertrunkenen und Wasserweibern suchen oder zusammen mit dir in Toussaint leben … ich kann mich nicht so recht entscheiden.”
Dann sah sie sein breites Grinsen. Erleichtert gab sie ihm einen sanften Stoß in die Rippen.
“Hör auf, solche Späße mit mir zu treiben. Du weißt, dass ich befürchte, dich zu etwas zu drängen …”
“Du drängst mich nicht, Thalia. In Toussaint kann ich genau so gut arbeiten wie anderswo. Ich habe genug Zeit allein auf dem Pfad verbracht.” Er steckte das Schwert zurück in die Scheide, legte seinen Arm um Thalia und zog sie an sich. Sie legte ihren Kopf an seine Schulter.
“Eskel … ich hatte dir doch mal erzählt, dass ich von hier stamme, aus Pont Vanis.”
“Hm. Ich hatte mich schon gewundert, dass du deine Familie noch nicht hast besuchen wollen. Du hast sie bestimmt lange nicht gesehen.”
“Seit Jahren nicht. Wir … wir sind nicht unbedingt im Guten auseinandergegangen. Sie waren nicht damit einverstanden, dass ich nach Oxenfurt gehe und dort studiere. Als ich mich weigerte, den Mann zu heiraten, den sie für mich ausgesucht hatten, waren sie sehr böse auf mich. Und enttäuscht. Ich habe sie trotzdem regelmäßig in Briefen über mein Leben auf dem Laufenden gehalten - ich weiß nicht, ob sie sie gelesen haben oder nicht … Nur einmal haben sie mir eine Antwort geschickt: Als ich ihnen von meiner Verlobung mit Gregor geschrieben habe. Sie schrieben, sie seien froh, dass ich einen vielversprechenden Mann gefunden habe und nicht mehr auf mich allein angewiesen sei. Auf den Brief, in dem ich ihnen von seinem Tod berichtet habe, haben sie nicht reagiert.” Thalia atmete tief durch. “Ich weiß nicht, was mich erwartet, wenn ich meinen Eltern gegenübertrete. Wir hatten schon lange vor meiner Abreise kein enges Verhältnis mehr zueinander und … als ich dann ging, sagten sie, dass sie mir zwar alles Gute wünschen, mich aber nicht länger als ihre Tochter betrachten würden.”
Eskel hatte ihrer Erklärung mit gerunzelter Stirn gelauscht. “Wieso waren sie nicht stolz darauf, dass du an einer renommierten Akademie studiert hast? Und dass du dir deinen Traum, Alchemistin zu werden, verwirklichst?”
“Meinen Eltern geht ihr Familienunternehmen über alles. Sie führen es in der zehnten Generation. Die Geschäfte liefen vor ein paar Jahren allerdings nicht gut. Meine Heirat mit dem Sohn des Reeders hätte all ihre Probleme mit einem mal gelöst. Sie hätten ihre Waren viel günstiger verschiffen und auch neue Handelspartner gewinnen können. Ich habe noch einen jüngeren Bruder, der einmal das Geschäft übernehmen soll. Aber als ich ging, war er noch lange nicht so weit, um in die Fußstapfen unseres Vaters zu treten. Sie empfanden es als Verrat an unserer Familie, als ich nicht alles in meiner Macht stehende tat, um das Unternehmen zu unterstützen.”
Eskel schnaubte. “Du hättest einen Mann heiraten sollen, nur um das Geschäft zu sichern?”
Thalia nickte langsam. “Das erwarten viele Familien von ihren Kindern, Eskel. Und die meisten Kinder aus kovirischen Händlerfamilien tun das tatsächlich. Ich habe meine Eltern enttäuscht und das haben sie mir nie verziehen. Aber … ich möchte nicht, dass sie von der Akademie erfahren, was ich getan habe - und dann noch schlechter von mir denken, als sie es ohnehin schon tun. Ich will ihnen selbst erklären, warum ich Oxenfurt verlassen habe. Und dass ich in Sicherheit bin und mir ein neues Leben aufbauen werde.” Sie blickte Eskel zögernd an. “Würdest du … würdest du mich begleiten, wenn ich zu ihnen gehe? Ich weiß nicht, ob ich allein den Mut aufbringe, ihnen gegenüberzutreten.”
