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Das Herz der Alchemie

GeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Eskel Geralt von Riva Lambert OC (Own Character) Triss Merigold Yennefer von Vengerberg
11.05.2018
11.05.2019
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14.06.2018 2.514
 
Das Haus des Magiers war einfach zu finden - es lag direkt am Marktplatz, eingebettet zwischen Warenlager und Zeughaus.
Thalia trat auf die Schwelle und atmete tief durch. Den Zauberer zu bewegen, Eskel zu helfen, würde bestimmt nicht einfach werden. Angehörigen seines Berufsstandes wurde nie nachgesagt, besonders umgänglich zu sein und sollte sein Zorn auf Eskels Bruder und Kollegen noch immer nicht verraucht sein ... Aber sie musste es unbedingt versuchen. Sie klopfte an die Tür und hoffte inständig, dass der Zauberer zu Hause sei.
Wenigstens diese Hoffnung wurde nicht enttäuscht. Ein gutaussehender Mann in mittleren Jahren öffnete die Tür.
Er musterte Thalia kritisch. Erst jetzt fiel ihr auf, dass sie sich vielleicht doch die Zeit hätte nehmen sollen, den Staub der Reise abzuwaschen, ihr Haar zu richten und die Kleidung zu wechseln. Durch die Sorge um Eskel hatte sie überhaupt nicht daran gedacht, dass sie vermutlich einen etwas heruntergekommenen Eindruck machen musste. Vor Scham errötete sie leicht.
“Was wollt Ihr?” Die Stimme des Zauberers war schneidend, abweisend.
“Ich ... Mein Name ist Thalia van de Windervoord. Ich bin Magistra an der alchemistischen Fakultät der Akademie von Oxenfurt. Seid Ihr Meister Istredd, der bekannte Zauberer?” Thalia hatte zwar vor Eskels Erzählung noch nie von Istredd gehört, aber ein bisschen Schmeichelei konnte ja nicht schaden…
Der Zauberer hob eine Augenbraue. “Dem ist so. Welches Anliegen führt Euch her?”
“Ich bin sehr froh, Euch hier anzutreffen, Meister Istredd. Mehr als froh. Ihr seid meine letzte Hoffnung, einem Freund zu helfen, der eine starke Vergiftung erlitten hat. Bitte, Meister Istredd, bitte helft mir. Ich stehe in der Schuld dieses Mannes, ohne mich wäre er nie in diese Lage geraten. Ich selbst kann ihm nicht helfen, deshalb habe ich ihn in diese Stadt gebracht, weil ich hoffte, dass Ihr mit euren Fähigkeiten ihm werdet helfen können. Bitte, darf ich Euch zu meinem Freund führen? Es ist nicht weit und es zählt jede Minute ...”
Istredd schien kurz nachzudenken, presste die Lippen zusammen und schien noch nicht überzeugt.
“Bitte entschuldigt mein Erscheinungsbild. Ich wollte keine Zeit verlieren und bin deshalb sofort nach unserer Ankunft zu Euch geeilt.”
“Welchen Beweis habt Ihr, dass Ihr tatsächlich die seid, die Ihr vorgebt zu sein?”
Thalia zog den Geleitbrief der Akademie aus ihrer Tasche, den jeder Wissenschaftler zur Sicherheit erhielt, um über Grenzen hinaus reisen zu können. Er trug das Siegel der alchemistischen Fakultät - welches Istredd offenbar wohlbekannt war. Seine Mine wurde etwas weniger abweisend.
“Also gut. Ich werde Euch beziehungsweise eurem Freund helfen, Magistra. Jedoch, Ihr versteht sicher, dass auch ein Zauberer sein Auskommen haben muss. Welche Summe gedenkt die Akademie denn, für die Gesundheit ihres Angestellten auszugeben?”