Eskel schluckte. “Ich erwecke nicht immer einen guten ersten Eindruck, Thalia. Bist du dir sicher, dass du das willst?”
Thalia blickte ihm fest in die Augen, ein zuversichtliches Lächeln auf den Lippen. “Ich bin sicher.”

* * * *

Arm in Arm gingen sie durch die geschäftigen Straßen des Händlerviertels von Pont Vanis, das sich in den letzten Jahren kaum verändert hatte. Thalia erspähte hin und wieder sogar das ein oder andere vertraute Gesicht.
Auch hier warfen Passanten Eskel abschätzende Blicke zu - jedoch weitaus weniger, als dies in Redanien der Fall gewesen war. Die Sonne schien und eine warme Frühlingsbrise trug ihnen den Duft frischer Backwaren entgegen, der aus einer offenen Backstube in die Gasse geweht wurde. Die ein oder andere Möwe, die es aus dem Hafen bis hierher verschlagen hatte, saß auf den Dachgiebeln und blickte auf das geschäftige Treiben herab.
Die Waren in den Auslagen der Geschäfte boten allesamt eine herausragende Qualität. Pont Vanis war eine der wichtigsten Handelsstädte der Nördlichen Königslande. Die Güter, die die Stadt über den Seeweg erreichten, wurden entweder direkt hier zum Weiterverkauf angeboten oder in die südlicheren Länder weitertransportiert. Im Vergleich zu Temerien oder Redanien erfreute sich Kovir nach wie vor eines gewissen Wohlstands, der nicht zuletzt auf den hervorragenden Handelsbeziehungen der kovirischen Kaufleute beruhte.
Dem Lagerhaus einer dieser Kaufmannsfamilien näherten sich Thalia und Eskel nun. “Van de Wintervoords” stand in goldenen Lettern über dem offenen Eingangstor, das den Blick in eine Verkaufshalle freigab. Thalia atmete einmal tief durch und zögerte, das Gebäude zu betreten, den Blick starr ins Innere des Hauses gerichtet. Eskel drückte kurz ihre Hand. Sie blickte auf und nickte ihm kurz zu. Gemeinsam traten sie durch das Tor.
Drinnen herrschte nicht viel Betrieb. An den Wänden stapelten sich hölzerne Kisten mit Aufschriften in mindestens vier verschiedenen Sprachen. Eine Treppe führte hinauf in den Speicher, in dem weitere Waren auf ihren Weiterverkauf warteten.
Als ihr Blick auf einen älteren Mann mit schütterem Haar fiel, erstarrte Thalia kurz. Ihr Vater sah noch immer fast genau so aus, wie sie ihn in Erinnerung hatte. Er verhandelte mit einem weitaus jüngeren, gut gekleideten Herren. Der Ältere hielt ein Klemmbrett und einen Stift in Händen, schob sich mit einer beiläufigen Geste die Brille auf den Nasenrücken zurück und addierte laut mehrere Zahlenkolonnen in geübter Manier. Die Endsumme schien dem Jüngeren noch zu hoch zu sein - kurz wurde über mögliche Rabatte gefeilscht, dann der Handel per Handschlag beschlossen.
Als der junge Händler sich anschickte, das Lagerhaus zu verlassen, wandte sich ihr Vater den neuen Besuchern zu. Und genau wie vorhin Thalia erstarrte auch er mitten in der Bewegung, als sein Blick auf die junge Frau fiel, die er schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. Ein Zug verschiedener Emotionen wanderte über sein Gesicht - Erstaunen, Freude, Besorgnis, Ärger … all dies zeichnete sich innerhalb weniger Sekunden auf den Zügen des Mannes ab. Er atmete tief durch, schien sich zu wappnen, seiner Tochter gegenüberzutreten. Als sein Blick auf den Mann an ihrer Seite fiel, verhärteten sich seine Züge. Dennoch trat er auf die beiden zu.
Thalia lächelte ihren Vater unsicher an. “Hallo, Vadder.”
Der ältere Mann presste kurz die Lippen zusammen, nickte seiner Tochter dann reserviert zu. “Thalia. Ich bin überrascht, dich hier zu sehen. Und besonders in Gesellschaft dieses …” Sein abschätziger Blick musterte Eskel von Kopf bis Fuß.
“Das ist Eskel, Vater. Er ist Hexer der Wolfsschule aus Kaedwen.”
“Hm … Nun denn. Deine Mutter ist im Büro. Sie würde sich sicherlich freuen, dich zu sehen.”
Mit diesen Worten wandte er sich ab und ging voraus in den hinteren Bereich der Halle.
“Lydia? Sieh nur, welcher Gast sich zu uns verirrt hat!”
Die Gerufene erhob sich hinter ihrem Schreibtisch - bei ihr war die Ähnlichkeit mit Thalia mehr als deutlich zu erkennen. Das gleiche rot-braune, lockige Haar - im Fall der Älteren durchzogen von einzelnen grauen Strähnen. Die gleichen vollen Lippen, die gleichen wachen, großen Augen. Jedoch verengten sich diese Augen sofort, nachdem sie auf ihre Tochter gerichtet wurden und ein harter Zug ließ ihren Mund schmallippig erscheinen.
Sie verharrte in einigem Abstand und machte keine Anstalten, ihrer Tochter entgegenzugehen. “Thalia. Nach all den Jahren … Welchem Umstand verdanken wir denn die Ehre deines Besuchs? Man sollte doch meinen, dass deine geschätzte Universität es wohl kaum verschmerzen kann, auf dich zu verzichten, oder? Deine Forschungen sind doch bestimmt zu wichtig, als das du sie einfach so für einen Besuch bei uns unterbrechen kannst - Frau Professorin.”
Lydia van de Wintervoord sprach den Titel ihrer Tochter aus, als handle es sich dabei um ein Schimpfwort. Keine Spur von Stolz auf die Leistungen ihrer Tochter, keine Wiedersehensfreude waren ihr anzumerken.  
Thalia schien sich kurz für das bevorstehende Gespräch zu wappnen. “Mutter. Ich arbeite nicht länger an der Universität von Oxenfurt. Deshalb bin ich hier. Ich wollte euch persönlich mitteilen, was sich dort ereignet hat und warum ich nach Toussaint gehen werde.”
“Toussaint?” Thalias Mutter schien mehr als überrascht. “Was um alles in der Welt willst du in Toussaint? Und wer ist dieser Todschläger, der dich begleitet?”
Thalia seufzte. “Der Mann an meiner Seite ist Eskel. Er wird mich nach Toussaint begleiten. Bitte lasst mich erzählen, was in den letzten Wochen passiert ist.” Mit kurzen Worten und ohne Ausschweifungen berichtete Thalia ihren Eltern von den Ereignissen nach ihrer Rückkehr von der Expedition, vom Auftrag des Redanischen Königs, von ihrer Rolle bei der Erforschung des Erregers und ihrem Entschluss, das Vorhaben zu vereiteln. Den Gefängnisausbruch ließ sie unerwähnt, ebenfalls ihre Verwundung.
“… Jedenfalls kann ich nicht länger in Redanien bleiben. Die neue Universität in Toussaint hat mir das Angebot gemacht, dort zu forschen und zu lehren und ich habe es mit Freuden angenommen. Das wollte ich euch persönlich sagen. Solltet ihr also ein Schreiben aus Redanien erhalten, in dem ich des Hochverrats bezichtigt werde … dann wisst ihr, was dahintersteckt und dass ich in Toussaint in Sicherheit sein werde.”