Dieser gierige, arrogante ... Thalia hatte sich, den Charakter des Zauberers richtig einschätzend, möglichst devot und ehrerbietig gegeben. Sie hatte zwar damit gerechnet, dass der Zauberer einer Bezahlung nicht abgeneigt sein würde, hatte ihm diese jedoch nicht direkt angeboten. Möglicherweise hätte er sich auch in seiner Ehre gekränkt gefühlt, wenn man ihm unterstellte, nur für eine Gegenleistung einem Menschen in Not zu helfen. Der Magier fand es aber anscheinend nicht ehrenrührig, seine Hilfe von einer angemessenen Bezahlung abhängig zu machen. Nun gut, sie wollte nicht feilschen, dafür war ihr das Wohlwollen des Mannes zu wichtig.
“Mir stehen 300 Kronen zur Verfügung. Reicht diese Summe aus, um eure Hilfe zu entlohnen?”
“Hm… gewiss, gewiss. Eine Vergiftung sagtet Ihr. Um welches Gift handelt es sich denn?”
“Mein Freund wurde von einer Krabbspinne verwundet. Ich weiß, das Gift wirkt tödlich und es gibt keine wirksame Therapie. Jedoch ist mein Freund sehr ... widerstandsfähig. Vielleicht könnt Ihr mit einem Zauber seinen Metabolismus soweit verlangsamen, dass uns etwas mehr Zeit bleibt?”
“Etwas mehr Zeit? Wieso wollt Ihr das Unvermeidliche weiter hinauszögern, meine Liebe? Je länger er durchhält, um so heftiger werden seine Qualen sein. Verzeiht mir meine Offenheit, aber ich möchte Euch vor trügerischen Illusionen bewahren.”
Nun gut. Anscheinend war jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem sie dem Zauberer die Wahrheit sagen musste.
“Es gibt einen Ort, an dem meinem Freund geholfen werden kann. Jedoch ist er zu schwach, um die Reise dorthin durchzustehen. Wenn Ihr uns etwas mehr Zeit verschaffen könntet, dann könnte ich ihn zu diesem Ort bringen und es bestünde noch Hoffnung, sein Leben zu retten.”
Der Zauberer blickte sie skeptisch an. Als die Erkenntnis zu ihm durchdrang, um wen es sich bei dem Patienten handeln musste, verfinsterte sich seine Miene. “Eure Ausführungen, meine Dame, geben mir Rätsel auf. Sagt mir, kann es sein dass euer ‚Freund‘ ein Hexer ist? Ein Mutant, der in seiner ganzen Unnatürlichkeit wesentlich länger als ein Mensch mit dieser Vergiftung überlebt hat?”
Thalia seufzte. “Eure Annahme ist korrekt, Meister Istredd. Er ist ein Hexer. Sein Name ist Eskel. Er ist ein enger Freund der Zauberin Triss Merigold, die Euch sicherlich ebenfalls bekannt ist. Falls Ihr ihm nicht um seinet- oder meinetwillen helfen wollt und auch nicht für die 300 Kronen, die ich Euch anbiete - so tut es bitte für Frau Merigold.”
Oh, bitte, lass ihn ebenfalls ein Freund der Zauberin sein. Thalia hatte nicht die leiseste Ahnung, in welchem Verhältnis Triss Merigold und Istredd zueinander standen. Sie hoffte einfach, dass der Zauberer es nicht riskieren wolle, eine Angehörige seiner Zunft zu verärgern. Und sie schien damit Recht zu haben.
Istredd seufzte. “Also gut. Ich werde sehen, was ich für euren Hexer tun kann. Aber ich kann nicht versprechen, dass es in meiner Macht steht, ihm zu helfen.”
“Das verlange ich auch nicht von Euch, Meister Istredd.”
“Ihr Alchemisten versetzt mich immer wieder in Erstaunen. Mit euren Tinkturen, Essenzen und Destillaten meint Ihr, uns Zauberern Konkurrenz machen zu können. Sowohl in der Heilkunst als auch in vielen anderen Bereichen. Dann jedoch, wenn Ihr mit eurem beschränkten Wissen eure Grenzen erreicht habt, seid Ihr euch nicht zu schade, immer wieder um die Hilfe von uns Zauberern zu ersuchen. Ihr denkt, Ihr könntet alles auf der Welt mit euren lächerlichen Naturgesetzen erklären. Dabei habt Ihr noch nicht einmal einen Bruchteil dessen verstanden, womit wir Magier täglich arbeiten.”
Thalia biss sich auf die Zunge. Sie konnte es sich nicht leisten, den großspurigen Zauberer zu verärgern, also spielte sie lieber weiterhin die devote Bittstellerin. “Gewiss habt Ihr Recht, Meister Istredd. Nun, vor Euch steht eine solche Alchemistin, die demütigst eure Hilfe erbittet. Bitte folgt mir, ich bringe Euch zu dem Patienten.”

Als sie zu Miros Haus zurückkehrten, öffnete dieser die Tür mit einem sehr besorgten Gesichtsausdruck. “Thalia, gut dass du kommst. Deinem Freund geht es schlechter …” Thalia stürzte an ihm vorbei in den Salon und eilte an Eskels Seite. Dieser lag immer noch auf dem Bettsofa und schien nicht bei Bewusstsein. Seine Haut schien fast transparent, von Adern durchzogen. Sein Atem ging flach. Thalia versetzte es einen Stich, ihn so zu sehen. Sie griff nach seiner Hand und drückte sie fest. Hoffentlich war es noch nicht zu spät … Sie blinzelte, als sie merkte, wie heiße Tränen in ihre Augen schossen. Sie musste jetzt stark sein, für ihn.
“Meister Istredd, bitte eilt Euch.”
Der Zauberer war langsam in den Salon getreten und musterte den vor ihm liegenden Hexer mit undeutbarem Gesichtsausdruck. Dann schien er seinen Unmut zu überwinden und trat an das Bett. Er hob eines von Eskels Augenliedern und untersuchte das Auge, fühlte den Puls und legte eine Hand auf Eskels Brust. “Wir sind keine Minute zu früh, Magistra. Tretet zurück und lasst mich meine Arbeit tun.”
Thalia tat wie geheißen, ließ Eskels Hand los und trat ein paar Schritte zurück. Der Zauberer berührte weiterhin mit einer Hand Eskels Brust, mit der anderen seine Stirn und rezitierte mehrere, für Thalia unverständliche Zaubersprüche. Ein blasses Leuchten schien durch seine Finger in Eskels Körper zu wandern, schwach zuerst, doch an Intensität gewinnend. Eskel tat einen tiefen Atemzug. Seine Haut gewann wieder etwas Farbe, die durchscheinenden Adern verblassten. Nach einer für Thalia gefühlten Ewigkeit schlug Eskel die Augen auf. Er schien zunächst nicht zu wissen, wo er sich befand, musterte den Zauberer verwundert, der immer noch Magie in seinen Körper fließen ließ. Dann fokussierten seine Augen Thalia und er schien sich zu entspannen.
Der Zauberer arbeitet noch mehrere Minuten weiter, ehe er von seinem Patienten zurücktrat und sichtlich zufrieden schien.
“Nun, Magistra, ich habe getan was ich konnte”, wandte er sich an Thalia. “Sein Metabolismus ist wirklich erstaunlich. Eigentlich müsste er schon längst tot sein. Wie dem auch sei, ich konnte die Symptome zurückdrängen und den Vergiftungsprozess verlangsamen. Er sollte somit noch ein paar Tage Zeit gewonnen haben. Aber, bitte verzeiht mir meine Neugier, wie wollt Ihr ihn in so kurzer Zeit nach Kaer Morhen, der Hexerfestung bringen? Denn zweifellos ist das Euer Ziel, oder irre ich mich da?”
“Ihr irrt Euch nicht”, gab Thalia zu, die überrascht war, dass der Zauberer davon wusste. Sie warf einen Blick zu Eskel, der bereits dabei war, sich aufzusetzen. Sein Zustand hatte sich mehr als deutlich verbessert. “Bitte gebt mir eure Einschätzung: Wird er reiten können? Schafft er mit meiner Hilfe den Weg in die Blauen Berge?”