Thalias Eltern hatten während ihrer Ausführungen schweigend zugehört, ihr Vater hatte mehr und mehr bestürzt ausgesehen, während ihre Mutter immer verbitterter zu werden schien. Sie war es auch, die nun als erste das Wort ergriff. “Das ist also aus dir geworden - eine Hochverräterin. Nicht genug, dass du uns Schande gemacht hast, als du dich damals weigertest, Gustavs Frau zu werden. Nun ziehst du unseren Namen noch weiter in den Schmutz. Hast du auch nur einen Gedanken daran verschwendet, was aus unseren Handelsbeziehungen nach Redanien werden soll? Wie viele unserer Geschäftspartner uns nun den Rücken kehren werden, sollte das publik werden? Natürlich nicht!”
Ihr Mund verzog sich zu einer angewiderten Grimasse. “Unsere gebildete Tochter hat ja nur ihre eigenen Ziele im Kopf. So war es doch schon immer, oder? Während dein Bruder alles dafür tut, unser Geschäft zu unterstützen, hast du dir nie etwas daraus gemacht, was aus uns und der Firma wird.”
“Mutter, das ist nicht gerecht”, unterbrach Thalia. “Ihr wolltet das ich alles aufgebe, wovon ich immer geträumt habe. Ihr wolltet, dass ich diesen Gustav heirate, der den Geist eines Laibs Brot und den Humor eines eingelegten Herings hat. Und als ich dazu nicht bereit war, habt ihr mich so sehr unter Druck gesetzt, dass mir keine andere Wahl blieb, als fortzugehen.”
“Natürlich, wir sind an allem Schuld. Sag mir: Hat es sich denn gelohnt für dich, deinen Kopf durchgesetzt zu haben? Wenn du es wenigstens geschafft hättest, die Gemahlin eines angesehenen Wissenschaftlers zu werden. Stattdessen ziehst du nun als ledige Frau jenseits der besten Heiratsjahre in den Süden, um dort an irgendeiner hinterwäldlerischen Hochschule zu arbeiten. Und gibst wahrscheinlich deine letzten Gulden aus, um diesen Schlächter hier als Geleitschutz anzuheuern.”
“Eskel ist nicht mein `Geleitschutz`.” Thalia, die ursprünglich vorgehabt hatte, sich mit ihren Eltern auszusöhnen, war im Laufe des Gesprächs immer zorniger geworden. Während der Tirade ihrer Mutter waren rote Flecken auf ihrer hellen Gesichtshaut entstanden. Sie spürte, dass sie ihre Wut und Enttäuschung kaum noch beherrschen konnte.
“Eskel ist der Mann, mit dem ich mir in Toussaint ein neues Leben aufbauen werde. Und es ist mir ganz egal, ob ihr mir dazu euren Segen geben werdet oder nicht.”
Thalias Eltern waren sichtlich erbleicht. Ihre Mutter rang um ihre Fassung, sie starrte Eskel mit unverholenem Entsetzen in den Augen an. “Thalia. Bitte sag, dass das nur ein übler Scherz war. Du wirst doch dein Leben nicht so wegwerfen! Such dir meinetwegen einen gutgestellten Professor an deiner neuen Universität, aber doch nicht … solch einen Schlagetot! Was ist nur aus dir geworden?”
“Was aus mir geworden ist? Seit gerade eine Frau, die erkannt hat, dass sie hier nur ihre Zeit verschwendet. Ich war so naiv gewesen zu glauben, dass ich mich persönlich von euch verabschieden sollte. Dass wir vielleicht die Vergangenheit ruhen lassen und uns aussöhnen könnten. Aber da habe ich mich wohl getäuscht. Komm, Eskel. Hier gibt es nichts mehr zu sagen!”
Sie machte auf dem Absatz kehrt und lief nun eiligen Schrittes zum Ausgang. Eskel blieb nichts anderes übrig, als ihren verblüfften Eltern kurz zuzunicken und Thalia dann zu folgen. Als er zu ihr aufschloss, stand sie bereits auf der Straße vor dem Lagerhaus. Die Wut und Enttäuschung brach sich nun Bahn, sie zitterte am ganzen Leib und rang mit den Tränen. Eskel wollte sie an sich drücken, aber sie wand sich aus seiner Umarmung. “Nicht hier. Lass uns gehen.”