“Schwer zu sagen. Ich denke, wenn er sich noch ein oder zwei Stunden ausruht, kann er reiten - die Frage ist nur, wie lange.”
“Meister Istredd, es fällt mir schwer, noch einen Gefallen von Euch zu erbitten, aber ich weiß mir keinen anderen Rat. Wäre es Euch möglich, ihn und mich per Portal nach Kaer Morhen zu befördern?”
Der Zauberer hob höchst erstaunt beide Brauen. “Ihr gebt wirklich nicht so schnell auf, meine Liebe, das muss ich Euch lassen. Ja, ich kann ein Portal erschaffen. Jedoch nur zu Orten, die ich selbst höchstpersönlich einmal besucht habe und von denen ich ein imaginäres Abbild visualisieren kann - oder zu Orten, die über einen Anker verfügen. Auf die Hexerfestung trifft weder das eine, noch das andere zu. Ich könnte Euch lediglich in die Nähe teleportieren, dorthin, wo der Gwenllech ins Gebirge übergeht. Das würde Euch zumindest zwei bis drei Tage Zeit erkaufen.”
“Oh, bitte, würdet Ihr das tun? Ist es möglich, mit unseren zwei Pferden zusammen durch das Portal zu gehen?”
“Möglich ist das - sofern die Pferde davon zu überzeugen sind, das Portal zu betreten. Jedoch erfordert die Erzeugung eines Portals sehr viel Kraft - auch von einem fähigen Zauberer. Dies müsste sich natürlich in meiner Aufwandsentschädigung niederschlagen ...”
“Natürlich. Welche Summe könnte Euch die verlorene Kraft vergessen machen?”
“Ich würde sagen, noch einmal 300 Kronen könnten mich mit so großer Freude erfüllen, dass ich den Kräfteaufwand schnell überwinde …”
Thalia schluckte. Sie würde das Konto der Akademie überziehen müssen, um den Zauberer bezahlen zu können. Aber am Geld sollte es nun nicht scheitern.
“Dann bereitet bitte alles vor, Meister Istredd. Ich werde gleich sofort das Geld anweisen.”
Sie ging zurück zu Eskel, der nun auf dem Bettsofa saß und sich den offenbar verspannten Nacken rieb.
“Wie geht es dir?”
Er blickte zu ihr auf und versuchte ein Lächeln. “Ging schon mal besser, aber auch schon wesentlich schlechter. Wie hast du es geschafft, ihn zu überreden, mir zu helfen?”
Thalia lächelte schelmisch. “Wenn mir etwas wirklich wichtig ist, kann ich ganz schön hartnäckig sein. Ich bin froh, dass es dir besser geht. Hast du meinem Gespräch mit Istredd folgen können?”
“Habe ich. Du willst mich per Portal nach Kaer Morhen bringen. Das könnte sogar funktionieren. Ich fühle mich gut genug, um den Rest des Weges zurückzulegen. Von der Stelle aus, die der Zauberer beschrieben hat, ist es nicht mehr weit. Du musst nicht mitkommen, das sollte ich auch alleine schaffen.”
“Das kannst du vergessen. Ich lasse dich auf keinen Fall allein reiten.”
Eskel blickte ihr in die Augen. “Danke, Thalia. Ohne dich wäre ich vermutlich in wenigen Stunden gestorben …”
“Ohne mich wärst du gar nicht erst verwundet worden. Es ist meine Schuld, dass du nun um dein Leben kämpfen musst. Da ist es wohl das Mindeste, dass ich alles dafür tue, um dir zu helfen. Ruh dich jetzt noch ein wenig aus, ich muss noch für die Bezahlung unseres selbstlosen arkanen Meisters sorgen.”

Eine Stunde später hatte Thalia die Überweisung von 600 Kronen auf das Konto des Zauberers veranlasst. Zum Glück befand sich die Filiale der Vivaldi-Bank in unmittelbarer Nähe zu Miros Wohnviertel. Nach ihrer Rückkehr nach Oxenfurt würde sie dem Dekan wohl oder übel erklären müssen, warum sie ihr Budget für die Expedition um mehr als ein Drittel überzogen hatte. Vielleicht kostete sie dies sogar ihre Chance auf die Professur … Aber wenn das der Preis für Eskels Leben wäre, dann sollte es eben so sein.
Der Hexer hatte sich innerhalb der letzten Stunde erstaunlich gut erholt. Er wirkte zwar immer noch wie ein Schatten seiner selbst, aber er konnte sich allein auf den Beinen halten und schien zuversichtlich, dass er den Ritt nach Kaer Morhen bewältigen konnte.
Um keine Zeit zu verlieren, würden sie sofort aufbrechen.
Thalia wollte sich vorher natürlich noch bei Miro bedanken. Sie umarmte ihren alten Kommilitonen zum Abschied. “Danke, Miro, dass mein Freund sich bei dir ausruhen konnte. Es tut mir leid, dass jetzt alles anders gekommen ist, als es geplant war. Es war so großzügig von dir, mir dein Labor für meine Forschungen anzubieten ...“
“Und jetzt brichst du schon wieder auf, kaum dass du angekommen bist.” Miro lächelte etwas wehmütig. “Versprich mir, dass du gut auf dich aufpasst. Und wenn du auf dem Rückweg eine Unterkunft brauchst oder vielleicht doch mein Labor beehren willst - du weißt, wo du mich findest.”
“Danke, mein Freund. Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, komme ich dich auf dem Heimweg besuchen. Dann haben wir bestimmt Gelegenheit, um über alte Zeiten zu reden.”
“Ich freue mich schon darauf. Mach´s gut, Thalia. Und deinem Hexer wünsche ich alles Gute.”
Thalia war ihrem alten Bekannten wirklich dankbar für seine Hilfsbereitschaft. Über Miro konnte man sagen, was man wollte (und an der Akademie wurde damals, nach seinem Rauswurf, viel über ihn geredet), aber man konnte sich immer auf ihn verlassen.

Sie ging zum Ende der Gasse, wo Eskel mit den beiden Pferden schon auf sie wartete. Istredd hatte auf dem Boden mehrere Kristalle positioniert. Seiner Aussage zufolge waren diese nötig, um ein Portal von der erforderlichen Größe und Stabilität zu erzeugen, um sowohl zwei Personen, als auch zwei Pferde zu teleportieren.
“Ich hoffe in eurem Interesse, dass die Pferde die Nerven behalten.” Der Zauberer schien nicht begeistert davon zu sein, dass auch Tiere sein Portal benutzten. “Wenn die Gäule in der Passage durchgehen, könnte das üble Folgen für alle haben, die sich im Portal befinden.”
“Keine Sorge. Skorpion ist mir schon öfters durch Portale gefolgt, er vertraut mir. Und was die Stute angeht ...”
Eskel wirkte das Zeichen Axii, um Arenaria zu beruhigen.
Istredd öffnete das Portal mit mehreren komplizierten Gesten und intonierte den dafür nötigen Spruch.
So zuversichtlich Thalia bis gerade noch gewesen war - die Vorstellung, durch dieses magische Tor zu treten, ohne sich des Zieles sicher zu sein, machte ihr Angst.
Eskel sah zu ihr herüber. “Bereit?” Kurz zögerte sie, nickte dann. “Bereit.”
Als erster trat Eskel in das wabernde, flirrende Licht des Portals und führte Skorpion am Zügel. Der Hengst sträubte sich eine Sekunde, folgte seinem Herren dann jedoch bereitwillig.
Thalia atmete tief durch. “Komm schon, Arenaria. Was die Männer können, können wir doch schon lange ...”
Arenarias Zügel fest um die Hand geschlungen, betrat sie das Portal ...
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