Doch nach ein paar Schritten schon ließ ein Ruf sie innehalten. “Thalia! Warte!”
Thalias Vater kam mit schnellen Schritten auf sie zu geeilt. Als er sie eingeholt hatte, war er bereits etwas außer Atem. “So warte doch. Das … das ist alles etwas anders gelaufen, als ich mir unser Wiedersehen vorgestellt hatte …”
“Ja, Vadder.” Thalias Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, sie versuchte, das Zittern ihrer Unterlippe zu unterdrücken. “Ich hatte es mir auch anders vorgestellt.”
“Deine Mutter … sie ist wütend und … und sie macht sich Sorgen. Genau wie ich. Also … ich bin froh, dass du rechtzeitig aus Oxenfurt hast fliehen können. Und dass du nicht allein bist.” Er warf Eskel einen unsicheren Blick zu.
“Nichts für ungut, Meister Hexer. Ich bin sicher, wenn Thalia sich für Euch entschieden hat, dann seid Ihr mehr als das bloße Auge zu erkennen vermag. Also … gebt bitte gut auf meine Tochter acht.”
“Das werde ich. Um ihre Sicherheit braucht Ihr euch nicht zu sorgen, Herr van de Wintervoord.”
Thalias Vater lächelte zaghaft. “Das glaube ich Euch gern.” Er umfasste Thalias Hände mit den seinen und blickte seiner Tochter in die Augen. “Ich wünsche dir alles Gute, Thalia. Bitte schreibe uns und halte uns auf dem Laufenden. Ich bin stolz auf dich, mijn Vosje.”
In Thalias Augen schimmerten Tränen, als sie ihren Vater umarmte. “Danke, Papa. Ich wünschte nur, Mama würde das auch so sehen.”
“Das tut sie, mein Schatz, das tut sie. Sie ist nur zu stolz und zu stur, um das zuzugeben.”
Thalia löste sich von ihrem Vater. “Ich würde mich auch gern von Frederik verabschieden. Ist er hier?”
“Dein Bruder ist zur Zeit in Povis und schließt dort Verträge mit neuen Handelspartnern ab. Ich werde ihm deine Grüße ausrichten, sobald er zurück ist. Und wenn du uns das nächste Mal besuchen kommst, dann gib einfach vorher Bescheid. Er wird sich freuen, dich wiederzusehen.”
“Das werde ich tun, Vadder. Vielen Dank. Für alles.”
“Gute Reise, Vosje.”

“Vosje?” Eskel lächelte Thalia von der Seite an, als sie Arm in Arm zurück zu Triss´ Haus schlenderten.
Thalia lachte. “Das bedeutet ´kleiner Fuchs´. Mein Vater hat mich schon als Kind immer so genannt. Zum einen, weil meine Haare damals wohl fuchsrot waren, zum anderen weil ich angeblich immer versucht habe, ihn und meinen Bruder auszutricksen, um zu bekommen, was ich wollte.”
Seit der Aussprache mit ihrem Vater schien eine Last von ihr gefallen zu sein. Sie fühlte sich gelöst, ja sogar glücklich.
“Nun, dann sollte ich wohl besser vor dir auf der Hut sein … Ich bin froh, dass ihr euch nun doch im Guten getrennt habt - zumindest dein Vater und du.”
“Ja, das bin ich auch. Und meine Mutter wird er schon noch umstimmen, da bin ich mir sicher. Es war vielleicht nur alles etwas viel auf einmal für sie.”
“Das mag wohl sein. Ich kann schon nachvollziehen, dass sie sich für dich einen wohlhabenden, angesehenen Gemahl wünschen. Und nicht so jemanden wie mich.”
“Ach, Eskel … glaub mir, wenn ich ihnen einen Gelehrten von der Universität als den Mann an meiner Seite vorgestellt hätte, wären sie darüber auch nicht begeistert gewesen.”
“Nun ja. Aber … bist du dir wirklich sicher, dass einer deiner Kollegen nicht besser zu dir passen würde?”
Thalia runzelte verwirrt die Stirn. “Was soll das, Eskel?”
“Ich dachte nur … Laikos scheint dich sehr gern zu haben. Der Abschied ist ihm heute nicht leicht gefallen, das konnte ich sehen. Und du … Thalia, ich will nicht, dass du dich mir gegenüber zu etwas verpflichtet fühlst. Wenn du …”
“Eskel!” Thalia lachte ungläubig und blieb stehen. Sie blickte zu Eskel auf, ein schelmisches Grinsen auf den Lippen. “Vincent hat wirklich viele gute Eigenschaften, aber er und ich sind nur Freunde, weiter nichts. Und genau wie ich …” Sie griff Eskels Hand und drückte sie fest. “… ist er in festen Händen. Und selbst wenn das nicht so wäre - er würde wohl eher Gefallen an dir finden als an mir.”
Ihr Grinsen wurde breiter. Sie amüsierte sich über seine Verwirrung.
Eskel runzelte die Stirn. “Du meinst …”
“Vincent wagt genau wie ich einen Neuanfang - gemeinsam mit seinem Gefährten. Er und Marik konnten ihre Beziehung in Oxenfurt nicht offen ausleben, sondern nur im Geheimen, aber ich hoffe, dass dieses Versteckspiel nun in Nilfgaard ein Ende findet und die beiden endlich offen zueinander stehen können.”
Eskel schluckte. “Also ich … ich komme mir gerade ziemlich dumm vor.”
“Zu Recht, mein Herz. Zu Recht.”

* * *

Am folgend Morgen stand der Abschied von ihren Freunden an. Triss würde die beiden zusammen mit ihren Pferden per Portal nach Corvo Bianco befördern, wo Yennefer einen Teleportationsanker ähnlich dem in Triss´ Garten positioniert hatte.
Keira sollte in ein paar Tagen zu Eskel und Thalia in Toussaint stoßen. Thalia hatte sie gefragt, ob sie mit ihr zusammen weiter an der Catriona-Krankheit forschen wolle. Die Variante der Krankheit, die unter den Anderlingen in Redanien ausgebrochen war, konnte ihnen weiteren Aufschluss über den Erreger bringen. Schon in den letzten Tagen hatten Keira und Thalia sich immer wieder über ihre Forschungen ausgetauscht. Thalia war mehr als beeindruckt von den Fortschritten, die Keira bereits bei der Erforschung der Krankheit gemacht hatte. Vielleicht könnte die Zauberin ihr sogar bei ihrem Ziel, der Cordoxie ein Ende zu bereiten, behilflich sein.
Keira hatte kurz gezögert, dann jedoch zugestimmt. Nachdem sie ihre Habe aus ihrem Haus in Lan Exeter gepackt hatte, würde sie ebenfalls per Portal die Reise ins Herzogtum antreten. Die Aussicht, die Labore der dortigen Universität nutzen zu können, hatte sie offenbar überzeugt, ihre alte Heimat zumindest vorläufig zu verlassen.
Lambert hatte sich trotz Eskels - und wohl auch Keiras - Angebot, sie ebenfalls zu begleiten, dagegen entschieden. Thalia vermutete, dass die Streitereien der letzten Tage mit der Zauberin vielleicht nicht ganz unerheblich dafür waren. Der Hexer hatte jedoch erklärt, vor dem Winter nach Toussaint zu kommen, um dort die kalten Monate zu verbringen. Bis dahin würde er auf den Pfad zurückkehren.
Nach dem gemeinsamen Frühstück in Triss´ Esszimmer verabschiedeten sich Keira und Lambert von den anderen.
Lambert reichte Thalia die Hand und umarmte sie kurz. “Pass gut auf den Großen auf, Frau Professor. Nicht, dass er es sich in der Sonne zu gut gehen lässt und träge wird.”
Thalia lachte. “Keine Sorge, ich werde schon dafür sorgen, dass er beschäftigt bleibt.”
Auch Keira umarmte sie kurz. “Wir sehen uns in ein paar Tagen, Thalia. Und du bist wirklich sicher, dass ich an der Universität willkommen bin?”
“Der Dekan, mit dem ich zufälligerweise gut bekannt bin, hat betont, wie froh er um weitere Wissenschaftler wäre, die die Hochschule bereichern. Ich bin sicher, das schließt auch forschende Zauberinnen mit ein.”
Als sie sich von Keira löste und sich diese von Triss verabschiedete, sah Thalia, wie Eskel und Lambert sich kurz, aber heftig umarmten. Abschiede waren dem jüngeren Hexer deutlich zu wider. Die beiden Männer sprachen kurz miteinander, die Worte konnte Thalia jedoch nicht verstehen.
Nachdem Lambert auch Triss Lebewohl gesagt hatte, verschwanden er und Keira im flirrenden Portal, das ihn und die Zauberin zu ihrem Haus in Lan Exeter bringen würde.
Triss wandte sich Eskel und Thalia zu. “Also dann … da ihr mich ja auch heute verlassen wollt - wann möchtet ihr aufbrechen?”
Thalia blickte zu Eskel. “Ich habe bereits alles gepackt. Wenn du soweit bist …”
“Eins möchte ich vorher noch erledigen.” Wenn Thalia es nicht besser gewusst hätte, hätte sie vermutet, dass Eskel verlegen wirkte. “Es wird nicht lange dauern”, beeilte er sich zu sagen. “Sobald ich zurück bin, können wir aufbrechen.”
“Keine Eile.” Sie lächelte ihn an. “Verrätst du mir, um was es geht?”
Eskel schluckte, lächelte dann sein schiefes Lächeln. “Du wirst es noch erfahren. Zu gegebener Zeit.”
“Du machst es aber geheimnisvoll. Also gut, ich werde nicht weiter fragen …”
Als Eskel gegangen war, blickte Triss ihm noch kurz nach, ein versonnenes Lächeln auf den Lippen. Thalia wurde wieder einmal bewusst, wie hinreißend schön die Zauberin doch war. Und welches Glück sie selbst hatte, dass Eskel sich trotzdem für sie entschieden hatte.
Als Triss das Wort an sie richtete, schwang in ihrer Stimme ein Hauch von Melancholie mit. “Er lässt sein altes Leben hinter sich, um mit dir neu anzufangen. Du kannst dich glücklich schätzen, dass ein so treuherziger Mann sein Leben mit dir verbringen will.”
“Das tue ich, Triss. Ich liebe ihn. Und gerade deshalb habe ich manchmal Angst. Angst davor, wie wir uns verändern werden.” Sie zögerte kurz. Sollte sie ihre Sorgen wirklich vor Triss ausbreiten? Auch wenn sie nicht die besten Freundinnen geworden waren, würde die Zauberin dennoch verstehen, was sie bewegte …
“Ich bin keine alterslose Zauberin. In dreißig Jahren werde ich eine alte Frau sein - Eskel aber wird kaum älter als jetzt erscheinen. Wird er mich auch noch lieben, wenn ich gebrechlich werde? Und möchte ich das? Will ich, dass er sich auch dann noch an mich gebunden fühlt, wenn ich alt bin und er noch immer ein Mann in den besten Jahren ist? Wie wird sich unsere Beziehung bis dahin ändern? Und wie wird es wohl für ihn sein, wenn er dann wieder allein sein wird, nachdem ich …”
Sie blickte Triss an. Die Zauberin runzelte die Stirn, ihr Blick verstehend und mitfühlend.
Thalia rang sich ein Lächeln ab, das Gesagte war ihr mit einem Mal peinlich. “Entschuldige bitte. Ich mache mir bereits Sorgen über Dinge, die noch weit in der Zukunft liegen. Wer weiß, was bis dahin geschieht.”
Triss lächelte, doch aus ihren Augen sprach immer noch Mitgefühl. “Ja, wer weiß …”
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